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Wie Melderegisterauskunftssperre begründen?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von User 28689, 4 Januar 2008.

  1. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    HaliHalloHallöchen,
    ich will meine Anschriftsdaten beim Melderegister für eine Auskunft an Privatpersonen sperren lassen, "einfache Melderegisterauskunft" nennt sich das (Auskunft aus dem Melderegister). Abgesehen davon, dass ich es datenschutzrechtlich sowieso bedenklich finde, dass ich die Sperre extra beantragen muss -meiner Meinung nach sollte das der Standardzustand sein, dass dritte nicht einfach gegen eine geringe Gebühr meine Anschrift herausfinden können-, wieso muss ich das mit ärztlichen Attesten usw. begründen? Ist es denn nicht schon ausreichend, wenn ich einfach nur sage Nein, das will ich nicht?

    Jedenfalls habe ich einen Antrag auf Sperrung der einfachen und der erweiterte Melderegister-Auskunft über mich nach § soundso -finde das Formular gerade nicht- gestellt, einen kurzen Abriß meines (für dieseen Zweck relevanten) Lebensverlaufs gegeben, erklärt, dass eine Kontaktaufnahme seitens meiner Eltern wieder eine hohe seelische Belastung für mich bedeuten würde und sogar den relevanten Teil meines letzten Arztberichtes abgedruckt (mit Kontaktmöglichkeiten zu der Ärztin).
    Heute aber bekam ich einen Brief, dass ich die Sperrung noch weiter begründen muss??!

    Kennt sich da jmd aus, was muß ich denen noch erzählen? Ich habe keine Lust, denen jetzt meine gesamte Anamnese zu erläutern (geht sie ja nichts an) und die seelischen Folgen, die das ganze für mich hatte.
     
    #1
    User 28689, 4 Januar 2008
  2. Tinkerbellw
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Meine Schwester hat diese Sperre bekommen, da sie in einer öffentlichen verwaltung arbeitet und sich mit dem Job nicht nur Freunde macht. Bei ihr war es so das ihre Chefin unterschreiben musste, dass die das dringend braucht!
     
    #2
    Tinkerbellw, 4 Januar 2008
  3. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    mmmmh, dann muss ich wohl nen Schrieb vom Psychologen beibringen. Blöd.
     
    #3
    User 28689, 4 Januar 2008
  4. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Mein früherer Freund ist vor seiner Familie geflohen, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, und hat auch so eine Sperre beantragt damals. Das ging relativ einfach, er hat das persönlich gemacht, wenn ich das richtig sehe. Beweise dafür, dass seine Brüder ihn massiv bedroht und vorübergehend seinen Pass eingezogen hatten, hatte er nicht.

    Vielleicht solltest Du da mal anrufen und nachfragen, inwiefern weitere Begründungen nötig sind?

    Off-Topic:
    Dass es sowohl Pflicht zur Ummeldung beim Wohnortwechsel als auch die Möglichkeit zur Auskunftseinholung gibt, hat schon einen Sinn, was meinste, wie viele Leute sich alten Zahlungsverpflichtungen entziehen möchten und es auf diesem Wege versuchten, wenn das so einfach möglich wäre...und so eine Auskunft beim Melderegister einzuholen, kostet ja auch Gebühren, da geht ja nicht jeder hin und holt sich Deine Adresse aus Jux und Dollerei :zwinker:.
     
    #4
    User 20976, 4 Januar 2008
  5. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Das ist es auch nicht, was mich stört. Den Sinn verstehe ich ja auch und finde ich auch richtig. Ich möchte nur sozusagen auch vor meiner Familie "fliehen" und mich ärgert dabei, dass mir das so schwer gemacht wird, meine Daten zu schützen, während meine Eltern einfach so für ein paar Euro meine Adresse rausfinden können.

    Und nebenbei: Gläubiger hätten ja auch einen triftigen Grund, ihren Schuldner ausfindig zu machen. Meine Eltern könnten doch allein mit der Begründung, dass sie ihren Sohn finden wollen die Auskunft bekommen?
     
    #5
    User 28689, 4 Januar 2008
  6. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Ich vermute mal ja, weiß das aber nicht genau.
    Ich denke, das solltest Du nochmal bei denen erfragen, die eine genauere Begründung von Dir wollen. Wenn Du erläuterst, warum es für Dich psychisch belastend wäre, wenn Deine Eltern Dich finden, und eben ggf. noch ein Attest oder Ähnliches vorliegst, könnte ich mir vorstellen, dass das akzeptiert wird. Liegt vermutlich im Ermessen der zuständigen Person im Amt... weiß nicht, wie genau die Vorgaben da sind bei solchen Sperren.
     
    #6
    User 20976, 6 Januar 2008
  7. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ja, am Montag ruf ich da mal an.

    Aber was soll ich denen denn erzählen, die letzten 31 Jahre? Es gab nämlich kein einzelnes und allgemeinverständliches Ereignis, das zu dieser Abwendung von meinen Eltern geführt hat.
    Ich habe ja in den Antrag geschrieben, dass eine Kontaktaufnahme[meiner Eltern] zu mir für mich eine hohe seelische Belastung bedeuten würde. Reicht das nicht?
    Psychologisches Attest kann ich nicht vorlegen, weil ich die Psychotherapie nach den kostenfreien 25 Sitzungen frustriert nicht fortgeführt -um nicht zu sagen abgebrochen- habe weil der Therapeutin es Zitat: zuviel Arbeit gewesen wäre, der KK einen ausführlichen Bericht zu schreiben, der die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung erklärt hätte.
    Reicht es denn nicht, wenn ich erkläre, dass ich meine schutzwürdigen Belange[...] (z.B. Leben, Gesundheit, persönliche Freiheit) durch die Auskunftserteilung an meine Eltern beeinträchtigt sehe?
     
    #7
    User 28689, 6 Januar 2008
  8. Sternschnuppe_x
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    Ich denke, irgendeinen Nachweis wirst du da schon brauchen. Das könnte sonst ja jeder mal einfach so behaupten.
     
    #8
    Sternschnuppe_x, 6 Januar 2008
  9. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ja wieso denn nicht? Das ist es ja, was mich an dem ganzen so stört! Es sind doch meine privaten Daten und wenn ich einfach nicht will, dass irgendjemand die einfache Melderegisterauskunft schon ohne Begründung einfach mal so und nur gegen eine lächerlich geringe Gebühr von 3,85 (Quelle) erhalten kann, dann finde ich das datenschutzrechtlich -wie ich schon sagte- sehr bedenklich.

    Außerdem habe ich ja eine Teil meines letzten Arztberichtes und eine Kopie des Bescheides vom Versorgungsamtes -in dem mir eine Depression als Teil meiner Behinderung anerkannt wird- beigefügt.

    edit: Ich werde morgen dann auchmal den Datenschutzbeauftragtren anrufen oder ihm ne eMail schreiben.
     
    #9
    User 28689, 6 Januar 2008
  10. Sternschnuppe_x
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    Warum das eben nicht einfach so geht, hat mosquito ja schon ausgeführt.

    Und wenn du in deinen Antrag schreibst, daß ein Kontakt mit deinen Eltern eine zu hohe seelische Belastung darstellen würde, dann reicht es vermutlich nicht aus, einfach ein Attest über Depressionen beizulegen. Depressionen haben viele Leute. Du wirst - vermutlich - ein Attest brauchen, in dem steht, warum gerade der Kontakt mit deinen Eltern diese psychischen Probleme verstärken würde.

    Was hat dir die Behörde denn geschrieben, was genau sie brauchen, um das anerkennen zu können? Danach würde ich mich richten.

    Oder, alternativ: Such dir einen Rechtsanwalt, der darauf spezialisiert ist.
     
    #10
    Sternschnuppe_x, 6 Januar 2008
  11. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Nichts konkretes leider, nur , dass ich ...einen plausiblen Sachvortrag unter Bezugnahme auf konkrete Ereignisse[...] übersenden soll und dass ich mitteilen soll, welchen Schutz ich mir jetzt von einer Auskunftssperre erhoffe.

    Das erste Ereigniss war, dass ich im Sandkasten meinen Geschwistern immer nur beim Förmchen-bauen zugesehen habe anstatt selber mal eins zu bauen. Das nächste "Ereignis" war dann, dass im Kindergarten nie ein Kind mit mir spielen wollte; sogar als ich mal mit Spielsachen auf eines zugegangen bin wurde ich nach wenigen Sekunden schonwieder stehengelassen; ich stand immer im Abseits, meine Geschwister hatten immer Freunde, mit denen sie auch täglich was unternommen haben, von denen sie täglich bei uns daheim abgeholt oder angerufen wurden, nur ich nicht, für mich hat sich niemand interessiert. Meine Eltern hat das nicht gekümmert.
    Und das ging 31 Jahre so weiter...

    Wie soll ich das denn bitte Belegen? Die Kindergärtnerinnen waren damals schon älter und dürften mittlerweile schon verstorben sein, Fotos die das dokumentieren gibt es natürlich keine (wer hätte die auch machen sollen, hat ja niemand erkannt, dass da sich was falsch entwickelt).
    Meine Grundschullehrer ausfindig machen und mir ...was denn... attestieren lassen?


    Sorry, seit 5 Minuten versuche ich es hochzuladen, das geht aber nicht.
     
    #11
    User 28689, 6 Januar 2008
  12. Süßejana
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    wäre es net das einfachste das problem mit deinen eltern zu lösen?

    du hast große probleme du gehörst zum psychologen dann erledigt sich das auch mit dem melderegister eintrag
     
    #12
    Süßejana, 6 Januar 2008
  13. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Nein, meine Eltern wussten ja bis zuletzt (und das war erst vor einem Jahr!) nicht, was sie mir angetan haben.

    Und beim Psychologen war ich ja schon, wie ich oben schon geschrieben habe. Ich war ihr aber "zuviel Arbeit" oder sie hat es auchnicht so ganz begriffen.


    PS.: Und jetzt will ich ins Schwimmbad. Bis in zwei Stunden :winkwink:
     
    #13
    User 28689, 6 Januar 2008
  14. Sternschnuppe_x
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    Single
    Na ja, ich schätze mal, in der Regel ist so eine Auskunftssperre dafür gedacht, z.B. jemanden zu schützen, der bedroht wurde, Gewalt erfahren hat und Angst hat, daß derjenige ihn wieder aufsuchen könnte.

    Wenn du einfach nur keinen Kontakt mit deinen Eltern haben willst - zieh um, und WENN sie deine Adresse wieder bekommen (glaubst du überhaupt wirklich, daß sie so eine Auskunft einholen wollen würden?), mach ihnen klar, daß du keinen Kontakt mehr zu ihnen willst. Ich denke nicht, daß man einen Anspruch darauf hat, vor jemandem geschützt zu werden, der einem - mal ganz vereinfacht gesagt - "nichts getan" hat.

    Du sollst dir nicht attestieren lassen, daß du im Kindergarten keine Förmchen gebaut hast. Sondern daß und warum es JETZT eine zu große psychische Belastung wäre, mit deinen Eltern Kontakt zu haben.

    Denn die Behörde könnte ja auch berechtigterweise fragen: Wenn 31 Jahre lang Kontakt da war und jetzt plötzlich keiner mehr da sein soll, WAS IST DA PASSIERT? Und genau das fragt die Behörde ja auch.

    Was haben deine Eltern denn getan? Deine Geschwister hatten Freunde - du nicht. Aber was sollen Eltern da machen? Freunde herzaubern? Wenn das eigene Kind vielleicht eher Einzelgänger ist, will man ihm ja auch keine anderen Kinder "aufzwingen". Oder haben sie dir Dinge verboten, die sie deinen Geschwistern erlaubt haben, oder deine Geschwister ständig irgendwo hingebracht (Sportvereine usw...) und dich nicht rausgelassen, oder was?
     
    #14
    Sternschnuppe_x, 6 Januar 2008
  15. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Und daran, dass mit Dir keiner spielen wollte, sind Deine Eltern schuld?

    Wie Sternschnuppe_x sagt: Es geht darum, warum JETZT für Dich Kontakt so eine starke Belastung darstellt.

    Sie wollen Sachvortrag. Das heißt, Du musst da schon ein bisschen mehr erklären, die bloße Behauptung, dass das für Dich eine Belastung darstellt, genügt nicht. Aus Deinem begründenden Text muss hervorgehen, inwiefern neuerlicher Kontakt für Dich mit negativen Folgen für Dein Seelenleben verbunden ist.

    Wenn Deinen Eltern so lange egal war, wie es Dir geht, warum sollten sie überhaupt jetzt Kontakt wollen? Meinste wirklich, die beantragen so eine Auskunft?

    Statt Dich auf einen Streit mit Behörden und rechtliche Einlassungen zum Datenschutz zu kaprizieren, versuchte ich an Deiner Stelle auch eher, die seelischen Probleme anzugehen. Nur weil eine Psychologin mal doof war, gibst Du auf? Du kannst weitere Termine mit anderen Therapeuten vereinbaren. Wie dringlich hast Du denn bei der besagten Psychologin eine Weiterbehandlung gemacht? Auch wenn die wohl keine Lust hatte, Dich weiterzutherapieren - dann halt jemand anders suchen. Nicht jeder Patient passt zu jedem Therapeuten, nicht jeder Therapeut passt zu jedem Patienten.

    Ich denke, das eigentliche Problem ist nicht das mit der Melderegisterauskunft. Ich vermute mal sehr, dass die gesetzliche Meldepflicht sowie die Möglichkeiten zu einer Melderegisterauskunft den Datenschutzrichtlinien entsprechen. Möglichkeiten, diese Auskunft sperren zu lassen, gibt es bei BEGRÜNDETEM Interesse ja. Aber unter Begründung scheint das, was Du mitgeteilt hast, noch nicht zu fallen. Also begründe ausführlicher, wenn Du die Sperre willst.
     
    #15
    User 20976, 6 Januar 2008
  16. User 28689
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    nicht angegeben
    Du sagst es, Sternschnuppe: in der Regel! Eine Regel definiert sich aber durch ihre Ausnahmen; sonst wäre es keine Regel, sondern ein physikalisches Gesetz.

    Wie soll ich denn aber meine "Ausnahme" belegen, wenn nichtmal eine Diplompsychologin das kann?
    Klar habe ich Angst, dass meine Eltern mich wieder aufsuchen könnten; deswegen will ich ja meine Daten im Melderegister für eine Askunft sperren lassen.

    Ausgezogen bin ich schon vor einem Jahr (sogar mehr als 600km weit weg). Meinen Eltern habe ich damals auch klar gesagt, dass ich keinen Kontakt mehr will, habe auch weder meine Adresse noch meine Handynummer dagelassen. Aber sie wissen -und vermuten es jetzt wahrscheinlich-, dass ich in Berlin wohne. Meinen Namen und Nachnamen (den könnte ich ja nur ändern, wenn ich heirate und den meiner Frau annehmen würde) wissen sie auch, Geburtsdatum und -ort sowieso. Und das allein genügt, dass sie für 3,85 Euro (Quelle) meine Anschrift kaufen können. Das ist doch nicht ok?

    Es könnte gut sein, dass meine Eltern -wenn auch durch Anregung meiner drei Geschwister- diese Auskunft beantragen könnten, wenn ich demnächst nämlich Schadensersatz und Schmerzensgeld von ihnen fordere.
    Und ich denke schon, dass ein Rechtsstaat dem einfachen Datenschutzverlangen eines Bürgers entsprechen sollte und zwar ohne ausführliche Begründung.


    Wie ich schon sagte: dass es JETZT eine große seelische Belastung für mich bedeuten würde lässt sich ja nicht mit Ereignissen und schon garnicht belegbaren (nach dem heutigen Stand der Psychologie) erklären oder attestieren. Ich sags nochmal: 31 Jahre! Kannst du 31 Jahre auf einer dreiviertel Seite darlegen? Eigentlich ja: Nichts! Aber das wird niemanden zufriedenstellen. Insbesondere, wenn ich der Behörde sage es ist nichts passiert, um deine Frage zu beantworten Sternschnuppe.

    Kinderpsychologe? Kinderthrapie, Lehrer fragen, wie's in der Schule ist, ob ich da auch so introvertiert bin?
    Mein Vater hat mich mal gefragt, warum ich so torkel, warum ich nicht gerade stehen kann anstatt meinen Kinderarzt. Er hat einen befreundeten Pädagogen um Rat gefragt, warum ich mir beim schreiben so schwer tue , anstatt seinen Bruder den praktizierenden Mediziner.

    Ich war nicht "eher" Einzelgänger, ich war ein introvertierter Außenseiter, der ständig nur in seinem Zimmer hockte. Verboten oder mich benachteiligt (wg. Chauffeurdienst usw. was sternschnuppe angesprochen hatte) haben sie mich nicht, nur tatenlos mitangesehen, wie ich meine ganze Kindheit und Jugend allein vor der Glotze verbracht habe.
     
    #16
    User 28689, 6 Januar 2008
  17. Sternschnuppe_x
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    Single
    Sie haben dich also schon ein Jahr lang in Ruhe gelassen.

    *ähm* Ich glaube, wenn du Schadensersatz und Schmerzensgeld von ihnen forderst (wofür eigentlich?), werden sie so oder so deinen Aufenthaltsort mitbekommen bzw. dich sogar sehen. Ich glaube nicht, daß sich ein zivilrechtliches Gerichtsverfahren durchführen läßt, wenn der Kläger komplett anonym und verborgen bleiben will.

    Das kannst du gerne denken, so ist aber nicht die derzeitige Rechtslage in Deutschland.

    Dann wirst du für eine Auskunftssperre schlechte Karten haben. Noch dazu, wenn du - und sei es nur über den "Umweg" eines Prozesses - ja sogar selbst in Erwägung ziehst, den Kontakt gerade wieder zu suchen und wiederherzustellen.

    Na ja, das mag für dich schlimm sein, aber - vermutlich - nichts, was Schadensersatz und Schmerzensgeld rechtfertigen würde, falls du darauf hinaus willst.
     
    #17
    Sternschnuppe_x, 6 Januar 2008
  18. User 28689
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    nicht angegeben
    Daran nicht. Ihr vergehen ist es, dass sie das nicht weiter gekümmert hat, OBWOHL bei meinen drei Geschwistern das ja ganzanders war!

    Soll ich denen nen Roman schreiben? Du siehst ja schon an diesem Thread, wieviel ich erklären muss und es hat trotzdem noch niemand so recht verstanden, oder?

    Off-Topic:

    Ich gebe nicht auf, ich versuchs jetzt nur halt alleine, weil die Therapie so verlief, wie ich es vermutet hatte: nämlich dass mir auch eine Diplom-Psychologin nicht helfen kann sondern anscheinend überfordert ist.


    Und so soll es auch bleiben!
    Das soll es ja auchnicht, nur meine Eltern sollen dann ausschließlich über meinen Anwalt mit mir kommunizieren können.
    Und deswegen werde ich auch den Datenschutzbeauftragten anschreiben.
    Ich beanspruche ja auchnicht die Hilfe des Staates um die Adresse "auszuspionieren". Schließlich habe ich dort jahrelang wohnen müssen und kenne daher die Adresse. Meine Eltern haben dort ein eigenes Zwei-Familienhaus, das sie vor ein paar Jahren auch abbezahlt haben -es gehört also wirklich Ihnen selbst. Und ich glaube nicht, dass sie es verkauft haben, da sie es auch als ihren Alterswohnsitz gebaut haben, wenn auch ein Stockwerk vermietet.
    Meinst du? Eine ensprechende "Anklage" würde ich natürlich ausführlicher beschreiben und die würde dann auch Seiten füllen.
     
    #18
    User 28689, 6 Januar 2008
  19. User 20976
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    vergeben und glücklich
    Du willst sie auf Schadenersatz und/oder Schmerzensgeld verklagen? Mit welcher Begründung? Dass sie erlaubt haben, dass Du Dich im Kindes- und/oder Jugendalter zurückziehst und nicht mit anderen spielst, sondern zuhause fernsiehst? Kinder sind verschieden - nur weil meine Schwester einen riesigen Freundeskreis hatte und ich nicht, liegt das nicht an meinen Eltern.
    Auch Eigenbrötler können glücklich sein. Da sehe ich noch keinen direkten Handlungsbedarf oder gar ein Schaden, der eingeklagt werden könnte. Nein, mir ist bislang nicht verständlich geworden, was Deine Eltern so Wichtiges unterlassen haben. Dass Du darunter leidest, dass Du einsam warst, versteh ich. Aber nicht, dass Du Deinen Eltern daran die Schuld zuweist und von ihnen Schmerzensgeld forderst.

    Inwiefern sollen sie Dir mit dem Zulassen Deines Rückzugs geschadet haben? Sind Eltern verpflichtet zu erkennen, dass eine mögliche seelische Andersartigkeit ihres Kindes (ggf. im Vergleich zu Geschwistern) behandelt werden sollte? Ist Außenseitertum ein solcher Schaden, dass Eltern verpflichtet sind, einen Psychologen einzuschalten? Du magst allein gewesen sein und noch heute darunter leiden - aber ich wüsste nicht, dass Einzelgängertum als abwendbare/behandelbare Krankheit angesehen wird. Denn es geht hier doch ums Eigenbrötlerdasein, oder? Was hat es mit dem "Torkeln" auf sich? Hat man bei Dir eine Krankheit festgestellt?

    Kann man Eltern verklagen, wenn sie ihr Kind nicht optimal fördern und sich damit zufriedengeben, wenn sie mit Ach und Krach einen unqualifizierten Schulabschluss machen? Auch das hat negative Folgen bezogen auf Einkommen und Chancen im Leben und das soziale Ansehen... Vielleicht schau ich mal nach, was die Fürsorgepflicht umfasst, ob man dazu was finden kann.

    Hast Du Dich schon bei einem Anwalt beraten lassen, was eine solche Klage angeht - auch bezogen auf Kosten, auf Erfolgaussichten und das genaue Vorgehen? Du könntest Dir mit einem solchen Verfahren nämlich auch selbst schaden, also Deiner Psyche ebenso wie Deinem Portemonnaie, weil die Darlegung des Schadens auch Begutachtung durch einen gerichtlich bestellten Sachverständigen umfassen kann, der herausfinden soll, inwiefern Du einen seelischen Schaden erlitten hast. Ich denke, da wäre es besser, wenn Du einstweilen Dich um einen Psychotherapeuten bemühst, der Dir helfen soll. Du siehst Dich als Opfer, ich weiß nicht, ob objektivere Stellen das ebenso sehen. Klar kannst Du klagen - aber ich halte es für sinnvoll, Dich vorher eingehend beraten zu lassen, wie erfolgversprechend und langwierig das sein könnte.

    Bezogen auf die Auskunftssache: Wie Sternschnuppe_x andeutete...es wäre mir neu, dass ein Kläger dem Beklagten seine Adresse verheimlichen kann. Alle Schriftsätze, die ich bislang zu Gesicht bekam, enthielten Angaben zum Wohnort des Klägers, gefolgt durch "vertreten durch" (--> Anwalt). Wenn für Dich ein Kontakt mit Deinen Eltern so schlimm wäre, dann ist es für mich nicht schlüssig, warum Du mittels einer Klage selbst den Kontakt wieder suchen willst und auf diese Art eine Auseinandersetzung wünschst. Was willst du - Kontakt oder nicht?

    Wenn Du schon beim Begründen der Auskunftssperre Schwierigkeiten hast, bin ich unsicher, ob es Dir gelingen wird, vor Gericht zu erreichen, dass Deine Adresse in den Schriftsätzen nicht genannt wird.
    Quelle: http://zmr.bmi.gv.at/pages/gesetz.htm#18


    Wenn Du Dein schutzwürdiges Interesse nicht glaubhaft machen kannst, gibt es auch keine Auskunftssperre. Dass Du seelischen Schaden fürchtest, ist nicht mal mir als Privatperson eine ausreichende Begründung.
    Dass es einer Glaubhaftmachung bedarf, mag Dir subjektiv gesehen unfair erscheinen. Es wird sicherlich auch Urteile dazu geben, wann ein Interesse schutzwürdig ist und wie das begründet werden muss.

    Du kannst natürlich auch in ein Land auswandern, in dem es keine Meldepflicht gibt (Irland z.B.).
     
    #19
    User 20976, 6 Januar 2008
  20. Sternschnuppe_x
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    Mein Bruder und ich könnten auch kaum verschiedener sein, und wir waren das schon als Kinder. Mein Bruder hat heute einen recht großen Freundeskreis, geht viel weg, ist viel unterwegs, hat oft Besuch da, veranstaltet Grillparties usw... Ich bin viel zu Hause, hab wenige Freunde, hier eigentlich so gut wie gar keine, gehe nicht großartig weg, bin nicht auf Parties... Als wir beide noch jünger waren, kam es vor, daß ich eine Freundin zu Besuch hatte (so im Grundschulalter) und am Ende dann mein Bruder mit ihr gespielt hat - weil ich doch lieber alleine mit einem Buch in der Ecke saß. Menschen SIND nunmal verschieden, und nur weil sich Geschwister unterschiedlich entwickeln, heißt das noch nicht, daß Eltern gleich alarmiert sein müßten. Nicht jeder ist der Typ für einen großen Freundeskreis, und nicht jedes Kind, was viel alleine ist, ist deshalb auch unglücklich. Und ab einem gewissen Alter würde ich als Eltern meinem Kind da auch nicht mehr reinreden, was Freundschaften angeht - denn es gibt durchaus auch glückliche Einzelgänger, und da gibt es kaum was Nervigeres, als "willst du dir nicht auch mal Freunde suchen?", "willst du nicht auch mal weggehen abends?".

    Du solltest die Betonung anders setzen. Dir konnte EINE Diplom-Psychologin nicht helfen - glaub mir, es gibt wesentlich mehr als eine.

    Im übrigen: Wenn du wirklich Schadensersatz/Schmerzensgeld erstreiten willst, wirst du an einer psychologischen Begutachtung sowieso nicht vorbei kommen.

    Mal davon abgesehen, daß mir nicht klar ist, auf welcher Grundlage eine solche Klage überhaupt Erfolg haben können sollte, sollte dir bewußt sein, daß es bei vielen Ansprüchen auch den Punkt "Mitverschulden" gibt. Will heißen: Selbst wenn man annimmt, daß deine Eltern bei dir im Kindesalter etwas falsch gemacht haben - mittlerweile bist du über 30 und für dich selbst verantwortlich, das heißt, mindestens die letzten 10 Jahre hast du selbst zu vertreten.

    Und, wie gesagt, im Zivilprozeß gilt der Grundsatz, daß jeder beweisen muß, was für ihn günstig ist. Das heißt, du müßtest deinen Eltern Verschulden NACHWEISEN in Bezug auf... ja, keine Ahnung, was immer du ihnen vorwirfst.

    Ich glaube kaum, daß das so einfach so möglich sein wird.

    Ich KÖNNTE mir vorstellen, daß sowas dann möglich ist, wenn der Betreffende tatsächlich vom Beklagten bedroht wurde oder wird, also z.B. eine Frau, die vor ihrem gewalttätigen Mann, der mit "das nächste Mal bring ich dich um" gedroht hat, ins Frauenhaus geflüchtet ist und von da aus gegen ihn klagt wegen irgendwelcher Ansprüche. Aber ganz ehrlich: Nur weil jemand "einfach so" keinen Kontakt will, wird das wohl nicht gehen. Und einerseits Auskunftssperre, andererseits Klage - das paßt nicht zusammen.

    Das kannst du tun, aber rechne dir nicht zu große Chancen aus.

    Das fängt schon damit an, daß sowas bestimmt keine "Anklage" wäre. :zwinker: FALLS du sowas wirklich vorhast, laß dich von einem Anwalt dabei beraten und dich vorher über die Erfolgsaussichten informieren.
     
    #20
    Sternschnuppe_x, 6 Januar 2008

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