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Wie haben eure Großeltern das Drittes Reich erlebt?

  1. Meine Großeltern haben mir nie erzählt wie sie das Dritte Reich erlebt haben.

    3 Stimme(n)
    21,4%
  2. Meine Großeltern sind nach 1945 geboren.

    1 Stimme(n)
    7,1%
  3. Meine Großeltern sind bereits gestorben bevor ich sie danach fragen konnte.

    2 Stimme(n)
    14,3%
  4. Meine Großeltern sind im Dritten Reich durch Krieg oder im KZ getötet worden.

    1 Stimme(n)
    7,1%
  5. Meine Großeltern waren im Krieg, aber sie kamen heil daheim.

    7 Stimme(n)
    50,0%
  6. Meine Großeltern wurden im Dritten Reich verfolgt, konnten aber überleben.

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  7. Meine Großeltern hatten schon ein hartes Leben, aber andere hatten es viel schlimmer.

    7 Stimme(n)
    50,0%
  8. Meine Großeltern haben unter sehr ärmlichen Verhältnissen gelebt, aber ohne Verfolgung.

    1 Stimme(n)
    7,1%
  9. Meine Großeltern gehörten zu den Kriegsverbrechern bzw. zu den sog. Tätern.

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  10. Meine Großeltern haben im Dritten Reich ein gutes Leben geführt.

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  11. Meine Großeltern lebten damals außerhalb des Einflussbereichs des Dritten Reichs.

    2 Stimme(n)
    14,3%
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  • Theresamaus
    Benutzer gesperrt
    184
    0
    36
    nicht angegeben
    12 Februar 2010
    #1

    Wie haben eure Großeltern das Drittes Reich erlebt?

    Haben eure Großeltern euch mal erzählt wie sie persönlich das Dritte Reich erlebt haben? Was das für sie die schrecklichste Periode ihres Lebens? Oder war die Nachkriegszeit für sie evtl. noch härter?
    Auch wenn ich von "Großeltern" spreche, könnt ihr für jede Oma und jeden Opa andere Antworten anklicken.
     
  • ProxySurfer
    Beiträge füllen Bücher
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    Single
    12 Februar 2010
    #2
    Sie waren da ja noch jung und haben dem Führer zugejubelt wie alle. Erst als es ans Ende ging (1945) haben sie gemerkt, das da was völlig falsch gelaufen ist und was das für Verbrecher waren. Ja, und die Jahre 1945-50 waren hart, da gabs fast nichts.
     
  • Riot
    Gast
    0
    12 Februar 2010
    #3
    Mein einer Opa (geboren 1937) wurde als Kind aus dem Sudetenland vertrieben und war dann als Flüchtling in Deutschland. Meine Oma (geboren 1940) wurde vom 3. Reich nicht wirklich beeinflusst, sie hatte eine ganz normale Kindheit, soweit ich weiß. Außerdem hatte ihre Familie immer Geld, hungern musste da keiner. Sie mussten sogar Flüchtlinge bei sich aufnehmen.

    Bei meinen anderen Großeltern weiß ich es gar nicht genau, aber die waren zu der Zeit auch noch Kinder.
     
  • Ört
    Ört (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    7
    nicht angegeben
    12 Februar 2010
    #4
    Von meinem einen Opa weiß ich nur, dass er wohl damals Kriegsgefangener in Russland war, also gehörte er wohl zur deutschen Armee. Er wollte aber auch nie darüber reden. Fakt ist, dass er auch im Alter immer noch alles auf "die ollen Jööd" geschoben hat. bevor ich mich durchringen konnte, ihn nochmal genauer zu seiner Vergangenheit zu fragen, ist er gestorben. Von meiner Oma weiß ich nichts. Und meine anderen Großeltern sind kurz vor Ende des Kriegs geboren, die haben das nicht so richtig miterlebt.
     
  • honi soit qui mal y pense
    Meistens hier zu finden
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    171
    nicht angegeben
    12 Februar 2010
    #5
    Interessante und gute Frage!
    Mein Großvater mütterlicherseits ist an den Folgen des Kriegs gestorben.
    Meine Großmutter mütterlicherseits hat nie darüber gesprochen bzw. konnte nicht - außer darüber, dass nach dem Krieg teilweise (man konnte sich wohl nicht sicher sein) geglaubt wurde, der schlimmste Verbrecher in der Geschichte Deutschlands sei noch am Leben. Selbst nach seinem Tod scheint er Angst und Schrecken verbreitet haben.
    Bei meinen Großeltern väterlicherseits wurde "darüber" nie gesprochen, es war verpönt, das Thema anzuschneiden.
     
  • Asti
    Verbringt hier viel Zeit
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    123
    14
    nicht angegeben
    12 Februar 2010
    #6
    Mein Großvater väterlicherseits war Flüchtling. Er hat nie groß drüber geredet, aber seine Schwester wurde wohl von den Russen vergewaltigt der Rest seiner Familie und ermordet, als er danebenstand.
    Von meiner Oma väterlicherseits weiß ich nichts über die Thematik.

    Oma mütterlicherseits war Engländerin und hat den Krieg wohl nicht in dem verheerenden Ausmaß mitbekommen, wie er in Deutschland ablief, aber als sie starb, war ich zu jung, um das Thema mal anzuschneiden.
    Ihr Mann war bei der SS, sicherlich kein schöner Fleck im Lebenslauf, aber das waren wohl die Zeiten damals.
     
  • User 88899
    Verbringt hier viel Zeit
    1.816
    88
    204
    vergeben und glücklich
    12 Februar 2010
    #7
    Gesprochen habe ich darüber nur mit einer Großmutter. Die schlimmsten Sachen waren wohl die Vergewaltigungen ihrer Schwestern durch die Rote Armee und der Tod ihres Mannes.
     
  • Augen|Blick
    0
    12 Februar 2010
    #8
    Meine Familie mütterlicherseits, hat ihr Vermögen durch den Krieg verloren, gejammert wurde darüber aber wegen der Kriegsschuld niemals. Beide haben aber durchaus harte Zeiten mitgemacht, aber wer hat das in dieser Zeit nicht?
     
  • Mitbewohner
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    11
    in einer Beziehung
    12 Februar 2010
    #9
    Der eine Opa war Kriegsgefangener in Russland, der andere hat sich geweigert, in den Krieg zu ziehen und blieb daheim, hat die Tiere und Familie versorgt. Er müsste um die 15 Jahre alt gewesen sein
     
  • User 49007
    User 49007 (30)
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    12 Februar 2010
    #10
    mein grossvater stand an der deutschen grenze und hoffte das die deutschen nicht hinein kommen..und meine grossmutter hat immer wieder reisende soldaten im aus unter gebracht bei ihnen
     
  • User 46728
    Beiträge füllen Bücher
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    682
    vergeben und glücklich
    13 Februar 2010
    #11
    Großeltern mütterlicherseits:
    Meine Oma war ein Flüchtling, sie ist meinem Opa "nachgereist", so gut es ging, hat überall, wo sie Halt machte, gearbeitet (hat überhaupt ihr Leben lang gearbeitet und 2 Uniabschlüsse als Frau in der Zeit gehabt), 1940 kam mein Onkel auf die Welt.
    Mein Opa war Oberst, Brückenbauing. (nicht in der deutschen Armee), hat schlimmeres gesehen als manch so einer. (Leider war ich zu jung, als er starb) Seine Eltern wurden in Ausschwitz vergast, seine Schwester wurde von den Nachbarn verraten (ehemalige Freunde) und vergewaltigt+vergast mit 18.

    Väterlicherseits:
    Opa und Oma sind geflüchtet, mehr weiß ich nicht, werde aber ihn beim Wiedersehen im März befragen (wir leben sehr weit voneinander entfernt und bisher gabs keine Gelegenheit).
     
  • BrooklynBridge
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    nicht angegeben
    13 Februar 2010
    #12
    Ich weiß von meinem einen Großvater, dass er als Soldat in Norwegen war und wegen dem langen Winter Depressionen gekriegt hat, aber das hat er mir nicht selber erzählt. Von dem anderen weiß ich, dass er nicht an die Front musste, da seine handwerklichen Fähigkeiten gefragt waren.
    Mehr weiß ich nicht.
    Mein Großonkel hat hingegen relativ viel erzählt. Meistens hat er relativ fröhlich erzählt, halt wie ein alter Mann, der den Kindern seiner Nichte von früher erzählt. Selbst die amerikanische Kriegsgefangenschaft klingt in seiner Schilderung eher wie ein Abenteuerurlaub. Ich weiß allerdings auch, dass er an der Ostfront war, und davon hat er nie ein Wort erzählt. Genauso wenig wie von Judenverfolgungen oder so.
     
  • Hilfiger
    Verbringt hier viel Zeit
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    offene Beziehung
    13 Februar 2010
    #13
    Mein Großvater hat von diesem Regime nicht viel gehalten. Widerstandskämpfer war er aber auch keiner. Als dann überall Hakenkreuzfahren angebracht werden mussten, hat mein Großvater am Haus absichtlich kleine Fahnen aufgehängt. Da gab es eine Abmahnung.

    Schwierig wurde es, als die Juden verfolgt wurden, denn die 2 Schwestern meines Großvaters waren mit Juden verheiratet. Eine zeitlang hat er sie bei uns im Haus versteckt. Aufgeflogen ist das zum Glück nie. Irgendwann vor Kriegsbeginn ist dann die Flucht in die USA gelungen.

    Im Krieg selber war mein Großvater irgendwo in Polen stationiert und war dort für Finanzen zuständig. In Gefechte war er nie verwickelt, allerdings verschlief er mal einen Fliegeralarm. Viele Kameraden, die den Fliegeralarm mitgekriegt hatten, fielen dem Angriff zum Opfer...

    Die Nachkriegszeit war halt kein Honigschlecken. Aber im Vergleich zu anderen ging es meinen Großeltern noch recht gut. In der Zeit kamen dann auch mein Onkel und mein Vater auf die Welt.
     

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