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    nicht angegeben
    12 November 2009
    #1

    Wie geht ihr mit (Selbst)Mitleid um?

    Mich würde mal interessieren, wie ihr euch verhaltet, wenn ihr (begründete) Faktoren für Mitleid anderer Leute habt bzw. für Selbstmitleid.

    Braucht ihr das Gefühl oder stößt es euch ab? Verheimlicht ihr Dinge, die bei anderen Leuten Mitleid hervorrufen können, weil es euch unangenehm ist? Oder neigt ihr dazu, Mitleid zu erheischen und gelegentlich auch mal etwas mehr als nötig herumzujammern?

    Versinkt ihr manchmal in Selbstmitleid? Wenn ja, wie holt ihr euch da wieder raus?
     
  • brainforce
    brainforce (35)
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    nicht angegeben
    12 November 2009
    #2
    Mitleid ist in den meisten Fällen eher kontraproduktiv... aber man kann eigene Probleme trotzdem ansprechen - nicht aus der Hoffnung auf Mitleid heraus sondern vielmehr in der Hoffnung auf konstruktive Hilfe...
     
  • donmartin
    Gast
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    12 November 2009
    #3
    Mich stößt es ab, wenn Menschen jammern und in Selbstmitleid zergehen und absolut nicht bereit sind etwas an ihrer Situation zu ändern.

    Wenn es einen "trifft", egal was, dann denkt man sowieso "Warum ich" und glaubt, dass es einen am härtesten trifft.
    Aber nach ner kurzen Phase sollte man Dinge, die man beeinflussen kann auch ändern oder es zumindest versuchen.

    Es kommt darauf an, wem ich mein Leid klage. Meiner Freundin würde ich etwas verheimlichen, um sie nicht zu belasten. Fremde geht das garnix an und guten Freunden - na ja, wenn ich weiss das ich Ernst genommen werde ist es nicht falsch mal ein wenig rumzujammern, rein rhetorisch um vielleicht genau das zu hören was man in dem Moment braucht.

    Nein! Absolut nicht.

    Wenn ich merke, dass es in diese Richtung gehen würde, brauche ich jemanden zum Reden, schreiben oder der mich auf andere Gedanken bringt.Oder muss etwas tun, was mir Spass macht um den Kopf frei zu bekommen.
     
  • User 49007
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    12 November 2009
    #4
    Ich der Regel schweige ich mich über meine grösseren und wirklichen Probleme gerne aus. Da gibts es nur ganz wenige enge Freund die, diese kennen. Genau oft auch um dem Mitleid zu entgehen. Mitleid bringt einem kein Stückchen weiter.
    Klar jammer ich manchmal auch über meine Probleme und geniesse es dann in die Arme genommen zu werden. Ich denke das ist mehr als normal.
    Selbst bemitleiden tue ich mich schon länger nicht mehr..weil auch das mich nicht weiter bringt
     
  • kaninchen
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    12 November 2009
    #5
    Wenn andere Menschen Probleme haben sollen sie das rauslassen find ich, dann bekommen sie auch dementsprechend Trost, Hilfe und Mitgefühl. Ich hab auch nix dagegen, wenn jemand mal kurz in Selbstmitleid schwelgt (tu ich selber manchmal, nach 10 Minuten isses dann aber auch eigentlich immer wieder gut), nur wenn ständig über alles geheult wird und gejammert, wie schrecklich das ist - das nervt dann schon und da kommt dann gerne auch mal ein "reiss dich mal zusammen"..
     
  • 12 November 2009
    #6
    Falls ich Probleme hab, such ich nur Vorschläge, alles andere bringt ja nichts. :smile:
     
  • User 50283
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    12 November 2009
    #7
    Oh, wenn mich etwas wirklich belastet schweige ich normalerweise darüber. Dafür jammere ich über Kleinigkeiten so lange, bis mich irgendjemand ganz schrecklich bemitleidet. Nach dieser emotionalen Streicheleinheit widme ich mich unbedeutenden Dingen, um kurze Zeit später noch einmal der Weinerlichkeit zu verfallen. Nach einer Weile stelle ich fest, dass es mir SO schlecht doch eigentlich gar nicht geht und... ja.
     
  • Schweinebacke
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    12 November 2009
    #8
    Nen bißchen hasse ich Leute die in Selbstmitleid baden, in den meisten Fällen sind das nämlich lösbare Probleme oder totaler Kinderkack.
     
  • Joppi
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    12 November 2009
    #9
    Es kommt auch immer auf die schwere der Probleme an.

    Ich muss zugeben, dass mir das Mitleid anderer Leute sehr unangenehm ist und ich hatte in letzter Zeit unglaublich viel Mitleid bekommen, obwohl ich extra nicht gejammert habe.. ehrlich gesagt fände ich es schöner, wenn ich mit Mitleid besser bzw. aktiver umgehen könnte. Wobei ich die letzten Wochen auch feststellen durfte, dass das für junge Menschen nicht ungewöhnlich ist..

    Dieses alltägliche Gejammer...naja, mein Gott...das ist halt Small Talk :zwinker:
     
  • User 75021
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    12 November 2009
    #10
    Ich mag keine Menschen die nur jammern und im Selbstmitleid baden-grausam!!

    Mach ich selber auch nicht. Ich rede über meine Probleme eh selten und mach vieles mit mir selber aus.
     
  • User 67627
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    12 November 2009
    #11
    wenn es mir richtig schlecht geht, dann jammer ich bei meinen freunden auch schon mal rum...allerdings nicht, um deren mitleid zu erhaschen :zwinker:
    sie wissen, wie sie damit umgehen müssen, muntern mich auf, bringen mich auf andere gedanken oder helfen mir einfach mit kritik oder ratschlägen. :smile:

    dafür sind freunde unter anderem auch da... man kann nicht immer gut gelaunt sein.

    manchmal (z.b. bei liebeskummer oder ähnlichem) kann ich mich auch mal 2-3tage in selbstmitlied suhlen. dann möchte ich aber keinen kontakt zu anderen, das mache ich mit mir selbst aus.
     
  • munich-lion
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    12 November 2009
    #12
    Ich gehöre nicht zu den Menschen, die Mitleid benötigen oder in Selbstmitleid versinken...beides ist mir regelrecht verhasst.
    Herumjammern tue ich erst Recht nicht...bringt mir nichts. Wenn ich Probleme habe, dann löse ich sie meistens selber oder wende mich an Personen, die mir konstruktiv weiterhelfen können und mir nicht nur den Kopf tätscheln wollen.
    Aber ich kann beim besten Willen keine schlechte Laune verbergen...manchmal leiden darunter einige Personen, die es mir aber meistens nicht übel nehmen.
     
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    12 November 2009
    #13
    Wenn ich krank bin, dann brauch ich gaaaanz viel Mitleid! :grin:

    Nein, es kommt wirklich darauf an. Es gibt Dinge die erzähle ich nicht, weil ich eben sonst das Gefühl habe mich in den Mittelpunkt zu drängen oder angst habe die Leuten denken dann, dass ich wirklich mal eine Runde Mitleid einknappsen möchte...

    Allgemein kann ich Selbstmitleid gar nicht ab. Es ist schon wichtig das man für sich selbst Leid empfindet, damit man sich und seine Probleme selbst ernst nimmt. Nur irgendwann ist es auch genug. Man kann sich nicht ewig in Selbstmitleid winden, man muss sich dann irgendwann auch mal selbst in den Arsch treten und wieder aufstehen.

    Womit ich kein Problem habe ist Trost. Ich spende gerne Trost. Aber was ich nicht leiden kann sind Leute, die glauben mit ihren Mitleid anderen Menschen helfen zu können, so von wegen "Ja du armer, hast Recht, sind alle gegen dich, keiner mag dich, och je, du arme Wurst".

    Ich denke das richtige Maß an Trost und Hilfe muss es sein, damit man selbst nicht in Selbstmitleid versinkt und man auch nicht zu übertrieben Mitleid tendiert.
     
  • xoxo
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    12 November 2009
    #14
    Ich kann mich da gerade nicht richtig reindenken. Mir hat einmal das Mitleid einer Frau geholfen und ich war / bin ihr sehr dankbar für ihre Worte. Aber ich war und bin nicht extra darauf aus, dass finde ich ein eher abstoßendes Verhalten. Nein, ich versinke nicht in Selbstmitleid.
     
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    12 November 2009
    #15
    Hmm wenn ich mit jemanden Mitleid habe (was recht schnell vorkommt kann, da ich mich für die Leute um mich herum interessiere) versuche ich entweder zu trösten oder ich versuche die Peron ab zu lenken.
    Bei Selbstmitleid ist das so eine Sache....
    Das wird hauptsächlich in mich hineingefressen und kommt höchstens in Form von Andeutungen heraus, die eh niemand versteht (oder überhaupt Notiz von nimmt). Ich versuchde das dann in meinem Inneren mit mir selber aus zu diskutieren und sag mir am Ende einfach ich wäre Eingebildet weil ich mich so viel um mich selber kümmere:zwinker:
     
  • Fuchs
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    12 November 2009
    #16
    Mitleid zu anderen: Kommt vor. Es gibt Menschen, die mir Leid tun und denen sage ich das auch ab und an, biete meine Hilfe an und suche einfach Kontakt. Ich dränge niemanden meinen "Trost" auf, aber ich merke halt einfach an, dass ich zumindest Notiz von ihrer beschissenen Situation nehme.

    Mitleid von anderen zu mir: Kommt so selten vor, dass ich das eigentlich recht gut ertragen kann. Meine Freunde steigern sich da dann auch nicht rein und das ist also insgesamt schon okay.

    Selbstmitleid von anderen: Da ich früher mal selbst sehr stark in Selbstmitleid verfallen bin, kann ich sehr gut nachempfinden, wie das zu diesem Effekt kommt. Nicht immer haben sich die Personen schon völlig aufgegeben - es kann auch ein Ausdruck von Verzweifelung sein. Ich kann das daher in gewissen Maßen ertragen. Solange aber Selbstmitleid kein Ausdruck mehr von Schmerz ist sondern die Personen einfach nur Leiden wollen und völlig blödsinnig handeln ist irgendwann natürlich auch die Grenze überschritten, wo ich es noch toleriere. Ab da stößt es mich dann auch ab.

    Selbstmitleid bei mir selbst: Sehe ich als Schwäche an, über die ich hoffentlich hinweg bin. Zudem bin ich stur: Ich nehme (in der Regel) keine Hilfe von irgendjemanden an, da ich die meisten Personen um mich herum bei den meisten Dingen auch nicht als so viel klüger als mich einschätze und ich meinen Krempel gerne selbst erledige. Andersherum: Meine Freunde können nichts dafür, dass ich Mist baue. Dementsprechend fordere ich kein Mitleid ein (ich bin immerhin selbst schuld - immer!) und spiele es stark runter, wenn es mir grottenschlecht geht. Das mache ich so gut, dass es nicht auffällt... :engel:

    Bei ein paar meiner jüngsten Probleme habe ich jedoch tatsächlich ein paar Freunden von mir die Ohren etwas vollgejammert (beide haben sich aber auch angeboten) - aber das ist wie gesagt eher untypisch und hat mich in meinen Problemen auch nicht fürchterlich viel weitergebracht. Wenn ich den Schmerz selbst nicht mehr aushalte, nutze ich Wege der Kompensation, die andere Menschen nicht affektieren.
     

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