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wie wichtig ist die politische einstellung für eine partnerschaft?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von musicus, 13 Mai 2009.

  1. musicus
    musicus (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    1. Ja - es besteht die Gefahr, daß dieser Beitrag dem knapp darunter ähnelt. Ich sehe die Situation trotzdem als anders an und erstelle deshalb etwas eigenes.

    2. Zum Thema:
    Ich habe eine Frau kennengelernt, wir verstehen uns in wirklich vielerlei Hinsicht gut (gemeinsame Hobbies, Interessen...), ich mag sie sehr und wir sind uns auch schon ein klein wenig nähergekommen. Die ersten Schritte sind also gemacht. Leider kommt bei mir auch schon der erste Zweifel.
    Es ist nun so, daß sie eine recht konservative Sicht auf die Welt und auch auf das Leben, Partnerschaft etc. hat und auch politisch (CDU) engagiert ist. Ich dagegen kann mich da allerdings absolut nicht anschließen, ich habe einfach andere Ansichten und sehe auch das Thema 'Beziehung/Partnerschaft' freier, emanzipierter und progressiver als sie. (NB. das hat allerdings ganz und gar nichts mit Untreue/Fremdgehen... zu tun, treu zu sein und in einer gesunden, gleichberechtighten Beziehung zu leben kann ich mir wirklich gut vorstellen.)
    Ich weiß nun einfach nicht, ob diese Differenzen zum Problem werden können, wenn hier quasi zwei doch erkennbar verschiedene Welt- und Lebenssichten aufeinanderprallen oder ob sich das gemeinsam bewältigen läßt. Wie würdet Ihr das einschätzen? Gibt es jemanden, der damit Erfahrungen hat?
     
    #1
    musicus, 13 Mai 2009
  2. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher
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    Verlobt
    Hmm, bei gegebenem gegenseitigem Respekt...

    Ich selber bin auch eher linksliberal, ein Bekannter ist CDU-Politiker auf lokaler Ebene, und wir kommen trotzdem gut klar, auch bei politischen Diskussionen. Sein Standpunkt ist nämlich, dass es wichtig ist, verschiedenen Standpunkte zu haben und daraus Kompromisse zu finden - kein Einheitsbrei, kein "Durchsetzen", sondern befriedigende Kompromisse bei gegenseitigem Respekt.

    Mit einem Menschen mit dieser Grundeinstellung kann ich umgehen, auch wenn seine konkreten politischen Ansichten sich nicht immer mit meinen decken. Manchmal tun sie es ja sogar. Und wenn ich Dinge anders sehe als er, hört er sich das interessiert an und erlebt es auch als Bereicherung, um seinen Standpunkt zu erweitern.

    Auf so einer Basis würde auch eine Beziehung funktionieren. Wenn er dagegen seine Weltsicht als die einzig wahre sehen würde, würde eine Beziehung nicht klappen.

    ***

    Hilft dir dieses konkrete Beispiel aus meinem Leben ein bisschen bei deinen Überlegungen?
     
    #2
    Shiny Flame, 13 Mai 2009
  3. Ener123
    Ener123 (29)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Hi,

    auch wenn ich politisch sehr unerfahren bin und eher den Oi! Punk zugehörig bin, versteh ich diese Problematik nicht.

    Ich denke mal das es völlig falsch ist, wenn man sich bei einer Beziehung gedanken über die Politik macht. Liebe ist etwas, dass wohl weit über die Politik geht...Wenn man politisch diskutieren will sollte man in die Kneipe gehn, sich einer Partei anschließen und dort mitreden...aber doch nicht in einer Beziehung?:kopfschue

    Man stelle sich vor, dass jede Meinung des Partners wichtig wäre und alles Kontra bzw Pro eine Rolle spiele....Wie arm wäre die Welt dann...
    In dem sinne: PEACE! Schließt euch in die Arme und lebt gemeinsam..Mensch für Mensch, Nation für Nation, Religion für Religion etc etc....



    PS: Das ganze soll nicht heißen, dass ich nicht zur Wahl geh etc. Denn so würde ich dennen, die ich nicht will (NPD & Co) freien Lauf lassen...Und das wäre natürlich auch falsch :smile:
     
    #3
    Ener123, 13 Mai 2009
  4. musicus
    musicus (33)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    nun - den Respekt kann ich aufbringen, mir geht es bestimmt nicht darum eine Art Missionar für etwas zu sein - meine Meinung aufgeben möchte ich aber auch nicht, ich hoffe also mal, daß sich die Rücksicht auf Dauer auch bei ihr finden läßt. Danke also für deinen Bericht.

    Schön - das ist im Prinzip auch meine Hoffnung, nur ist mir eben nicht klar wie weit soetwas auf die Person und in ihr Leben mit einwirkt - deshalb auch meine Frage nach entsprechenden Erfahrungen

    auch wenns nicht besonders in die Tiefe geht: d'accord!

    vielleicht findet man sich ja doch irgendwie, ich hoffe...
    ebenso wie ich hoffen würde, daß man gemeinsam an ihrem konservativen Partnerschaftsbild ändern könnte
     
    #4
    musicus, 13 Mai 2009
  5. User 53095
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Probiers aus. Wie Flame schon sagt, wenn man sich gegenseitig und die Meinung des anderen respektiert und VORALLEM aus politischen Diskussionen keine Beziehungsdiskussionen macht, könnte es klappen. Deswegen von vorneherein eine Beziehung ausschließen würde ich nicht. Wer weiß, vielleicht könnt ihr ja auch einen gemeinsamen Nenner finden und euch annähern?

    Ich würds probieren. Wenns nicht klappt, erfährst du es noch früh genug. :zwinker: No risk, no fun.
     
    #5
    User 53095, 13 Mai 2009
  6. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Ob das bei dir funktionieren kann oder nicht, kann ich dir natürlich nicht sagen...
    Denn bei dir scheint es sich ja nicht nur um die reine politische Einstellung zu handeln, sondern auch um Differenzen in allgemeinen Einstellungen zur Gesellschaft und auch zum zukünftigen Leben (sie ist konservativ, auch was Familie betrifft und du offensichtlich nicht).


    Für mich persönlich käme eine Partnerin mit einer politischen Einstellung, die ich nicht mal wirklich tolerieren, geschweige denn akzeptieren kann, überhaupt nicht in Frage, weil das sicherlich zu großen Differenzen führen würde... (Dazu zähle ich z.B. Rechtsextremismus, aber auch eine ziemlich linke Einstellung - also alles, was deutlich linker als die SPD ist)

    Eine derartige politische Überzeugung inst meiner Meinung nach einfach eine grundlegend andere gesellschaftliche, Einstellung, mit der ich nicht zurecht käme. - Genau wie ich auch mit extrem religiösen Frauen nicht zurecht käme, da ich selbst absolut nichts von Religionen halte.

    Alles, was ich selbst wenigstens irgendwie akzeptieren kann (auch wenn ich anderer Meinung bin), käme durchaus in Frage. - Allerdings nur wenn sie meine Meinung ebenso akzeptieren kann.

    Schön wäre es, wenn wir zumindest in einigen wichtigen Punkten ähnliche oder sogar gleiche Meinungen hätten.

    Ganz wichtig wäre mich auch, dass sie sich zumindest ein wenig für die Politik interessiert. - Mit einer "Ist mir doch scheißegal, was die Politiker da machen" - Einstellung hätte ich wohl große Probleme.
     
    #6
    User 44981, 13 Mai 2009
  7. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Meine Eltern haben recht unterschiedliche politische Ansichten und sind seit 23 Jahren verheiratet.
    Meinem Liebsten und mir geht es seit einem Jahr nicht anders.
    Probieren geht über studieren.
     
    #7
    xoxo, 14 Mai 2009
  8. NikeGirl
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Kommt drauf an, wie krass die politischen Unterschiede sind. Ich könnte mit niemand zusammen sein, der rechtsradikal wäre, seine Ausländerfeindlichkeit offen demonstrieren und im Notfall sogar den Holocaust leugnen würde. Das wäre jetzt mal so das Extrembeispiel.
    Generell empfinde ich aber die politische Einstellung als etwas, worüber sich streiten lässt und wo jeder auch seine eigenen Ansichten haben kann und haben darf. Da gehört dann eben gegenseitiger Respekt und Akzeptanz dazu. Das funktioniert für mich solang, bis der andere versucht, mir seine Meinung aufzudrängen, bzw. mich da totdiskutieren will, um mich von seinen Ansichten zu überzeugen.
     
    #8
    NikeGirl, 14 Mai 2009
  9. Bärchen72
    Bärchen72 (44)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Meine Ex tendierte politisch zu einer Partei, die ich bisher noch nie gewählt habe, und wahrscheinlich auch in absehbarer Zeit nicht wählen werde. In unserer Beziehung waren unsere unterschiedlichen politischen Ansichten allerdings kein Problem. So lange es sich im demokratischen Spektrum bewegt, kann ich andere Meinungen auch bei meiner Partnerin oder guten Freunden akzeptieren.

    Es gibt ja selbst bei Politikern parteiübergreifende Ehen. Z.B. die liberale Politikerin Hildegard Hamm-Brücher war mit einem CSU-Mann verheiratet.
     
    #9
    Bärchen72, 14 Mai 2009
  10. alex-b-roxx
    0
    Politik wäre für mich, ebenso wie Religion kein Thema für eine Beziehung. Ich klammere diese absolut aus (insofern sich da nicht absolute Übereinstimmung findet), weil ich einfach finde, daß es reicht, wenn sich andere deswegen nicht mehr mögen.
     
    #10
    alex-b-roxx, 14 Mai 2009

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