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Wieso verkümmere ich geistig?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von zickzackbum, 6 September 2009.

  1. zickzackbum
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hi,

    habe irgendwie das Gefühl, geistig zu verkümmern. Ich fühle mich während des Studiums immer dümmer, immer unwissender, habe das Gefühl kaum noch aufnahmefähig zu sein und zu neuen Themen gar keinen Zugang zu finden. Und von dem was ich gelernt habe, so habe ich das Gefühl, weiss ich nur noch rudimentär etwas.

    Bilde ich mir das bloß ein ? Geht das nur mir so ?
     
    #1
    zickzackbum, 6 September 2009
  2. unskill3d
    unskill3d (24)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    geht nicht nur dir so...mir auch daher versuche ich mich ab und an bewusster darauf zu konzentrieren wie ich z.b. etwas sage! Oder ich gehe auf Wikipedia und Bilde mich in Sachen die mich intressieren!
     
    #2
    unskill3d, 6 September 2009
  3. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Geht mir genauso. Aber jetzt in den Semesterferien ist es am schlimmsten.
    Ich studiere 2 Sprachen, eine davon spreche ich nahezu fließend, aber in der anderen brauche ich noch viel Übung und da machen sich die Wochen, in denen man nix macht, wirklich bemerkt.
    Da ich nebenher arbeite (was zwar extrem stressig, aber geistig nicht wirklich anstrengend ist), habe ich aber kaum Zeit, irgendwas sinnvolles zu machen.

    Ich finde aber auch, dass es teilweise am Stoff liegt - der ist einfach zu trocken, zu theoretisch, sodass man ihn eben einfach nur für Prüfungen lernt und dann sofort wieder vergisst, weil man es nicht verinnerlicht hat.
     
    #3
    User 12900, 6 September 2009
  4. ThirdKing
    ThirdKing (28)
    Benutzer gesperrt
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    146
    offene Beziehung
    Das ist eine normale begleiterscheinung, wenn du dich mit Sachen beschäftigen bzw lernen musst, die dich kein bisschen interessieren. Das hatte ich früher in der Schule schon... was hilft ist: konzentrier dich mal auf Dinge, die dir Spaß machen. Wenn du dich für etwas wirklich begeisterst, kommt auch deine Konzentrationsfhigkeit wieder in gang.

    Ja, weil du dich mit andern Dingen beschäftigst. Ich war nachm Abi erstaml 15 Monate beim Bund... glaubste ich weis jetzt noch irgendwas?
    Alles was du jemals gelernt hast, wirst du vergessen, wenn dus nicht brauchst (bzw anwendest). Es gibt zwar Dinge, die man nur schwer vergisst, wie Fahhradfahren... aber selbst das ist irgendwann weg. Damit musste leben. Nichts ist für die Ewigleit, auch nicht dein Gedächnis.

    ThirdKing

    Edit: Die größte allgemeinbildung deines Lebens haste sowieso zur Zeit des Abiturs, danach gehts nur noch Berg ab. Übers Studium wirste sowieso zum "Experten"... also Fachidiot ahoi!
    Aber mach dir deswegen mal keinen Kopp, geht den meisten Menschen so.
     
    #4
    ThirdKing, 6 September 2009
  5. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Also ich hatte meine beste Allgemeinbildung sicher nicht zu Zeiten meines Abiturs (mal davon abgesehen, dass man ja Fächer abwählen konnte). Ich habe nicht das Gefühl geistig zu verkümmern. Viele Studiengänge bieten interdisziplinäre Veranstaltungen und/oder freies Studium an. An und für sich könntest du an so gut jeder Vorlesung und an jedem Seminar in jedem Fachbereich teilnehmen. Meist ab 18 Uhr werden an meiner Uni Seminare von Studenten geleitete Seminare zu Themen angeboten, die an der Uni zu kurz kommen. Es gibt Lektürekurse, freie Abos von Zeitungen, Studentencafes in denen man sich austauschen kann, Museen und Theater, deine Unibibliothek ermöglicht dir Zugriff auf Unmengen von Büchern, die dich ein Leben lang geistig beschäftigen könnten, usw …
     
    #5
    xoxo, 6 September 2009
  6. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Dass man mit dem Alter langsamer lernt, ist ja eigentlich klar. Aber du lernst ja doch dazu, oder vergisst du wirklich aktiv?
     
    #6
    BrooklynBridge, 7 September 2009
  7. Cadus
    Cadus (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    Mir geht es genauso. Jedes Semester zum Ende hin denke ich mir "Junge, alle anderen können das, nur du nicht.". Ich komme mir dumm vor und denke jedesmal, dass ich das nächste Semester nicht packen werde.
    Das Problem ist: Ich finde meine Fach wirklich super. Aber sobald es schwer wird und ich nicht mehr so leicht mitkomme, schalte ich ab.
    Was dagegen hilft? Naja, wenn ich für die Klausuren lerne (meistens die Nachklausuren ....), dann mache ich das meistens so intensiv, dass mir auffällt, wie wenig das eigentlich alles ist. Und eh ich mich versehe, kann ichs, obwohl es von aussen betrachtet doch schwer ist!

    Lass dich nicht von anderen verunsichern, oder davon, dass du nicht so gut bist. Solange dir dein Fach Spaß macht, streng dich an und gib dein bestes, dann sollte es klappen :smile:
     
    #7
    Cadus, 7 September 2009
  8. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Irgendwie kenne ich das Gefühl...

    Das Problem ist einfach, dass man aus der Schule noch den Anspruch hat, alles kapieren zu wollen, was an Stoff behandelt wird. In der Schule war das problemlos möglich - aber an der Uni schaffen das nicht mal die super-hochbegabten Überflieger und Studiengangsbesten.
    Manche Dinge kapiert man frühestens, wenn man sie für die Klausuren lernt... manche Dinge auch erst, wenn man sie nochmal für die großen Prüfungen (Vordiplom, Diplom, etc.) lernt und manche Dinge wird man wohl nie kapieren.

    Man meint immer, dumm zu sein, weil man nur einen mehr oder weniger großen Teil des Stoffes verstanden hat. Aber es ist beruhigend, zu sehen, dass es den Kommilitonen genau so geht und dass man - obwohl man sich für dumm und unwissend hält - trotzdem die meisten Klausuren besteht und sogar die eine oder andere gute Note bekommt.

    Man muss wohl lernen, sich damit zufrieden zu geben, nur einen Teil des Stoffes kapiert zu haben und man muss sich an die viele trockene Theorie gewöhnen.
     
    #8
    User 44981, 7 September 2009
  9. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Ich weiss nicht, ob das so stimmt. Bei mir ist jedenfalls deutlich das Gegenteil eingetreten. erst als ich meinen Job angetreten hatte, hatte meine Allgemeinbildung enorm zugenommen. Zwar hatte ich schnell alles vergessen, was ich in der Schule gelernt hatte, aber ich hatte dafür andere Dinge gelernt, die weitaus wichtiger fürs Leben sind - sprich Allgemeinbildung die aus Lebenserfahrung herrührt.
    Während der Schulzeit war ich oft schlecht drauf, wenn ich sah, was die anderen so alles wussten....und ich konnte meistens nicht mitreden.

    Aber ich glaub, das ist auch bei jedem Menschen anders. Wer sich nach dem Studium gehen lässt und ausser seines Wissens zu seinem Job nur noch vor sich hindämmert, da trifft es durchaus zu.
     
    #9
    User 48403, 7 September 2009
  10. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Das stimmt natürlich schon mal. An der Uni lernt du mehr Stoff und schwierigeren Stoff in komprimierter Form. Das ist ein anderer Anspruch.

    Da mit ich radl_Django zustimmen. Ich habe in der Schule definitiv einen Großteil meiner Allgemeinbildung erworben, denn im Studium lernt man wie ThirdKing richtig sagt sehr spezialisiert. Eine zeitlang habe ich meine eigene Sichtweise im Studium übrigens auch stark eingeengt, da ich mir viele Sichtweisen meines Faches zu eigen gemacht habe. Inzwischen habe ich diesen Tunnelblick glücklicherweise wieder abgelegt und sehe mein Studium als gute Ergänzung zur Allgemeinbildung.
    Abgesehen davon interessieren mich auch Dinge neben meinem Studium, wo ich mich weiterbilde... und in Sachen allgemeine Lebenserfahrung stand ich zum Zeitpunkt meines Abiturs ehrlich gesagt noch nahe null.
     
    #10
    BrooklynBridge, 7 September 2009
  11. User 70315
    User 70315 (28)
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    Verheiratet
    Nun dieses "phänomen" kann ich auch bei mir beobachten, führe das aber auf den erhöhten Anspruch im studium zurück, den ich nicht mit dem Abitur vergleichen kann.
    Man fühlt sich "dümmer", weil die Leistungsgrenze nun einfach höher liegt, man muss also mehr tun um das zu erreichen was im Abi noch locker von der Hand ging.

    Manchmal, wenn ich so mich danach fühle, dann greif ich zu Kreuzworträtseln und löse die wie irre.
     
    #11
    User 70315, 7 September 2009
  12. User 44981
    User 44981 (29)
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    Wie habt ihr es geschafft, Allgemeinbildung in der Schule zu erwerben?
    Zumindest bei mir in der Schule war das einfach nicht möglich, da kaum Dinge behandelt wurden, die wirklich zur Allgemeinbildung gehören.
    Den Großteil meiner Allgemeinbildung habe ich mir selbst angeeignet und z.B. die reglmäßige Lektüre der Tageszeitung hatte dazu sicherlich einen größeren Beitrag als 13 Jahre Schulbildung...
     
    #12
    User 44981, 7 September 2009
  13. BrooklynBridge
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    Das ist traurig... ich hatte viele schlechte und ein paar sehr gute Lehrer. Da nimmt man schon ne Menge mit.
     
    #13
    BrooklynBridge, 7 September 2009
  14. many--
    many-- (32)
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    Vollkommen normal. Du lernst immer mehr, dein Horizont wird immer weiter, und damit fällt dir vor allem auf, dass es viel mehr Dinge gibt, die du noch nicht weißt. Zu Schulzeiten war dein Horizont enger, da wusstest du mit der Zeit alles, was man in diesen grenzen wissen konnte - jetzt siehst du die ganze Welt und stellst fest, dass es a) mehr zu wissen gibt, als man wissen kann und b) dass es immer andere Leute gibt, die mehr zu wissen scheinen als du selber.

    Alles ganz normal. Immer schön weiter arbeiten, dann wirst du irgendwann feststellen, dass es zwar immer einen größeren Fisch gibt, aber dass du auch keine Kaulquappe mehr bist.
     
    #14
    many--, 7 September 2009
  15. User 44981
    User 44981 (29)
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    many-- hat völlig Recht!

    Man merkt einfach, dass jede neue Erkenntnis gleich wieder mehrere neue Fragen aufwirft...
     
    #15
    User 44981, 7 September 2009
  16. Fuchs
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    Dazu fällt mir folgendes Terry Pratchett-Zitat ein:

    Studenten kommen von der Schule im festen Glauben, dass sie nahezu alles wissen, und Jahre später gehen sie mit der Gewissheit ab, praktisch nichts zu wissen. Wo ist das Wissen geblieben? In der Universität natürlich, wo es sorgfältig getrocknet und gelagert wird. Deswegen bezeichnet man Universitäten als Horte des Wissens.” (aus: Die Gelehrten der Scheibenwelt/Terry Pratchett)

    :tongue:

    Keine Sorge, mir geht es genauso wie dir! Fand mich nie dümmer, als jetzt. Andere meinen aber wohl, ich wüsste was - tja, und so kommt man durchs Leben... :zwinker:
     
    #16
    Fuchs, 7 September 2009
  17. zickzackbum
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ich wundere mich auch über die ganzen Leute an der Uni, die ständig den Spruch "Und wieder was gelernt" bringen.

    Umso mehr man lernt, desto mehr vergisst man doch auch wieder. Das erwähnt aber keiner^^.
     
    #17
    zickzackbum, 12 September 2009
  18. diskuswerfer85
    Sehr bekannt hier
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    in einer Beziehung
    Geschichte, Kunst, Musik, Politik,sozialwissenschaften, sprachen(literatur)...
     
    #18
    diskuswerfer85, 12 September 2009
  19. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Wenn ich mir Deinen Schreibstil und allgemein Deine fundierten Beiträge hier im Forum lese, sollte es bei Dir eigentlich genau das Gegenteil sein....
     
    #19
    User 48403, 12 September 2009
  20. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Single
    Oh - zu der Fraktion gehöre ich aber auch. Wenn man sich nicht irgendwann eingesteht, dass man eben noch eine Menge zu lernen hat und sich drüber freut, ein paar weitere Wissenskrümel abzubekommen, dann wird man auf Dauer nur noch demotivierter...

    Off-Topic:

    Das Forum ist ja (zum Glück) nicht die Uni... :zwinker:
     
    #20
    Fuchs, 12 September 2009

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