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Wie soll ich mich verhalten?? Opa meines Freundes liegt im Sterben

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von keera, 15 Juli 2006.

  1. keera
    keera (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo Nachtschwärmer!

    Ich hab derzeit ein dickes Problem.....ich bin seit 6 Monaten mit einem ganz lieben Mann zusammmen, am Montag wollen wir das erste mal zu seinen Eltern fahren, die mich gern kennenlernen möchten. Im Haus seiner Eltern leben auch die Großeltern und leider geht es dem Opa aufgrund eines Krebsleidens sehr schlecht.
    Im Krankenhaus sagte man ihm, daß man nix mehr für ihn tun kann und hat ihn zum Sterben nach Hause entlassen. Das heisse Wetter in den letzten Wochen macht ihm extrem zu schaffen und ich hab einfach total Schiß, weil ich nicht weiß wie ich mich verhalten soll, wenn der Opa von uns geht, während wir dort auf Besuch sind. Dann kommt noch erschwerend hinzu, daß wir meine 4-jährige Tochter mitnehmen. Mein Freund hängt total an seinem Opa und es wäre das erste Familienmitglied, was er verlieren würde.
    Ich kenne ja noch niemanden seiner Familie und ich hab mich mehr oder weniger bequatschen lassen diesen Besuch zu machen, weil sein Opa mich unbedingt noch kennenlernen will.
    Aber wie erklär ich meiner Tochter, wenn der Opa stirbt? Wie würdet ihr Euch verhalten, wenn ihr quasi Fremde in einem trauernden Haus seid? Wie soll ich mein Freund "auffangen"???

    Ich hoffe ihr haltet mich jetzt nicht für pietätlos, weil ich hier über den Tod eines Menschen nachdenke, der noch gar nicht tot ist.

    Danke für Eure Antworten!
     
    #1
    keera, 15 Juli 2006
  2. chrith
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    .....
     
    #2
    chrith, 15 Juli 2006
  3. Cora
    Cora (57)
    Verbringt hier viel Zeit
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    2
    Verheiratet
    Ich denke, du solltest auf jeden Fall mitfahren, und dem Opa den Wunsch erfüllen dich kennenzulernen.
    Sei einfach freundlich und warte ab wie Opa selber reagiert, und agiere dann.
    ich meine z.B. will er mit dir erzählen und stellt Fragen, beantworte sie lieb und ausführlich, versucht er Späße zu machen, geh drauf ein, sagt er gar nichts und schaut dich nur an, nimm vielleicht einafch nur seine Hand und drück sie leicht.

    Deiner Tochter würde ich erklären, das der Opa sehr krank ist, und bald sterben muss, das aber niemand weiß wann das passiert. Ehrlichkeit ist hier die beste Art dein Kind drauf vorzubereiten.

    Sollte der Opa tatsächlich an diesem Wochenende sterben, dann wird in dem Haus keine großer Schock bei den Angehörigen sein und keine massive Verzweiflung, denn jeder rechnet ja bald damit und es ist bekannt.
    Es wird zwar eine sehr große Traurigkeit da sein, und du kannst dann dort helfen, wo du grad gebraucht wirst. Sonst frag einafch was und ob du helfen kannst.
    Vielleicht sind ja auch alle froh, das jemand nen relativ kühlen Kopf behält weil er, in diesem Fall du, nicht persönlich betroffen ist.

    Du schaffst das schon...handel einafch nach deinem Gefühl
     
    #3
    Cora, 15 Juli 2006
  4. [BcB]Titan
    [BcB]Titan (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    vergeben und glücklich
    Viel Glück!!!
     
    #4
    [BcB]Titan, 15 Juli 2006
  5. Kuri
    Kuri (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    123
    2
    vergeben und glücklich
    Fahr hin, denn es ist dann vermutlich einer der letzten Wünsche, die sein Opa hat. Wenn es zum Gespräch kommt, bemitleide ihn auf keinen Fall und sprich ihn am besten nicht auf die Krankheit an... diese spürt er ja Tag für Tag, da braucht er nicht dran erinnert zu werden. Außerdem möchtest du eure erste (und ich weiß nicht, vielleicht letzte) Begegnung sicher in schöner Erinnerung haben. Sei freundlich und zuvorkommend, einfach so, wie du sonst auch bist. Sei sonst einfach etwas vorsichtig, was heikle Themen wie Krebs o.ä. angeht.

    Hab ich das richtig verstanden, dass du wissen willst, wie du dich verhalten sollst, wenn der Opa stirbt, während du bei der Familie deines Freundes ist? Ich weiß nicht, wie viel Zeit ihm die Ärzte noch gegeben haben... und wie lange du bei der Familie bist... aber ich bin nicht sicher, ob es so sinnvoll wäre, sich auf den schlimmsten Fall einzurichten. Denn im Endeffekt läuft sowieso alles anders, als man denkt. Für einen Todesfall kann man nicht "vorsorgen". Du solltest dann einfach eine Unterstützung für deinen Freund sein und ihm helfen, dieses Ereignis zu bewältigen. Aber nicht bemuttern, er ist ein erwachsener Mann und irgendwann verliert jeder mal ein Familienmitglied. Und vielleicht kannst du bei der Familie im Haushalt was helfen oder abnehmen, an bestimmten Tätigkeiten, die erledigt werden müssen. Dafür sind sie bestimmt dankbar, denn es gibt ja genügend Dinge, die die dann um den Kopf haben, gerade die Formalien...

    Wie du dich gegenüber deiner Tochter verhalten sollst, weiß ich nicht. Ist schwierig, mich in die Situation hineinzuversetzen bzw. wie ein Kind das empfindet. Deswegen würde ich sagen, du solltest Coras Rat annehmen, die da bestimmt etwas mehr Ahnung hat.

    Viel Glück!
     
    #5
    Kuri, 15 Juli 2006
  6. slumpf
    slumpf (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    37
    91
    0
    nicht angegeben
    ich denke, du solltest dich natürlich und rücksichtsvoll sein. was die anderen gesagt haben ist total richtig.
    ich weiß aus eigener erfahrung, was total falsch ist, was aber jemand mit gesundem menschenverstand sowieso nicht machen würde. nämlich alles herunterspielen. als mein opa gestorben ist, haben alle gesagt so schlimm ist das doch nicht und manche sogar, ich soll mich nicht so aufführen. das hat mich wahrhaftig verletzt. am besten ist es, wenn man in einer solchen schweren zeiten jemanden hat, der für einen da ist und einen in den arm nimmt. wenn du deinem freund dies zu spüren gibst wird er dir sehr dankbar sein. und anteilnahme wird die familie auch sehr zu schätzen wissen.
     
    #6
    slumpf, 16 Juli 2006
  7. User 12900
    where logic cannot intervene
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    4.923
    nicht angegeben
    der opa von meinem (jetzt ex) freund ist letztes jahr auch gestorben und er hing wahnsinnig an ihm.
    ich hab meinen freund einfach in den arm genommen und ihm sehr viel verständnis entgegengebracht, egal was er gesagt oder gemacht hat.
    natürlich würde ich an deiner stelle beileid wünschen, ich hab das nicht gemacht, weil ich selber sehr traurig war und der opa mich total mochte (hat sogar zeitungsausschnitte von mir aufgehoben und eingeklebt..), wurde also quasi als familienmitglied gesehen.

    viel machen kannst du nicht, ich würde mich eben verhalten, wie bei nem andern trauerfall auch.
     
    #7
    User 12900, 16 Juli 2006

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