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Wie zufrieden seid ihr mit den Medien in Deutschland?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Serge Bailmann, 30 November 2009.

  1. Damit meine ich jetzt allerdings jetzt nicht unbedingt so einen boulevardesken Tinnef wie BILD, RTL II News oder RTL Exklusiv. Wie das jeder halbwegs nachdenkende Mensch findet, kann ich mir schon denken.

    Mich würde eher interessieren, wie ihr die Arbeit von den sogenannten Qualitätsmedien beurteilt, also jene, die den Anspruch haben, investigativ, so gut es geht objektiv und kritisch zu berichten.

    Sprich: Spiegel (TV), Süddeutsche Zeitung, FAZ, Zapp, dpa, BILDblog, Die Zeit, Tagesschau, Nachrichten und Reportagen auf den öffentlich-rechtlichen, usw.

    Denkt ihr, dass die ihre Arbeit gut machen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum? Was könnte verbessert werden? Welche Themen sind eurer Meinung nach völlig unterrepräsentiert, welche überrepräsentiert?

    Schreibt mal was.
     
    #1
    Serge Bailmann, 30 November 2009
  2. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Es gibt gute und weniger gute Journalisten in TV und Presse. Bei vielen spürt man, dass sie "nicht anecken" wollen, brav und staatstreu schreiben/senden. Richtig gute, kritische Beiträge und Sendungen sind selten. Gut finde ich z.B. "Monitor" und "Frontal 21", auch "Spiegel TV". Bei den vielen Zeitungen kann ich das weniger einschätzen.
    Was ich kritisieren muss ist die übertriebene Dauerthema-Berichterstattung bei bestimmten Ereignissen wie dem Mauerfall-Jahrestag, dem Tod des Fußballers Enke oder bei Wahlen, bis das Thema plötzlich wieder verschwunden ist. Kritisieren muss ich auch die vielen Fehler, die z.B. über die DDR verbreitet werden, ohne sich vor Ort exakt zu informieren wie es wirklich war. Vielleicht ist das aber auch politisch gewollt, um von eigenen Problemen abzulenken. Beim MDR spüre ich z.B. ganz deutlich den CDU-Einfluss in den Redaktionen (und beim RBB den SPD-Einfluss), während sich z.B. die "Sächsische Zeitung" um Ausgewogenheit bemüht und seitenweise kritischste Leserbriefe abdruckt.
     
    #2
    ProxySurfer, 30 November 2009
  3. User 92848
    User 92848 (28)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Ohne jetzt viel schreiben zu wollen: Es hat mich ziemlich erschüttert, welchen Einfluß die Politik auf die Öffentlich-Rechtlichen hat, wie gerade die Brender-Diskussion zeigt. Ich hoffe ernsthaft, dass jemand klagt und dass man eine mehr verfassungskonforme Lösung findet.
     
    #3
    User 92848, 1 Dezember 2009
  4. User 29377
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Naja, allgemein bin ich wenig zufrieden.

    Zu oft diese ewig gleichen, abgedroschenen Themen, auf die sich alle wie die Aasgeier stürzen müssen. Dann aber oft genug wenig differenziert darüber berichten, sondern bloß die Thematik an sich mal wieder umwälzen.
    Oder man muss dringend mal wieder irgendwelche völlig offensichtlichen Dinge als die Erkenntnis des Jahrhunderts darstellen.
    Oder irgendein Sender, Magazin oder was auch immer findet mal wieder irgendein unfassbar tragisches Einzelbeispiel für *Katastrophe Ihrer Wahl hier einsetzen* und pauschalisiert es nach Belieben, macht aus einer Mücke einen Elefanten. Woraufhin die restlichen 345 Sender und deren Magazine sich wiederum auf das Thema einschießen, das ihnen in den restlichen Jahren offenbar unbekannt oder zu langweilig war, jetzt aber ohne näheren Grund und Anlass plötzlich unglaublich wichtig geworden ist .... man kann ja nicht als einziger erkennen, dass es völliger Schwachsinn ist ..... ääääh ich meine: man kann ja nicht als einziger das Volk über die unendliche Brisanz der vollkommen offensichtlichen und trivialen Thematik im Dunklen halten.

    Und dann ein paar so speziell nervige Angelegenheiten, die viele, viele gerne völlig grundlos aufgreifen. Wen interessierte z.B. bei den Tsunamis damals in Südostasien so richtig, dass da hundertausende Menschen gestorben sind? Wirklich wichtig war ja, dass auch 12 oder so deutsche Touristen darunter waren.
    Klar ist das für die Leute hier auch wichtig zu wissen, könnten ja ggf. Angehörige sein.
    Aber ich finde, dass in den Medien oft die Gesamtproblematik zu Gunsten einiger "spektakulärer" Details vollkommen absäuft.

    Nee, das ist mir alles in allem zu gekünstelt, aufgesetzt, unehrlich, marktschreierisch, sensationsgierig, am Thema vorbei, uneigenständig und heuchlerisch.

    Ich will nicht alles über einen Kamm scheren, sicher gibt es auch sehr gut recherchierte, objektive und wenig beeinflussende, eher berichtende Artikel. Aber so im Großen und Ganzen bleibt mir von der deutschen (Mainstream-) Medienlandschaft der oben beschriebene negative Eindruck.

    Gerade diese Sorte "alles-ist-scheiße"-Magazine pack ich gar nicht.
    Such lange genug, dann findest du zu allem, was du an den "Pranger" stellen willst, irgendwo ein, zwei Beispiele, wo es so läuft.
    Das erklärt man dann zur Regel und feuert damit die allgemeine Panikmache ordentlich an. Herzlichen Glückwunsch ...
    Schön und gut, dass man Missstände aufdecken will, aber diese Sorte "ich-muss-für-jede-Woche-genug-beschissene-Dinge-aufdecken"-Sensationsjournalismus finde ich einfach nur peinlich, teils an den Haaren herbeigezogen, übertrieben und vermutlich auch realitätsverzerrend.
    Kein Wunder, dass viele Menschen so negativ und voreingenommen durch die Welt rennen und sich ihre Eindrücke, Meinungen und Ansichten immer auf die schlimmste anzunehmende Situation beziehen.

    BILD dir unsere Meinung.



    Off-Topic:
    Wow. Was für ein sinnloser philosophischer Erguss :grin:
     
    #4
    User 29377, 1 Dezember 2009
  5. Trostlos
    Benutzer gesperrt
    29
    0
    1
    nicht angegeben
    Seid mal lieber froh über unsere öffentlich-rechtlichen. Wie alles Öffentliche in Deutschland wird das von der einen oder anderen Partei kontrolliert (indem dort entsprechendes Personal "eingesetzt" wird). Dieses Personal hat dann jedoch relativ goße Freiheit. Die redaktionelle Freiheit deutscher öffentlicher Sender wird international und von allen Privaten in Deutschland sehr bewundert.
    Diese "Wie es wirklich war..." Diskussion kann ich eigentlich zu keinem Thema nachvollziehen. Wie es war ist eigentlich hinlänglich bekannt. Der Aufwand irgendwas zu verdrehen lohnt sich kaum, da es schon nach kurzer Zeit ohnehin niemanden mehr interessiert.
     
    #5
    Trostlos, 1 Dezember 2009
  6. Lenny84
    Gast
    0
    Ich denke, es gibt gut und weniger gute Berichte in den oben genannten Magazinen. Wobei ich mich frage, was der BILDblog dort zu suchen hat. Es gibt nichts Uninteressanteres als sich darüber aufzuregen, was Deutschlands Boulevard-Blatt schreibt - das ist Kindergarten.
     
    #6
    Lenny84, 1 Dezember 2009
  7. CCFly
    CCFly (36)
    live und direkt
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    Verheiratet
    die nachrichten sind ok, solange sie auf keinem privatsender laufen und da der knüller des tages ist, dass britney spears mit 2 promille und zugekokst in die klinik eingeliefert wurde. sowas interessiert mich nen dreck. lieber tagesschau oder heute.
    zeitung les ich wenig, nur mal die nürnberger nachrichten, wenn ich bei meinen eltern bin.
     
    #7
    CCFly, 1 Dezember 2009
  8. Strider
    Strider (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Im Grunde richtig, aber andererseits finde ich es gut, daß die BILDblog-Schreiber auch die Methoden des Blatts etwas näher unter die Lupe nehmen. Die Arbeit hat also schon auch etwas aufklärerisches. Was andererseits auch nicht viel bringt, weil die BILDblog-Leser der BILD ohnehin kritisch gegenüberstehen.
     
    #8
    Strider, 1 Dezember 2009
  9. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Ich arbeite für ein Medium in Deutschland und bin nicht so zufrieden mit der Strebung nach Objektivität, denn zu harte Versuche schlagen fhel, und mit der Auswahl der Informationen, die an den Leser weitergeben werden. Feuilleton finde ich generell unterbewertet.
     
    #9
    xoxo, 1 Dezember 2009
  10. Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Ich suche mir meine Informationen lieber online, da hab ich weniger das Gefühl, dass sie von der Politik geleitet werden. Gerade von solchen Formaten wie "Frontal 21" bin ich z.B. zu sehr enttäuscht worden. Wenn die sich mal mit einem Thema befassen, von dem man selbst etwas mehr Ahnung hat und welches vielleicht nicht gerade der Liebling der Politik ist, dann wird man mal sehen, was für krassen Fehler die machen.

    Im Fernseh schau ich eigentlich nur ab und an SternTV, die haben ab und an ganz interessante Dinge. Ansonsten bleib ich bei den online Medien.
     
    #10
    Subway, 1 Dezember 2009
  11. Von wem?
     
    #11
    Serge Bailmann, 1 Dezember 2009
  12. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Du scheinst es nicht zu frequentieren. Denn die Kritik geht mittlerweile über BILD hinaus. Dass dieses Schmierblatt immer noch eine große Rolle einnimmt, ist dem Umstand geschuldet, dass es schlichtweg BILD ist (wie zum Beispiel bei diesem Gafron-"Kommentar" - ich weiß nicht, was Demjanjuk getan hat und was davon freiwillig war; woher Gafron das "weiß", bleibt sein Geheimnis - hat sein Vater vielleicht mit Demjanjuk in Sobibor zusammen gearbeitet?). Aber auch SpOn, TZ, Express oder auch die Agenturen sind bei denen auf der Roten Liste.
    Aber noch 'ne Nummer wertvoller als das Bildblog finde ich eigentlich das Blog von Bildblogger Stefan Niggemeier, weil er noch ein paar Ecken weiter denkt. Zum Beispiel bei der Berichterstattung um Robert Enke oder dieses ominös-dubiose 50-Auto-Gewinnspiel.

    Zur Sache: Die Qualität des deutschen Journalismus hat, finde ich, deutlich nachgelassen. Vor allem, dass das Internet nicht als Bereicherung, sondern als Bedrohung empfunden wird, zeigt, dass sich die Journalisten - wie zuvor Politiker - weit von ihrer "Zielgruppe" entfernt haben. Wie war denn das beispielsweise mit der öffentlichen Aufarbeitung der Kundus-Bombardierung? Die Presse hat die Aussagen des Bundesverteidigungsministeriums hingenommen. Und warum? Weil jeder, der die Eier zum Aufbegehr besessen hätte, seinen Status als "Embedded Journalist" in Afghanistan verloren hätte. Statt dessen werden Skandale gewittert, wo keine sind, es wird aufgebauscht und banalisiert. Aber es gibt praktisch keine kritische Auseinandersetzung unter Benutzung des gesunden Menschenverstandes mehr. Gerade jetzt zum Thema SWIFT müssten eigentlich sämtliche Medien auf die Barrikaden gehen, dass die CIA die Daten bekommt, wenn Oma Luise ihrer Enkelin 100 Euro als Geschenk überweist. Doch was ist? Die einzige Empörung stammt von Heise...
     
    #12
    User 76250, 1 Dezember 2009
  13. many--
    many-- (32)
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    Zur deutschen Medienlandschaft fällt mir immer nur der Vergleich zur BBC ein, und dann weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Naja, BBC History vs. ARD-Telenovela proudly bezahlt with meine GEZ-Gebühren... ok, vermutlich doch weinen.
     
    #13
    many--, 1 Dezember 2009
  14. ülpentülp
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    Off-Topic:
    es gibt keine GEZ-Gebühren. :schuettel:
     
    #14
    ülpentülp, 1 Dezember 2009
  15. MrShelby
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    Man kann sich auch anstellen. So gesehen gibt es "Hartz IV" als Leistung auch nicht, da es offiziell ALG II genannt wird. Da "GEZ-Gebühren" als Begriff in der Bevölkerung wohl jedem was sagen dürfte, müssen wir hier keine Haare spalten.

    Was mich sehr enttäuscht hat, war der Wunsch vieler Journalisten, während der 2. Amtszeit von Rot-Grün Schwarz-Gelb herbeischreiben zu wollen. Selbst den Versuch der Neutralität habe ich kaum noch wahrgenommen.

    Der "Fall Brender" war auch medial sehr kurios: Gerne wurde gesagt, dass Brender bleiben soll, da er ein unabhängiger Journalist sei, und Unabhängigkeit eine Art Gütesiegel des guten Journalismus sei. Schaut man sich viele Berichte zu diesem Fall an, ist das eher ein einseitiger Werbefeldzug für Brender, der Lobbyismus in eigener Sache sehr Nahe kommt. Nach dem Motto: Wir Journalisten als Kämpfer für das Gute gegen die böse Politik...
    Dabei wird gerne ignoriert, dass die eine Stimme von Roland Koch für sich keinen Einfluss gehabt hätte. Es waren letztlich genug Gegenstimmen vorhanden, um Brenders Vertrag nicht zu verlängern. Er hatte einfach keine Stimmenmehrheit... Hieraus wird sowas gemacht wie: Demokratische Regeln (Mehrheitsprinzip!) muss man nicht so genau nehmen...Brender soll trotzdem bleiben, auch ohne Mehrheit. Und dieser Lobbyismus nennt sich dann auch noch "seriöse Berichterstattung" :ratlos:
     
    #15
    MrShelby, 1 Dezember 2009
  16. ProxySurfer
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    Ok, das ist deine Meinung. Dann nenne mir doch aber bitte auch positive Beispiele für guten, aber kritischen, investigativen Journalismus. Ich finde nicht, dass "Frontal 21" Panikmache ist. Alle dort kritisierten Probleme haben sich als wahrheitsgemäß herausgestellt. Besser als Probleme zu verschweigen, wie wir es in der DDR hatten.
     
    #16
    ProxySurfer, 1 Dezember 2009
  17. User 15352
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    Hier ist der Versuch, Information an den Leser weiterzugeben, wirklich fehlgeschlagen :ratlos:...
     
    #17
    User 15352, 1 Dezember 2009
  18. ülpentülp
    0
    Off-Topic:

    das ist imho keine haarspalterei ... sondern ein "eingefahrener" und dummer fehler. nur, weil es viele falsch sagen, wird es ja nicht richtiger. was soll denn eine gebühreneinzugszentralegebühr bitte sein??
    (siehe DIN-Norm :tongue: )


    äpfel mit birnen vergleichen bringt auch nix - hier wurde ein ersatzbegriff "geschaffen".

    nix für ungut. :zwinker:
     
    #18
    ülpentülp, 1 Dezember 2009
  19. objekt.f
    objekt.f (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    4
    Single
    Also gerade diese Sendungen finde ich wahnsinnig reisserisch. Knapp über Galileo Niveau :rolleyes:
     
    #19
    objekt.f, 2 Dezember 2009

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