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Wie können wir unsere Leben verbinden?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von nora18, 26 August 2007.

  1. nora18
    nora18 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Hallo...und guten Abend erstmal! :smile:

    Es gibt mal wieder etwas was mich sehr beschäftigt. Und zwar ist das Problem, dass mein Freund und ich uns im Moment hauptsächlich in seinem "Leben" bewegen....Um das mal näher zu erläutern:

    Wir sind jetzt knapp 13 Monate zusammen und eigentlich läuft unsere Beziehung auch wirklich sehr gut, wenn man von kleineren Reibereien mal absieht. In der Zeit als er dieses Jahr sein Abitur gemacht hat, war es etwas stressig, weil wir uns nur so selten sehen konnten und er grundsätzlich etwas verplant ist - aber im Großen und Ganzen sind wir immer noch (und besonders im Moment) sehr, sehr glücklich.

    Jetzt ist die Lage so, dass wir unsere Beziehung sehr, sehr stark auf sein Umfeld konzentriert führen. Sprich wir gehen mit SEINEN Freunden weg, wir sind am WE fast immer bei IHM, weil es so praktischer ist, wenn wir in SEINER Stadt weggehen. (Wohnen ca. 30 km auseinander) Wir gehen mit SEINEN Eltern essen/trinken mit ihnen Kaffee..etc...

    Das alles hat auch seine Logik, da mein Freudeskreis a) nicht so groß ist und wir b) total weit auseinander wohnen, weil ich eine Schule mit riesigem Einzugsbereich besuche. Sprich zu manchen meiner Freundinnen könnte ich über 2 1/2 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren -> was man natürlich mit gesundem Menschenverstand nicht so häufig macht. Unser Freundeskreis trifft sich also hauptsächlich direkt nach der Schule (wenn mein Freund noch arbeitet (mittlerweile, seit er die Ausbildung angefangen hat) oder jobbt/lernt (als er noch zur Schule ging).

    Sonst halt nur zu Geburtstagen etc...Darüber hinaus gehe ich dann vielleicht 4-5 Mal im Jahr mit einzelnen Freundinnen was trinken/essen/Kino etc...also auch nicht der ideale Rahmen meinen Freund mitzunehmen.

    So ergibt es sich halt, dass er mich immer mitnimmt, wenn sein Freundeskreis etwas unternimmt..und da kommt auch schon das nächste Problem: Die machen wirklich IMMER was! Und er verzichtet da auch nur sehr ungern, weil er es einfach so gewöhnt ist, da ständig dabei zu sein.

    Praktisch jeden Freitag, jeden Samstag und manchmal auch unter der Woche steht da irgendetwas auf dem Programm, wo er auch unbedingt immer dabei sein möchte. Geburtstage, etwas trinken gehen, Billiard spielen, Kino...was auch immer.

    Am Anfang unserer Beziehung war es dann halt so, dass ich oft/fast immer mitgegangen bin, aber hinterher dann über einen etwas blöden Umsteigeweg (halb Bahn/halb Taxi) nach Hause gefahren bin. Mittlerweile ist es dann so, dass wir die Nächte am WE miteinander verbringen möchten, auch weil unter der Woche nicht so viel Zeit ist, und ich dann "praktischerweise" immer bei ihm bleibe.

    Ich habe jetzt auch gemerkt, dass ich wirklich nur noch wie ein "Hotelgast" zu Hause ein und aus gehe und wirklich auch viel zu oft bei ihm und seinen Eltern zu Gast bin. Das Gleichgewicht stimmt überhaupt nicht mehr! Immer wollen wir auch mal zu uns: Aber bei uns in der Stadt läuft wirklich gar nichts...dann ruft wieder irgendjemand bei ihm an: "Wir machen heute abend das und das! Habt ihr nicht Lust?" und schon sind wir wieder bei ihm...und weil man von dort so umständlich zu mir kommt -> übernachten wir auch wieder dort.

    Das Ganze hat natürlich auch seine Logik. Ich bin in diesem Freundeskreis jetzt fest integriert und gehe auch super gerne mit, also so ist es nicht! Wenn da nicht die leidige Sache mit dem Übernachten/zu Gast sein immer dran hinge.

    Dadurch, dass ich dann immer von Samstag auf Sonntag da bin, bin ich auch schon fast Teil der Familie geworden. Jedesmal sitze ich dort schön mit am Frühstückstisch, seine Mutter lädt mich hinterher noch zum Mittagessen ein. Dann kommen noch seine Großeltern und seine 3 Geschwister vorbei (er ist der letzte der noch zu Hause wohnt) und dann ist Kaffee trinken angesagt.

    Bin da zwar total integriert und kenne alle sehr gut, habe also nicht das Gefühl jemandem auf die Nerven zu gehen/zur Last zu fallen -> eher das seine Mutter sich freut noch einen weiteren jungen Menschen im Haus zu haben und dass alle es selbstverständlich und schön finden, dass ich auch da bin, aber trotzdem bin ich dann meistens erst wieder um 18 Uhr zu Hause und denke hinterher: "Meine Güte du hast auch noch eine eigene Familie"

    Bei uns zu Hause ist es zwar anders, nicht so, dass wir jetzt Sonntags das große gemeinsame Familienessen haben, oder halt die Zeit wirklich gemeinsam verbringen...aber trotzdem gibt es einen guten Zusammenhalt zwischen meinem Bruder, meinen Eltern und mir und es fällt halt schon langsam sehr negativ auf, wie unglaublich viel ich bei meinem Freund und nicht daheim bin...

    Das Problem: Wir kommt man aus sowas wieder raus? Es ist schon total selbstverständlich, dass ich halt immer diejenige bin, die da halt "zurücksteckt" und mit zu ihm kommt, weil einfach nichts Vergleichbares bei uns abläuft.

    Theoretisch ist es ja egal, ob ich jetzt Sonntags mit ihm auf unserer Terasse sitze (ohne meine Eltern die irgendetwas anderes im Haus machen -> Meine Mutter spiel z.B. stundenland Saxophon, oder mein Vater bearbeitet Bilder am Computer) oder wir halt bei ihm das "Familienzusammentreffen" mitmachen.

    Aber meine Mutter beschwert sich halt jetzt schon, dass wenn sie dann mal mittags kochen will ich schon wieder nicht da bin.....:ratlos:

    Also irgendwie stehe ich jetzt total zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite meine Eltern, die mich mehr zu Hause haben wollen (obwohl es von ihrer Seite aus bisher nie ein Problem gab und sich das erst so allmählich aufgebaut hat, als das mit dem Übernachten am WE zur Selbstverständlichkeit wurde). Auf der anderen die Welt in die ich jetzt schon voll integriert bin und die meinen Freund wie selbstverständlich immer verlangt, weil niemand (auch er selbst nicht) gewöhnt ist, auch mal Kompromisse zu machen.

    Wenn z.B. eine meiner Freundinnen Geburtstag hat, dann höre ich mir vorher total oft an: Ja, wir wären ja auch noch da und dort eingeladen gewesen und die Anna hätte uns mit auf jenes Konzert genommen heute abend..etc....bis ich dann irgendwann genervt frage, was ich dazu jetzt sagen soll...Dann hört er auf...:kopfschue

    Dann bekomme ich schon ein schlechtes Gewissen, weil ich weiss eigentlich geht er nur mit zuliebe mit auf den Geburtstag und wäre 100mal lieber auf dem 387. Billiardabend mit seinen Freunden.

    Erschwerend kommt hinzu, dass ich erst in 3 Monaten alleine Auto fahren darf..was meine Flexibilität extrem vermindert und meine "Abhängigkeit" was das "Heimfahren" angeht noch erhöht.

    Ich habe nun schon versucht mit ihm zu reden, dass wir mehr Zeit bei mir zu Hause verbringen: Er sagt zwar er versteht es, aber in den konkreten Abendplanungen ist die Logik dann meistens wieder gegen mich.

    "Nein Schatz, ich hab morgen früh um 8 nen Arzttermin in unserer Stadt...das wäre ja unpraktisch wenn wir bei dir wären"

    "Aber Schatz, wir sind doch eh auf dem Geburtstag bei mir in der Nähe...warum dann noch zu dir fahren? Dann kann ich nichts trinken, oder wir müssen ein teures Taxi bezahlen"

    Nichts trinken, weil er fahren muss, hasst er übrigens wie die Pest....auch wenn er sich nicht betrinkt: Ein paar Bierchen am WE das muss schon sein...:geknickt:

    "Schatz, mein Bruder hat Geburtstag. Wenn meine Eltern dann ins Restaurant fahren, können die uns nachher wieder mit zu uns nehmen.."


    Es ist einfach so, dass sich das soziale Leben hauptsächlich in seiner Stadt mit seinen Freunden abspielt und es von da aus saublöd ist zu mir zu kommen...andererseits muss ich auch meine Eltern verstehen, dass ich nicht wochenends nur noch "sporadisch" erscheinen kann...auch wenn mir die gemeinsame Zeit die ich am WE mit meinem Schatz verbringe unglaublich wichtig ist -> unter der Woche bleibt schließlich kaum Zeit...:kopfschue

    Wisst ihr, wie man sowas besser kombinieren und in den Griff bekommen kann? Ich kann ihn ja verstehen, dass er lieber mit mir uns seinen Freunden etwas bei sich unternehmen möchte, als bei mir zu Hause mal wieder zu Kochen/DVD zu gucken, etc...weil man in meiner Stadt wirklich gar keine vernünftigen Bars oder sowas hat...:kopfschue Da gehe ich ja auch lieber bei ihm weg...

    Oder auch, dass er lieber nett mit seiner ganzen Family zusammen sitzt, als an unserer etwas loseren Art des Familienlebens teilzunehmen. Das kann ihm ja auch nur sinnlos erscheinen...*seufz*

    Naja...wenn ihr das kennt oder euch sonstwas dazu einfällt würde ich mich sehr über Rat freuen, wie ich aus dieser Zwickmühle wieder herauskomme....:ratlos:

    Danke fürs Durchlesen!
     
    #1
    nora18, 26 August 2007
  2. User 35148
    User 35148 (43)
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    nicht angegeben
    Pfuuh das ist mal wirklich lang geworden...
    trotzdem recht gut zu lesen

    :knuddel:

    sag mal, es klingt für mich ganz so, als ob Du Dich selber ständig verpflichten würdest, immer mit ihm auszugehen.

    Lass doch mal den einen oder anderen Termin sausen.
    Geh Du doch ma zu Deinen Freundinnen, und er kann ruhig mal Billard spielen gehen... das ist doch echt ok.
    Ihr müsst doch nicht jedes WE etwas zusammen machen.

    Denk doch mal... was ist wenn ihr erst richtig zusammen leben werdet... da könnt ihr immer noch genug unternehmen.
    Da werdet ihr eher froh sein, wenn ihr nicht alles zusammen macht...

    Wie aus dem "Teufelskreis" wieder herauskommen?

    Beim nächsten Mal sagst Du halt einfach, dass Du lieber zu Deiner Freundin oder Deinen Eltern möchtest, aber Dass Du nichts dagegen hast, wenn er sich mit seinen Kumpels trifft.

    Und halt die Zeit durch, bis Du den Führerschein hast!
    Dann kannst Du ihn herumkutschieren ;-)

    :engel_alt:
     
    #2
    User 35148, 26 August 2007
  3. Waldkäuzchen
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Also ich kann es auch net leiden, dauernd bei meinem Freund zu Haus zu sein, da würd ich ja draufgehen dabei...aus verschiedenen Gründen. Das Problem ist, er empfindet ebenso, wir können beide nich von zu hause lassen....
    Ich kenne also die Zerreißprobe zwischen "ich will doch bei meinem Freund sein" und "ich mag meine Familie sehen" sehr gut.
    Ich würde mich gegen ein derartiges Ungleichgewicht wie bei Dir der Fall vehement wehren. Seil Dich ab, mach Dich rar, das erhöht die Sehnsuch nacheinander. Du kannst selbstverständlich auch Deine eigenen Freundschaften pflegen und wenn nötig, geh allein auf die Geburtstage Deiner freundinnen.
    Und freu Dich aufs Autofahren, es wird Dich extrem flexibel machen, abends noch heimfahren zu Dir wird für Dich möglich sein!
     
    #3
    Waldkäuzchen, 26 August 2007
  4. nora18
    nora18 (27)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Hmm..das Problem ist ja..ich hab ja meist abends nichts anderes vor...

    Wie gesagt, mein Freudeskreis ist total verstreut und wir unternehmen nur selten was...manchmal halt einzeln oder auch mal in der Gruppe..dann nehm ich mir auch immer "frei"...und er macht auch öfter mal Sachen allein..

    Nur an den "normalen 0815 WE" ist bei mir nichts, weil wir keine Lust haben 1 1/2 Stunden mit Bus und S-Bahn zu fahren um uns als Freundeskreis zu treffen...und dann bleibt halt..

    entweder mit ihm weggehen..

    oder wir machen zusammen was bei mir (wie erwähnt -> eher eingeschränkte Auswahl und im Vergleich ziemlich langweilig, wenns zu oft vorkommt)

    oder ich sitz allein zu Hause...(mach ich auch manchmal..aber eher ungern und selten..weil wenn ich ihn unter der Woche schon kaum sehe...)

    Der Konflikt liegt halt zwischen 1 und 2.

    1 ist zwar attraktiver für den Abend..zieht aber Übernachtung, Frühstück und Familientreffen nach sich (wenn ich nicht grob unhöflich seine Mutter, die mich dabei haben möchte, zurückweisen will) Fazit daraus: Stress mit meinen Eltern und einfach viel zu wenig zu Hause sein am WE...:geknickt:

    2 ist halt viel langweiliger und auch nicht so toll für uns..meine Mutter möchte mich zwar da haben..das heisst aber nicht, dass konkret was passiert..sprich, dass wir zusammen im garten sitzen oder so. Alles was sie möchte, ist, dass wenn sie dann kocht, wir auch mal zum Essen da sind..etc...:ratlos: Aber wie wir den Rest des Tages totschlagen ist ihr eher egal...

    Ich verstehe ihren Standpunkt, aber irgendwie ist das halt meistens ziemlich blöd...

    Wir gehen dann Spazieren, spielen was oder so..aber immer nur so zu 2t ist auch nicht das Wahre...Da tendiert man dann doch wieder zu den viel "interessanteren" Ablauf bei seiner Familie und Möglichkeit 1...:geknickt:
     
    #4
    nora18, 26 August 2007
  5. Beastie
    Beastialische Beiträge
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    Single
    ich hab eigentlich eher das gefühl, dass du es nur für deine eltern ändern willst.

    ich würde sagen, ihr belasst es erst mal so, wie es is und wenn du FS hast, fährst du eben nachhause.
    das würd ich deinen eltern auch so sagen
     
    #5
    Beastie, 26 August 2007
  6. gert1
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Das Gefühl hab ich auch.
     
    #6
    gert1, 26 August 2007
  7. User 18889
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    nicht angegeben
    Mir erschien das ebenfalls so.

    Es ist doch normal, dass man mit der Zeit selbstständiger wird und seltener Zuhause ist. Ich bin mit 17 schon ausgezogen und war dann fast gar nicht mehr bei meinen Eltern. Anfangs hat sie das gestört, aber ich wurde nunmal erwachsen und wollte eigständig leben. Wenn dir das Leben bei seinem Freund und seinen Eltern ansonsten gefällt, sei doch die Wochenenden da.

    Ich weiß übrigens nicht, wieso du dir so einen Stress machst und vermutest, du würdest seinen Eltern zur Last fallen. Es ist normal, dass die feste Freundin sehr oft zu Besuch ist. Das muss dir nicht unangenehm sein.
     
    #7
    User 18889, 27 August 2007
  8. nora18
    nora18 (27)
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    in einer Beziehung
    Wenn ich was habe? Sorry kenne die Abkürzung nicht...:zwinker:

    Ja, irgendwie geht es natürlich schon um meine Eltern. Das Problem ist, dass ich ja noch nicht ausgezogen bin, wie du damals mit 17.

    1) kann ich meine Eltern verstehen, wenn sie sagen, ich kann nicht wie im Hotel ein und ausgehen und gar nicht mehr am "Familienleben" teilnehmen....

    2) können sie mir leider rechtlich gesehen immer noch ziemlich die Zügel anziehen, wenn ihnen etwas nicht passt..:ratlos: Bisher haben sie sich im Grunde ja immer sehr kooperativ gezeigt..bis jetzt halt die Diskussion vor kurzem aufkam...


    Und ich hab halt ein bisschen ein ungutes Gefühl bei der ganzen Sache, dass ich so häufig da und er so selten bei mir ist. Vielleicht sollte man da mehr Gleichgewicht reinbringen...so rein gefühlsmässig empfinde ich das irgendwie so...:smile:
     
    #8
    nora18, 27 August 2007
  9. User 18889
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    nicht angegeben
    FS = Führerschein

    Naja, aber deine Erzählungen klingen doch nicht, als würden deine Eltern dich bald zu irgendwas zwingen wollen, oder? Zumal das albern wäre, weil du ja demnächst 18 wirst und dann wäre es mit Vorschriften sowieso vorbei.

    Ich kenne es auch, dass man aus solchen Gründen überwiegend bei einem von beiden Zuhause ist. Mich hat's aber nie gestört.
     
    #9
    User 18889, 27 August 2007

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