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Wie funktioniert der Verkauf eines Produkts?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von JayLive, 1 Juli 2009.

  1. JayLive
    JayLive (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    moin..

    mal eine Frage.

    Angenommen ich kaufe bei Media Markt einen Flachbildfernsehr für 500 €. Wie werden denn die Kosten aufgeteilt und wie funktioniert überhaupt der ganze Verkauf des Produkts? Wieviel bekommt der Hersteller vom Tatsächlichen Verkaufspreis? Etwa alles? Aber Media Markt muss ja auch an irgendwas verdienen.

    Und wie wird das ganze dokumentiert? Ich mein, wenn ich ein Produkt kaufe, wird das ganze irgendwie am Ende des Tages gezählt und dann an den Hersteller überwiesen oder gibts da Zwischenstationen? Und wohin fließt zuallererst die 19 % Mehrwertsteuer? Zum Finanzamt?

    Ich glaub ich hab in diesen Fall eine echte Wissenslücke...
    Kann mir einer Helfen?

    Danke :smile:
     
    #1
    JayLive, 1 Juli 2009
  2. murkey90
    murkey90 (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    also

    der übliche fall ist. Die hersteller verkaufen ihre Waren in großen Stückzahlen an Großhändler.
    Sagen wir in China wird ein Fernseher hergestellt. Der "Unterhaltunselektronic großhändler" kauft davon 1000 Stück zu einem guten Preis.Jetzt fährt der Einzelhändler (kleines elektro Geschäft) zum Großhandel und stellt sich sein Sortiment zusammen.

    Dann schlägt er seine Kosten drauf und du bezahlst dann den Endpreis.

    Mediamarkt wird die Station des Großhändlers überspringen und direkt bei den herstellern kaufen weil das eben billiger ist!

    Also es ist nicht so das die Hersteller erst das Geld kriegen wenn du etwas kaufst sondern Mediamarkt kauft die Produkte und versucht sie dann weiter zu verkaufen.
    Wenn sich etwas schlecht verkauft trägt MediaMarkt die Verluste.

    Es gibt auch andere Systeme wo die Hersteller Regalplätzte Mieten um dort ihre Waren ausszustellen. Bei Lebensmittelketten ist das oft der Fall. Üblicherweise läuft es aber wie oben beschrieben.

    Die MwSt ist ein durchlaufender Posten. Das bedeutet das jeder MwSt bezahlt aber auch kassiert.

    Der Einzelhändler zahlt 19% Mwst auf die Waren die er im Großhandel kauft. Wenn er nun an dich etwas verkauft verlangt er wieder 19% von dir. Diesmal aber 19 % von dem Mehrwert der durch seinen Gewinn enstanden ist.

    Also ein beispiel

    er kauft eine Steroanlage für 100 eur beim großhändler

    mit Mwst kostet sie ihn also 119,- eur.

    Im laden kostet die STeroanlage inkl. Mwst dann 199,-

    199/119 x 100 = 167,22 netto (Soviel kostet es ohne Mwst)


    Da der Einzelhändler jetzt 19,- MwSt an den Großhändler bezahlt hat und von dir 31,78 MwSt kassiert hat muss er nun die differnz ans Finanzamt bezahlen.

    Das entspräche 12,78 eur.

    Am ende jeden Monats werden alle ausgaben und alle Einnahmen so gegen einander gerechnet und dann, je nach gewinn oder verlust ans finanzamt überwiesen oder aber es wird die zuviel gezahlte Mwst vom finanzamt zurück erstattet :smile:

    Ich glaube das war etwas unübersichtlich.. Ich hoffe es hat dir dennoch geholfen


    grüße
     
    #2
    murkey90, 1 Juli 2009
  3. Asti
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Richtig, wobei das bei uns nicht nur Lebensmittelhersteller sind. Lindt und Ferrerro mieten bei uns Regalplätze, ebenso aber auch Gilette und Tchibo. Das war´s dann aber auch schon. Wenn man bedenkt, dass ich für einen der größten Großraum-Lebensmitteleinzelhandel beschäftigt bin (der demnach auch ein sehr großes Sortiment anbietet), ist das ausgesprochen wenig.
    Liegt denke ich daran, dass es schlichtweg kompliziert und unpraktisch in der Bestellung ist. Im Normalfall bestellen wir täglich bei unserer Zentrale und dann ist gut. Bei diesen Produkten müssen wir uns mit den Vertretern kurzschließen, im Normalfall macht dies eine extra dafür angestellte Person. Dann wird gesagt "Ü-Eier werden langsam leer, wir brauchen mal wieder neue", dann kommt ein Heinie von Ferrerro und dann geht man durch die Regale. Dauert länger, ist umständlicher, "verbraucht" mehr Arbeitskraft :zwinker:
    Bei Tchibo isses nochmal was anderes, da wird von der Bestellung bis zum einräumen alles von Tchibo-Mitarbeitern gemacht, die extra antanzen, also nichts mit unserer Filiale zu tun haben.
     
    #3
    Asti, 1 Juli 2009
  4. :grin:
    :tongue:
     
    #4
    Chosylämmchen, 1 Juli 2009
  5. murkey90
    murkey90 (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    richtig :-P
     
    #5
    murkey90, 1 Juli 2009
  6. hellgrau
    Gast
    0
    Offiziell gibt es den "Gewinn" im Sinne einer Bereicherung aus ... ich sag mal "haben wollen" gar nicht, oder?
    Es gibt das "Unternehmerische Wagnis" und damit verbunden das Argument, dass eine Unternehmung mit größerem Risiko, als eine Geldanlage, auch einen größeren Gewinn abwerfen muss. (Weil sie ja sonst sonst niemand machen würde.)
    Zumindest auf dem Papier bestehen die Preise nur aus den Kosten, in denen "angemessene Gehälter" :zwinker: mit drin sind und aus der "Risikovergütung". (Wie heißt das richtig?)

    -- -- hellgrau
     
    #6
    hellgrau, 1 Juli 2009
  7. Eigenschutz vor dem Diebstahl von Seite des Staates? :grin:
     
    #7
    Chosylämmchen, 1 Juli 2009
  8. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    3.050
    Single
    Bei uns in der IT läuft's in der Tat so:

    Einkaufspreis
    + Beschaffungskosten
    = Beschaffungspreis
    * [1 + (Marge / 100)]
    = Netto-Verkaufspreis
    * 1,19 (MwSt.)
    = Brutto-Verkaufspreis

    Und in der Marge ist dann alles schon drin: Gewinn, Servicekosten, ggf. Installation, Vorkonfiguration und Test, Gewährleistungskosten, Fixkostenanteil etc.

    Das Kalkulationsschema ist zwar schöne Theorie und prima zum Lernen, was da alles in der Preisbildung bedacht werden muss, unter dem Strich aber hab ich so noch nie ernsthaft gerechnet. Das könnte nämlich keiner bezahlen... :grin:
     
    #8
    User 76250, 1 Juli 2009
  9. murkey90
    murkey90 (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    84
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    0
    Single

    Ich weiß nicht in welcher größenordnung die Unternehmung von der du sprichst spielt, aber ab einer bestimmten größe sind Kalkulatorische Maßnahmen dringend notwendig und auch tatsächlich ins praktische umsetztbar!

    Bau mal 1.000.000 Autos und kalkuliere Pi mal Daum den Preis :grin:
     
    #9
    murkey90, 1 Juli 2009
  10. hellgrau
    Gast
    0
    Als modernes Unternehmen mit so hoher Produktzahl und so hohen Kosten wirst Du doch "Market into Company" fahren und DIr abhängig vom erzielbaren Preis dann denn chinesischen ... ähm ... konsteneffizientieren Zulieferer aussuchen.

    -- -- hellgrau
     
    #10
    hellgrau, 1 Juli 2009
  11. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.193
    348
    3.050
    Single
    Mein Chef ist nicht der CEO von IBM. Und auch nicht von Dell...
     
    #11
    User 76250, 2 Juli 2009

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