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wie kann man so ignorant sein? - Wie steht ihr zu Menschen mit Behinderungen?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Pink Bunny, 20 Januar 2009.

  1. Pink Bunny
    Pink Bunny (27)
    Planet-Liebe ist Startseite
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    in einer Beziehung
    Also mir sind ja heute wirklich die Augen vor entsetzen rausgefallen :ratlos:

    Bei einer alten Bekannten und mir ist heute das Thema Behinderte aufgekommen und was sie gesagt hat ,hat mich total geschockt.
    Ich arbeite mit Behinderten und dazu meinte sie wörtlich : " Behinderte ? nee :ratlos: Also mit denen könnte ich garnicht. was wenn die mich mal angreifen und mich verletzen ?
    Ich fühle mich in deren Gegenward so unwohl ! Die sollen mich am besten garnicht erst anfassen.
    Die können ihre Bedürfnisse ja auch garnicht ausdrücken. So ein Knochenjob wäre echt nix für mich. "

    An dem Punkt stand mir die Galle ja schon Unterkannte Oberlippe.
    Ich meinte dann das sie mal froh sein solle das sie gesund ist und was sie machen würde wenn sie mal ein Behindertes Kind hätte.
    Da meinte sie allen ernstes das ihr das nicht passieren kann und wenn dann hätte sie ja sowieso keine Beziehung zu dem Kind :eek:


    Also ich bin ganz erhlich platt und nach der Begegnung muss ich feststellen das viele Behindere Menschen einfach wesendlich herzlicher sind und nichtmal Berührungsängste haben.
    Hallo ? schond er Komentar das sie nicht glücklich wären bringt mich ja zu rasen.
    Ich kenne viele Behinderte die noch echte Träume haben und die fast jeden Tag strahlen auch über kleine Dinge.

    Sorry aber ich musste mich darüber einfach auskotzen.
    Ich versteh nicht wie Menschen diese Meinung haben können :ratlos:
     
    #1
    Pink Bunny, 20 Januar 2009
  2. Schmusekatze05
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    Auch wenn ich dafür jetzt sicher Prügel kassiere, aber ich kann deine Freundin schon verstehen. Ich hätte auch extreme Berührungsängste mit Behinderten und bin ehrlich gesagt ziemlich froh, dass mir eine Begegnung bisher erspart geblieben ist. Wenn ich es vermeiden kann wird mir das auch erspart bleiben. Ich finde Behinderte ehrlich gesagt beängstigend. Das mag dumm und blöd und was weiß ich sein, aber es ist nunmal so.

    Sollte ich jemals ein behindertes Kind bekommen würde ich es wohl lieben, weil man seine eigenen Kinder immer liebt, egal wie sie sind. Ich würde es aber auch, sollte sich die Behinderung rechtzeitig abzeichnen mit 100%iger Sicherheit abtreiben lassen und mir das Leben mit einem behinderten Kind nicht antun.

    Und wenn das Thema halt aufkommt darf man doch frei seine Meinung dazu sagen, oder nicht? Soll sie dich anlügen? Wäre dir das lieber gewesen?
     
    #2
    Schmusekatze05, 20 Januar 2009
  3. MsThreepwood
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    Diverse Teile der Äußerung sind zwar unter aller Sau (zB , dass geistig behinderte Menschen ihre Bedürfnisse nicht ausdrücken können und sie (also deine Bekannte) auf keinen Fall ein behindertes Kind haben wird etc), aber gewisse Beührungsängste habe ich auch.

    Ja, zugegeben, ich kann mit geistig behinderten Menschen nicht umgehen. Ich kann es mir auch nicht erklären.
    Meine Schwägerin und eine gute Bekannte arbeiten ebenfalls mit geistig behinderten Menschen zusammen und ich bewundere sie dafür...

    Trotzdem würde ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen wie deine Bekannte.
     
    #3
    MsThreepwood, 20 Januar 2009
  4. Pink Bunny
    Pink Bunny (27)
    Planet-Liebe ist Startseite Themenstarter
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    Nein das nicht aber es ist auch immer wichtig wie man es sagt. So oft wie sie das work "Eklig" in den Mund genommen hat bei dem Thema. Berührungsängste sind eine Sache aber Abwertung von anderen Menschen ist eine andere. Und diese Abwertung ist ja das was mich wütend macht.

    Mir haben auch mehrere Freunde gesagt das sie Berührungsängste hätten. Das ist ja ok aber gleich so Sachen vorzubringen das behinderte einem einfach so ohne Grund weh tun würden finde ich schlimm.
    Vor allem auch nachdem ich ihr erklärt habe das viele einfach friedlich sind und manchmal einfach nur überschwänglich glücklich.
     
    #4
    Pink Bunny, 20 Januar 2009
  5. Cornflakes
    Gast
    0
    Als ich geboren wurde, haben "Freunde" meiner Eltern zu ihnen gesagt, dass sie nie ein behindertes Kind kriegen könnten,denen könnte das nie passieren.

    2 Jahre später haben sie ein Mädchen bekommen mit einem starken Wasserkopf, also schwerbehindert.

    Ich finde solche Kommentare unangebracht, selbst wenn man sowas denkt, muss man es ja nicht so raushängen lassen, als wäre es was cooles.
     
    #5
    Cornflakes, 20 Januar 2009
  6. DarkPrince
    Gast
    0
    Also körperlich behindert finde ich ganz normal.
    Geistig behindert ist natürlich am Anfang etwas komisch, weil man nicht weiß wie man ihnen begegnen soll. Aber nach kurzer Zeit, ist auch das ganz normal.
    Ich bin öfters mal in einer Behinderten Werkstatt weil ich oder die Firma wo ich arbeite, da manchmal Teile sandstrahlen lassen und ich hatte bisher nie Probleme.
    Im Gegenteil, derjenige der Sandstrahlt ist geistig zurückgeblieben und ich bring ihm immer bißchen Spielzeug mit. Wie er sich darüber freut is immer genial :grin:
     
    #6
    DarkPrince, 20 Januar 2009
  7. Mìa Culpa
    Gast
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    ....
     
    #7
    Mìa Culpa, 20 Januar 2009
  8. User 85989
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    nicht angegeben
    und irgendwie höre ich aus ihrer aussage, dass sie auch unsicher und ängstlich gegenüber behinderten ist, weil sie anscheinend nicht weiß, wie man mit ihnen umgehen soll.

    das schlimmste was ich mitbekommen habe war, dass zwei ehemalige klassenkameradinnen (ich war aber nicht mit ihnen "befreundet") mir erzählt haben, dass sie eines tages unterwegs waren und einen lustigen behinderten mann im rollstuhl gesehen haben, der stammelnde laute von sich gegeben hat und seine hände und arme krampfartig bewegt hat... und lachten dann weiter, als sie es mir erzählt haben.

    das sind sachen die mich sehr wütend machen... gerade, wenn man sich über behinderte menschen lustig macht.
    absolut niveauloses verhalten und dazu auch noch extrem asozial, wenn man sich vor dem menschen hinstellt und lacht.
     
    #8
    User 85989, 20 Januar 2009
  9. wanci
    Gast
    0
    Hat vielleicht auch damit zu tun, dass man in Deutschland fast alle Behinderten immer noch auf Sonderschulen abschiebt, so dass man sie im öffentlichen Leben praktisch nicht wahrnimmt. Glaube nicht, dass es ein anderes westliches Land gibt, dass da so diskriminierend vorgeht.

    Wer schonmal etwas ausgiebigeren Kontakt mit Behinderten hatte, wird solche Äußerungen eher nicht machen.
     
    #9
    wanci, 20 Januar 2009
  10. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Ich könnte auch immer wieder fast kotzen, wenn ich höre, welche Vorbehalte gegenüber Behinderten existieren.

    Dass man gewisse Berührungsängste hat, wenn man noch nie etwas mit Behinderten zu tun hatte, kann ich ja durchaus noch nachvollziehen... Man hat ja auch bei anderen unbekannten und nicht abschätzbaren Dingen gewisse Bedenken.

    Ich selbst hatte schon immer Kontakt mit einer körperlich und geistig behinderten Person in meiner engen Verwandtschaft und deshalb kamen auch nie wirkliche Berührungsängste auf.
    Auch an der Uni habe ich manchmal Kontakt mit körperlich behinderten Kommilitonen, was für mich, wie auch für meine anderen nicht behinderten Kommilitonen zum Glück völlig normal ist.
    Auch sonst immer wieder etwas Kontakt mit einigen teilweise sehr stark körperlich und/oder geistig behinderten Menschen.

    Der Umgang mit "nur" körperlich behinderten Menschen, die in der Lage sind, normal mit ihren Mitmenschen zu kommunizieren (Rollstuhlfahrer, Kleinwüchsige, Gehbehinderte, etc.), ist eigentlich völlig unproblematisch. Mit solchen Leuten kann man doch wirklich genau so umgehen wie mit jedem nicht behinderten auch. Der einzige Unterschied ist, dass man so jemandem evtl. mal hilft, wenn er irgendwas nicht kann (z.B. in der Bibliothek ein Buch oben aus dem Regal holen).

    Und auch mit geistig behinderten Menschen habe ich bisher fast nur positive Erfahrungen gemacht.
    Die meisten geistig Behinderten, die ich kenne, gehen sehr offen und meistens sehr nett auf ihre Mitmenschen zu.
    Viele sind auch ziemlich emmotional und zeigen ihre Freude, aber auch ihre Verärgerung sehr deutlich. - Da kann es schon mal vor lauter Freude zu einer Umarmung kommen, aber auch bei kleineren Ärgernissen schon zu heftigem Fluchen, Türen zuschlagen, etc.
    Aber wenn man dieses ungewöhnliche, evtl. nicht gerade den gesellschaftlichen Normen entsprechende Verhalten akzeptiert und auch offen und freundlich auf diese Menschen zugeht, ist solcher Kontakt im Normalfall eine schöne und interessante Erfahrung.

    Viele Leute wissen überhaupt nicht, wie viel Lebensfreude ein behinderter Mensch ausstrahlen kann; wie viel er trotz seiner Einschränkungen selbstständig oder mit relativ wenig Hilfe tun kann und haben einfach überhaupt keine Erfahrung im Umgang mit Behinderten.
    Und das finde ich sehr schade. Sowohl für die Menschen mit diesen Vorbehalten und Ängsten, als auch vor allem für die mit diesen unnötigen Vorbehalten und Ängsten konfrontierten Behinderten.

    Von daher würde ich es stark befürworten, wenn (insbesondere geistig) behinderte Menschen viel mehr in der Gesellschaft präsent wären.
    Das fängt bei besserer Integration im Kindergarten und in der Schule an und geht damit weiter, dass es viele behinderte Menschen gibt, die nicht unbedingt in einer speziellen Behindertenwerkstatt arbeiten müssten, sondern auch problemlos in einfacheren Jobs in einem normalen Unternehmen arbeiten könnten, wenn dort mehr Verständnis und weniger Vorbehalte herrschen würden.

    Ich hoffe, dass es irgendwann mal so weit kommt, dass man überhaupt nicht mehr von der Integration behinderter Menschen in die "normale" Bevölkerung sprechen muss, sondern dass Behinderunen ein ganz normaler Teil unseres Alltags sind. - Aber bis dahin ist es noch ein sehr langer Weg und bis dahin wird es wohl noch viele Generationen dauern, wenn man überhaupt so optimistisch ist.
    Bitte nimm es mir nicht übel und interpretiere es nicht irgendwie als persönlichen Angriff...
    Aber ich habe den Eindruck, dass du auch relativ wenig Erfahrung im Umgang mit behinderten Menschen hast und von daher auch gewisse Vorbehalte und falsche (oder zumindest allgemein nicht richtige) Vorstellungen hast.

    Ich selbst kenne eigentlich auch fast nur behinderte Menschen, die sprechen können. - Teilweise zwar mit gewissen Einschränkungen (Stottern, sehr kleiner Wortschatz, etc.), aber alle können sich verbal ausdrücken und sind sehr wohl dazu in der Lage, mit anderen Menschen zu kommunizieren.
    Und von anderen Menschen, die mit Behinderten arbeiten oder im Rahmen ihres Zivildienstes oder eines FSJ mit schwer Behinderten gearbeitet haben, weiß ich, dass sich selbst die meisten Menschen, deren Behinderung so schwer ist, dass sie nicht reden können, trotzdem ausdrücken und mit ihrem Umfeld kommunizieren können.
    Man muss sie nur länger kennen und ihre Zeichen entsprechend deuten können. - Genau wie auch ein Kind seine Bedürfnisse schon ausdrücken kann, bevor es sprechen kann.
     
    #10
    User 44981, 20 Januar 2009
  11. Mìa Culpa
    Gast
    0
    ....
     
    #11
    Mìa Culpa, 20 Januar 2009
  12. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Ich sage nicht, dass du komplett daneben liegst. Es gibt natürlich auch geistig behinderte Menschen, die überhaupt nicht oder fast nicht mit ihrer Umwelt kommunizieren können. Und es gibt behinderte Menschen, die zumindest nicht mit Fremden kommunizieren können, da man ihre Kommunikationsmittel kennen muss.
    Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Behinderte einfach stark unterschätzt werden. Mit Vielen kann man sich wirklich nett unterhalten, wenn man sich auf sie einlässt.

    Und nicht nur in dieser Hinsicht, sondern auch allgemein werden Behinderte oft unterschätzt.
    Viele behinderte Menschen können sehr viele Dinge selbstständig machen, die ihnen ein Außenstehender kaum zutrauen würde. - Vielleicht ist es für sie anstrengender und zeitaufwändiger. - Aber es geht trotzdem.
    Sei es ein Rollstuhlfahrer, der eine Rolltreppe überwinden kann; ein Kleinwüchsiger, der viel Sport treibt und dabei teilweise sogar mit normal großen Menschen mithalten kann; eine eine geistig und körperlich behinderte Person, die fast alle Haushaltsarbeiten erledigen kann, Klavier spielen kann und noch vieles mehr oder ein körperlich sehr stark behinderter Mensch, der trotzdem mit einer seinen Einschränkungen und Fähigkeiten entsprechend konstruierten Vorrichtung eine einfache praktische Tätigkeit in einer Behindertenwerkstatt ausüben kann.
    All das würde man diesen Personen auf den ersten Blick niemals zutrauen - und trotzdem können sie es.
    Ich kann ja verstehen, dass viele Leute mangels Erfahrung gewisse Berührungsängste, Vorbehalte und Vorurteile haben, unsicher sind, etc.
    Ich kann es auch verstehen, wenn es Menschen gibt, die einfach nicht mit behinderten Menschen umgehen können.
    Aber dass man behinderte Menschen ekehlaft findet, sie irgendwie als "Abschaum" ansieht, etc. kann ich weder verstehen, noch akzeptieren. - Genau so wenig wie ich es verstehen oder akzeptieren kann, wenn man irgendeine andere Gruppe von Menschen (andere Völker, Religionsgemeinschaften, Geschlecht, Altersgruppen, etc.) generell ekelhaft findet.

    Behinderung hin oder her: Es sind und bleiben immer noch vor allem Menschen!
    Dass man einzelne Menschen überhaupt nicht leiden kann, ist klar.
    Dass man gegenüber gewissen Gruppen von Menschen Vorbehalte und Vorurteile hat, ist auch normal.
    Aber dass man ganze Menschengruppen pauschal abwertet und Menschen aus dieser Gruppe nicht mal die Möglichkeit gibt, zu zeigen, dass sie nicht den Vorurteilen entsprechen, kann ich nicht akzeptieren.
     
    #12
    User 44981, 20 Januar 2009
  13. Beelion
    Beelion (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    man muss bei "behinderten" auch ganz krass unterscheiden.
    habe an ner integrativen schule ein jahr gearbeitet, dort waren ca. 60% "behindert". das reicht dann von schwerstabhängig bis zu minimalen sachen die man kaum wahrnimmt...
    ich finde es ziemlich diskriminierend nur von "den behinderten" zu sprechen...

    was die TS geschrieben hat ist natürlich nur noch erbärmlich.. will ich gar nix weiter zu sagen.


    Off-Topic:
    meine rede ist seit jeher, das es in der (grund)schule einen "sozialunterricht" geben müsste wo sich zB mit dem thema behinderte beschäftigt wird. oder mal was über obdachlose, usw...
     
    #13
    Beelion, 20 Januar 2009
  14. Drachengirlie
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Also, ich habe auch Berühungsängste gegenüber Behinderten. Aber meine Eltern können mich sehr gut in einem Behindertenheim oder so vorstellen. Oder in einer Behindertenwerkstatt. Also, dass ich da arbeite! :ratlos: Warum auch immer...

    Nun ja, ich finde nicht, dass Behinderte "dumm" sind. Sie sind halt anders als wir und da wir zum Größtenteil nie wirklich in Kontakt mit den Behinderten kommen und sie nur beobachten können, bilden sich leider solche Vorurteile. Dagegen hilft einfach eine bessere Aufklärung, vielleicht auch mal gemeinsam mit Sonderschulen Ausflüge ab der 1. Klasse oder noch besser schon im Kindergarten veranstalten und beide Kulturen einander näher bringen. So lernt man schon in der Kindheit, dass man sich vor ihnen nicht zu "ekeln" braucht, dass sie meistens sehr fröhliche Menschen sind und man lernt auch, wie man mit ihnen umgeht. Genauso lernen die Behinderten auch die "normale" Welt etwas besser kennen. Das fände ich toll. In meiner Kindheit war ich früher 2x oder so auf Vorführungen von körperlich/geistigen Behinderten und ich hatte Spaß, aber schon in dem frühen Alter musste ich mich erst mal an das Anderssein von ihnen gewöhnen.

    Aber zum Thema Integration....
    Wenn ich ganz ehrlich bin, würde es doch sehr schwierig werden, normale Menschen mit behinderten Menschen in eine Klasse zu packen. Schließlich ist das Lernen bei vielen unterschiedlich fortgeschritten und es ist nun mal so, dass normale Menschen einfacher, schneller und auch mehr lernen können als Behinderte, die es eben nicht so einfach haben. Da würden doch die normalen Menschen sich irgendwann auch behindert fühlen in dem Sinne, dass sie mit dem Lernen nicht mehr wirklich weiterkommen. Deswegen sind ja auch die Sonderschulen da, weil dort auf ihre Art den Behinderten Unterrichtsstoff vermittelt wird. Also ich glaube nicht, dass man in der Zukunft das Wort Integration irgendwann nicht mehr braucht in dem Sinne... ^^...

    Ich kann deine Freundin schon verstehen, aber sie sollte lernen mehr Respekt gegenüber den Behinderten zu zeigen. Sie sind zwar nicht normal in unserem Sinne, aber sie sind auch nur Menschen und deswegen sollte sie das Wort eklig besser nicht gebrauchen... Am Ende trifft es sie selbst auch irgendwann.

    Ich bin selber hörbehindert und ich kann es nicht leiden, wenn Menschen einen auf Mitleid machen, weil ich nun mal recht gut zurecht komme. Auch wenn ich immer wieder Hürden überwinden muss und manchmal auf den Boden falle. Ich stehe immer wieder auf und boxe mich immer weiter durch in dieser Welt! Die neue Hürde für mich ist das Studium!

    Grüsse
     
    #14
    Drachengirlie, 20 Januar 2009
  15. capricorn84
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    :jaa: Wieder mal sind wir einer Meinung.
     
    #15
    capricorn84, 21 Januar 2009
  16. empowered imp
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    31
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    nicht angegeben
    wäre dir eine lüge lieber?
     
    #16
    empowered imp, 21 Januar 2009
  17. Bla-Bla-Bla
    Benutzer gesperrt
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    Jeder Mensch hat seine Meinung. Wenn sie das so sieht, ist das halt so. Lass sie rumspinnen. Es ist zwar traurig was sie sagt, aber dagegen kannst du nichts tun.

    Ich habe eine geistig behinderte Cousine und habe auch so schon öfters mit Behinderten zutun gehabt. Ich finde, diese Menschen sind etwas ganz besonderes, sie können träumen und sind glücklich, freuen sich über Kleinigkeiten und sind immer freundlich. Von diesen Menschen sollten wir uns eine Scheibe abschneiden! Mich persönlich macht es immer glücklich, wenn ich meiner Cousine etwas Gutes tun kann, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, sie freut sich dann riesig :herz: und das gibt mir ein gutes Gefühl.

    Völlig ignorant find ich von deiner Bekannten da, dass sie sagt, ihr könnte es nie passieren, dass sie ein behindertes Kind kriegt. Ja, immer schön die Augen verschließen... Sowas kann jedem passieren! Ich gebe zu, wenn ich schwanger wäre und man schon in einem relativ frühen Stadium erkennen würde, dass mein Kind behindert ist oder eine schwerwiegenden Fehlbildung hat, würde ich wahrscheinlich auch abtreiben (ich weiß, jetzt kassiere ich prügel ^^). Aber da bin ich mal ganz egoistisch: ICH persönlich hätte nicht die Nerven, mich den Rest meines Lebens um ein Kind zu kümmern, dass bei jeder Kleinigkeit auf meine Hilfe angewiesen ist. Ich weiß, ich bin egoistisch, aber ich bin mir selbst zu wichtig, als dass ich mein Leben komplett nach Hinten stelle für mein Kind, von dem ich weiß, dass es niemals alleine leben kann, dass ich IMMER für es da sein muss. Und dem Mumm es in ein Heim "abzuschieben" hätte ich auch nicht. Ich bewundere die Eltern behinderter Kinder, ehrlich, respekt, dass die das hinkriegen! Aber für mich wäre das nichts. Hin und wieder mal ein Tag mit meiner Cousine oder anderen behinderten eine kleine Freude machen, das mach ich gerne und es macht mir dann auch richtig Spaß. Aber Tag für Tag sich nur um das kranke Kind kümmern könnte ich nicht!
     
    #17
    Bla-Bla-Bla, 21 Januar 2009
  18. User 38494
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    sicherlich hat man anfangs hemmungen und weiß nicht so recht wie man auf solche leute zugehen soll.
    als ich 16 oder was war, bin ich zum erstem mal mit einer geistig behinderten frau zusammen getroffen.
    letztlich habe ich sie ganz normal behandelt ... was allerdings dann eben auf dem niveau eines kindes lag.
    nach 3 minuten fällt sie (sie war mitte 20) mir um den hals und drückt mich.
    für einen 16jährigen (der körperkontakt eher weniger mag und grundsätzlich nicht jedem um den hals fällt, wenn man sich sieht) etwas arg ungewohnt. :grin:

    wir hatten auch mal ne weile eine baustelle bei einem heim für geistig behinderte.
    jeden morgen stiefelten die da hand in hand zum bus und selbstverständlich hilft man da, das sich niemand auf den pinsel legt.
    ich musste ein bisschen diskutieren, weil der eine stratege unbedingt wollte, das ich mit in den bus einsteige und mitkommen sollte. :grin:

    ich glaube, das geistig behinderte menschen ihre gefühle freier laufen lassen (können) als unsereins und somit dann auch ihre (re)aktionen ehrlicher sind.
    sie denken eben nicht um sieben ecken und das gefällt mir eigentlich.

    manch (angeblich) geistig gesunde mensch ist mir da doch eher suspekter und ich kann dann mit demjenigen nichts anfangen und meide dann lieber solche menschen.
     
    #18
    User 38494, 21 Januar 2009
  19. Sabse18
    Sabse18 (29)
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    vergeben und glücklich
    ich kenne genügend leute die so denken.
    Mein Onkel hat das Down-Syndrom und ich bin somit von klein auf mit Behinderten aufgewachsen.
    Meiner Meinung nach ist er normal. Also er braucht länger um Dinge zu erledigen, oder stottert beim Reden mal leicht, aber sonst fällt mir heutzutage nicht viel mehr auf.
    Was auch schon alle hier geschrieben haben, ist dass Behinderte sich viel mehr über Kleinigkeiten freuen.
    Ich studiere in einem Ort 120km von zu Hause weg. Wenn ich mal daheim bin und dann mal ne Stunde bei ihm und meiner Oma vorbeischaue und zum Beispiel ein einfaches Würfelspiel mit ihm spiele, dann ist er glücklich. Ebenso an Weihnachten. Während meine 15-jährige Cousine das Gesicht verzieht, wenn das Geschenk nicht den individuellen WÜnschen entspricht, freut er sich einfach darüber, dass er etwas bekommt. Sei es nur Unterwäsche, oder Socken oder eine DVD seiner Lieblingsserie.
    DVD-Player bedient er übrigens auch selbst. Einmal gezeigt und er konnte es.

    Ich denke das diese Berührungsängste vor allem entstehen, weil die meisten Leute nicht wissen wie sie mit Behinderten umgehen sollen. Und dann eben die typischen Clichés, Behinderte wären eklig oder dumm oder so. Ich verstehe auch die Angst, wie man mit ihnen umgehen soll, oder Berührungsängste. Ich denke wenn ich es nicht von klein auf gewohnt wäre,würde ich nicht anders denken...

    Aber wie gesagt, ist halt immernoch ein Problem in unserer Gesellschaft, das Behinderte anstatt integriert ausgegrenzt werden und keiner richtig weiß wie man mit ihnen umgehen soll.
     
    #19
    Sabse18, 21 Januar 2009
  20. User 70315
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    Verheiratet
    Ich könnte schwören, der Mensch der soetwas behauptet, hat in seinem Leben tatsächlich noch nie etwas mit Behinderten zu tun gehabt. Schon ihre Aussage, sie hätte keine Beziehung zu ihrem behinderten Kind, zeugt von unglaublicher Unreife in der Hinsicht.
    Aber ich tu mich dennoch oftmals schwer, so etwas einfach zu akzeptieren. Es ist ein hartes Los, dass es so viele von solchen Menschen zu geben scheint, dass man sicherlich mind. das ganze Leben damit verbringen müsste Aufklärungsarbeit zu leisten.

    Ich denke mir: Lass sie reden, sie wissen es ja doch nicht besser.
     
    #20
    User 70315, 21 Januar 2009

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