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Wo ist es nur hin- das Gefühl, die Zeit, die Erinnerungen...

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Spes, 24 März 2008.

  1. Spes
    Spes (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hallo, liebe Leser-

    sucht bitte erst gar nicht das Ende des Textes nach einer konkreten Frage ab, dies ist ein Thread zum Nachdenken, Philosophieren oder Diskutieren und ist für diejenigen da, die sich darauf einlassen möchten.
    -------------------------------------------------------------


    Zu fortgeschrittener Stunde möchte ich diesen Thread ausnahmsweise mit keinem beziehungstechnischen Hilferuf, keinen Fachfragen über die besten Stellungen oder die effektivsten Pickup-Maschen füllen, sondern mit etwas, das für mich untrennbar mit dem Gebiet Beziehung/Sex/Liebe verbunden ist und was heutzutage leider viel zu häufig übersehen wird-

    -nämlich dem Gefühl.

    Gefühl ist etwas, was sich nur schwer in Worte fassen lässt, von jedem etwas anders empfunden wird und - obwohl es neuerdings allzu oft als Schwäche ausgelegt wird- einen ganz wesentlichen Einfluss auf den Lauf dieser Welt hat.

    Nun verändern Erfahrungen, Lebenssituationen und die Zeit natürlich auch den Blickwinkel und damit die Empfindung.

    Ich selbst gehöre zu den Menschen, die sich, wenn es in der Öffentlichkeit darauf ankommt, sehr gefasst geben und keine Miene verziehen können - aber tatsächlich bin ich ein sehr emotionaler, romantischer und melancholisch veranlagter Mensch, was sich nur in meiner Stimme, meiner Musik oder meinen Texten niederschlägt wenn ich alleine bin oder zusammen mit denen, die mir nahestehen.

    Und je länger ich mich in dieser Welt umsehe, umso mehr wird deutlich, dass es tatsächlich dann eine Haltung der Schwäche ist, sein Gefühl zu verbergen...man macht sich nicht gerne angreifbar...das merkt fast jeder, aber offen ausgesprochen wird es, gerade auf höhergestellter Ebene, eher selten.

    Und dennoch vermisse ich etwas. Ich habe nun das zwanzigste Lebensjahr hinter mir gelassen und bin lange kein Kind mehr. Doch die Erinnerungen an das Verknalltsein in Jugendtagen malen sich in prächtigereren Farben als je zuvor in meinen Gedanken aus.

    Einmal.
    Dieses Gefühl, das ich nie vergessen werde und das mir hoffentlich für die wenigen Tage nicht zum letzten Mal mein ganzes Dasein mit Freude und meine Brust mit Wärme erfüllt hat.
    Falls mir nun jemand die Pragmatik entgegenstellt: Ich bin Biochemiker und könnte sämtliche Handlungen der biochemischen Maschine Mensch auf den Fluss von Molekülen und elektrischen Impulsen zurückführen. So spricht die Logik, aber der Mensch besteht nun einmal aus mehr als nur Gehirn und lebt mit seiner gesamten Wesenheit...
    Es war Himmelblau und Rosarot, weich und unbekümmert, freilich auch blauäugig und naiv und allzu idealistisch.
    Aber es war kuschelschön.
    Und in solchen Momenten geht mir wieder auf, wie wichtig es doch wäre, sich selbst im Leben einen Teil seiner kindlichen Züge zu bewahren.
     
    #1
    Spes, 24 März 2008
  2. JackB
    JackB (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Ich bin auch deiner Meinung. Ich habe das Gefühl, dass je älter ich werde, desto mehr stumpfe ich ab. Nicht nur was meine Wahrnehmung und der steige und gleichmäßige "Verschleiß" meiner Sinnesorgane anbelangt. Sondern auch was meine Gefühlswelt betrifft. Man ist vielzu verkrampft. Man schützt sich vor dem Umwelt mit einem eisenharten Gefühlspanzer, der einen zwar unverwundbar aber genauso Gefühllos werden lässt.

    Unsere industriallisierte Welt ist vllt Reich an Materiellen Dingen, doch sehr Arm an geistigen Werten. Wie kann es sosnt sein, dass eine Alte Frau einsam und verlassen in einer Millionenstadt stirbt und es die Nachbarn erst nach Monaten an dem gestank der Leiche feststellen.
     
    #2
    JackB, 24 März 2008
  3. gert1
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hat natürlich auch eine andere Seite. Die Familie der Frau ist vllt. gestorben, wäre die Industrialisierung nicht würde sie wohl schon gleich danach im Sumpf irgendwo liegen :zwinker:

    Aber auch ich sehe das so das ich stark merke das in unserer Welt einfach ein wichtiger Teil des Lebens verloren gegangen ist, ich kann nicht direkt sagen wie und wo ich das merke aber man spürt es einfach.
     
    #3
    gert1, 24 März 2008
  4. User 75021
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Der TS redet und denkt wie ein 60 jähriger. :ratlos:
    Ja, dein Leben ist vorbei. Du bist nun 20 und hast alles schon mal erlebt. Du wirst nie wieder die Gefühle entwickeln, die du bei deiner ersten verliebtheit hattest.
    Wird Zeit sich mit dem Gedanken zu befassen, das dein Leben nun vorbei ist.
     
    #4
    User 75021, 24 März 2008
  5. Alcedo atthis
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:

    Joa...LOL


    Ich glaube nicht das es so ist das man gefühlsmäsig abstumpft, ich denke solche situationen sind eher eine vorrübergehende Flaute. Und dann irgendwann ohne das man damit rechnet BOOOOM, alles wieder da, das verliebtssein die wunderschöne heile Welt und vielleich viel schöner als je zuvor.
     
    #5
    Alcedo atthis, 24 März 2008
  6. Spes
    Spes (29)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Oha, wie war ich denn gestern Nacht drauf- hätte wohl mehr schlafen sollen :tongue:
    Naja, im Nachhinein ist das sehr drastisch formuliert, aber es ist wohl trotzdem richtig, dass man zunehmend abstumpft je älter man wird.
     
    #6
    Spes, 24 März 2008
  7. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich merks auch... unter den "Erwachsenen" muss ich ernst sein. Unter meinen Freunden bin ich aber sehr gerne Kind und verspielt (natürlich im Maße des Verünftigen), hab Spaß, kann mir meine Fantasiewelten zusammenträumen und einfach ich sein.

    Ich merke aber auch leider wie sehr meine ehemaligen Freunde und Kollegen abstumpfen. Aussehen, Macht, Beruf, Geld... das ist wichtig. Keine Gefühle mehr. Sie halten mich manchmal für zurückgeblieben, weil ich Kind bin. Weil ich meine Ideen und Träume lebe und weil ich verrückt erscheine (in ihren Augen).

    Ich lebe und daran will ich nichts ändern. Ich will nicht wie ein toter Fisch mit den Strom schwimmen - solange ich die Kraft und den Willen dazu habe werde ich dagegen schwimmen, frei und glücklich sein.

    Ich spüre mich lieber, auch wenn ich deprimiert oder traurig bin, Angst habe...

    Es ist für mich schlimmer nichts oder nur sehr abgestumpft zu fühlen als traurig/ depri zu sein...
     
    #7
    Kiya_17, 24 März 2008
  8. User 53748
    User 53748 (28)
    Meistens hier zu finden
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    in einer Beziehung
    Ich habe das Gefühl das Kiya_17 mir aus der Seele spricht.

    Es betrifft ja nicht nur, beziehungsweise zum Glück eher weniger, das Gefühl des Verliebtseins, was vielleicht gerade deshalb für manchen Erwachsenen so toll ist, weil alles andere abstumpft sondern eben den Rest.
    Will meinen: Früher, als Kind habe ich die Welt als so grausam empfunden wenn ich mal Nachrichten geschaut habe und eben mitbekommen habe, was an Gewalt, Krieg und Verbrechen auf der Welt los ist. Heute ist das, meiner Ansicht nach, nur noch in sehr seltenen Fällen so, dass man sich wirklich Gedanken macht, über das, was jeden Tag auf der Welt geschieht. Deshalb brennen die Boulevard-Magazine auf außergewöhnliche, nie dagewesene, die bisherige Grausamkeit noch übertrumpfende News.

    Ich gelte auch als Freak, verrückt usw. Und das nur, weil ich mich nicht hinein pressen lassen will, in diese Welt, die so sehr vorbestimmt ist. Ich sehe Schule nun mal nicht als das Wichtigste an und liebe es mit meinen Freunden in der Freizeit herum zu albern und Spaß zu haben. Besorgt sehe ich wie oberflächlich Bekanntschaften in hohem Alter werden, man spricht nur noch über die Arbeit, die Kinder, die Krankheiten usw. Man entwickelt keine Ideen mehr, macht keine verrückten Unternehmungen zusammen, kann sich nicht zu mehr aufraffen als einem allmonatlichem Kaffeekränzchen. Gut, davon bin ich noch weit entfernt, aber ich setze alles daran, die Freunde aus der jetzigen Zeit auch in hohem Alter noch zu haben und mit ihnen so umzugehen, wie jetzt auch.

    Der Mensch wird zur Maschine gemacht, die Menschen haben Angst, wenn sie krank sind, gefeuert zu werden und gehen trotz Krankheit zur Arbeit, heraus kommt nach völliger Überarbeitung sowas wie das Bournout-Syndrom oder schwere Depressionen. Gefühle sind unerwünscht, behindern Leistung, usw. Es kommt wirklich nur noch auf Geld und Erfolg usw an.

    Manchmal denke ich, ich gehöre nicht in diese Zeit.. so viele passen sich dem an, bin ich denn die einzige die nicht damit zurecht kommt in diese vorgefertigten Formen schlüpfen zu müssen?


    Meine Eltern haben außerdem Angst vor dem Altwerden, Angst vor dem Tag an dem sie dement aufwachen werden, Angst davor, nicht mehr mündig zu sein: Aus Angst vor dem Heim, was sie erwarten könnte, in denen Menschen schlechter als Tiere behandelt werden.

    Prost auf diese Lebensweise, die sich der Mensch geschaffen hat... :bier:...:kopfschue
     
    #8
    User 53748, 24 März 2008
  9. ComeOnBaby
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    nicht angegeben
    Die Frage ist eher - will man sich den anpassen? Zur Vorposterin.

    Durch die Gesellschaft wird die Karriere sehr stark verschriehen, es werden Werte aufgedrückt, die von den Eltern gelehrt werden.
    -> Seie höflich, blabla.

    Ich denke mal TS, das du der Typ Mensch bist, der willenlos alles machst. So hast du dich angehört, fügst dich allem was man sagt und was dir aufgeschrieben ist.

    Gehe doch einmal aus dir raus, mache was verrücktes. Stelle dich in Dortmund auf die Fußgängerzone und halte eine Rede wie toll doch der Schalke04 ist :zwinker:

    Dein Leben hat gerade erst begonnen, vllt hattest du nur wenige Freundinnen und bist Single und hast deshalb das Gefühl des alleineseins?
     
    #9
    ComeOnBaby, 24 März 2008
  10. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
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    vergeben und glücklich
    Nein das will ich nicht. Ich hab mich einmal angepasst und ich bin seelisch gestorben, zugrunde gegangen. Ich hatte damals über lange Zeit ein richtiges Burn-out. Erst als ich wieder auf meine alte Schule gegangen bin, und diese Schullaufbahn abgebrochen hab, habe ich angefangen zu leben und meine Wunden konnten langsam heilen.

    Ich sehe noch immer Nachrichten und fühle mit. Es ist mir lieber mitzufühlen als abzustumpfen, innerlich wieder tot zu sein.
    Ich kann mich an den einfachsten Dingen erfreuen, an einer Blume, am Wind, wie er durch meine Haare weht, an den Wolken am Himmel, an dem Farbenspiel der untergehenden Sonne, an den vielen Sternen am Himmel oder auch nur der Musik die ich höre oder an dem Apfel, den ich gerade esse. Ebenso, wenn ich einem Menschen helfen kann, und sei dies nur eine Auskunft über den Weg oder den Zugzeiten.

    Ich empfinde es als so wertvoll zu fühlen, so schmecken, zu riechen und neue Erfahrungen zu machen.
    Ich bekomm wirklich Panik, wenn ich dasitze und nichts fühle (dann frage ich mich, was nicht in Ordnung ist). Ich bin dankbar dafür leben zu können - umzwar richtig intensiv zu leben und nicht nur einen monotonen Alltag zu haben.

    Paulo Coelho schreibt in dem Buch "Handbuch des Kriegers des Lichts":
    Diese Worte haben mir sehr weitergeholfen...
     
    #10
    Kiya_17, 24 März 2008
  11. ComeOnBaby
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    nicht angegeben
    Du bist erst 18. Von was für einer Vergangenheit sprichst du???

    Die Frage ist wie du anpassen definierst.

    Ich definiere anpassen als an Gott glauben, das was uns vorgeschrieben wird ( zum Bsp zu Lehrern/Beamten respektvoll zu sein), sind immer gut benehmen zu müssen (zum Bsp niemals in der Fußgängerzone plötzlich laut lachen und herumalbern, dass es echt jeder mitbekommt der vorbeiläuft).

    Als nicht anpassen definiere ich sogenanntes abstumpen, wenn zum Bsp irgendwas passiert ->Medien. Ich sehe es als Ereignis an, das passiert ist und mich nicht betrifft. Es ist schlimm , doch wieso das Hirn damit so vollstopfen? Es sind von Menschen erfundene Werte, wie das Gute, so auch das Schlechte.
    Das Gute ist gut , weil es sich im Laufe der Jahre so eingebürgert hat. Während für uns die Stierkämpfe böse sind, stellen sie für die Spanier ein Higlight dar.
     
    #11
    ComeOnBaby, 24 März 2008
  12. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich bin in der Schule immer gemobbt worden. Eigentlich wars mir immer recht egal, weil ich immer 1-2 Freunde hatte mit denen ich mich verstanden habe.

    Als ich dann in der Oberstufe auf die HAK wechselte kannte ich niemanden und durch meine Interessen und meine Art wurde ich extremst gemobbt. Ich hab damals versucht mich anzupassen (bis zu einem gewissen Maß), aber ich wurde nie von der Klassengemeinschaft akzeptiert. Ich hab mich damals verständlicherweise immer mehr und mehr zurück gezogen, bin abgestumpft, irgendwann war mir alles egal. Noten, mein Körper, mein Leben, alles.
    Da gabs dann drei ausschlaggebende Punkte:

    1.) Es gab eine Klassenmediation, in der sich herausstellte, dass ich das Problem der Klasse sei. Ich alleine, war Schuld daran, dass die Atmosphäre in der Klasse schlecht war.
    2.) Ich hab mir in der Zeit mehrmals zum Spaß (ich hab es damals wirklich als normal und Spaß empfunden) ein Messer als die Pulsadern gehalten. Würde ich sterben - es wäre mir egal gewesen.
    3.) (der für mich heftigste Fakt) Ich konnte keine Farben mehr wahrnehmen. Ich meine, ich hätte dir schon sagen können das das rot, blau oder gelb sei. Aber es waren kalte und trübe Farben. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass ich die ganze Zeit über in dieser Schule nur Kälte empfunden habe.

    Beim ersten Punkt haben mich meine Klassenkollegen gebrochen (etwa zeitgleich habe ich herausgefunden das mich sämtliche Leute, die ich als Freunde bezeichnet hatte so ziemlich verarscht haben und ich glaub etwa eine Woche später hat mein damaliger Freund, meine Stütze Schluss gemacht).

    Das war mit 15. Ich habe letztlich die Schule gewechselt, als sich die Möglichkeit gegeben hat und bin zurück auf meine alte Schule gegangen. Dort hab ich mich wieder erholen können und hatte wieder Spaß, hab Freunde gefunden...

    Klar, ich bin erst 18. Aber ich fühle mich manchmal wirklich reifer oder lebenserfahrener als manche sog. "Erwachsenen", weil ich diese Erfahrungen machen durfte.

    Mit einigen neuen Freunden habe ich dann gelernt aus dem Loch herauszukommen und mein Leben nach meinen Vorstellungen zu leben. Ich konnte mich so nach und nach selber kennen lernen.
    Dafür bin ich wirklich dankbar.
    Diese Erfahrung kann/ darf nicht jeder machen. Und ich merke jetzt noch, wie sehr ich mich von den anderen Leuten, mit denen ich mich damals verstand auseinanderentwickle.

    (ich will hier auch kein Mitleid, du hast gefragt :zwinker: )



    Als Anpassen definiere ich etwa Folgendes Schema:
    Eine Person (der Anführer) sagt das etwas cool ist. In meinem Fall das man unbedingt ein Moped haben muss, das man Rauchen muss, am WE fortgehen und sich besaufen, man musste "cool" sein, die richtige Musik hören etc.
    Die anderen laufen diesem Anführer nach und bilden die Masse.

    Mir gefällt auch das Sprichwort:
    "Nur tote Fische schwimmen mit dem Fluss." sehr gut deswegen.

    Tjo... als Nicht-Anpassen empfinde ich Menschen die glauben anders zu sein, aber grundsätzlich einem Einheitsklischee nachlaufen. Im Grunde, die alles tun um nicht dem Mainstream anzugehören.

    Als Einzelgänger bezeichne ich die Rebellen, die "Krieger", die sich selbst bekämpfen und sich selbst kennen lernen dadurch.
    Die manche Strömungen respektieren und selbst gut finden und für alles offen sind.
    (ich höre z.B. sehr gerne Punkrock oder manchmal auch Techno, obwohl ich mich sonst eher zu den Metal-Hörern einstufe).
     
    #12
    Kiya_17, 24 März 2008
  13. ComeOnBaby
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Du scheinst ein Problem mit deinem Selbstbewusstsein zu haben, weil dir das alles so stark zusetzt. Bei mir persönlich war und ist es heutzutage auch noch so. Bin praktisch der Depp, kein Mädchen redet mit mir an meiner Schule.
    Aber: Nur ich habe mir einen Freundeskreis außerhalb der Schule aufgebaut. Und zwar bissle weiter weg. Bin öfters und in Discos unterwegs, wo manche 'Möchtegern'-Coolen träumen hinzugehen. Und viele Frauen lächeln mich süß an. Würde ich dir auch empfehlen - wenn die Leute aus deiner Klasse alles Deppen sind- auf der Welt leben 6 Milliarden Menschen!!! Und in der digitalen Welt lernst du so schnell so viele neue nette interessante Leute kennen!
    So ist es bei mir, in der Schule der Depp praktisch ,aber außerhalb beliebt.

    Deine Einteilung unten ist recht nett - nur ordne mich mal ein!
    -> Werte gibt es nicht für mich, ich bin ''Atheist'' glaube also nicht an Gott und nichts, ich sage jedem meine Meinung eiskalt ins Gesicht ohne Rücksicht wie hart ich das formuliere. siehst du im Forum hier auch, wie hart ich mit jedem ins Gericht gehe. Andererseits bin ich für alles offen, ich respektiere sogar im Gegenteil einen Menschen der hart auf dem Bau schafft um seine Familie zu ernähren mehr als einen Politiker, der Sportvereine unterstützt oder wohltätige Organisationen leitet!!
    Mainstreammäßig passt sich jeder irgendwie an, ich zum bsp höre sehr gerne Musik die in Diskos gespielt wird, und da es immer das gleiche ist, ist das Mainstream.

    Also viel Spaß bei der Zuordnung xD

    Der 2. Haken an deiner Aufteilung: Was ist dann mit den Anführern der Gruppe?? Wie ordnest du solche Menschen ein?
     
    #13
    ComeOnBaby, 24 März 2008
  14. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Nein, ich habe kein Problem mit dem Selbstbewusstsein. Das ist gut 3 Jahre her... :smile:
    Ich gehe zwar jetzt auf eine komplett andere Schule, aber ich komm mit den Leuten da klar bzw. sie lassen mich in Ruhe. Ein paar Kollegen hab ich da. Als Freunde würd ich die aber nicht bezeichnen.

    Ich hab mir auch Freunde außerhalb der Schule gesucht; in meinem Verein (und über diese Leute dann wieder neue Leute kennen gelernt). Übers Internet hab ich auch sehr viele Leute kennen gelernt.

    Ich weiß nicht wie ich dich "einteilen" würde. Erstens gibts auch Mischtypen und zweitens lern ich einen Menschen lieber erst persönlich kennen, bevor ich so ne Entscheidung treffe.
    Für mich ists aber prinzipiell wichtiger ob die Chemie passt (oder auch nicht), wie viel Toleranz herrscht usw.

    Die Anführer... Mainstream. Die haben oft eigene Schwächen, die sie mit ihrer Coolness und mit dem Mobbing anderer Menschen herunterspielen wollen.

    Fakt ist eigentlich: Ich war damals anders (unbewusst) und ich bins heute noch immer (sehr bewusst).

    Jetzt bin ich eher unbeliebt, weil ich kritisch hinterfrage :smile: .
     
    #14
    Kiya_17, 24 März 2008
  15. s-line
    s-line (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ein großes Problem ist auch, dass die Medien, Frauen und die Gesellschaft einem eintrichtern: Wenn du als Mann Gefühle zeigst, bist du ein Weichei und kein richtiger Mann!

    Und viele Männer wissen daher nicht, wie sie sich verhalten sollen.
    Einerseits sagen viele Frauen, dass sie einen Mann wollen der verständnisvoll und zärtlich ist.

    Ist man das dann als Mann, springen sie plötzlich auf die Machos an und jammern dann wieder, warum dieser Mann nicht gefühlvoll ist. :ratlos:

    Was dieses Kindliche betrifft: Ich habe beruflich sehr viel Kontakt zu anderen Menschen, nehmen an Meetings teil usw. muss da also professionell sein.
    Privat habe ich mit einer Frau aber auch gerne mal sowas wie "unsere eigene Welt".

    Da darf man sich dann mal fallen lassen und kindische Sachen machen und mit einigen habe ich sogar ne Art eigenen Wortschatz, ich denke einige kennen das: Bestimmte Sätze die einfach kein anderer Versteht, insider halt :zwinker:

    Aber auch da fühle ich mich schon manchmal nicht gut bei, da auch wieder im Hinterkopf ist: Die hält dich irgendwann für kindisch und sieht in dir nicht den Mann sondern den Clown.

    Und was das abstumpfen betrifft: Das ist wie der Hammer auf dem Daumen: Wenn du das erste mal zuschlägst, tut es höllisch weh!
    Schlägst du noch 3x zu, merkst du es irgendwann gar nich mehr, da der Daumen irgendwann taub wird.

    Genauso ist es auch mit unseren Gefühlen!

    Wir werden verletzt und fallen in ein tiefes Loch.
    Je öfter das passiert, desto weniger interessiert es uns, vielleicht eine Art Schutzreaktion damit wir nicht komplett durchdrehen.
     
    #15
    s-line, 24 März 2008
  16. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:
    Ich weiß nicht, welche Frauen das machen... mir sind zärtliche und verständnisvolle Männer viel lieber - als Partner und auch einfach als Kumpel. Klar darf mein Partner dann auch mal härter sein, aber grundlegend brauch ich jemanden der mich versteht und mit dem ich auf derselben Linie bin... :eek:
     
    #16
    Kiya_17, 24 März 2008
  17. Spes
    Spes (29)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Ich stimme dem zu, was S-line gesagt hat.
    Dass Frauen häufig die eierlegende Wollmilchsau suchen und dabei manchmal leicht orientierungslos oder entschlussmüde werden ist noch ein Thema, das in dem Forum schon recht oft an anderer Stelle thematisiert wird.

    Der Grund für das Abstumpfen sind mit ziemlicher Sicherheit eine Art Schutzmechanismus...
    aber die Frage ist nun, kann man diesen Mechanismus irgendwie rückgängig machen, sozusagen die selbstgeschaffenen Mauern zum Einsturz bringen um auch wieder offener für positive Empfindungen zu werden ?
    Letztlich ist die Frage, ob es einem lieber ist das Glückspiel zwischen Glück und Schmerz einzugehen oder beides auszuschließen.
     
    #17
    Spes, 25 März 2008
  18. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ja das geht. Indem man lebt, seine Gefühle wieder zulässt. Indem man sich überlegt, was man wirklich gerne machen würde. Einfach schreien, wenn man glücklich ist oder heulen wenn man traurig ist...

    In die Natur gehen, intensiv leben... genießen. :smile:
     
    #18
    Kiya_17, 25 März 2008
  19. Spes
    Spes (29)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Nun,
    ich muss damit klarkommen, dass ich meine Jugendzeit nicht ausgekostet, die Zeit verlempert habe und brav nie vom vorgegebenen Weg abgewichen bin, wo andere ihren Spaß hatten.
    Und zu allem Überfluss auch noch (mehrmals...) die Mädchen abgewiesen habe, die mich gern hatten und die ich vielleicht mehr gemocht habe als irgendjemanden sonst in meinem Leben.
    Dass mir die Liebeserfahrungen der Jugendzeit fehlen kann ich nie wieder gut machen. Es ist jetzt einfach anders...

    Also liebe jungen Leser, macht was draus :zwinker:
     
    #19
    Spes, 29 März 2008
  20. Piratin
    Piratin (38)
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Also ich bin schon im methusalemartigen Alter von 30 und absolut nicht der Meinung, in irgendeiner Weise abgestumpft zu sein. Das liegt sicher daran, dass ich mir noch viel Kindlichkeit und Fröhlichkeit über die Jahre einfach bewahrt habe und statt lange Gedankenfäden zu spinnen mich schon immer lieber mitten rein ins pralle bunte Leben gestürzt habe.

    Ich bereue nichts, von dem was ich getan habe und freu mich schon drauf, was das Leben noch so alles an Überraschungen in petto für mich hat.:cool1:
     
    #20
    Piratin, 29 März 2008

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