Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Wieder anfangen zu vertrauen?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von LiLaLotta, 14 Januar 2009.

  1. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
    Sehr bekannt hier
    3.686
    168
    335
    vergeben und glücklich
    Hey Leute...
    Ich hätte nie damit gerechnet, aber vor einigen Tagen ist das passiert, was ich mir die ganzen letzten Monate gewünscht habe: Dass mein Exfreund merkt, dass er mich doch noch liebt und dass er einen Fehler gemacht hat, als er mich verließ.
    Wir hatten einen wunderschönen Nachmittag, er war genau wie früher, sah mich so an wie früher, redete wie früher...er meldete sich danach auch total oft, rief an usw. Das Problem: Ich glaube ihm kein Wort :kopfschue
    Das weiß er. Ich muss voll oft weinen, egal wo wir sind, dieses Misstrauen macht mich fertig. Ich will ihm noch eine Chance geben, weil ich nie aufgehört habe, ihn zu lieben. Aber ich kann ihm einfach nicht glauben, dass er es auch morgen noch so meint.
    Ich bin der einzige Mensch auf dieser Welt, der ihn wirklich liebt, auch das weiß er. Und vielleicht ist nur das der Grund, wieso er mit mir zusammen sein will? Es geht ihm seit Monaten nicht gut, er überfordert sich und meinte, er hätte seit Sommer nicht mehr entspannt, er würde an nichts mehr Freude haben und kommt mit sich selber nicht klar. Liegt es da nicht nahe, dass er sich erhofft, dass ich ihn da rausholen kann? Ist das vielleicht alles, was er von mir will?

    Mich macht das alles total fertig, ich will für ihn da sein, ihm helfen und natürlich auch mit ihm zusammen sein, aber vor allem ihm glauben...aber was sollen ich oder er tun, damit ich letzteres kann? Ich hab so Angst, dass ich ihn mit meinem Rumgeweine überfordere und er sich wieder von mir abwendet, weil er denkt, dass es eh sinnlos ist, weil er alles kaputt gemacht hat? :kopfschue Womit er vielleicht sogar teilweise Recht hat...

    Kennt jemand so eine Situation? Was kann ich selber denn sagen oder machen, um Sicherheit zu haben?
     
    #1
    LiLaLotta, 14 Januar 2009
  2. Gara
    Verbringt hier viel Zeit
    30
    91
    0
    vergeben und glücklich
    :smile:

    Auch wenn es nur eine Kleinigkeit war die einem sehr sehr wichtig war und genau das missbraucht wurde ist es vorbei mit Vertrauen.Vorallem wenn man denkt das alles in Ordnung ist und dann angelogen wird.Ich kann dir da leider keinen Rat geben, weil ich selber etwas damit zu kämpfen habe was das Thema Vertrauen angeht.Ich glaube da trifft dieser Satz "fangen wir von Neuem an" genau zu.Von Neuem anfangen ihm zu vertrauen usw.Aber ob das bei dir klappen wird wenn du so verletzt bist,weinen musst,nicht richtig mit ihm drüber reden kannst? Meistens hat es keinen Sinn mehr da einen immer wieder die Vergangenheit einholt.
     
    #2
    Gara, 14 Januar 2009
  3. User 35990
    User 35990 (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    311
    103
    8
    Verheiratet
    Rede mit ihm ganz offen (möglichst ohne großes Tränenmeer) und vorallem nehmt euch beide Zeit. Man kann gebrochenes Vertrauen net einfach so flicken wie einen Knochenbruch.
    Unternehmt wieder mehr miteinander ohne die Prämisse : wir müssen unbedingt wieder zusammen kommen wir lieben uns ja so und so weiter und sofort.
    Versucht erstmal so allgemein wieder eine Bindung aufzubauen. Wirds besser mit deinem Vertrauen schön, dann kann das Thema Beziehung wieder in Angriff genommen werden, wenn nicht ist das eben so und du musst deine Konsequenz daraus ziehen. Wenn er dir diese Zeit nicht lässt, ist er es nicht wert und wird dich früher oder später wieder verletzen.
    Du kannst auch ohne Beziehung für ihn da sein und ihm so gut es geht helfen. Vielleicht wäre es wirklich wichtig ihn erstmal aus seinem Loch zu holen und dann zu gucken, wenn es wieder besser geht ob eine Beziehung Sinn macht.
    Manchmal ist das Bewusstsein, dass man einen Menschen über alles liebt, einfach nicht genug.
     
    #3
    User 35990, 14 Januar 2009
  4. Gara
    Verbringt hier viel Zeit
    30
    91
    0
    vergeben und glücklich
    "Manchmal ist das Bewusstsein, dass man einen Menschen über alles liebt, einfach nicht genug."

    Das gefällt mir!
     
    #4
    Gara, 14 Januar 2009
  5. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
    3.686
    168
    335
    vergeben und glücklich
    Das würde ich wirklich gerne, ich weiß nur nicht wie...

    Mir ist allerdings jetzt schlagartig klar geworden, dass es keinen Sinn macht, immer wieder mit ihm darüber zu reden und immer wieder die Vergangenheit zum Thema zu machen...Ich glaube, wirklich helfen würden uns schöne und unbefangene Momente. Alle Worte dieser Welt können nicht so viel wiegen wie schöne Erlebnisse...

    Das ist es, was ich will.
    Denn im Prinzip hat man auch bei anderen Menschen niemals eine Garantie, dass sie einen nicht irgendwann enttäuschen...
     
    #5
    LiLaLotta, 14 Januar 2009
  6. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.204
    121
    1
    vergeben und glücklich
    Meine Erfahrung in so einer Sache ist einfach, dass es sich nicht auszahlt. Ich hab meinem Ex auch hinterhergetrauert und wir waren dann auch wieder zusammen - für einige Monate (Fernbeziehung) und letztlich hat er erst wegen einer anderen schluss gemacht.
    Nein, ich würd einem Ex keine zweite Chance geben. Egal wie verliebt ich war/ bin...
     
    #6
    Kiya_17, 14 Januar 2009
  7. Samaire
    Verbringt hier viel Zeit
    3.555
    123
    19
    nicht angegeben
    Ich kenne diese Situation und im Grunde genommen ist es ganz einfach: entweder, das Vertrauen kommt von alleine wieder, irgendwann. Oder eben nicht. Ist letzteres der Fall, ist eine Trennung unumgänglich. Hauptregel bei diesem "Prozess" bzw. dieser "Rückkehr zum Vertrauen": sich selber gegenüber ehrlich sein. Bevor man alles hinterfragt, sich überall reinsteigert, rumheult, alles überinterpretiert, hinterherspioniert, aushorcht, klammert, eifersüchtelt etc. pp. (was es eben sonst noch so für Möglichkeiten gibt), soll man sich besser trennen.

    Ich wüsste nicht, was ein Gespräch mit ihm bringen sollte. Das musst du mit dir selbst ausmachen. Weil eben: entweder du entscheidest dich, ihm wieder zu vertrauen, dann ist gut. Oder du entscheidest dich, es nicht zu tun bzw. bringst es nicht fertig. Dann kann er daran auch nichts ausrichten, Vertrauen kann man nicht erzwingen und auch nur sehr bedingt beeinflussen, das ist irgendwann da oder es ist eben nicht da. Man kann es brechen, ja, aber als quasi Aussenstehender bei einer anderen Person herstellen, nein, das geht nicht.

    Ich bin kein Mensch, der leicht vertraut, ganz und gar nicht. Trotzdem habe ich meinem Freund nach einem groben Vertrauensbruch inkl. Trennung relativ zügig verziehen und auch relativ zügig wieder vertraut. In den 2.5 Jahren seit dieser "Wiedervereinigung" gab es ein paar wenige schwache Momente, kurze Augenblicke, in denen ich nicht sicher war, ob ich ihm wirklich vertrauen konnte, kurzfristig sicher war, dass er mich anlügt - aber so schnell, wie diese Gedanken gekommen sind, sind sie auch wieder verschwunden und keiner dieser "Mini-Zweifel" war so gravierend und fiel so sehr ins Gewicht, dass ich ihn, seine und meine Liebe oder unsere Beziehung ernsthaft und dauerhaft angezweifelt hätte (ich zweifle sonst oft, aber das hat andere Gründe und nichts mit mangelndem Vertrauen zu tun). Eins muss man sich einfach klar machen: wenn man verzeihen will, dann ganz bzw. sicher so, dass der andere einem nichts anmerkt (was langfristig aber eh nicht funktioniert, also bleibt nur Variante 1). Kann man das nicht, lässt man es besser bleiben.

    Wenn du deinem (Wieder?-)Freund nicht glauben kannst und/oder willst und davon ausgehst, dass sich das nicht so schnell ändern wird, dann lass es besser gleich bleiben mit einem Neustart. Und sonst probier es aus, aber eben, siehe Absatz 1.

    Übrigens: neu anfangen kann man mit jemandem, mit dem man zusammen war, nie. Schon gar nicht, wenn der eine das Vertrauen des anderen gebrochen hat. Was man bereits gemeinsam erlebt hat, ist und bleibt in der Erinnerung und hat einen geprägt, das kann man drehen und wenden, wie und so oft man will. Aber wie man damit umgehen kann und will, das ist das Entscheidende. Wenn du glaubst, du könntest komplett von null anfangen, dann vergiss das gleich wieder - keine Chance. An und für sich müsstest du das bereits selbst erkannt haben, sonst wäre dir alles, was vorgefallen ist, bereits schnurzegal und es wäre vergessen und kein Thema mehr...
     
    #7
    Samaire, 14 Januar 2009
  8. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
    3.686
    168
    335
    vergeben und glücklich
    Damit schließt du aber die Möglichkeit aus, dass Menschen sich wirklich ändern können. Wenn du etwas wirklich bereuen würdest und jemanden wirklich zurück haben möchtest...würdest du dir keine zweite Chance wünschen?

    Genau das ist es, was mir heute aufgegangen ist. Ganz oder gar nicht. Und ich glaube, ich entschließe mich gerade dazu, es zu versuchen.
     
    #8
    LiLaLotta, 14 Januar 2009
  9. Gara
    Verbringt hier viel Zeit
    30
    91
    0
    vergeben und glücklich
    Du musst selbst mit allem abschließen, red mit ihm über deine Ängste usw und wenn du von vorne anfangen möchtest dann solltest du auch alles vergessen was davor war, ihn nicht beim nächsten Streit mit alten geschichten konfrontieren (was meine Spezialität ist :engel: ).
     
    #9
    Gara, 14 Januar 2009
  10. User 36171
    Beiträge füllen Bücher
    1.879
    248
    957
    Verheiratet
    Ich hab mir ein bisschen deine alten Threads durchgelesen.
    Und hab meinen Freund darin ein bisschen wiedergefunden.
    Sorry, wenn der Text etwas off-topic wird.

    Unsere Situation (letzten Sommer) war teilweise ähnlich.
    Er hatte Stress in der Uni, mochte sein Studium nicht mehr, hatte zu ein paar Freunden weniger Kontakt wie zuvor, hatte Probleme mit der Familie, wollte ausziehen und konnte nicht. etc. etc.
    Er wusste nicht mehr, wo ihm der Kopf stand. Wusste gar nichts mehr. Wusste nicht mehr, ob er mich noch liebt. Ob er die Beziehung will. Was er überhaupt will.

    Auch ich habe ihn weinen sehn, wie noch nie jemanden zuvor. Ich war geschockt, wie fertig er war.
    Und was die Situation beinahe aus unserer Beziehung gemacht hätte.

    Er sagt, er hätte manchmal - sehr selten - auch noch zweifelnde Momente. Doch so wie er sie beschrieben hat, scheinen diese Momente mir viel gewöhnlicher als er selbst denkt. Solche Gedanken hat jeder Mal, sogar ich, und das obwohl ich wirklich weiß, dass ich ihn unwahrscheinlich liebe.
    Vielleicht hatte er Angst, diese Momente würden das Ende der Beziehung "voraussagen". Vielleicht hat er selbst von sich zu viel erwartet, und ich von ihm. Eine Beziehung ist nicht perfekt, nie. Auch aus diesem Glauben heraus wurden viele unserer Probleme geboren.

    Ich schweife ab.
    Also ich kann dir natürlich nicht sagen, was richtig wäre, aber ich kann verstehen, wenn du es nochmal probieren willst.

    Aber: Es ist wichtig, dass er aus dem Loch rauskommt. Sehr, sehr wichtig! Denn nur dann kann er einen klaren Kopf fassen und dann wird er ganz genau wissen, wie er zu dir steht.
    Holt euch Hilfe, wenn nötig. Durchstöbere das Internet, vielleicht helfen Bücher oder Erfahrungsberichte.
    Wichtig ist, dass er sich auch damit befasst.
    Es muss ihm besser gehen. Er muss da raus.
    Da es ihm aber schon länger schlecht geht, wird das nicht sofort gehn. Es braucht Geduld. Bei meinem Freund war es ein langer Prozess, aber irgendwann ging es immer weiter aufwärts. :smile:

    Zum Vertrauen.
    Ich muss manchmal noch ganz schön schlucken, wenn ich die Zeiten zurückdenke...
    Ohje.
    Die Sachen, die er gesagt hat. Seine Gefühlskälte. Immer diese Angst, dass es gleich wieder vorbei ist. Aus der Traum.
    Ich werde es nie vergessen können. Nie. Nie. Nie.
    Und es tut weh, wenn ich daran denke.
    Aber ich hatte Glück. Wir haben es geschafft - bisher - die Beziehung aufrecht zu erhalten und daher ist es okay für mich.
    Ich bin nicht böse. Ich bereue nichts. Es mindert mein Vertrauen nicht (mehr!).

    Es gibt Dinge, an die man in jeder Beziehung mit schlechten Gefühlen (welcher Art auch immer) zurückdenkt. Sie gehören dazu.
    Es gibt keine Beziehung, die frei davon ist.

    Du kannst dir nicht von heute auf morgen sicher sein mit ihm und ihm wieder vollkommen vertrauen. Es dauert.
    Du musst entscheiden, ob du diese Zeit (und damit Kraft) geben kannst und willst.

    Das bedeutet natürlich auch, dass du verletzt werden kannst. Und es kann höllisch sein. Und ich glaube auch, dass diese dauernde Hin- und Her einen Menschen kaputt machen kann, ihn auf Dauer schädigen kann. Hier ist natürlich Vorsicht angebracht.
    Vergiss niemals, an dich zu denken.

    Aber wenn es klappt, dann wirst du ihm irgendwann wieder vertrauen können, da glaube ich dran.

    Ich wünsche Dir alles Gute, wie immer du dich entscheidest und wie es auch ausgeht.
     
    #10
    User 36171, 14 Januar 2009
  11. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.204
    121
    1
    vergeben und glücklich
    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass sich die Menschen langfristig nicht ändern. Kurz ja, aber nicht lange.
    Wenn ich einen Fehler gemacht habe dann steh ich dazu und nehme die Konsequenzen auf mich. Und wenn ich einen geliebten Menschen verletzt hab.. dann werd ich es mir ewig vorwerfen. Aber ändern kann ich es auch nicht mehr.
     
    #11
    Kiya_17, 14 Januar 2009

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - anfangen vertrauen
Oezlem
Beziehung & Partnerschaft Forum
9 Dezember 2016 um 20:03
3 Antworten
Ratsuchende_25
Beziehung & Partnerschaft Forum
8 Mai 2016
1 Antworten
Lainy
Beziehung & Partnerschaft Forum
3 Mai 2016
35 Antworten