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Wieso Schluss = kein Kontakt mehr?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Princesa, 16 September 2007.

  1. Princesa
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo!

    Meine Frage, mit der ich mich z. Z. beschäftige, steht im Betreff. Wie ich in einigen Threads bereits lesen konnte, wird meist nach dem Ende einer Beziehung zum totalen Kontaktabbruch geraten ... manchmal auch mit dem Einwand, man könnte ja dann nach verstrichener Zeit wieder Kontakt zu dem Ex-Partner/in aufnehmen und evtl. dann noch eine Freundschaft aufbauen. Das erscheint mir aber eher unrealisierbar, denn wenn der Kontakt erst mal weg ist, fällt es doch beiden noch schwerer ihn wiederzubeleben (es sei denn man hat den gleichen Freundeskreis, gleiche Schule, Uni, Arbeit, etc.) bzw. steht die neue Beziehung doch meist dazwischen (es wird wohl jedem suspekt erscheinen, wenn der Partner wieder Kontakt mit dem/der Ex aufnimmt).

    Ich würde gern wissen, welche Erfahrung ihr hierbei gemacht habt. Welche Gründe könnten für einen Kontaktabbruch sprechen? Es ist doch eigentlich eher derjenige, der noch Gefühle für den anderen hegt oder mit dem Schluss gemacht wurde bzw. derjenige, der enttäuscht worden ist (in dem Fall kann es wohl auch der Schlussmacher sein)? Und wird dann tatsächlich aus manchen wieder so etwas wie eine Freundschaft oder gute Bekanntschaft? Wer meldet sich, unter welchem Vorwand, nach welchem Abstand wieder bei dem anderen? Gibt es auch welche, die schlecht damit umgehen können, gar nichts mehr von dem/der Ex zu hören oder das Bedürfnis haben mit ihm/ihr kommunizieren zu können?

    Jetzt bin ich gespannt auf eure Antworten! :smile:

    LG Princesa
     
    #1
    Princesa, 16 September 2007
  2. User 39075
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    ....
     
    #2
    User 39075, 16 September 2007
  3. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Ach, ich frage mich das auch immer wieder, wieso eine Trennung in den meisten Fällen mit Kontaktabbruch gleichzusetzen ist. Es erscheint mir völlig suspekt, dass zwei Menschen, die sich wirklich geliebt haben, die eine lange Zeit und ihre Herzen miteinander geteilt haben, die so viel erlebt und durchgemacht haben, dann auf einmal "Leb wohl" sagen und das wars dann. Dann ist alles vorbei und der andere weg.
    Als mein Ex damals den Kontakt gnadenlos abbrach, um mit seiner neuen Flamme glücklich zu werden, hab ich ewig gebraucht, um mich damit abzufinden. Es hätte mir geholfen, hätte man wenigstens noch ab und zu mal ne Email geschickt oder ne SMS. Sodass der andere eben nicht von heute auf morgen aus dem eigenen Leben scheidet, als wär er gestorben. Ich bin darüber auch nie wirklich hinweg gekommen. Inzwischen haben wir aber wieder freundschaftlichen Kontakt, trotzdem verspüre ich jedesmal, wenn ich mit ihm rede, eine Traurigkeit und Wut ihm gegenüber, dass er damals so gehandelt hat...Und "damals" ist schon 3 Jahre her.

    Als ich neulich jedoch in der Situation war, mich zu trennen, weil mein anderer Ex mich einfach nicht richtig lieben konnte/wollte und es mir immer nur schlecht ging, habe ich den Kontakt auch abgebrochen. Allerdings nicht so, dass ich auf nichts mehr reagiert hätte...Ich bin nicht der Mensch, der jemanden, den er geliebt hat, ignorieren kann, weil ich finde, das jeder das Recht haben sollte, sich mitzuteilen. Damals habe ich meinem Ex einfach gesagt, er soll mich in Ruhe lassen, was er dann auch getan hat - anstatt zu kämpfen. Nach einigen Wochen hab ich dann von mir aus Kontakt aufgenommen und seitdem war er ab und zu auch da. Der Rest steht in meinem letzten Thread :geknickt:

    Wie ich gerade merke, kann ich zu dem Thema gar nicht meine Meinung äußern, weil sie zweigeteilt ist. Einerseits ist es sehr schlimm, den anderen komplett zu verlieren. Andererseits kann das helfen, die Sache besser für sich zu verarbeiten. Man muss da immer abwägen. Generell tendiere ich aber dazu, den Kontakt ganz locker schleifen zu lassen, dann tut es nicht ganz so weh und man kann ihn jederzeit wieder beleben oder eben kappen.
    Ich selbst möchte auch immer gerne wissen, wie es meinen Exfreunden geht, weil sie immer wichtige Menschen für mich bleiben werden und die Liebe nie komplett verschwunden ist.

    Ich würd an deiner Stelle trotzdem mal eine Email schreiben. Ist ja nichts dabei, zu fragen, wie es dem anderen so ergangen ist. Wenn er nicht antwortet, dann ist das auch Antwort genug, so traurig es sein mag. Vielleicht braucht man gerade den Schritt, um damit abzuschließen. (Wenn es ein "Abschließen" überhaupt gibt :ratlos: )
     
    #3
    LiLaLotta, 16 September 2007
  4. Ginny
    Ginny (35)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Ich hab mit meinem Ex keinen Kontakt mehr. Gründe: Er will evtl. noch was von mir und jeder Kontakt macht ikhm Hoffnung, außerdem, so traurig das klingen mag, wüsste ich nicht so recht, was das bringen sollte, denn wir haben kaum was gemeinsam. Es war nicht die große, intensive Liebe.

    Ich würde nicht pauschal dazu raten, den Kontakt zum Expartner abzurechen. Aber ich hätte kein Interesse an Kontakt, wenn der Ex mir sehr weh getan hat, wenn wir uns nichts mehr zu sagen haben oder wenn ich ihm damit unnötige Hoffnungen mache.
     
    #4
    Ginny, 16 September 2007
  5. glashaus
    Gast
    0
    Ich habe zu den meisten keinen Kontakt mehr. Da war zu viel verletztes Ego oder verletzte Gefühle im Spiel, entweder auf einer oder auf beiden Seiten. Man konnte einfach nicht mehr richtig normal miteinander umgehen.

    Wäre natürlich schön, wenn es anders geht, aber bei mir hats noch nie geklappt.
     
    #5
    glashaus, 16 September 2007
  6. Die_Kleene
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    vergeben und glücklich
    Ich kenne eine Psychologin, die mal etwas sehr sinnvolles gesagt hat :zwinker:
    Sie meinte, dass sie sich fragt, warum Paare erwarten, dass sie nach einer Trennung wieder befreundet sein könnten und sich gut verstehen könnten. Immerhin würde man sich ja trennen, weil man es eben nicht kann/konnte.

    Ich denke, dass ein Kontaktabbruch es für beide Seiten einfacher macht, mit der Situation umzugehen, die Gefühle und Gedanken zu ordnen und dann einen Neuanfang zu wagen.
    Wenn man sich durch den Expartner immer wieder mit vergangenen Situationen konfrontiert fühlt, kann es sehr schwer sein, jmd neues kennenzulernen und sich eine neue Beziehung aufzubauen.

    Bei mir ist es so, dass ich mich mit einem Exfreund noch sehr gut verstehe, bzw eigentlich zwei. Ich war allerdings mit beiden nur sehr kurz zusammen, weil wir sofort gemerkt haben, dass es nicht passt. Dadurch wurde es einfacher, weiter befreundet zu sein.

    Mit meinem Exfreund, mit dem ich ein halbes Jahr lang zusammen war, habe ich eigentlich keinen Kontakt mehr und wir verstehen uns auch nicht mehr wirklich.
    Wenn wir uns in der Tanzschule sehen, grüßen wir uns und haben max. etwas Smalltalk, damit hat sich die Geschichte aber auch schon wieder.

    Meiner Meinung nach sind Freundschaften, die aus gescheiterten Beziehungen entstanden sind, eher ein Wunschtraum, um es den Trennenden einfacher zu machen.
    Wirklich erfolgreich sind sie eher selten.
     
    #6
    Die_Kleene, 16 September 2007
  7. Fördefeger
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    nicht angegeben
    Ich denke, es hängt auch immer ein stückweit davon ab, was der ausschlaggebende Punkt war, der zum Bruch der Beziehung geführt hat. Da kann es ja viele Gründe geben. Wenn es sehr extreme Gründe waren, die eine nachträgliche Kommunikation völlig ausschliessen, liegt es auf der Hand, warum man keinen Kontakt mehr hat.

    Es ist aber doch oft so, dass der jeweilige Partner auch gleichzeitig den besten Freund/die beste Freundin dargestellt hat. Zunächst macht dieses eine Trennung dann doppelt schwer zu ertragen, aber es kann auch eine Chance sein, den/die Ex nach überwundenem Trennungsschmerz als Freund/Freundin für´s Leben zu gewinnen. Das Fundament, nämlich grundsätzlich gleiche Vorlieben oder Einstellungen zu gewissen Dingen, müssen ja vorhanden sein. Hätte man sich sonst jemals schätzen und lieben gelernt?
     
    #7
    Fördefeger, 16 September 2007
  8. User 30029
    User 30029 (27)
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    nicht angegeben
    Weil eine Freundschaft etwas völlig anderes als ne Partnerschaft ist :zwinker:
    Dass ich mit jemandem zusammen war, heißt nicht automatisch, dass ich mit ihm auch eine Freundschaft führen könnte. Es heißt aber im Umkehrschluss auch nicht, dass jemand, mit dem ne Beziehung nicht gut geht, nicht ein Freund werden könnte.
    Manchmal funktioniert eine Freundschaft sehr gut, auch wenn die Beziehung scheitert...die Bedürfnisse und Voraussetzungen sind in einer Freundschaft eben ganz anders als in einer Partnerschaft.

    Ich bin mit meiner ersten großen Liebe (mittlerweile ist die Trennung 2,5 Jahre her) immer noch gut befreundet und möchte diese Freundschaft auch nicht mehr missen.
    Ebenso geht es meiner besten Freundin, die mit ihrem ersten Freund mittlerweile auch wieder sehr sehr gut befreundet ist. Keiner von den beiden will noch was von dem anderen, jeder hatte/hat neue Partnerschaften gehabt, aber die Freundschaft funktioniert einfach super.
    Es mag sein, dass es nicht überall funktioniert (ich könnte aus meinem Freundeskreis noch genug Beispiele für das für und wider geben), das ist bei mir auch so. Ich habe mit zweien meiner Exen keinen Kontakt mehr und ich möchte den auch nicht. Ich merke einfach, dass ich in diesen beiden Fällen keine Freundschaft will. Dennoch kann es eben auch einfach von beiden Seiten mit ner Freundschaft passen.
    Und wenn es passt, dann ist es wirklich eine Bereicherung! :smile:
     
    #8
    User 30029, 16 September 2007
  9. capricorn84
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    Verheiratet
    Vollzitat gelöscht.

    Ich denke auch viel darüber nach und ich stecke auch grad in der Situation. Schluss gemacht haben wir im Dez. Hatten jetzt aber bis September noch Kontakt haben uns gesehen hatten Sex, es war eigentlich alles gleich nur dass wir nicht zusammen waren. Und jetzt seit ner Woche ca. ist es endgültig. Da wir aber beide eine Freundschaft wollen weil uns am anderen eben sehr viel liegt versuchen wir das. Klar wir haben weniger Kontakt und es ist für beide Seiten schwer. Weniger bis gar nicht mehr tel. extrem weniger sms. Mailen sporadisch. Es ist schwer, aber ich sehe ein dass es besser so ist. Um nichts kaputt zu machen. Mir liegt nämlich soviel an unserer Freundschaft und ich will das nicht kaputt machen, klar liebe ich ihn noch und das wird sicher immer so sein und er hat immer einen Platz in meinem Herzen haben aber dies kann auch auf freundschaftlicher Basis so sein. Er ist mir einfach wichtig. Und ich ihm auch denke ich. Anfangs ist es verdammt schwer aber man merkt dann dass es richtig ist weniger Kontakt zu haben.
     
    #9
    capricorn84, 16 September 2007
  10. Die_Kleene
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    vergeben und glücklich
    Einerseits stimme ich dem ja zu, was du sagst, andererseits aber auch nicht.
    Sowohl in einer Beziehung, als auch in einer Freundschaft muss man eine gemeinsame Basis haben, um "erfolgreich" zu sein. Man muss halbwegs kommunizieren können und irgendwie das Gefühl haben, zusammenzupassen, "auf einer Wellenlänge liegen".
    Und wenn man sich trennt, weil man merkt, dass man das nicht hat, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass sich daraus eine Freundschaft entwickelt.

    Allerdings gibt es ja auch noch andere Trennungsgründe, von daher gibt es auch viele Beziehungen aus denen Freundschaften entstanden sind. :zwinker:
    Und es ist schön, wenn man es schafft, aus einer Beziehung eine Freundschaft werden zu lassen :smile:
     
    #10
    Die_Kleene, 16 September 2007
  11. Riddle
    Riddle (30)
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    nicht angegeben
    Ich denke, es hängt davon ab, wie eine Beziehung zu Ende geht und von welcher Seite sie beendet wird.

    Zum Beispiel: Würde meine Freundin mir sagen, dass sie keine Gefühle mehr für mich hat, aber gerne noch mit mir befreundet sein wollte, wäre ich erst Mal am Boden zerstört und müsste das eine Zeit lang verarbeiten. Aber ich glaube nicht, dass so etwas wie Freundschaft dann existieren könnte, denn jedes Mal, wenn sie in meiner Nähe wäre, würden die Gefühle wieder hochkommen.

    Andererseits ist mir dieser Mensch so wichtig, dass ich zumindest mit ihm befreundet sein will, als ihn ganz aus meinem Leben zu verlieren.

    Ich glaube, es braucht viel Zeit um auf sowas klar zu kommen. Würde ich mich nach einiger Zeit neu verlieben, könnte mit ihr ja doch Freundschaft bestehen.

    Umgekehrt: Ich mache Schluss, will aber mit ihr befreundet bleiben... dann würde ich ihr viel Zeit geben und ihr anbieten, dass sie sich jederzeit bei mir melden kann. Und dann würde ich auf ihre Anruf, ihre SMS oder ihren Besuch warten. Doch wenn nichts kommt, muss ich sie leider vergessen.
     
    #11
    Riddle, 16 September 2007
  12. User 30029
    User 30029 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Eben, es gibt so viele andere Trennungsgründe, die einer Freundschaft nicht im Weg stehen :zwinker:

    Ich muss aber sagen, dass es mir anders geht als dir. Mir liegt eher daran, den Kontakt nach längeren und ernsteren Beziehungen aufrecht zu erhalten als nach kurzen. Mit den beiden Exen mit denen ich keinen Kontakt mehr habe, war ich nur recht kurz zusammen und habe einfach gemerkt, dass es nicht passt und auch, dass ich keine Freundschaft mehr will.
    Bei längeren Beziehungen ist es ja doch so, dass man so vieles mit dem anderen teilt und so viele Erinnerungen an den anderen hat, dass ich es schwierig finde, diese Person so völlig zu vergessen. Man hat ja doch eine lange Zeit sein Leben mit diesem Menschen geteilt und war sich gegenseitig sehr wichtig. Diese Menschen haben einen mit geprägt und machen einen Teil der eigenen Vergangenheit und des eigenen Lebens aus.
    Zumal hinzukommt, dass man ja irgendwie auf einer Wellenlänge gelegen haben muss, wenn man längere Zeit zusammen war :zwinker:
    Ich denke, da sollte es in vielen Fällen doch möglich sein, eine Freundschaft aufzubauen. Immer vorausgesetzt, dass man nicht mit völlig verletzten Gefühlen aus einer kaputten Beziehung kommt...
     
    #12
    User 30029, 16 September 2007
  13. User 34612
    User 34612 (38)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    vergeben und glücklich
    Ich habe bei meinen Exfreunden bisher auch beide Male erstmal jeden Kontakt vermieden, um abschließen zu können.
    Mit beiden habe ich aber mittlerweile wieder Kontakt, wenn auch nur sporadisch. Meine besten Freunde werden sie nie sein, aber das heißt ja nicht, dass man sich nicht mal auf nen Kaffee treffen oder sich mal ne Mail schreiben kann.
     
    #13
    User 34612, 16 September 2007
  14. User 35148
    User 35148 (43)
    Beiträge füllen Bücher
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    nicht angegeben
    hmm ich denke auch, das hängt davon ab,
    wie sehr man sich da verliebt hatte und wie stark die Gefühle für die andere Person sind.
    Wenn es einen nur unglücklich machen würde, zu sehen, wie die andere Person neu glücklich wird mit jemandem ganz anderes,
    und wenn es einem immer einen Stich ins Herz verpassen würde,
    dann ... dürfte die totale Trennung wohl das beste sein.

    Wenn man sich aber immer noch Hoffnungen macht,
    wenn man nicht loslassen kann,
    dann läuft man schon Gefahr, die andere Person zu nerven,
    und zwar so sehr, dass diese dann den Kontakt auch abbricht.

    Nur wenn man es schafft, ohne Trauer und ohne Ärger über den Korb oder die Trennung hinwegzusehen, wird man Freunde bleiben können...

    :engel_alt:
     
    #14
    User 35148, 16 September 2007
  15. Princesa
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Danke für eure zahlreichen Antworten!

    Ich stehe dem Ganzen auch ambivalent gegenüber. Einerseits hätte ich gerne Kontakt, um abschließen zu können, andererseits habe ich auch Bedenken, was dabei rauskommen könnte.

    Es ist nur schade, da wir uns wirklich sehr gut verstanden haben, zumindest auf freundschaftlicher Ebene.

    Wenn also jemand einen Grund gehabt hätte den Kontakt abzubrechen, wäre ich es gewesen. Das fuchst mich glaub ich auch am meisten, und es hindert mich ein bisschen daran einen erneuten Kontaktversuch zu starten, da er meinen Stolz so mehr als verletzt hatte.

    :kopfschue Es ist eben traurig, wenn man, obwohl man abserviert wird, nicht einmal die Chance bekommt sich dem anderen als Freund/in zu beweisen... Vielleicht wäre es ja längst alles Schnee von gestern und wir würden uns wider erwarten wieder gut verstehen. Aber die Angst bleibt eben, dass er mir gar nicht antwortet oder erzählt wie glücklich sein Leben ohne mich verläuft (nicht, dass ich es ihm nicht gönnen würde, aber er ist da oft unbewußt verletzend).

    Für den Fall, dass ich mich doch noch dafür entscheiden sollte, es mit Kontakt noch mals zu versuchen. wäre da ein Mail oder ein Brief dafür besser geeigent ?:ratlos:
     
    #15
    Princesa, 18 September 2007
  16. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Meine gescheiterten Beziehungen mögen sicherlich nicht massstabgebend sein, da ich bei allen nach einer Trennung - sei es, dass ich Schluss gemacht hatte oder sie - sämtliche Kontakte völlig abgebrochen hatte.
    Warum? Ganz einfach, ich seh absolut keinen Grund, nen Kontakt zu ner Person wieder aufzubauen, die mich nach Strich und Faden verarscht hatte!:angryfire

    Soweit meine Erfahrungen.
     
    #16
    User 48403, 18 September 2007
  17. Elbstrand
    Elbstrand (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Nach sieben Jahren getrennt, jetzt habe ich den Kontakt komplett abgebrochen. Es tut sehr weh, jemanden nicht mehr anrufen zu dürfen, mit dem man so lange ein gemeinsames Leben geführt hat. Aber was anderes kann ich mir nicht vorstellen, würde nicht funktionieren. Genauso traurig: Sobald ich wieder zum Kontakt bereit wäre, wird es mich wahrscheinlich gar nicht mehr interessieren, weil wir dann ganz neue Leben führen. Ganz schön scheisse, aber so ist das Leben anscheinend manchmal.
     
    #17
    Elbstrand, 18 September 2007
  18. User 29377
    Meistens hier zu finden
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    Also für mich gibt's da zwei Argumente dafür:
    Die blöde Variante: ich will eigentlich immer noch was von ihr und bin völlig depri, da ist es auch nicht besser, wenn ich dann noch tagtäglich mit ihr zu tun hab.
    Die lässige Variante: sie hat mich ggf. verarscht und/oder geht mir einfach voll auf'n Zeiger und ich kann sie kicken und denk mir, dass sie mir derbst gestohlen bleiben kann.
    Aus beiden folgt Kontaktabbruch.
     
    #18
    User 29377, 19 September 2007
  19. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    2.055
    vergeben und glücklich
    Ich halte es nicht für zwingend nötig, den Kontakt zum früheren Partner abzubrechen. Das hängt von der Situation ab. Aber ich halte es auch nicht für unbedingt sinnvoll und förderlich, "um jeden Preis" den Kontakt zu halten. Manchem schadet Kontakt zum früheren Partner eher, als dass es ihm gut tut.

    Erster Fall: nur kurze Beziehung, er trennte sich von mir. Wir sahen uns weiterhin jede Woche beim gemeinsamen Teamsport. Als ich mich gerade dran gewöhnt hatte, ihn immer wieder zu sehen, tauchte er unter, naja, er kam halt nicht mehr dorthin. Wir hatten nie über Kontakt oder nicht gesprochen; er hatte beim Trennungsgespräch den Wunsch geäußert, dass ich den Sport jetzt nicht aufgebe (bin ich noch heute froh drüber, dass ich dabeiblieb...). Ich habe ihm einmal eine Gruß-Postkarte geschrieben, es kam keine Antwort. Hätte er Kontakt halten wollen, wäre es ihm möglich gewesen. Und Antworten auf Fragen hätte ich von ihm nie bekommen - ich habe dann auf Kontakt verzichtet.

    Letztes Jahr habe ich ihm - zehn Jahre nach unserem Kennenlernen - eine ziemlich kurze Gruß-Mail geschrieben, "Weißte noch, die Sportreise damals", ohne Erwähnung von "Privatem"; ihn zu finden war dank seines Berufs nicht sonderlich schwer. Es kam was kurzes zurück, eine Bilanz der letzten zehn Jahre mit mehreren Ziffern, aber keine wirklich persönliche Mail oder Frage, wie es mir geht. Vielleicht dachte er ja auch, ich will wieder was von ihm :zwinker:. Eine kurze "So wars bei mir"-Antwort habe ich daraufhin noch versandt, aber nichts mehr von ihm gehört.

    Auch okay. Mir wars wichtig, ich hatte schon damals vor, mich mit viel Zeitabstand bei ihm nochmals zu melden. Ich weiß nicht, wie (un)wichtig ich ihm war, seine Zurückweisung damals war in bestimmter Art prägend, aber auch die Erinnernungen an die recht schöne gemeinsame Zeit sind vorhanden. Ich muss keinen Kontakt erzwingen und gehe davon aus, ihn nie wiederzusehen. Damit kann ich leben, auch wenn ich es insofern schade für ihn finde :zwinker:, dass er Einiges verpasst hat - mosquito hat sich in elf Jahren deutlich entwickelt, da ist ihm was entgangen :zwinker:.
    Die Mail stellte für mich schon eine Art Abschluss des Ganzen dar.

    Zweiter Fall:
    Mit meinem Exfreund, mit dem ich gut vier Jahre liiert war, bin ich knapp vier Jahre nach der Trennung immer noch gut befreundet, Ende ist nicht in Sicht. :zwinker: Es gab nie einen Kontaktabbruch. Wir hatten gemerkt im Laufe der Zeit, dass unsere Vorstellungen vom Leben in manchen Dingen eben doch variieren und wir verschiedene Interessenschwerpunkte entwickelt haben. Wir mochten uns weiterhin und liebten uns auch menschlich noch, knutschten auch vier Jahre nach Beziehungsstart viel miteinander etc. - aber als Paar funktionierten wir irgendwann nicht mehr. Es war zudem für uns beide die erste lange Beziehung, obwohl wir sie nicht so früh eingingen, ich war damals 23, er 27.

    Nun - wir haben uns zur Trennung entschlossen, was uns beiden Kummer machte, wir haben dann noch eine Zeit in derselben Wohnung gelebt, bis ich in eine WG zog und er in eine andere Wohnung zog; die gemeinsame Wohnung mussten wir auch noch umfangreich "bearbeiten", also Schönheitsreparaturen vornehmen. Das war anstrengend, aber es hat geklappt, auch wenns mal Tränen gab.

    Ich war erstaunlicherweise relativ schnell wieder liiert mit jemandem, den er auch kennt. Er lässt meinen Freund grüßen oder ihm DVDs über mich zukommen :zwinker:.
    Er ist erst mehrere Jahre später wieder wirklich verliebt gewesen, obwohl auch für ihn die Beziehung mit mir erledigt war. Es hat sich nichts ergeben, aber die Bindung zu mir war nur noch auf freundschaftlicher Basis. Er meint, ich gehöre unbedingt zu seinem Leben und sei einer der wichtigsten Menschen für ihn.
    Der Kontakt war immer recht gut, mal haben wir auch einige Zeit nichts voneinander gehört - aber es war klar, dass wir Kontakt beide wollen.

    Wir waren allerdings schon vor der Beziehung ein halbes Jahr lang Kollegen und ziemlich gut befreundet. Ich weiß nicht, ob das einen Einfluss hat... Wie auch immer, Freundschaft ist möglich, wenn für beide die romantisch-erotische Komponente definitiv passé ist und beide von der Richtigkeit der Trennung überzeugt sind.

    Letztlich muss jeder für sich entscheiden, ob er Kontakt aushält oder nicht, ob er erst Abstand gewinnen will oder nicht. Respekt ist das Zauberwort. Und erzwingen sollte man Freundschaft nicht - das geht auch nicht und wird nur zum Krampf.

    Auch wenn wir mal Wochen oder Monate kaum Kontakt haben - wenn wir miteinander dann wieder sprechen, ist es, als habe es keine Pause gegeben. Das ist für mich auch bei anderen Freunden ein Zeichen, dass da eine sehr solide Freundschaftsbasis besteht...
     
    #19
    User 20976, 19 September 2007
  20. Princesa
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    205
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    nicht angegeben
    @Mosquito: Dein zweiter Fall liest sich ja schön. So viel Harmonie oder Verständnis gibt es sicherlich nicht oft zwischen Ex-Freunden.

    Ich bin auch dafür, dass man nichts erzwingen sollte, aber es tut schon verdammt weh, wenn man erst nach der Trennung befreundet bleibt und dann, sobald der neue Partner kommt, eine Freundschaft nichts mehr bedeutet. :geknickt: Eigentlich sollte man sich dann wirklich denken, Pech gehabt und selber schuld, wenn der jenige was verpasst. Leider ist das leichter gesagt als umgesetzt.
     
    #20
    Princesa, 19 September 2007

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