Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Wieder allein, oder doch nicht?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Andariel, 25 August 2008.

  1. Andariel
    Verbringt hier viel Zeit
    109
    101
    0
    Single
    Hi,
    ich hatte ja schonmal von meiner Affäre mit einem verheirateten Mann erzählt. Auch, das er dann seine Frau verlassen hat und zu mir gezogen ist.
    Naja, jetzt haben wir etwas länger als ein Jahr zusammengelebt. Scheiden lassen, hat er sich am Ende nicht. Seiner Tochter ging es in dem Jahr nicht sehr gut. Sie hat sich 20 kilo angefressen und sich fast sömtliche Haare vom Kopf gerissen. Ich hab ihm gesagt, er soll öfter hinfahren und doch mal was anderes unternehmen als Fernsehen und Videospiele. Hat er nie gemacht.

    Tja, und eines tages während seines Urlaubs hat er, während ich auf arbeit war, seine sämtliche Klamotten aus meiner (unserer gemeinsam aufgebauten) Wohnung zurückgeschafft und mich am Abend weinend empfangen um mir zu sagen, das er jetzt geht und nicht mehr wieder kommt.
    Meine Welt lag in Scherben... Er sagte, er würde meine Telenummern löschen und hatte mir schon den Schlüssel wieder gegeben. Ich konnte ihn überreden den Schlüssel wieder mitzunehmen und meine Handynummer nicht zu löschen.
    Einen Tag später wollte ich ihm schreiben, er sagte nur, das er das Handy aus macht.
    Wieder drei Tage später, einen Tag nach meinem Geburtstag, bekam ich aber von ihm eine Simse, in der er mir nachträglich gratulierte. Er erzählte, wie schlecht es ihm ginge, das er nur am weinen wäre und mich noch immer lieben würde.

    Eine Woche verging (Kam mir vor wie Monate) in der ich mir 5 kilo runterhungerte. Wir simsten uns selten. Eines Abends fragte er mich, ob ich ihn nicht auf Arbeite mal besuchen kommen möchte. Ich willigte ein. Wir hatten an dem Tag ein paar Stunden, die aber meistens voller Tränen waren. Er sagte, das er sehr unglücklich bei seinem alten Leben wäre, das er mich vermisst. Aber seiner Tochter schien es wieder besser zu gehen, die Haare wuchsen schon wieder, sie hatte wohl neuen Lebensmut gefasst und sie hatte versprochen, das sie sich die Haare nicht mehr rausreißt (hat sie schon öfter versprochen...).

    In den weiteren Wochen besuchte ich ihn an den Wochenenden immer für ein paar Stunden auf Arbeit. Er sagte das ich ihm sehr fehle und er zurück möchte zu mir. Seine Tochter hatte sich wieder die Haare rausgerissen und wäre schon wieder so zickig und egoistisch wie früher. Es hatte sich also nichts geändert. Die freude über den Papa war bald vorbei, denn immerhin mussten die 20 Kilo wieder runter. Das heißt sport treiben und keinen Süßkram und fettes Essen mehr, und das bei einem faulen, verzogenem Einzelkind...

    Gestern hatten wir unseren ersten gemeinsamen Tag wieder zusammen. Wir waren in Hamburg im Tierpark. Es war wieder wie früher, wunderschön. Er hatte natürlich zu Hause gesagt, das er alleine Fährt. Naja, und am Abend kam der böse Abschied und es war wieder wie ganz früher, als ich seine heimliche Affäre war.

    Tja, ich habe ihm gestern abend gesagt, das ich zwar auf ihn warte, aber wenn ich merke, das es wieder eine endlosschleife wird, das ich dann gehen werde und zwar dahin, wo ich ein neues Leben anfangen kann, vielleicht auch ins Ausland. Er weinte, und sagte, das das für ihn sehr schrecklich wäre. Ich sagte ihm, er solle bald wiederkommen, seine Tochter wird sich nicht mehr ändern. Und wenn sie in ein paar jahren vielleicht doch mal ihr eigenes Leben lebt, wird er mit seiner Ehefrau (mit der er überhaupt nichts mehr zu tun haben will, sie darf ihn nicht mal anfassen, und das obwohl sie ihn noch liebt) im Haus sitzen bleiben, aber dann werde ich nicht mehr da sein.

    Entschuldigt diesen Roman, aber kürzer gings nicht.
    Was soll ich nun tun? Wir lieben uns beide fürchterlich. Ich weiß einfach nicht weiter. Ich will ihn nicht aufgeben...
     
    #1
    Andariel, 25 August 2008
  2. Kierke
    Kierke (36)
    Verbringt hier viel Zeit
    198
    103
    7
    vergeben und glücklich
    Hallo Andariel,

    entschuldige, aber wenn ein Kind sich die Haare ausreißt und übermäßig isst, klingt das für mich nach ernsthaften Problemen. Auch wenn die Probleme anhalten, nachdem der Vater (unglücklich) wieder zurück gekommen ist. Zickereien und Egoismus würde ich nur als weitere Anzeichen werten, dass da ein wirkliches Problem besteht. Dem Kind geht es offensichtlich nicht gut, das hat mit "verzogenenem Einzelkind" meiner Meinung nach erstmal gar nichts zu tun. Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass sie einfach weil sie abnehmen und Sport treiben soll, sozusagen wieder aus Trotz anfängt, ihre Haare auszureißen.

    Ist das Kind in psychologischer Behandlung? Haben die Eltern etwas an ihrem Umgang geändert, finden Gespräche statt, gibt es irgendeine Hilfe für sie? Wie alt ist das Mädchen eigentlich?

    Statt Hals über Kopf zurück zu kehren in eine Beziehung, die er gar nicht mehr möchte, hätte er seiner Tochter helfen müssen, die Trennung zu verarbeiten. Er müsste ihr zeigen, dass sie sich einerseits damit abfinden muss, er aber andererseits weiterhin ihr Vater bleibt und für sie da ist. Insofern hätte er deinen Rat öfter zu seiner Tochter zu fahren und mehr mit ihr zu unternehmen unbedingt annehmen sollen.
    Ich habe die Befürchtung, dass die Tochter nun für seine Misere mit verantwortlich gemacht wird, da ich das auch bei dir rauslese. Es ist aber seine Entscheidung, was er mit seinem Leben anfängt - und es hätte meiner Meinung nach weit bessere Wege gegeben als den, den er eingeschlagen hat.
    Wenn er sich von seiner Frau nicht einmal anfassen lassen möchte und keine Gefühle für sie hat, hat er schlichtweg was sein Leben betrifft die falsche Entscheidung getroffen und tut damit seiner Tochter auch keinen Gefallen. Natürlich wird sie mitbekommen, dass bei weitem nicht alles so ist wie "früher" und ihr Vater unglücklich ist. Und wie wird es ihr gehen, wenn er wieder geht? Er ist einmal zurück gekommen, ihr dann deutlich zu machen, dass er nicht zurückkehrt, wird noch ungleich schwieriger werden.
    Du schreibst, dass du ihm gesagt hast, seine Tochter würde sich nicht mehr ändern. Was soll das bedeuten? Soll er sie aufgeben, weil es sowieso keinen Sinn hat? Er ist ihr Vater, er trägt die Verantwortung für dieses Kind, viel mehr als für dich, entschuldige.

    Ich denke zwar, dass es nicht gut ist, wenn er bei seiner Frau bleibt, eben aus den beschriebenen Gründen. Aber er muss sich intensiv um seine Tochter kümmern und ihr helfen, sie braucht psychologische Hilfe und Gespräche - sich die Haare auszureißen ist selbstverletzendes Verhalten und zeigt keine Trotzreaktion, sondern ist ein absolutes Alarmsignal.

    Bitte mach dir bewusst, dass es sich um ein Kind handelt. Sie ist bestimmt dir gegenüber nicht gerade freundlich gesinnt und mag auch gemein werden - sie mag richtig mies sein, aber es ist ein Kind. Was sie sieht ist nur, dass du ihren Vater weggenommen und ihre Familie kaputt gemacht hast, weil sie nicht begreift, dass die Probleme schon vor dir da waren und es nie dazu gekommen wäre, wenn die Beziehung stabil und gut gewesen wäre.
    Das kann sie aber nicht wissen, sie ist ein Kind, sie wütet emotional gegen den Menschen, zu dem sie keine so enge Bindung hat, wie zu Mutter und Vater. Ihr Egoismus, ihre Zickereien, das Haare ausreißen. Wenn du irgendwie kannst, dann hilf ihr.

    Ich denke du solltest dich mit ihrem Vater zusammen setzen und nicht nur diskutieren, was aus eurer Beziehung wird, sondern auch was seine Tochter braucht. Besonders wenn sie noch nicht in psychologischer Behandlung ist, bitte rate ihm das an - du kannst ihm anbieten ihm zu helfen, sich über diese Symptome klug zu machen und eine gute Therapie für das Mädchen zu finden.
    Das Kind muss lernen, mit der Situation zu leben - wenn es so ist, wie du es beschreibst, dann ist es klüger für ihn zurück zu gehen. Aber er muss versuchen sich seinem Kind zu erklären und er muss ihm beiseite stehen. Und du solltest wiederum ihn unterstützen, damit er das kann.
    Es klingt außerdem danach, dass die Trennung der Eltern nicht das einzige Problem des Kindes ist - ich weiß nicht, wie die Mutter damit umgeht, ob das Mädchen sich Geschimpfe über seinen Vater anhören muss - ich weiß auch nicht, was da ansonsten im Umgang im Argen liegen mag. Was immer sie dazu bringt, sich die Haare komplett auszureißen, ist auf jeden Fall ernst zu nehmen und zu bearbeiten.

    Liebe Grüße
     
    #2
    Kierke, 25 August 2008
  3. Andariel
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    109
    101
    0
    Single
    Hallo Kierke,
    du bist wirklich klug, du scheinst Menschen sehr gut einschätzen zu können was?
    Also erstmal, ja, das Mädchen (sie ist übrigens 14 Jahre geworden) ist in psychologischer Behandlung. Naja, sie war es seit 2 einhalb Jahren. Die Kassen übernehmen die Sitzungen nicht mehr, daher ist die Therapie beendet. Mein Freund sagte mir, das sie versuchen möchten, die Therapie zu verlängern, denn es ist eindeutig, das die Kleine nicht stabil ist.
    Ich habe ihm angeboten ihm zu helfen. Wir haben viel über seine Tochter geredet. Ich hab ihm gesagt, das sie eine Beschäftigung braucht, etwas, was ihr Spaß macht, wo sie sich selbst verwirklichen kann. Ich hab ne Reitbeteiligung vorgeschlagen. Da lernt sie Verantwortung zu übernehmen, bewegt sich und hat Spaß. Mein Freund meinte, dafür ist sie zu faul, das macht sie ein oder zweimal und dann nicht mehr. Dann hab ich ihm gesagt, er könnte sowas wie n Ferienjob für sie suchen. Ich habe als Kind auch bei einem Bekannten in der Zoohandlung die Tiere versorgt (unentgeltlich!). Die Idee fand er toll, hat sich aber bis jetzt nicht weiter damit beschäftigt. Ich glaube langsam er hat auch nicht wirklich die Lust sich mit seiner nörgelnden Tochter rumzuärgern. Er drängt sie zwar oft mit Hausarbeit und ab und zu Radfahren aber das hat in den letzten 2 Wochen auch abgenommen.

    Ich habe ihn heute in der Mittagspause kurz besucht und ihn gefragt, ob er irgendeinen "Plan" hat, wie er sich sein Leben vorstellt und wie es weitergehen soll. Er sagte, das er sich mit seiner Frau unterhalten hat, und sie meinte, das sie irgendwann ihre Sachen packen würde und gehen würde, das sie so nicht leben möchte. Ob sie es tut, ist fraglich. Was soll ich davon halten?
    Dann habe ich ihm vorgeschlagen, das sich die drei einfach mal zusammensetzen und darüber reden. Er wollte es machen, ob er wirklich tut, weiß ich nicht. Er geht Problemen meist lieber aus dem Weg.
     
    #3
    Andariel, 25 August 2008

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - allein
Maria.J
Beziehung & Partnerschaft Forum
16 Juli 2016
10 Antworten
zipfelmuetze
Beziehung & Partnerschaft Forum
17 November 2015
16 Antworten
Martin130497
Beziehung & Partnerschaft Forum
31 Oktober 2015
55 Antworten
Test