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wie reagie ich darauf am besten?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von DennisM, 18 Februar 2010.

  1. DennisM
    DennisM (31)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    33
    2
    in einer Beziehung
    hallo,

    hab ein nettes mädchen kennengelernt...
    und heute beim schreiben meinte sie folgendes zu mir


    "essen ist so ein thema für sich bei mir. ich weis du denkst dir jetzt bestimmt oh nee net scho wieder so eine aber bei mir ist es anders.-
    ich weis auch nicht ob es jetzt ein fehler ist dir davon zu erzählen.
    ich hab essstörungen seit dem ich 10 jahre alt bin. manchmal geh ich nach dem essen auf toilette und bring es wieder raus. als ich mit meinem ex darüber geredet hab meinte er nur ich hab das alles nicht ich sag das nur wegen aufmerksamkeit usw. weil er der meinung ist das wenn man das hat man nicht drüber redet. aber meine meinung ist es einfach ich habe es so lange und ich habe gelernt darüber zu reden.
    ein alkoholiker oder drogensüchtiger lernt auch irgendwann drüber zu reden. also...hoff ich hab dich jetzt nicht abgeschreckt und du denkst jetzt nichts schlechtes von mir."

    ich mein sie kann ja nichts dafür... und das is ihre sache..
    aber ich weiss nicht was ich zurück schreiben soll..
    kann mir da jemand helfen?

    danke
     
    #1
    DennisM, 18 Februar 2010
  2. Schattenflamme
    Öfters im Forum
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    100
    nicht angegeben
    Schwer zu sagen.

    Wenn du willst, dass sie dich einfach nur mag, dann solltest du ihr sagen, dass es dir Leid tut und es schwer nachzuvollziehen ist, für dich, aber du versuchst, sie zu verstehen. Dass du nicht glaubst, dass sie nur Aufmerksamkeit will und sehr froh über ihr Vertrauen bist.

    Wenn du ihr echt helfen willst, solltest du sie dann fragen, ob sie sich über die langzeitfolgen von bulimie im klaren ist und ob sie mal über eine therapie nachgedacht hat. eine essstörung ist etwas, was man vielleicht nie ganz los wird, mit der man aber "gut umzugehen" lernen kann.
     
    #2
    Schattenflamme, 18 Februar 2010
  3. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
    42.920
    898
    9.083
    Verliebt
    Ich würde ganz direkt zurückfragen, ob sie deswegen in Behandlung ist.
     
    #3
    krava, 18 Februar 2010
  4. ülpentülp
    0
    Richtig.
    Denn es reicht nicht, das sie offen darüber redet. Das ist eigentlich nur eine Flucht nach vorn: *Rede ich offen darüber, werde ich in Ruhe gelassen.*

    Viele Suchtkranke gehen so mit ihrer Umwelt um; Angriff ist die beste Verteidigung. Damit helfen sie aber weder sich selbst noch hilft es ihnen, ihr Problem in die Reihe zu bekommen.

    Bleib einfach dran und lass ihr auch keine fadenscheinigen Begründungen, Erklärungen, Entschuldigungen usw. durchgehen. Aber sei dir klar, das sowas Kraft kostet und nicht mal so hoppla-hopp zu erledigen ist.

    Gruß
     
    #4
    ülpentülp, 18 Februar 2010
  5. brainforce
    brainforce (33)
    Beiträge füllen Bücher
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    248
    557
    nicht angegeben
    zugegebenermaßen könnte man auf jeden Fall zuerst mal den Eindruck haben als wolle sie Aufmerksamkeit erlangen!

    Wenn sie schon so offensiv mit ihrer Krankheit umgeht würde ich erstmal an zweierlei denken:
    1. sie ist deswegen in Behandlung und sagt deshalb gleich was Sache ist.
    oder aber:
    2. sie findet ihre "Krankheit" nicht so schlimm - denn mal ehrlich - wer selbst erkennt das etwas falsch läuft, offensiv damit umgeht - aber dennoch nichts unternimmt derjenige ist echt etwas "sonderbar".
     
    #5
    brainforce, 18 Februar 2010
  6. dollface
    Verbringt hier viel Zeit
    2.223
    108
    369
    nicht angegeben
    Erst mal scheint sie dir ja in gewisser Hinsicht zu vertrauen. Zwar sagt sie, dass sie über die Krankheit redet, was aber bestimmt nicht heißt, dass sie das auf der Straße hinausposaunt.

    Meine erste Frage wäre grad auch gewesen, ob sie denn in Therapie ist. Weißt du das?
    Kennst du dich nen bisschen mit Essstörungen aus?
    "Sie kann ja nix dafür" ist immer nen bisschen relativ. Vielleicht kann sie nichts dafür, dass es dazu gekommen ist aber sie kann etwas dagegen tun, wenn sie will.
    Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass man ne Essstörung nicht unterschätzen sollte und es zum Teil schwer ist damit umzugehen (Ich spreche nur aus der Sicht eines Außenstehenden, betroffen bin bzw war ich zum Glück selbst nicht).

    Wenn dir das Mädchen wichtig ist, kannst du dich ja über die Krankheit informieren. Lass sie spüren, dass sie dadurch für dich nicht zum Alien oder gar abstoßend wird. Ob du sie verstehen kannst weiß ich nicht.
    Off-Topic:
    Ich habe in meiner nahen Verwandtschaft einen Fall von Essstörung. Hab mich lange und ausführlich damit beschäftigt, werde jeden Tag damit konfrontiert und auch nach 2 Jahren kann ich es nicht vollständig verstehen oder gar nachvollziehen, wie ein Mensch sich so etwas antun kann.

    Wenn du magst, kannst du ihr ja auch anbieten, dass sie mit dir darüber reden kann wenn sie das Bedürfnis dazu hat und du sie auch unterstützen könntest (aber wirklich nur wenn du magst und dir das zutraust, ich weiß ja nicht wie gut du sie genau kennst).

    Allgemein würde ich sie jetzt allerdings nicht auf die Essstörung "reduzieren", sprich das Thema jetzt nicht riesig ausbreiten oder so. Sie hat es dir mitgeteilt und gut ist.
    Sicher wäre es für sie gut zu wissen, dass du sie ernst nimmst und ihr nicht unterstellst, dass sie sowas sagt um Aufmerksamkeit zu heischen, wie ihr Ex es wohl getan hat.
     
    #6
    dollface, 18 Februar 2010
  7. Schattenflamme
    Öfters im Forum
    1.181
    73
    100
    nicht angegeben
    Genau das ist sehr wichtig. Eine Essstörung ist eine Krankheit, die man behandeln (lassen) sollte. Nicht mehr und nicht weniger. Sie ist KEINE Ausrede oder Begründung für irgendwas. Also nicht, dass sie jetzt sagt "Ich hab dir ja gesagt, dass ich ein Problem habe, jetzt geh ich auch ganz offen nachm Essen bei dir aufs Klo und tu nichts gegen meine Krankheit, ich kann ja nichts dafür". Das ist definitiv der falsche Weg und dann ist ihre Essstörung vielleicht vor allem eine Suche nach Aufmerksamkeit.

    Wenn dir was an ihr liegt, muss ihr klar werden, dass sie dieser Krankheit nicht "ausgeliefert" ist, sondern dass sie etwas dagegen tun kann und wenn sie mal das sich selbst und ihrem Umfeld schuldig ist (sie kann nicht Unterstützung bei einer Therapie erwarten, aber kein Verständnis dafür, dass sie unter der Krankheit "leidet" ohne etwas dagegen zu tun).
     
    #7
    Schattenflamme, 18 Februar 2010

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