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  • büschel
    Gast
    0
    20 April 2006
    #101
    ich glaube an schlaf.. schlaf kann was..

    und ich könnt schlafen.. die ganzen letzten tage wars so wenig..

    schlaf... schlaf ist gut
     
  • *PennyLane*
    0
    20 April 2006
    #102
    Ich finde es sehr beeindruckend, was für eine Kraft manche Menschen aus ihrem Glauben ziehen können.
    Ich kann damit nicht viel anfangen.
    Für mich erscheint Menschlichkeit und der Glaube an Liebe (Nächstenliebe) da realistischer. Obwohl...
     
  • flip1977
    Verbringt hier viel Zeit
    1.421
    123
    3
    Single
    21 April 2006
    #103
    Protestant (Evangelisch Lutherisch mit Ausrichtung nach Hadelner Christ :zwinker: ) Die glauben an Gott, aber nicht streng.
     
  • NewHorizons
    Verbringt hier viel Zeit
    110
    101
    0
    Single
    21 April 2006
    #104
    Ich finde Ginnys Erklärung auch sehr gut. So geht es mir zumindest auch - für mich ist es absolut unlogisch, dass es *keinen* Gott geben soll. Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, dass die Welt und alles Leben darauf per Zufall entstanden ist (muss aber auch hinzufügen, dass ich kein Problem mit der Evolutionstheorie usw. habe - ich bin kein religiöser Fanatiker, der wissenschaftliche Erkenntnisse ablehnt, nur weil in der Bibel was anderes steht). Das ist alles so ausgeklügelt ... die Erde, die genau im richtigen Abstand um die Sonne kreist, genau die richtige Atmosphäre hat, die vielfältigen Symbiosen in der Natur ... also für mich ist es völlig klar, dass da eine höhere Absicht dahintersteckt. Oder die Sache mit der Seele - ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass so etwas wie das menschliche Bewusstsein aus elektrochemischen Prozessen in einem physischen Organ (Gehirn) entstehen kann, mit Emotionen, Gewissen, Erinnerungen usw. - so könnte man einen biologischen Roboter betreiben, aber kein menschliches Bewusstsein. Für mich ist daher auch die Existenz der Seele eigentlich selbstverständlich.

    Ich kann mir aber, wie Ginny schon geschrieben hat, auch gut vorstellen, dass jemand mit einem materialistischen Weltbild meine Gedankengänge absolut unlogisch und lächerlich findet :zwinker:
     
  • Pitborn
    Verbringt hier viel Zeit
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    19
    in einer Beziehung
    23 April 2006
    #105
    Alles, was Ginny geschildert hat, kann ich unterschreiben - mit Ausnahme des
    vorletzten Absatzes: Gott ist allmächtig; das ist für meinen Glauben
    fundamental.

    Das, was den Glauben zur tragenden Säule im Leben macht, läßt sich übrigens
    weder lehren noch lernen. Man darf sich also nicht vorstellen, daß Glaube so
    entsteht, daß man von kleinauf in die Kirche geht, sich an gewisse Riten dort
    gewöhnt und dann möglichst bei der Stange bleibt. Auf diese Weise ist
    vielleicht auch schon mal jemand an seinen Glauben herangeführt worden, aber
    mit Sicherheit auch schon eine große Zahl von Türen zugeschlagen worden.

    Alle, mit denen ich gesprochen habe, haben irgendwann in ihrem Leben ein
    auslösendes Ereignis erlebt, das ihnen - aus der Sicht des Nachher - die
    Schuppen von den Augen fallen ließ. Bei mir war das auch so. Da davon die
    ganze Lebenshaltung betroffen ist, wird dieses Ereignis in der Regel als etwas
    besonders Kostbares empfunden, als etwas Intimes, mit dem man nicht hausieren
    geht. Es ist ein besonderer Vertrauensbeweis, wenn jemand vor einem outet, was
    ihn zum Glauben gebracht hat. Das kann nämlich durchaus etwas sein, was
    anderen als Banalität erscheint oder auch als etwas moralisch
    Zweifelhaftes. Gott schreibt auf krummen Linien gerade, manchmal auf ziemlich
    krummen sogar...

    Auch ist es nicht so, daß man auf einmal die Entscheidung träfe zu
    glauben. Bei mir lag als einzige positive Disposition gegenüber dem
    Christ-Sein eine gewisse Scheu vor Gotteslästerungen vor, die ich zeitlebens
    spürte. Das war aber auch alles. Ansonsten war ich, wie die meisten, zur
    üblichen Zeit konfirmiert worden und danach außer im Familienbesuch zu
    Weihnachten nicht mehr in einer Kirche anzutreffen, irgendwie auch froh
    darüber, von dem unzeitgemäßen Kram befreit zu sein. Und in dieser, wie ich
    annehme, häufig gegebenen Grundkonstellation trat dann etwas ein, das mich
    spüren ließ: Ich glaube. So als würde einem die scheinbare Unschuld der
    Erhabenheit über so eine Dummheit (nämlich einem Glauben "aufzusitzen") über
    Nacht genommen, wie durch einen Dieb, der unerwartet eindringt.

    In der Folge spürt man immer mehr die tragende Kraft, von der man vorher keine
    Ahnung gehabt hatte. Das heißt nicht, daß man vor Rückfällen und Situationen
    des Zweifels gefeit wäre. Im Gegenteil, man wundert sich, wie wenig auf einen
    selbst Verlaß ist und schlägt sich lieber nicht auf die eigene Brust vor
    lauter Glaubensgewißheit. Mit der Erfahrung des Getragen-Seins im Glauben geht
    angesichts der eigenen "Anfälligkeiten" aber der Wunsch dahin, der eigene
    Glaube möge standhalten und tiefer werden. So kommt es zu solchen beim ersten
    Hören schwer verständlichen Gebets-Äußerungen wie z.B. "Herr, ich glaube. Hilf
    meinem Unglauben!" Denn man weiß, daß nicht nur die Entstehung der
    Glaubensenthaltung in einem selbst, sondern auch die Beibehaltung und
    Vertiefung derselben nicht eigener Leistung zuzuschreiben ist. Für die
    letztlich unerklärliche Kraft, die dabei in einem wirksam wird, gibt es auch
    einen Namen: "Heiliger Geist". Der hat also nichts mit irgendeinem
    "Geisterkram" (in weißen Laken eingewickelt?) zu tun, sondern macht sich
    konkret bemerkbar, wenn der Glaube in einer Lebenssituation besonders
    gefordert oder auf die Probe gestellt ist. Je bewußter man seinen Glauben
    lebt, desto sensibler wird man für die Wirksamkeit des Heiligen Geistes, die
    einem schließlich gar als kontinuierlich erscheint.

    Nun ist dies alles so geschrieben, als "sei das so". Nein, ich kann nur sagen:
    So habe ich es erfahren. Andere mögen ihren Glauben auch anders
    empfinden. Da der Glaube alles andere als eine einmal erworbene starre
    Haltung, sondern ein Prozeß von z.T. dramatischer Lebendigkeit ist, schließe
    ich auch nicht aus, später in anderen Worten darüber zu sprechen - je nachdem,
    wie mein Weg mich verändert. Auch schließe ich nicht aus, daß andere Leute
    (die auch sehr viel jünger als ich sein können!) anderes, natürlich auch
    Tieferes im Glauben erfahren haben als ich. Ich habe Glauben erlebt, nicht
    gepachtet!

    Ich bin evangelisch - und froh darüber.
     

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