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Winterdepression!

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von HappyEnd., 14 September 2009.

  1. HappyEnd.
    Gast
    0
    Hallo,

    anfang des Jahres wurden bei mir depressive Episoden diagnotiziert, nachdem sich mein Freund von mir getrennt hatte. Jetzt kommt der Herbst & ich leide jetzt schon unter einer Winterdepression. Es breitet sich eine richtige Leere in mir aus, weine wegen Kleinigkeiten, bin total träge und kann mich kaum überwinden aus dem Bett zu kommen. Mir ging es den Sommer über teilweise echt besser, doch da die Tage nun immer kürzer werden & die Nächte dafür umso länger, trage ich eine Traurigkeit in mir herum, die mich so schrecklich melancholisch macht.

    Wegen der depressiven Episoden bin ich nicht in Behandlung, da ich irgendwie Angst davor habe. Ich schiebe es vor mir her zu einem Psychologen zu gehen, dabei weiss ich ganz genau, dass ich es bereuen werde, wenn ich erst psychisch wieder ganz unten bin.

    Ich weiss einfach nicht was ich machen soll. Ich weiss noch nicht mal, warum ich das jetzt hier schreibe ... Am ersten Oktober werde ich zuhause ausziehen & eine Ausbildung als Kinderkrankenschwester beginnen, dieser Gedanke belastet mich so sehr. Jeder Gedanke an die Zukunft tut mir weh & macht mir einfach nur Angst.
     
    #1
    HappyEnd., 14 September 2009
  2. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    248
    657
    nicht angegeben
    Inwieweit en Psychologe ratsam ist, hängt von Deiner Schwere und Häufigkeit der Depressionen ab. Die Umgebung ist auch massgeblich dafür entscheidend. Hältst Du Dich häufig in dunklen Räumen auf? Gehst Du wenig raus und profitierst vom Tageslicht?
    Ob das auf Dich übertragbar ist, kA, aber mir hatte viel Aufenthalt in der frischen Luft geholfen, inkl. Sport. Jeden Tag für 1-2 Stunden im Freien bewirken zumindest bei mir Wunder, übrigens unabhängig davon, ob tagübers oder abends wenns dunkel ist.
    Dass man sich dazu erstmal überwinden muss, ist mir klar, aber seitdem ich das jeden Winter durchziehe, komme ich viel besser durch die dunkle Jahreszeit und werde auch weniger krank.

    Eigentlich sollte Dein Auszug und die Ausbildung für die nötige Abwechslung sorgen....aber wovor hast Du Angst? Dass Du den neuen Schritt ins Leben verkackst?

    Ich sehe, Du bist noch Single, möglicherweise sehnst Du Dich auch nach einem Partner, der Dir Geborgenheit gibt. Aber Freundinnen hast Du ja, oder? Unternimmst Du auch mal was mit ihnen?

    Zuhause alleine zu sein ist nicht sehr förderlich, wenn man depri drauf ist.

    Halt den Kopf hoch, auch wenns Tage nur schüttet und grau ist, es scheint auch mal wieder die Sonne :smile:
     
    #2
    User 48403, 14 September 2009
  3. Jeanne78
    Jeanne78 (38)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    11
    26
    0
    Verliebt
    Mir gehts teilweiße auch so. Ich werde verrückt wenn es im Herbst schon soo zeitig dunkel wird und auch ich fühle mich richtig leer. Darum sehe ich immer zu das ich am Tag soviel wie möglich Tageslicht abbekomme. Nach Arbeit oder Uni geh ich oft noch solange mit Freunden aus bis es dann dunkel wird. Zuhause habe ich dann einige Lichtquellen die mich beruhigen. Ich höre im Winter /Herbst überwiegend Musik die mich glücklicher Stimmt wie im Sommer halt. Also R'n'B, Blackmusic, Orientalische Musik alles was richtig schön Tanzbar ist (Ich weiß das mag für andere vielleicht richtig blöd klingen) Aber teilweiße hilft mir das wirklich. Ich mache viel mehr Sport ,tanze usw. Oder ich geh zeitiger ins Bett. Je nachdem. Jetzt musst du sehen wie schwer deine Depris sind. Meine Stimmungen habe ich mit diesem Programm teilweiße richtig gut im Griff. Lenk dich ab so gut du kannst. Unternimm viel und versuch dich aufzuraffen. :smile:
     
    #3
    Jeanne78, 14 September 2009
  4. HappyEnd.
    Gast
    0
    Ich habe Angst vor diesem Neuanfangen, weil ich glaube, dass ich's nicht packen werde, dass so noch mehr auf mir lastet & ich wieder runter gehe. Meine Hausärztin hatte mich an einen Psychologen überwiesen, nur bin ich nie hingangen. Mir fehlt schon nen Partner, Freundinnen können so einen eben nicht ersetzen .. aber wünscht sich nicht jeder Single jemanden an seiner Seite!?

    Ich ziehe mich selbst schon ziemlich zurück, bin lieber alleine zuhause. Am Wochenende bin ich eigentlich immer unterwegs, aber unter der Woche mach ich mein eigenes Ding. Vielleicht sollte ich öfters rausgehen, ich probiers mal aus, danke für die Ratschläge! :smile:
     
    #4
    HappyEnd., 15 September 2009
  5. unskill3d
    unskill3d (24)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    187
    43
    7
    Single

    klar sehnt sich jeder Single nach einem Partner :zwinker:
    (Korrektur bevor hier noch jemand Meckert, fast jeder Single :grin:)

    Aber wa snicht ist kann ja noch kommen!

    Ich denke du tust gut daran auf die anderen zu hören und mal ein bisschen spazieren z ugehen oder solche Sachen. Denn so ein richtig schöner Herbstspaziergang wenn die Blätter so schöne Farben tragen finde ich zum Beispiel schöner als diese blöde Sommerhiitze!
     
    #5
    unskill3d, 15 September 2009
  6. User 36171
    Beiträge füllen Bücher
    1.879
    248
    957
    Verheiratet
    Wenn du merkst, dass dich die Dunkelheit im Winter runterzieht, dann geh raus! So oft wie möglich. Zwing dich auch ruhig mal ein bisschen. Mach jeden Tag einen Spaziergang. Dann bekommst du frische Luft und 'ne ordentliche Portion Licht und Bewegung, du wirst dich um einiges besser fühlen!
    Auch das Gefühl die tägliche Trägheit einmal überwunden zu haben, ist ein positiver Gedanke.

    Ich kenne diese depressiven Phasen auch ein wenig. Je mehr ich mich zurückziehe und daheim bleibe, desto schlimmer wird es und desto weniger habe ich Lust, etwas zu unternehmen.
    Aus dieser Spirale musst du raus!
    Nimm dir etwas vor und zieh es auch durch.
    Geh radfahren, schau dir im Wald die (bald) bunten Blätter an, geh in die Stadt bummeln, schnapp dir ne Freundin und geh nen Kaffee trinken oder ins Kino, ...
    Wenn's kalt wird und schneit, dann geh Schlitten fahren, das tut der Seele gut.

    Auf jeden Fall musst du immer für genügend Licht sorgen. Also: Keine Vorhänge vorziehen und jeden Tag ein bisschen rausgehen.
    Auch das Gefühl draußen zu sein, bewirkt bei mir wahre Wunder. Reiß mal so richtig die Fenster auf und kuschel dich in eine warme Decke.
    Und wenn die Luft erstmal nach Plätzchen und Tannennadeln riecht, es anfängt zu schneien und überall Winterketten aufgehängt werden, bist du vielleicht doch ganz froh über den Winter.

    Du solltest jetzt auch die Gesellschaft von Leuten suchen.
    Familie, Freunde, Bekannte. Viel reden hilft und amüsier dich, wenn du dich danach fühlst, aber zwing dich nicht dazu übermäßig fröhlich zu sein. Sei ruhig ehrlich, dass es dir nicht so gut geht, wenn dir das hilft. Da ist jeder ein bisschen anders.

    Übrigens... ich fänd es gut, wenn du ein wenig professionelle Hilfe holst.
    Warum hast du denn Angst davor?

    Liebe Grüße
     
    #6
    User 36171, 15 September 2009
  7. Trauerklops
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    2
    nicht angegeben
    Normaler Weise wollte ich hier nichts mehr schreiben, aber egal ….

    Wie Du schreibst hört sich das nach einer Depression an. Und eine Depression ist nicht zu vergleichen mit „deprimiert drauf sein“. Die wenigsten bekommen ihre Depressionen (sofern es die wirkliche Diagnose ist) von selbst in den Griff. Natürlich gibt es Ausnahmen – aber oft genug ist nur noch die Hilfe über die Medikamentierung zu erreichen. Zu diesem Zwecke ist aber ein Facharzt aufzusuchen – und nicht der Hausarzt. Der kann Dich an entsprechende Stellen weiterleiten – oder Du suchst Dir nach Empfehlung einen Facharzt auf. Ein Diplompsychologe kann helfen – allerdings nicht bei der Medikamentierung. Dieses bitte bei der Wahl berücksichtigen.

    Persönlich denke ich, solltest Du dringend vorstellig werden. Und dein Problem dem Arzt entsprechend schildern.

    Solltest es Dir peinlich sein – sei beruhigt. Was glaubst Du wie viele Leute ihre Depression medizinisch behandeln lassen. Also nicht glauben, man wird hier gleich als verrückt abgestempelt. Depressionen können viele Gründe haben und haben so schrecklich gar nichts mit „verrückt sein“ zu tun.

    Nochmals den eindringlichen Apel – nicht selber rumtüddeln – sondern Fachmann/frau dran lassen – und unterschätze die Einflussnahme einer Depression auf dein Leben.
     
    #7
    Trauerklops, 15 September 2009
  8. kampfkraft
    Sorgt für Gesprächsstoff
    44
    33
    5
    nicht angegeben
    hey,

    du machst einen sympathischen Eindruck. Du wirkst intelligent... du bist attraktiv und ich glaube emotional (positiv gemeint). Ist zumindest mein (vielleicht voreiliges) Ergebnis, wenn ich mir dein Profil angucke und mir deine Themen mal anschaue.
    Mal abgesehen von dem guten Rat, dass du dir helfen lassen sollst: du hast doch beste Voraussetzungen, einen guten Kerl kennenzulernen. An dessen Schulter du dich anlehnen kannst und der dein Halt ist in einer Zeit, die von Veränderungen geprägt ist.
    Du hast Freundinnen... die dir doch bestimmt auch helfen möchten? Und hast du es mal mit Sport versucht?

    Und ein Standpunktwechsel kann Wunder bewirken: sieh die Veränderungen als Chance. Ich glaube, dass Frauen, die sich zum Beruf der Kinderkrankenschwester ausbilden lassen dort auch sehr viel Glück finden können. Warum nicht positiv denken? Warum diese Angst vorm Neuen?

    Ich hab auch oft Phasen, in denen es mir schlecht geht. Keine Depressionen, aber mir gehts dann wirklich übel. Dann wird mir klar, dass ich selbst dafür verantwortlich bin, wie ich mich fühle. Und weil ich mich gut fühlen möchte, arbeite ich so stark an positiven Gedanken, dass es mir plötzlich besser geht.
    lg
     
    #8
    kampfkraft, 15 September 2009
  9. HappyEnd.
    Gast
    0
    Danke für all eure Anworten. :smile:

    Ich versuche positiv zu denken, immerhin hatte ich auch schon ne Zeit in der ich mich echt auf den Auszug und die Ausbildung gefreut habe .. nur wenn ich länger darüber nachdenke überkommen mich doch Zweifel & ich habe das Gefühl, ich würde es mir selbst nur schön reden.

    Ich schätze die Angst kommt daher, dass ich in den zwei Jahren Fachoberschule total versagt habe. Nach der 10ten war ich total motiviert, aber hab einfach nichts wirklich auf die Reihe bekommen. In der 11 haben dann die Phasen, in denen ich total down war, zugenommen. Hatte ich dann nen Jungen kennen gelernt war meine Gefühlslage völlig von ihm abhängig .. ich habe jedes Mal meinen Partner zum Mittelpunkt meines Lebens gemacht, dann ist natürlich klar, dass mir erstmal der Boden unter den Füßen wegfällt, wenn er mich dann verlassen hat. Ich habe einfach unglaubliche Panik davor, dass ich's wieder nicht schaffen könnte. Anfang des Jahres, nach der Trennung von meiner ersten großen Liebe, war ich so fertig mit den Nerven. Mir ging es noch nie so schlecht .. ich war so am Ende, dass ich schließlich zu meiner Ärztin gegangen bin & ihr von meinen Stimmungsschwankungen & allem anderen erzählt habe. Das hat mich unglaubliche überwindung gekostet, doch besser ist da erstmal nichts geworden. Erst als ich dann im Sommer die Schule beendet hatte & Zeit für mich selbst hatte, ging es langsam bergauf, doch je näher nun die Ausbilung und der Winter rücken macht sich diese Traurigkeit wieder in mir breit.

    "Ich weiß freilich nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber soviel weiß ich sehr wohl, es muss anders werden, wenn es besser werden soll."

    & der wichtigste Schritt für mich wird auch ein Termin bei einem Psychologen sein. Was ich nicht erwähnt hatte war, dass ich vorallem eine Therapie zur Trauerverarbeitung machen soll .. mein Opa ist gestorben als ich sechs jahre alt war & mich hat das nie los gelassen, daher kann ich mit Trennung nicht umgehen, egal welche Art von Trennungen. Wie auch immer, sobald ich ausgezogen bin werde ich mir in der Nähe einen Psychologen suchen, jedenfalls hoffe ich sehr, dass ich dies tun werde.

    Nochmal danke, an alle antworten!
     
    #9
    HappyEnd., 15 September 2009
  10. Netsrak
    Netsrak (23)
    Verbringt hier viel Zeit
    83
    93
    1
    Es ist kompliziert
    Hast du eine/mehrere Freundinen denen du deine Probleme anvertrauen kannst?
    Sich an andere aus seinem Umfeld zu halten ist der erste SChritt aus solchen Phasen. (so war es bei mir bissher)
    Dazu auf jeden Fall Sport. Auch hier kann ich wieder nur aus eigener Erfahrung sprechen aber Sport egal in welcher Form hat mich immer aufgelockert. Das muss auch nicht unbedingt draußen sein. Irgendwas in einem Verein was man mit oder gegen andere mach wie z.B. Tennis.

    Ansonsten schreibst du ja das der größte Schritt für dich überhaupt das anmelden für eine Solche Stunde wäre. Wenn du es selber nicht über dich bringst bitte einfach eine sehr gute Freundin darum. Das fällt einem meist sehr viel einfacher.
     
    #10
    Netsrak, 15 September 2009

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