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Wie läuft das mit einer Therapie ab?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von betty boo, 28 September 2009.

  1. betty boo
    betty boo (29)
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    vergeben und glücklich
    hey,

    ich bräuchte mal ein paar infos. so einen ähnlichen thread gab es erst vor einiger zeit, aber den habe ich nicht wiedergefunden...

    ich habe da ein paar fragen:

    ich wollte mich bald wegen diversen dingen in behandlung geben. ich weiß aber nicht, inwieweit das alles miteinander zusammenhängt.

    1. welche unterschiede gibt es bei den fachleuten? therapeut? psychiater? oder ist alles das gleiche?

    2. kann ich erstmal nur zu einem gehen und alle punkte ansprechen? sind die fachleute allrounder oder gibt es da auch spezialisierungen?

    3. wie läuft das genau ab, wenn man privatversichert ist? wo muss ich zuerst hin, muss das mit der KK abgesprochen werden, muss/kann ich mir selbst jemanden aussuchen,...?
    ein grober ablauf würde mir sehr helfen.

    4. wie sieht so ein erstes gespräch aus? werden mir fragen gestellt oder muss ich von alleine loserzählen? das wird wohl schwierig für mich, weil ich ziemlich schnell losheule, wenn mir etwas sehr nahe geht... oder besteht auch die möglichkeit, schriftlich vorher einiges für den therapeuten aufzuschreiben, falls ich kaum was rausbekommen sollte?

    ich hoffe, mir kann jemand weiterhelfen :smile:
     
    #1
    betty boo, 28 September 2009
  2. CCFly
    CCFly (36)
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    Verheiratet
    es gibt unterschiede. ich wurde letztens erst überwiesen und mir wurden adressen von leuten gegeben, die auch richtige ärzte waren und nicht nur psychologen. also die auch was von medikation verstehen. über anatomische vorgänge und sowas. ansonsten muss ich mal meine erste stunde abwarten, die ist nächste woche.
     
    #2
    CCFly, 28 September 2009
  3. dollface
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    hey,

    kann dir leider nur eine von deinen fragen beantworten. der unterschied zwischen psychotherapeuten und psychologen ist der, dass die psychologen die medikamente verschrieben (können/dürfen) und die medikamention zu bestimmten und beurteilen können, wann du welches medikament erhöhen bzw reduzieren oder absetzen kannst, während der therapeut nur dazu brechtigt ist mit dir gespräche zu führen und keine behandlung auf medikamentöser basis einleiten kann.

    meine mutter war lange in psychatrischer behandlung daher bin ich mir an dem punkt sehr sicher. sonst weiß ich leider nicht so gut behcheid.

    ich wünsche dir auf jeden fall alles gute!
     
    #3
    dollface, 28 September 2009
  4. betty boo
    betty boo (29)
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    vergeben und glücklich
    naja, also medikamentös wollte ich nicht behandelt werden ^^ jedenfalls denke ich nicht, dass ich das brauche? ich wollte eigentlich nur durch gespräche den problemen auf den grunde gehen.
     
    #4
    betty boo, 28 September 2009
  5. luke.duke
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Ich warne auch strikt davor, zu schnell Medikamente gegen psychische Probleme zu nehmen. Häufig weiß man gar nicht, wie die wirken und sie sind meist nur Unterdrücker der Symptome, nicht aber der Ursachen. So ein Spiel halte ich für enorm gefährlich!
     
    #5
    luke.duke, 28 September 2009
  6. betty boo
    betty boo (29)
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    vergeben und glücklich
    keine sorge, luke :zwinker: ich wäre wohl eine der letzten, die psychopharmaka schlucken würde. so massive probleme hab ich dann doch nicht, meine ich.

    ich weiß leider aus meinem unmfeld, was es heißt, eine richtig schwere psychische krankheit zu haben. und selbst mit einem haufen medikamente ist einem bei den symptomen nicht geholfen, wenn schon die ursachen kaum zu beheben sind...
     
    #6
    betty boo, 28 September 2009
  7. User 42876
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    nicht angegeben
    Hallo Betty,
    Die Bezeichnung Psychologe ist selbst nicht geschützt. Geschützt ist aber das Führen bestimmter Titel (Deutschland: „BSc“ und „MSc“; „Dipl.-Psych.“, die an einen Ausbildungsabschluss gekoppelt sind.
    Durch eine mindestens dreijährige, selbst zu finanzierende Vollzeit-Zusatzausbildung/Aufbaustudium (analog zu einer Facharztausbildung) kann ein akademisch ausgebildeter Diplom-Psychologe den gesetzlich geschützten Titel des Psychotherapeuten erwerben, indem er nach bestandener Staatsprüfung die Approbation als „Psychologischer Psychotherapeut“ erhält, mit der er dann im Rahmen der bedarfsabhängigen gesetzlichen Bestimmungen eine Kassenzulassung beantragen kann.
    Hier besteht eine sehr starke Überschneidung (und Konkurrenz) zu verschiedenen Fachärzten, insbesondere zu solchen für Psychiatrie und für Psychotherapeutische, bzw. Psychosomatische Medizin.
    Im Gegensatz zu ärztlichen Psychotherapeuten darf und will der psychologische Psychotherapeut keine somatischen Untersuchungen vornehmen und auch z. B. keine Medikamente, insbesondere keine Psychopharmaka verordnen. (Quelle)
    Insofern liegt von Dollface ein Missverständnis zwischen Psychiater und psychologischen Therapeut vor.

    Klar kannst Du erstmal zu einem Therapeuten gehen. Gute zeichnen sich automatsich dadurch aus, dass sich dich (falls nötig) von selbst an Spezialisten verweisen. Ich kann mir aber nicht vorstellen dass Du so ein "schlimmer Fall" bist.

    Du vermutest richtig, dass die Behandlung von der KK genehmigt werden muss. Da es unterschiedliche Tarife gibt, ist eine allegemeine Auskunft schwierig, ich würd einfach mal bei deiner KK anrufen und nachfragen.
    Immer nötig ist die Einholung eines Berichts vom Hausarzt, der sicherstellt, daß körpermedizinisch keine Bedenken gegen die Aufnahme einer Psychotherapie bestehen (es könnte ja auch sein dass deine Symptome auch körperliche/organische Ursachen haben, das wollen die KK einfach ausschließen).
    Natürlich kannst Du Dir selbst einen Therapeuten aussuchen. Oft (nicht immer) werden die ersten 5 Sitzungen ohne Nachfrage von der KK übernommen, danach schreibt Dein Therapeut eine Diagnose und ein Behandlungskonzept, das die KK dann für den weiteren Verlauf genehmigen muss.

    Sitzungen dauern in der Regel 50 Minuten. Die sind schneller rum als Du denkst. Meistens fängt man einfach an zu erzählen und nur bei Unklarheiten gibts Anfangs Rückfragen.
    Ich finde es eine gute Idee von Dir, vorher was aufzuschreiben.

    Edit: mir fällt grad ein, dass es für dich sicherlich noch interessant ist zu wissen dass es verschiedene Therapieansätze gibt. Da gibt es Verhaltenstherapie und tiefenpsychologische Methoden, die Bekannteste davon ist die Psychoanalyse nach Freud. Was geeigneter ist, hängt wohl von der Art des Problems und der persönlichen Einstellung dazu ab.
    Ich vermute, durch das klitzekleine Bißchen was ich von dir hier im Forum mitbekommen habe, dass Dir ein Verhaltenstherapeut schon weiterhelfen kann. Eine Psychoanalyse dauert viele Jahre und man ist in einem ziemlichen Abhängigkeitsverhältnis zum Therapeuten.
    Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft bei deinen nächsten Schritten!
     
    #7
    User 42876, 28 September 2009
  8. betty boo
    betty boo (29)
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    vergeben und glücklich
    wow, danke für diese ausführliche antwort. das hat mir schon weitergeholfen :smile:

    muss es denn unbedingt der langjährige hausarzt sein? er ist nämlich auch unser familienhausarzt und ehrlich gesagt habe ich ziemliche hemmungen, so offen mit ihm darüber zu reden. zumal auch privat ein lockerer kontakt besteht. klar hat er eine schweigepflicht, aber trotzdem ist es mir sehr unangenehm...

    was meine probleme betrifft:
    eigentlich wollte ich sie hier jetzt nicht so genau beschreiben, deswegen kann man mir auch kaum was empfehlen. das muss dann sowieso der profi übernehmen. aber ich wollte einfach mal wissen, was es überhaupt so alles gibt, weil ich null ahnung davon habe.

    es sind viele dinge in meinem inneren, die nicht im gleichgewicht sind.
    beispielsweise muss ich wohl unterwusst ständig mit irgendetwas beschäftigt sein, weil ich seit einigen monaten so sehr nachts mit den zähnen knirsche, dass mein freund regelmäßig davon aufwacht und sich sorgen macht, ich könnte meinen kiefer zerbrechen.
    ich habe auch sehr oft (mind. 2 mal die woche) sehr schlimme alpträume von den verschiedensten dingen. ich empfinde die träume als so realistisch, dass ich panisch aufwache und aus lauter angst nicht mehr einschlafen kann.
     
    #8
    betty boo, 28 September 2009
  9. User 92211
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    Der Therapeut wird natürlich erst mal fragen, warum du denn da bist und da müsstst du halt erst mal "draufloserzählen", da er ja keine Ahnung hat, wo er mit Fragen ansetzen sollte. Und wenn du dabei anfängst zu weinen - ich glaube, so was erleben Therapeuten (fast) täglich. Mach dir da keine Gedanken drüber. :smile:
     
    #9
    User 92211, 28 September 2009
  10. User 42876
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    nicht angegeben
    Nein, natürlich nicht. Habe das Wort Hausarzt verwendet um es einfacher bzw. verständlicher zu machen. Vielleicht schickt dich deine KK auch zu einem Neurologen.

    Und Nina hat ganz recht, Tränen sind das letzte was man bei einer Therapie zurück halten sollte. Die können damit umgehen.
     
    #10
    User 42876, 29 September 2009
  11. betty boo
    betty boo (29)
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    vergeben und glücklich
    kann ich also auch zu einem x-beliebigen allgemeinarzt gehen?

    hm, neurologe wegen träumen und dem zähneknirschen? es sind ja auch noch andere dinge da, bestimmte verhaltensformen von mir, die mir zu schaffen machen.

    ich denke schon, dass viele leute anfangen zu weinen, aber ich bin da echt nochmal anders. wenn ich so richtig weine, ist es ne mischung aus heulen, jaulen, schreien, schluchzen und hyperventilieren - und das wäre mir vor jemand fremden schon sehr peinlich. zumal man kein wort mehr von mir verstehen könnte.
    ein paar tränen wären ja egal, aber ich weiß eben nicht, wie ich darauf reagiere, wenn ich mir einiges von der seele rede.
     
    #11
    betty boo, 29 September 2009
  12. User 42876
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    nicht angegeben
    -
     
    #12
    Zuletzt bearbeitet: 15 Januar 2014
    User 42876, 29 September 2009
  13. dollface
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    nicht angegeben
    es ist ja nun (allermeistens) nicht so, dass die leute mit psychopharmaka vollgepumpt werden und man sie dann in die ecke stellt. da findet dann schon ne begleitende psychotherapie statt. außer wenns halt ganz schlimme psychische störungen sind, die schon einer shizophrenie entsprechen.
    aber das scheint ja bei der TS nicht so zu sein :zwinker:
    da wird nen "einfacher" therapeut wohl ausreichen.
     
    #13
    dollface, 29 September 2009
  14. betty boo
    betty boo (29)
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    vergeben und glücklich
    ich habe gestern im netz noch diese seite gefunden und ich finde da vieles ganz gut erklärt/beschrieben.

    ich habe jetzt nicht mehr solchen bammel davor, mich einem seelenklempner anzuvertrauen :smile:
    fragt sich nur, wann das alles losgehen kann (wartezeit, genehmigungen,...).

    achja, eine frage hätte ich noch: wenn man eine therapie angefangen hat, sind die sitzungen wöchentlich oder in größeren abständen?
     
    #14
    betty boo, 29 September 2009
  15. squarepusher
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    das kommt drauf an, was ihr euch ausmacht. vom sinn her kommt es wohl auf den therapiegegenstand an. akute therapie kann täglich stattfinden, andere therapien, die viel nachdenken der patienten erfordern, werden vielleicht nur alle 2 wochen stattfinden. afaik wollen viele therapeuten aber, dass es regelmäßig und mit nicht großen abständen dazwischen stattfindet, mind 2x im monat - damit auch was weitergeht.
     
    #15
    squarepusher, 29 September 2009
  16. User 85539
    User 85539 (33)
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    vergeben und glücklich
    als ich mich um eine Therapie bemüht habe, bin ich zu einer mir empfohlenen Ärztin gegangen...der hab ich unter Tränen meine Situation geschildert und sie hat mir dann direkt mehrere Telefon-Nr. von Therapeuten gegeben. bei der sympatischsten habe ich dann einen Termin ausgemacht. diese wollte dann erst mal formale Dinge mit mir klären und wir haben ein wenig über meine Situation geredet. du hast auch erst mal ein paar Probesitzungen. bei mir war das wöchentlich.
    beim ersten Mal hat sie mir dann auch einen Fragebogen mitgegeben, den ich ausfüllen sollte. dort waren viele Fragen zu meinem derzeitigen Gemütszustand und über was ich mit ihr reden möchte usw.

    ich war zu der Zeit übrigens auch privat versichert und das ging alles ziemlich schnell...
     
    #16
    User 85539, 29 September 2009
  17. betty boo
    betty boo (29)
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    vergeben und glücklich
    danke :smile:
     
    #17
    betty boo, 29 September 2009
  18. Luc
    Luc (29)
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    Die Therapeuten sind eigentlich dazu da, das zu erzählen worüber du dich zu sehr schämen würdest, es irgendeinem anderen zu erzählen. Und da darfst (sollst soager) du auch heulen, so viel du willst. :smile:
     
    #18
    Luc, 29 September 2009
  19. User 43919
    User 43919 (27)
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    eigentlich werden erstmal paar fragen so über den allgemeinen zustand gestellt. Job, familie etc, wie dein ganzes umfeld aussieht.
    Und dann wird gefragt, ob man über etwas bestimmtes sprechen möchte und dann darfst du drauf los erzählen.

    Sitzungen können mehrmals in der woche sein oder auch in größeren abstand, zb alle 2 wochen oder später nur noch einmal im monat.
     
    #19
    User 43919, 2 Oktober 2009

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