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Wie kann ich ihr noch helfen?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von lost Romance, 27 August 2008.

  1. lost Romance
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo ihr Nachtschwärmer.

    Ich fange am besten mal von Vorne an:
    Vor etwa 5 Monaten verliebte ich mich in eine Freundin, sie sich auch in mich. Kurz darauf kamen wir zusammen, wie eine normale Beziehung. Sie ist übrigens 16 und ich 18.
    Jedenfalls hat sie mir schon am Anfang der Beziehung gesagt dass es komplizierter werden könnte. Ihre Mutter hat Depressionen kombiniert mit einem Alkoholproblem. Zu diesem Zeitpunkt ging es ihrer Mutter glänzend, sie trank kaum oder kein Alkohol.
    Ich verstand mich mit ihren Eltern prächtig und meine Eltern hatten meine Freundin schon beinahe ins Herz geschlossen.

    Bevor wir zusammen kamen habe ich einen Sprachaufenthalt im Juli geplant für 4 Wochen. Je näher der Abflugthermin kam desto schlechter ging es ihrer Mutter und somit auch meiner Freundin. Ihre Mutter begann zu trinken. So stark dass sie am nächsten Tag nicht mehr wusste warum sie im Bett lag, was sie tat und was ihr gesagt wurde. Sie fiel um, trat in Scherben und hatte astmaähnliche Anfälle.
    Meine Freundin war die Mutter. Sie verarztete ihre Mutter, räumte auf, gab ihr Unterstützung wenn sie wieder einen Anfall hatte. Sie machte sich Vorwürfe wenn sie nicht zu Hause war und etwas passierte.
    Ich konnte sehen wie es sie beinahe zerriss, ich hielt sie in dieser Zeit mindestens 2 Mal pro Tag weinend in den Armen. Trotzdem fand sie immer wieder die Kraft mich anzulächeln nachdem ich sie tröstete.
    Leider musste ich sie mit ihrer Mutter alleine zurücklassen, ich ging in den Sprachaufenthalt und ihr Vater musste auch weg. Kurz nach meiner Abreise wurde ihre Mutter in eine Art Entzugsklinik eingeliefert.

    Es ging meiner Freundin wieder besser mit der Zeit, sie ging zu einer Psychologin und redete mit professionellen Leuten über ihre Probleme.

    Ihre Mutter wurde genau vor einer Woche entlassen, seit dem Wochenende vor dem Mittwoch letzte Woche ging es ihr immer schlechter, sie hatte Angst dass ihre Mutter schon wieder anfing zu trinken und dass alles wieder von Vorne anfängt.
    Als ihre Mutter dann nach Hause kam fing es erst richtig an. Ihre Mutter fand heraus dass sie bei einem Psychologen war, obwohl ihre Mutter es ihr verboten hat (ich habe keine Ahnung warum sie das tut). Dazu kamen noch sonstige Zusammenstauchungen.
    Das schlimme an der Geschichte ist, am Donnerstag war sie schon wieder betrunken als meine Freundin nach Hause kam. Am Freitag ging meine Freundin von der Arbeit weg nach Hause weil die Nachbarin ihre Mutter im Garten liegen sah.
    Am Samstag und Sonntag war sie bei mir und hatte eine kleine Pause.
    Am Montag und Dienstag war es ruhig, an diesem Mittwoch traf ich mich für eine Stunde mit meiner Freundin und wir hatten eine kurze aber schöne Zeit.
    Heute Abend rief sie mich an und sagte mir dass sie nicht mehr kann. Sie habe sich heute wieder mit ihrer Mutter gefetzt, weil sie am Abend (6-7 uhr) noch ein bisschen aus dem Haus wollte. Jedenfalls trank ihre Mutter wieder ein glas Wein. Das war für meine Freundin dann zu viel.
    Sie sagte mir dass sie nicht mehr zu Hause sein könne. Sie wollte weg, ins Ausland, irgendwo wo sie niemand fand. Sie spielte nicht nur mit dem Gedanken, sie fing an es sich ernsthaft zu überlegen. Ich sagte ihr dass ich schluss machen würde wenn sie gehe, da sie so ihr ganzes Leben in den Eimer wirft und ich ihr da nicht mehr helfen kann. Wenn sie jetzt weg geht fliegt sie aus der Schule und verliert ihren Ausbildungsplatz. Das sind sehr schlechte Karten um später noch einen Arbeitsplatz zu finden.

    Obwohl ihre Mutter schon wieder getrunken hat, wollte sie nicht wieder zurück in die Klinik. Sie versteht auch irgendwie nicht was sie anrichtet. Ihrer Meinung nach hat sie nur ein Alkohol Problem und weder meine Freundin noch ihr Vater helfen ihr darüber hinweg zu kommen. Sie haben schon viel versucht, sie gingen zu x verschiedenen Beratern, aber auch diese wussten keine Lösung weil ihre Mutter nicht wirklich vom Alkohol wegkommen will.

    Ich weiss jetzt nicht mehr wie ich meiner Freundin helfen kann, ich konnte sie mindestens dazu Bewegen nicht wegzulaufen. Ich versuche sie zu unterstützen, zu trösten und zu ihr zu stehen so oft ich nur kann, aber es wird das Problem nicht lösen. Sie kann schlecht zu einem Psychologen gehen da sie sonst wieder von ihrer Mutter zur Schnecke gemacht wird. Dazu kommt noch dass das Problem eigentlich bei der Mutter liegt und sie darunter leidet.

    Ich werde nicht mit ihr Schluss machen solange sie noch lächeln kann und ich nicht unter der Beziehung leide. Aber ich bin etwas Ratlos was ich noch tun kann. Ich will nicht einfach nur hier Sitzen und aufpassen dass sie nicht auseinander bricht.
     
    #1
    lost Romance, 27 August 2008
  2. User 35148
    User 35148 (43)
    Beiträge füllen Bücher
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    295
    nicht angegeben
    Mein erster Gedanke: sie ist gerade ziemlich fertig, und Du erpreßt sie auch noch mit Trennung :ratlos:
    Hast Du sie nicht mehr alle!??? :kopfschue
    Sorry, das war nur mein Gedanke, laut ausgesprochen :engel:

    Vielleicht meinte sie das mit dem Ausland nicth wirklich so Ernst, aber sie will auf jeden Fall von ihrer Mutter weglaufen.

    Deine Freundin wünscht sich von Dir die Ruhe, Geborgenheit und Rückhalt den sie von ihrer Mutter niemals mehr bekommen wird.
    Schlimmer noch, sie fühlt sich total verantwortlich dafür, wie es ihr geht.
    Es kann doch nicht sein daß einem (noch-)Kind derartiges zugemutet wird!

    Die Mutter gehört dringend in eine psychologisch begleitete Entziehungsanstalt.

    Und Deine Freundin, wenn sie den Mut dazu hat, soll alles Alkmäßige wegkippen, egal wie die Mutter tobt.
    Meinetwegen mit Deiner Hilfe, damit sie dem "Drachen" nicht schutzlos ausgeliefert ist.

    Ich weiß auch nicht, was man Deiner Freundin raten sollte und wie man ihr am besten hilft, das müssen schon eher die echten Profis hier sagen.

    Aber wenn Du was tun willst, unterstütze sie, aber drohe ihr blos nicht mit Trennung.

    Biete ihr vielmehr an, daß Du mit ihr gehst, auch wenn es schwer wird.

    :engel_alt:
     
    #2
    User 35148, 28 August 2008
  3. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    2.618
    Verheiratet
    Deine Freundin macht gerade ein sehr schwere Zeit durch und du bist nicht für sie da sondern auch komplett überfordert mit der Gesamtsituation und drohst ihr mit dem Ende der Beziehung ?! Way to go, falls du ihr den Boden unter den Füßen komplett wegreißen willst. Höre ihr zu, nimm sie in den Arm und wische ihre Tränen weg. Ich glaube kaum, dass deine Freundin ihre Drohung ins Ausland zu gehen wahr mache wird. Sie weiß nur einfach nicht mehr was sie tun soll, ist hilflos und verzweifelt. Wenn Alkoholiker nicht wirklich aufhören wollen, dann kann man da nichts machen. Manchmal hilft es, wenn man ihr betrunkenes Benehmen gegenüber ihren eigenen Kindern auf einer Videokamera aufzeichnet und es ihnen in nüchternem Zustand vorspielt.
     
    #3
    xoxo, 28 August 2008
  4. lost Romance
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    313
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    0
    vergeben und glücklich
    Also, nur damit mir hier nicht noch jemand eine Autobombe legt:
    Es gab keine Konversation wie, "Ich will von zu Hause weg","Wenn du das tust, mache ich schluss".
    Das von zu Hause weggehen war mehr als nur ein Wunschtraum, sie hatte einen Tunnelblick. Sie sah nur dass sie für eine kurze Zeit von ihrer Mutter wegkommt, dass sie sich dadurch nur noch mehr Probleme schaffte war ihr egal.
    Es war auch nicht alles was ich gesagt habe. Ich habe ihr dazu gesagt dass sie ihre Zukunft, wenn nicht ihr Leben in den Eimer wirft und da kann ich sie nicht mehr aus dem Dreck ziehen. Ich sagte ihr dass der andere Weg schwerer wird, wenn sie zu Hause beibt und ihre Ausbildung fertig macht. Aber so werden wir nach der Lehre in der Lage sein zusammen eine Wohnung zu mieten. Zwei bis drei Jahre später würde sie sich eine eigene Wohnung leisten können. Sie würde selbstständig werden.
    Ich sage ihr jedes Mal wenn es ihr dreckig geht dass ich sie Liebe egal was ihre Mutter tut. Ich sage ihr dass ich von Überall her komme zu jeder Zeit wenn sie mich braucht, dass ich das Einhalte habe ich mehr als ein Mal gezeigt. Ich sage ihr auch dass sie jeder Zeit zu mir kommen kann und für ein paar Tage abtauchen kann wenn sie es möchte.

    Ich opfere ihr mein letztes stück Freizeit und ich tu es gerne. Ich habe über drei Wochen keinen einzigen Tag mehr ausgeschlafen, ich habe es erst vor Kurzem geschaft zum Frisör zu gehen, dabei brauchte ich schon vor bald 3 Monaten einen neuen Haarschnitt. Also denkt bitte nichts Falsches über mich.

    Wegem Alk: Es gibt gar kein Alkohol mehr im Haus,ihre Mutter kauft es sich immer und wenn sie nach Hause kommt sind die Flaschen schon leer.

    Wichtiger ist noch dass sie endlich sieht was sie da anrichtet. Sie will nicht aufhören, sie will nicht mehr in die Anstalt zurück, auch die besten Psychologen können nicht ihre Probleme lösen.

    Ich weiss nicht ob sie sowas schonmal ausprobiert haben. Ich werde sie bei Gelegenheit mal fragen.
     
    #4
    lost Romance, 29 August 2008
  5. Singalong
    Singalong (48)
    Verbringt hier viel Zeit
    97
    91
    0
    Verheiratet
    Man sagt, Süchtige müssten ganz unten ankommen, bevor sie sich eingestehen, dass sie umkehren müssen. Demzufolge würde deine Freundin richtig daran tun, die Mutter nicht mehr zu versorgen - so hart das ist. Ich bin aber kein Experte in diesen Dingen. Was sagt denn der Psychologe, bei dem deine Freundin war? Vielleicht solltet ihr euch an eine Suchtberatung wenden, die Angehörige berät. Deine Freundin ist mit ihren 16 Jahren komplett von der Situation überfordert. Gut, wenn Du für sie da bist und ihr Kraft gibst, wenn sie ihre Probleme mit dir besprechen kann und ihr zusammen überlegt, was das Beste in dieser Lage ist. Du hast sicher Recht, dass deine Freundin ihre Ausbildung fortsetzen sollte. Aber lass die Drohungen.
     
    #5
    Singalong, 30 August 2008
  6. User 35148
    User 35148 (43)
    Beiträge füllen Bücher
    6.255
    218
    295
    nicht angegeben
    Also das mit der Autobombe finde ich echt total unpassend von Dir :wuerg:
    Den Beitrag müsste man eigentlich melden! :mad:

    Und was ist das hier?

    Was sollen wir denn nun denken? Du widersprichst Dich selber,
    oder Du willst nicht zu diesem Fehler stehen, den Du vermutlich getan hast, als Du ihr von Schlußmachen sagtest.

    Wie hat sie denn überhaupt auf diesen krassen Spruch reagiert?

    Du scheinst sehr viel über sie entscheiden zu wollen, über sie bestimmen, aber will sie das selber so?

    Ihre Bindung zu ihrer Mutter ist bestimmt viel stärker als die zu Dir,
    und nun zerren beide (sie und Du) an ihr.

    Wenn Du zuviel auf sie einredest, und ihr schließlich zuviel vorschreibst, wird sie sich zurückziehen und erst Recht zuhause bleiben.

    Wenn Du ihr helfen willst, dann gantz sachte, und nicht mit so Schreckensmeldungen und mit durchgeplanten "Schlachtplänen".

    Du kannst ihr Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, aber es wäre gut, wenn sie von alleine erkennen würde, was für sie besser ist.

    :engel_alt:
     
    #6
    User 35148, 30 August 2008

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