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Wieso ist Liebe rational nicht erklärbar?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von Sergej, 25 Mai 2005.

  1. Sergej
    Sergej (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    "Wieso ist Liebe rational nicht erklärbar?". Diese Frage hab' ich mir schon oft gestellt.

    Es gibt da dieses Mädchen, eine Klassenkameradin und Freundin, für die ich starke Gefühle hegte und es tief in mir drin vielleicht immernoch tue.

    Aber Warum? Es gibt keine Person, mit der es so oft Streitigkeiten gibt, wie mit ihr. Niemand sonst hat soviel an mir zu ktitisieren wie sie. Sie ist die Person, mit der ich am wenigsten Gemeinsamkeiten habe. Und trotzdem hab' ich diese starken Gefühle für sie.

    Jedes andere Gefühl lässt sich rational erklären. Wenn ich wütend bin oder mich freue, es gibt Gründe dafür. Damit wäre Liebe sogar das einzige im Menschen, dass er nicht durch sein Wissen und seinen Geist steuern, beeinflussen, oder erklären kann.

    Aber wieso verliebt man sich in einen Menschen, der rational betrachtet nicht als potentieller Partner in Frage kommt?
     
    #1
    Sergej, 25 Mai 2005
  2. Santa
    Santa (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Ein Gefühl lässt sich niemals "rational" erklären, weil die Emotion eben das Gegenteil der Vernunft, des logisch strukturierten Denkens ist. Man kann sagen, dass es für ein Gefühl einen bestimmten Anlass gibt. Zum Beispiel: Herr Schulze hat Angst, weil er eine Spinne sieht. Dennoch ist seine Furcht irrational, weil die Spinne nicht giftig ist und ihm auch sonst nie etwas tun würde.
    Anderes Beispiel: Frau Schulz ist wütend auf ihren Mann, weil er die Klobrille nicht runtergeklappt hat. Ihr Zorn hat also einen klaren Anlass. Dennoch ist er nicht logisch in dem Verhalten des Herrn Schulz begründet: Frau Schröter, die sehr ausgeglichen ist, würde sich niemals darüber aufregen, dass ihr Mann dauernd die Klobrille hochgeklappt lässt. Sie ist problemlösungsorientiert, und nimmt sich vor, ihren Mann demnächst auf das Thema anzusprechen... :zwinker:
    Frau Schulz würde gerne ebenso ruhig und rational bleiben können, wie Frau Schröter, aber sie ist eben viel temperamentvoller veranlagt. Außerdem war das Klima zwischen ihr und ihrem Mann aufgrund anderer Probleme sowieso schon angespannt. Zusätzlich spielten vielleicht auch ihre Hormone eine Rolle. An einem anderen Tag wäre ihr möglicherweise gar nicht großartig aufgefallen, dass ein Anlass zur Aufregung besteht.

    Letztlich lässt es sich bei keinem Gefühl einfach zurückverfolgen, wie es entstanden ist. Ein guter Psychoanalytiker kann einige wichtige Faktoren und Schlüsselerlebnisse herausfinden, die einen Menschen prägen und sein Gefühlsleben beeinflussen. Es ist aber bezeichnend, dass er kein Biologe, kein Naturwissenschaftler im engeren Sinne ist, der seine Erkenntnisse auf Grundsätze und Formeln gründet. Jeder Mensch reagiert in einer beliebigen Situation ganz individuell. Deshalb "funktioniert" auch die Liebe bei jedem anders (und manchmal nicht so, wie man es gerne hätte).
     
    #2
    Santa, 25 Mai 2005
  3. Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Liebe ist ein Gefühl wie jedes andere auch. Zu dem halte ich Gefühle nicht für unbeeinflussbar oder unergründbar. Genauso wie Gedanken ihren Ursprung haben, haben auch Gefühle ihren Ursprung. Außerdem betrachte ich Gefühle und Gedanken als gleichwertig: Die Gefühle sind die Gedanken des Unterbewussten.

    Aber zur Liebe zurück. Liebe bleibt nur solange nicht erklärbar, solange man sich weigert dem Gefühl auf dem Grund zu gehen. In sich zu gehen und zu forschen, was man da eigentlich liebt. Oder worin man sich verknallt hat - es ist so ziemlich das gleiche.
    Liebe an sich ist eigentlich etwas ziemlich egoistisches. Man liebt irgendetwas, was man selber haben möchte. Oder sich für sich selber wünscht oder vorstellt. Dieser Umstand bleibt aber meistens im Unterbewussten verborgen, weil man entweder nicht weiß, was man sich wünscht oder was man für Vorstellungen hat. Ein anderer Grund, warum man es nicht weiß kann sein, dass man es gar nicht wissen möchte.
    Der Mensch glaubt nicht was fakt ist, sondern das was er glauben möchte. Mit der Liebe ist das nicht anders. Jeder glaubt an die Liebe, an die er glauben möchte.
     
    #3
    Gravity, 25 Mai 2005

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