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Zeitsoldat - Erfahrungen und Meinungen

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von PraxXx, 8 April 2010.

  1. PraxXx
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    1
    Single
    Hallo,

    ich spiele seit einiger Zeit mit dem Gedanken mich bei der Bundewehr als Zeitsoldat (Offizierslaufbahn mit Studium) zu verpflichten. Was haltet ihr so allgemein vom Beruf des Soldaten (vll auch in Hinblick auf die aktuellen Situationen).

    Vll sind ja auch ein paar Soldaten hier im Forum (oder Leute die welche kennen und ihre Erfahrungen mit uns teilen können).

    Gruß

    PraxXx
     
    #1
    PraxXx, 8 April 2010
  2. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Frag dich einfach ob du bereit bist in den Krieg zu ziehen. Genau das kann die Verpflichtung als Zeitsoldat nämlich derzeit sehr gut bedeuten.

    Zudem muss du dich halten fragen, in wie weit du räumlich flexibel bist, kannst dir halt nicht wirklich aussuchen, wohin es dich eventuell mal verschlägt.

    Ich halte da nicht wirklich viel von, meiner Meinung nach ist ein Großteil der Leute die mit der BW längerfristig zu tun haben, "leicht" komisch geworden, so zumindest meine Erfahrung aus dem Bekanntenkreis.
     
    #2
    Schweinebacke, 8 April 2010
  3. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.193
    348
    3.050
    Single
    Nein, das wird es bedeuten. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Denn bis man Offizier ist - die in Afghanistan eher seltener anzutreffen sind -, ist es ein dennoch langer Weg durch die Dienstgrade. Und ein Abzug aus Afghanistan ist nicht in Sicht. Die Bundeswehr ist nicht nur in Afghanistan, ISAF ist nur der derzeit am größten mandatierte und meistbeachtete Einsatz. 1.500 Soldaten sind derzeit noch im KFOR-Einsatz im Kosovo, das Doppelte für EUFOR in Bosnien-Herzegowina. 250 weitere Soldaten leisten Dienst im Rahmen von UNAMID in Darfur. Und wo der nächste Einsatz droht, kann man auch noch nicht absehen. Kirgisien ist eher unwahrscheinlich, aber was ist, wenn es einen Umsturz in Pakistan gibt, immerhin einer Atommacht?

    Du musst es selbst wissen und Dir selbst darüber klar sein, was es für Dich persönlich bedeuten kann. Auch für Deine Beziehung. Immerhin muss sie auch damit klar kommen, wenn Du ein halbes Jahr oder ein Jahr in ein Krisengebiet musst.
     
    #3
    User 76250, 8 April 2010
  4. Kann ich nur empfehlen... Die Ausbildungsmöglichkeiten sind überdurchschnittlich gut und die "Nachfrage" nach Soldaten mit abgeschlossenem Studium beim Bund ist ebenfalls hoch.
    Über die Risiken sollte sich jeder bewusst sein, Soldaten sind eben keine Pfadfinder...
     
    #4
    Hildesheimer112, 8 April 2010
  5. brainforce
    brainforce (33)
    Beiträge füllen Bücher
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    557
    nicht angegeben
    Persönlich bin ich dem "Beruf Soldaten" in Deutschland neutral eingestellt! Für mich persönlich wäre es nichts und ich bin auch ausgewiesener Gegner der Wehrpflicht.

    Ansonsten kann ein "bezahltes" Studium bei der Bundeswehr verbunden mit einem nach dem Studium sicheren Beruf eine lohnenswerte Option sein!

    Es ist nur absolut wichtig das sich Bewerber bewusst sind auf was sie sich einlassen! Soldat sein bedeutet evtl. irgendwann einmal ein hohes Risiko für das eigene Leben eingehen zu müssen - dieses teils hohe Risiko wird meines Erachtens eher kärglich entlohnt.

    Jedem der sich auf das "Abenteuer Bundeswehr" einlässt sollte bewusst sein das er letztlich dadurch seinen eigenen Tod am Hindukusch (oder sonstwo zukünftig) in Kauf nimmt - für hinterfragunswürdige Ziele... Dazu kommt noch das der Arbeitgeber Bundeswehr scheinbar nicht mehr als attraktiv erachtet werden kann.

    Die Moral im Inneren der Truppe scheint ja aufgrund fehlender Investitionen, veralteten Männlichkeitsritualen, fragewürdigen Entscheidungen "von oben" usw. nicht unbedingt die Beste zu sein...

    Für Beziehungen ist ein langfristiges Engagement bei der Bundeswehr auch nicht ganz ungefährlich - häufige Verlegungen, Wochenenddienst, Auslandseinsatz - es gibt sicher einfachere Konstellationen für eine Beziehung - das sollte man nicht außer acht lassen...

    Wie dem auch sei - wer sich auf die Bundeswehr einlässt sollte unbedingt dahinter stehen und sich mit den möglichen Konsequenzen vertraut machen und nicht hinterher "jammern" - andere "Arbeitgeber" machen es Bewerbern in diesen Disziplinen sicher einfacher...
     
    #5
    brainforce, 8 April 2010
  6. Kaya3
    Kaya3 (33)
    Sehr bekannt hier
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    292
    nicht angegeben
    Hallo,

    ich würde dir dringend raten, dich persönlich mal mit jemandem (bzw mehreren) zu unterhalten, der länger etwas mit der BW zu tun hat/hatte.
    Ich kenne an der Uni einige, die länger beim Bund waren oder immernoch damit zu tun haben und da erhält man echt gute und interessante Einblicke. Klar, jeder nimmt das anders wahr, aber wenn du mit mehreren Leuten sprichst, kriegst du bestimmt ne gute Idee von dem, was dich da erwartet. Und damit meine ich nicht mal nen Kriegseinsatz oder so, sondern den Alltag, Umgang, was von einem erwartet wird, wie die Strukturen sind, etc..
    Hör dich mal in deinem Bekannten- und Freundeskreis um, irgendjemand kennt immer jemanden.

    Ansonsten kannst du dich einlesen, ich kenne jetzt zB die Wikipedia-Artikel und die Bundeszentrale für politische Bildung wo man einiges über die Bundeswehr nachlesen kann. In der Zeit war letztens auch ein interessanter Artikel, leider find ich den online nicht.
     
    #6
    Kaya3, 8 April 2010
  7. steamy
    steamy (29)
    Benutzer gesperrt
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    53
    41
    offene Beziehung
    Während des "langen Wegs durch die Dienstgrad", also der Ausbildung zum Offizier wird kein Soldat an einem Einsatz teilnehmen, dafür fehlt einfach die Zeit.

    Danach ist ein Einsatz für einen Offizier genauso wahrscheinlich wie für andere Soldaten auch.

    Gegen eine Verpflichtung als Zeitsoldat sprechen aber noch ganz andere wichtige Gründe:
    - Das "kostenlose" Studium liegt zu Beginn der Dienstzeit, nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr ist das erworbene Wissen schon mehr als 6 Jahre alt,
    - Deine Tätigkeit als Soldat nach der Uni hat nichts mit dem Studium zu tun, es fehlt also jegliche Berufserfahrung,
    - die Ausrüstung der Bundeswehr ist mehr als veraltet, viele Kasernen ebenso, Geld fehlt an allen Ecken und Enden,
    - Geld für Beförderungen fehlt ebenso, die wenigsten Soldaten auf Zeit können als Offizier die Besoldungsgruppe A12 erreichen,
    - wer nicht stromlinienförmig und angepasst ist sondern öfters seine eigene Meinung vertritt, hat oft ein schweres Leben und muß subtile Schikanen hinnehmen,
    - eine Chance, die Bundeswehr vor Ablauf der 13 Jahre zu verlassen, besteht aufgrund des eklatanten Nachwuchsmangels kaum.
     
    #7
    steamy, 8 April 2010

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