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Zeitung lesen während der bezahlten Arbeitszeit - ok oder nicht?!

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Gazalia, 10 März 2008.

  1. Gazalia
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    meine gute Freundin hat eine Schönheitsfarm/Wellnesscenter, wie immer man das auch nennen will. :zwinker:

    Sie hat ein paar Angestellte, die eigentlich den ganzen Tag über beschäftigt sind.
    Nun hat sie seit ca., hm, 4-5 Monaten eine neue Angestellte, die für die diversen Massagen zuständig ist. Diese neue Mitarbeiterin hat noch nicht sooo viel zu tun, sie ist für 18 Stunden angestellt, d.h. sie kommt mittwochs, donnerstags und freitags für jeweils 6 Stunden.
    In dieser Zeit hat sie (meistens) keine Pause (da es erst ab 6 Stunden täglicher Arbeitszeit vorgeschrieben ist, zumindest in Österreich) - meine Freundin hat aber auch kein Problem wenn ihre neue Angestellte sich eine Pause einträgt und dafür eben länger bleibt, früher kommt etc.
    Nun ist es so, dass sich die Angestellte eher selten eine Pause einträgt - wenn sie aber keine Kunden hat und meine Freundin gerade anderweitig beschäftigt ist, sieht sie dann meistens zufällig, wie ihre neue Angestellte einfach nur herumsitzt und Zeitschriften liest.
    Wenn sie das sieht, sagt meine Freundin meistens zu der Neuen: "Könntest du bitte nach der Wäsche in der Waschmaschine schauen"/Giesst du bitte die Blumen/kannst du bitte die Mülleimer ausleeren".

    Manchmal erntet sie dann auch einen seltsamen Blick von der neuen Angestellten, so kommt es ihr zumindest vor.
    Sie will sie aber auch nicht vertreiben, weil sie sehr lange nach einer guten Masseurin gesucht hat.

    Die beiden (meine Freundin und ihre neue Angestellte) sind ungefähr im gleichen Alter, die Angestellte ist ca. 1 Jahr älter.

    Nun hat sich meine Freundin bei mir halt ein bisschen aufgeregt - dass sie es unverschämt und frech von der neuen Mitarbeiterin findet, dass sie einfach so, obwohl sie keine Pause hat, Zeitschriften liest, bzw. nur herumsitzt, obwohl es viel zu erledigen gäbe (Wäsche waschen, Leintücher bügeln, staubsaugen etc.)

    und das Ganze kommt ca. 1x am Tag vor, nicht alle 3 Wochen. Zum Beispiel macht die neue Angestellte das 1 Stunde bevor sie aus hat und kein Kunde mehr eingetragen ist.

    als ich mit meinem Freund darüber gesprochen habe, meinte er, er fände das nicht so schlimm, wenn man sich mal hinsetzt und Zeitung liest.
    Ich sehe es aber mehr wie meine Freundin - irgendwo ist es schon anmaßend, in der BEZAHLTEN Arbeitszeit unnütz herumzusitzen.

    immerhin bezahlt meine Freundin sie nicht schlecht, und ganz sicher nicht fürs Nichtstun!

    Wie seht ihr das?
    Würdet ihr es als ArbeitGEBER in Ordnung finden, wenn eure Mitarbeiter in der von euch bezahlten Arbeitszeit Zeitungen lesen?
     
    #1
    Gazalia, 10 März 2008
  2. Schmusekatze05
    Meistens hier zu finden
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    Verheiratet
    Ich würde mich erstmal fragen, wofür die Angestellte laut Arbeitsvertrag angestellt ist. Nur zum massieren? Dann fände ich es okay, wenn sie keine Kunden hat, dass sie Zeitung liest.

    Steht im Arbeitsvertrag auch, dass sie für die Wäsche etc. zuständig ist, dann muss sie das natürlich machen. Wenn das allerdings nicht zu ihrem Aufgabenbereich gehört, dann ist es guter Wille, dass sie hilft, wenn sie dazu aufgefordert wird, aber sie muss es nicht.
     
    #2
    Schmusekatze05, 10 März 2008
  3. many--
    many-- (32)
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Da sind die Führungsqualitäten deiner Freundin gefragt. Offensichtlich denkt die Dame, dass sie nur für Massagetätigkeiten angestellt ist und tut in der restlichen Arbeitszeit das, was man beim Bund als rumpimmeln bezeichnen würde.
    Denn: sie ist ja, denkt sie, nur fürs Massieren angestellt, also muss sie sich die Zeit zwischen den Massagen irgendwie vertreiben. Eigentlich ganz normal gedacht.
    Wenn deine Freundin nun aber denkt, dass sie die Dame eigentlich nicht nur als Fachkraft, sondern auch als allgemeine Mitarbeiterin angestellt hat, dann muss sie ihr das mal in einem ernsten Gespräch klar machen! - Kann natürlich sein, dass die Mitarbeiterin, die sicher nicht die arbeitsfreudigste der Welt ist (sonst bietet man auch so schonmal an, irgendwo mitzuhelfen, wenn man schon da arbeitet...), sich dann denkt: nö, ich bin keine Wäscherin, ich bin Massier-Tussi (Masseuse sagt man nicht mehr, oder?), das ist unter meiner Würde, ich bin weg. - Aber hier ist eben, wie gesagt, das Geschick deiner Freundin gefragt. Sie muss ihrer Mitarbeiterin klar machen können, was ihr Job ist, ohne sie wie den letzten Bimbo darstehen zu lassen. Das muss sie können, als Chefin!
     
    #3
    many--, 10 März 2008
  4. Schildkaempfer
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Die Stellenbeschreibung sollte so formuliert sein, dass sie sich auch noch um andere Sachen kümmern muss.

    Und selbst wenn nicht: Ist Ihr Arbeitsplatz immer so ordentlich, aufgeräumt und sauber, wie er sein soll, wenn sie Zeitung liest?

    Wenn so wenig zu tun ist, braucht deine freundin wahrscheinlich keine weitere Angestellte, also ist wohl genug zu tun. Außerdem sollte man bei so einem kleinen Betrieb ncht immer seinen Dienst nach Vorschrift verrichten. Das schadet eher dem Betriebsklima, wenn sich die anderen abrackern und eine Zeitung liest.

    Nein, so ein Verhalten ist inakzeptabel und ich würde die Zeiten als Pausen laufen lassen oder den Einsatz gleichmäßiger in der Woche mit weniger Stunden pro Tag verteilen.
     
    #4
    Schildkaempfer, 10 März 2008
  5. Gazalia
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Verheiratet
    Sie ist als Masseurin angestellt, ja.
    Aber die anderen Angestellten sind auch "nur" als Kosmetikerin, Friseurin etc. angestellt.

    Soweit ich weiss gibts das bei uns gar nicht dass der Arbeitvertrag irgendwie anders lautet:ratlos:

    Aber es gibt dort keine eigene "Putzfrau", "Wäscherin", "Büglerin" etc., es ist normal, dass das die Angestellten machen, wenn sie Zeit/keine Kunden haben.
    Und wenn die anderen Angstellten keine Kunden haben, verrichten sie eben alle auch diese nötigen Dinge.

    Und für die Massage benötigt die Angestellte meiner Freundin ja auch saubere Handtücher, gebügelte Leintücher, einen sauberen Arbeitsraum etc.

    Wenn meine Freundin sie nur noch geringfügig (13 Stunden oder weniger!) beschäftigen würde, wäre das für die neue Angestellte ja auch blöd, weil dass dann doch sehr wenig Geld wäre!
    Ist es da wirklich zu viel verlangt wenn man sich in seiner bezahlten Arbeitszeit nützlich macht?:ratlos:

    @many:
    ja, das denke ich auch. Meine Freundin hat nur "Angst", dass die neue Angestellte dann kündigt, weil sie wie gesagt, öfters schon komisch schaut wenn meine Freundin sie um etwas bittet.

    @Schildkaempfer:
    das schon. Nur gibts eben wie gesagt noch viele andere Dinge zu tun und dort helfen eigentlich alle zusammen, d..h wenn die eine mal keine Zeit mehr hat um zu kassieren, machen das die anderen oder sie räumen sich gegenseitig schnell die verschiedenen Räume auf, wenns gerade stressig ist.
    Und selbst wenn nicht gerade Stress pur herrscht, gibts wie gesagt viele anderen Sachen zu tun, Wäsche waschen (die sie ja ebenso benutzt), Leintücher bügeln und so weiter! Und das machen dann meistens die anderen, obwohl die schon den ganzen Tag Kunden haben.
     
    #5
    Gazalia, 10 März 2008
  6. Schmusekatze05
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    Zu viel verlangt ist es sicher nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass da einfach an der Kommunikation was schief gelaufen ist bei der Einstellung. Deine Freundin hat nicht klar gemacht, dass diese "Hilfswichtelarbeiten" auch zu den Aufgaben der Neuen gehören.

    Ich gehe da mit many-- konform. ich denke, da ist ein klärendes Gespräch fällig, auch auf die Gefahr hin, dass die Neue dann wieder kündigt.

    ich bin jetzt mal ganz ehrlich. Wenn ich in der gleichen "Machtposition" wäre wie die Angestellte, nämlich, dass die Chefin von mir abhängig ist (so hört es sich für mich an) und nicht ich von ihr, dann würde ich die Hilfswichtelarbeiten auch nicht machen. Anscheinend ist es ja nicht so schwierig für die Angestellte auch einen anderen Arbeitsplatz zu finden, vielleicht einen, wo sie solche Arbeiten nicht machen muss.
    Vielleicht muss man als Chef, wenn man gute Leute halten will, auch einfach Kompromisse eingehen.
     
    #6
    Schmusekatze05, 10 März 2008
  7. Gazalia
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Verheiratet
    Na ja, die Angestellte weiss das ja nicht dass sie so wichtig ist für den Betrieb, das hat meine Freundin nur mir erzählt.

    Und sie hat auch schon länger nach einem Job gesucht.
    (ca 6 Monate)
     
    #7
    Gazalia, 10 März 2008
  8. squarepusher
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    es ist zwar zach, wenn deine freundin sie nicht als mitarbeiterin verlieren will, aber besonders, wenn es so inoffiziell geregelt ist (alle sind als spezialisten angestellt und erledigen die restliche arbeit gemeinsam, so hab ich das verstanden), muss dass auch zu dieser mitarbeiterin hingetragen werden.

    deine kollegin hat zwei möglichkeiten: entweder sie stellt gegenüber dieser mitarbeiterin mit wachsender schärfe klar, dass das bei ihr so läuft und nicht anders. und riskiert, sie als mitarbeiterin zu verlieren.
    oder: sie ärgert sich weiter und riskiert nicht, sie zu verlieren.
     
    #8
    squarepusher, 10 März 2008
  9. Kaya3
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    nicht angegeben
    Hallo,

    wenn du sagst, dass die Frau definitiv als Masseurin angestellt wurde, frag ich mich, ob deine Freundin denn mit ihr wirklich mal ein Gespräch geführt hat und ihr ihre Aufgaben im Betrieb dargelegt hat?
    Das ist ja schließlich auch ein Unterschied, ob man als Masseurin eingestellt wird und nur ab und zu mal irgendwo aushilft oder ob es halt normal ist, dass man neben dem Massieren auch den Laden in Schuß hält.
    Ich denke, deine Freundin sollte mal ganz klar die Stelle beschreiben und sagen, was sie von ihrer Angestellten (und von allen anderen) erwartet. Dabei kann man ja durchaus betonen, dass sie die Frau sehr gerne als Masseurin in ihrem Betrieb hat und sich über ein funktionierendes Verhältnis freut. Also man muß ja nicht immer so direkt sagen, dass man auf jemanden oder etwas nicht verzichten möchte.


    Gruß,
    Kaya
     
    #9
    Kaya3, 11 März 2008
  10. User 16351
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    vergeben und glücklich
    Wenn mich jemand als Masseur anstellt und mir dann erzählt, ich solle den Mülleimer leeren oder die Wäsche machen, würde ich auch komisch gucken.
    Ich staubsauge als Architekt auch nicht mein Büro oder putze als Lehrer die Fenster - das machen Putzfrauen. Wenn es um meinen eigenen Arbeitsbereich geht, ist es gerade bei Tätigkeiten, die hygienischen Aufwand erfordern, klar, dass ich den Bereich sauber hinterlasse bzw. eigenständig für die nächsten Kunden vorbereite. Mehr aber auch nicht.
    Da muss doch bei der Vereinbarung der Tätigkeit etwas total schief gelaufen sein.
     
    #10
    User 16351, 11 März 2008
  11. Koyote
    Koyote (38)
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    Verheiratet
    Genau das was hier fehlt ist doch die Aufgabe einer Chefin!

    Den Mitarbeitern die entsprechenden Aufgaben zuweisen.

    Keiner macht gerne die Hilfsarbeiten, aber sie müssen gemacht werden, in jedem Betrieb gibt es diese Aufgaben und in den wenigsten Betrieben gibt es extra Leute für diese Aufgaben.

    In einem guten Betriebsklima läuft das dann irgendwann rund, da kommt sich auch keiner der Spezialisten mehr blöd vor wenn er irgendwelche "niederen" Tätigkeiten ausführen muss.

    Hier muss deine Freundin mit der Mitarbeiterin sprechen, wobei ich nicht verstehen kann dass dies nicht bereits im Rahmen des Vorstellungsgesprächs erfolgt ist.

    Gruß Koyote
     
    #11
    Koyote, 11 März 2008
  12. Energy2006
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    Single
    also ich finde das jetzt auch okay. zumal sie ja als masseurin angestellt ist, zumindest lt. arbeitsvertrag. deine freundin kann sie ja mal höflich fragen ob sie die "putzfrau" auch spielt, aber ich würde es nicht machen. sowas habe ich nicht unterschrieben. da müßte der arbeitsvertrag allgemeiner gehalten werden. sie kann also drauf hoffen dass sie halt die wäsche auch mal mit macht.
     
    #12
    Energy2006, 11 März 2008
  13. Ginny
    Ginny (35)
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    Ich hätte sicher schon bei der ersten Aufforderung der Chefin, mal was zu wischen etc den Wink verstanden und gecheckt, dass das zu den Aufgaben gehört, die man erledigt, wenn keine Kundschaft da ist. Allerdings sollte man das nicht voraussetzen, sondern deutlich sagen. Ich weiß ja nicht, wo sie vorher gearbeitet hat, vielleicht war es da nicht so üblich und man muss ihr erst mal freundlich sagen, dass alle Mitarbeiter diese Aufgaben übernehmen, wenn gerade mal Luft ist. DANN sollte es es ohne weiteres übernehmen.
     
    #13
    Ginny, 11 März 2008
  14. Cassis
    Cassis (32)
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    vergeben und glücklich
    Hhhmmm. Es gibt Leute, die sehen, wo was zu tun ist und erledigen das dann auch und Leute die tun sowas nicht...

    Ich würde ihr einfach als Chefin mitteilen, dass das hier zur Aufgabe von jedem Einzelnen dazu gehört und das auch von der Maseurin erwartet wird, dass sie mithilft... Ich finde ein Chef/Chefin ist auch dazu da, Aufgaben zu verteilen wenn das nicht von selbst läuft.

    Und nach Hinweis der Chefin sollte das dann von selbst laufen. Wenn nicht, würde ich als Chef sie irgendwann nochmal drauf hinweisen und wenn alles nichts hilft abmahnen.
     
    #14
    Cassis, 11 März 2008
  15. Schmusekatze05
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    Das mit dem abmahnen sehe ich etwas kritischer als du. Wer sagt denn, dass es zu ihrem Aufgabenbereich gehört die Handtücher zu machen? So wie sich die Situation bisher darstellt wurde darüber im Einstellungsgespräch nicht geredet, und zu den ureigensten Aufgaben einer Masseurin gehört wohl nicht zu putzen. Andere Berufe stellen sich ja auch nicht selber hin und putzen das Büro.

    Wenn diese Aufgaben also nicht vertraglich vereinbart sind, dann kannst du sie auch nicht abmahnen wenn sie sie nicht macht.
     
    #15
    Schmusekatze05, 11 März 2008
  16. Gazalia
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    Verheiratet
    Da hast du schon Recht, aber: sollte man nicht heutzutage froh sein einen guten Job mit netten Kollegen zu haben?
    ich versteh das nicht, für mich wäre das SELBSTVERSTÄNDLICH, dass ich in der Zeit, in der ich keine Kunden hätte, etwas anderes sinnvolles tun würde!
    Denkst du IRGENDEIN Chef ist zufrieden wenn er seine Mitarbeiter fürs faulenzen bezahlen darf?
    Und wenn sich alle in dem Betrieb zu schade wären um mal Wäsche zu waschen, zu putzen etc. dann könnte meine Freundin zusperren wenn sie sich auch noch dafür extra jemanden einstellen muss, obwohl ihre Mitarbeiter noch nicht ausgelastet sind!
    Und dann hätten alle keinen Job mehr.

    und meiner Meinung kann man einen kleinen Betrieb mit 5-6 Mitarbeitern nicht mit einem Büro bzw. einem Bürojob vergleichen.

    Versucht das doch auch mal aus Sicht des Arbeitgebers zu sehen, nicht nur als Arbeitnehmer. Sicher ist es lustiger fürs Zeitung lesen bezahlt zu werden, aber dann würden sich Kleinbetriebe überhaupt nicht mehr über Wasser halten können.

    mit den anderen Mitarbeitern gibts laut meiner Freundin auch keine Probleme, für die ist das selbstverständlcih dass sie diese diversen Dinge erledigen, und das obwohl sie das denen auch nicht ausdrücklich gesagt hat.

    Dieses "Jeder ist sich selbst der Nächste, bloss keinen Finger rühren!" find ich zum Kotzen!
     
    #16
    Gazalia, 11 März 2008
  17. Sternschnuppe_x
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    Es geht doch nicht darum, daß jeder Arbeitnehmer, der Zeitung liest, gleich faul ist.

    Die Frage ist doch: Was ist im Arbeitsvertrag vereinbart?

    --> ist es Massieren, dann muß sie auch nur massieren
    --> gehören auch Aufräum-/Putz-/sonstige kleinere Arbeiten dazu, dann muß sie auch das tun

    Das hat doch mit Faulheit nichts zu tun. Entweder, deine Freundin bezahlt sie nach Stunden, dann ist es das Problem deiner Freundin, ob sie ausgelastet ist. Oder, wenn sie es nicht schafft, alle Mitarbeiter auszulasten, dann muß sie sich eben überlegen, ob sie weniger Mitarbeiter anstellt.

    Ich kann dieses "sie soll doch froh sein, überhaupt einen Job zu haben" allmählich nicht mehr hören. Wieso werden Arbeitnehmer heute nur noch als Bittsteller angesehen, die gefälligst froh und glücklich sein sollen, daß ihnen jemand die Gnade erweist, sie arbeiten zu lassen?! Das ist doch nicht NORMAL!

    Im Arbeitsvertrag ist eine bestimmte Arbeitsleistung vereinbart, für die wird sie bezahlt. PUNKT. Wenn die Leistung als Arbeitszeit nach Stunden vereinbart ist, dann bekommt sie die Stunden bezahlt, in denen sie da ist und zum Arbeiten zur Verfügung steht - schafft es deine Freundin nicht, ihre Angestellten auszulasten, und zwar mit der Arbeit, die im Arbeitsvertrag vereinbart ist, ist das ihr Problem.

    Wie gesagt, ich halte es nicht grundsätzlich für falsch, daß eine Masseurin auch das "Drumherum" mitmacht, und wenn ein Betrieb so organisiert ist, daß bei allen Masseurinnen auch das Putzen, Bügeln usw... mit zur Arbeit gehört, ist das absolut in Ordnung. Nur - das muß man eben dann auch so im Arbeitsvertrag vereinbaren und darf es nicht als selbstverständlich ansehen.
     
    #17
    Sternschnuppe_x, 11 März 2008
  18. Schmusekatze05
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    Verheiratet
    Jeder versteht was anderes unter einem guten Job. Vielleicht möchte sie Menschen massieren und das tun, wofür sie ausgebildet ist, und nicht Handtücher waschen und putzen. Vielleicht versteht sie das unter einem guten Job.
    Edit: da schließe ich mich Sternschnuppes Ausführungen übrigens an. Und füge hinzu: Deine Freundin kann froh sein so eine gute Masseurin gefunden zu haben, denn du selbst hast gesagt, dass das schwer war eine zu finden.

    Darum geht es aber nicht, was für dich selbstverständlich ist. Ich bin auch durchaus bereit mal mehr zu machen, als ich muss. Ich kann aber auch die Menschen verstehen, die arbeiten um zu leben und nicht leben um zu arbeiten, und die eben nur das machen, wofür sie bezahlt werden. Ich kann verstehen, dass man sich für einen Betrieb, der einem nicht gehört nicht krumm macht.

    Ist ja Quatsch, dass alle keine Job mehr hätten.
    Sie könnte eine Masseurin mit weniger Stunden einstellen und eine Putzfrau dazu. Die Putzfrau währe sogar die billigere Arbeitskraft für solche Hilfswichtelarbeiten als eine ausgebildete Masseurin.

    Warum sollte ich? ich bin Arbeitnehmerin und ich sehe das aus Sicht der Arbeitnehmer. Wenn man sich selbständig macht und Arbeitgeber sein will muss man sich eben mit solchen Problemen auseinandersetzen und sie lösen.

    Dann hat sie bisher eben Glück gehabt. Ihr wird wohl nichts übrig bleiben als ein Gespräch zu führen. Wie gesagt, wer Arbeitgeber sein will muss in der Lage sein Probleme zu lösen.

    Sieh es mal so:
    Was hat die Arbeitnehmerin denn davon, wenn sie mehr macht als sie muss? Kriegt sie mehr Geld dafür? Nein. ich sehe die Schuld hier definitiv nicht bei der Angestellten, sondern beim Arbeitgeber. Sie hätte im Vorstellungsgespräch und Arbeitsvertrag klar machen müssen, was die Aufgaben der Angestellten sind. Sie hat es nicht getan, und sie kann nicht davon ausgehen, dass jeder bereit ist kostenlos mehr zu machen, als er muss. Nun muss sie halt sehen wie sie das Problem in den Griff bekomme.
     
    #18
    Schmusekatze05, 11 März 2008
  19. Aurinia
    Aurinia (32)
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    Also ich kann deine Freundin verstehen! Schliesslich bezahlt man seine Angestellten dafür dass sie arbeiten und nicht nur rumsitzen und Zeitung lesen.
    Vor allem, die Masseurin scheint ja auch seltsam zu sein wenn sie nicht kapiert dass rumsitzen während der Arbeitszeit nicht erwünscht ist, wenn die Chefin ihr anscheinend eh immer sagt mach dies, mach das..! Mir wär das zu blöd nach ner Zeit, ich würd mir selber meine Arbeit suchen damit mit mir nicht dauernd angeschafft werden muss.
    Vor allem, sie muss doch sehen dass die anderen ja nicht nur faul sind wenn nichts zu tun ist? Wie verhält sie sich denn da?
    Ich weiss auch nicht was man da deiner Freundin raten könnte. Ist sie denn auf die Masseurin angewiesen? Gibts keine anderen Masseure die derweil ihre Kunden übernehmen bis deine Freundin eine neue Masseurin gefunden hat?

    Das mit dem Abmahnen gibts bei uns in Ö gar nicht, was meint ihr denn damit?

    Klar, eine Masseurin will Menschen massieren. Aber solche arbeiten wie für saubere, gebügelte Wäsche zu sorgen, aufwischen, saugenusw gehört dazu, finde ich. Wer soll denn sonst den Arbeitsplatz sauber machen? Es kann doch jetzt nicht jeder Betrieb eine Putzfrau einstellen.
    Eine Friseurin will auch nur Haare schneiden, trotzdem muss sie den Kunden was zu trinken anbieten, dann bringen, ev kaffe kochen, die Haare aufkehren, irgendwannmal den Müll rausbringen wo die von ihr geschnittenen Haare drin sind, Haarwaschbecken putzen usw.Das gehört dazu.

    Das sagt sich jetzt leichter als es ist. Die TS hat doch gesagt dass die masseurin für weniger stunden nicht arbeiten würde. So hab ich das verstanden. Ich glaub kaum dass man eine ausgebildete Fachkraft für 10 Stunden findet.
    Und eine Putzfrau kostet auch Geld. Wieso denken alle nur weil man Chef ist hat man Geld?:kopfschue Es gibt Kleinbetriebe die kämpfen hart ums überleben, die können sich nicht so einfach mal ne Putze leisten.

    Weil die TS am Anfang ihres Threads gefragt hat wie ihr als ArbeitGEBER reagieren würdet und nicht als ArbeitNEHMER, deshalb. Wenn du dich da nicht reinversetzen kannst solltest du nicht antworten.. :zwinker:

    "Wer Arbeitgeber sein will" Spricht da der neid? Für mich hört sich das ziemlich negativ an, kann aber auch nur Einbildung sein...

    Ich muss sagen, ich bin "entsetzt" über die Arbeitsmoral. Bloss keinen Handgriff zuviel machen weil steht ja nicht im Arbeitsvertrag...
    Prüfst du immer zuerst deinen AV wenn dein Chef dich um was bittet?
    Und selbst wenns nicht drinsteht: Wärs nicht für die ganze Arbeitssituation besser wenn man mal was macht? Es bringtja keinen um. Durch diese Weigerungshaltung bringt man nur seinen Job in Gefahr finde ich. Weil der Chef wird sich dann klammheimlich auf die Suche nach Ersatz machen und dann hast du den Salat wenn er wen gefunden hat..
    Und ehrlich, bevor ichnur rumsitz mach ich mich lieber nützlich. Aber gut, jeder hat ja eine andere Arbeitshaltung.
     
    #19
    Aurinia, 11 März 2008
  20. Gazalia
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    514
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    12
    Verheiratet
    finde ich schon.

    was genau im Arbeitsvertrag steht, weiss ich jetzt auch nicht.:zwinker:

    ich finde schon dass das einen deutlichen Zug von Faulheit hat. Wenn meine Freundin ihr weniger Stunden geben würde, würde die neue Angestellte meckern dass sie zu wenig Geld hat - was ich auch gut verstehen kann, denn als geringfügig Beschäftigte bekommt man in Österreich nicht viel.
    Für meine Freundin wäre das auch die beste Lösung, sie nur nach den Stunden zu bezahlen, aber das geht nun mal leider nicht!



    Nun, aber es stimmt doch! In Deutschland jammern alle über Hartz4,aber wenn man dann eine Arbeit hat, möchte man sich am liebsten auch nur auf die faule Haut legen, so kommt mir das wirklich vor!
    Immer nur an sich selbst denken und wenn man dann gekündigt wird, schaut man blöd drein und hat ja keine Ahnung warum.

    bei soviel Ignoranz verschlägts mir ehrlich gesagt fast die Sprache.
    Und wenn die Masseurin noch so gut ist, glaiube ich dass meine Freundin sich bald eine Neue suchen wird (würde ich zumindest so machen), eine die gerne hilft und einsieht, dass man in einem kleinen Betrieb zusammenhelfen sollte und dass einem kein Finger abbricht wenn man Wäsche wascht.

    und mit so einer Einstellung wird man dann aber auch nicht lange in einem Betrieb bleiben.
    Und man macht sich ja nicht nur für den Betriebe "krumm", sondern auch für seinen Arbeitsplatz. Es gibt immer Bessere und wenn man nicht aufpasst ist man gleich wieder arbeitslos.
    Aber vielleicht wollen die meisten das ja wirklich. Geld kassieren und bloss nichts dafür tun müssen.

    ja das könnte sie, wenn sie jemanden finden würde der für so wenig Geld arbeiten würde!

    Kostenlos macht sie es ja auch nicht! Sie wird für 18 Stunden bezahlt, und in der Zeit sollte sie doch auch etwas Produktives tun. Wenn sie keine Kunden hat, soll sie eben was anderes wichtiges machen und nicht Zeitung lesen.
    Da braucht man sich meiner Meinung nach nicht wundern wenn man einen Arbeitsplatz nach dem anderen verliert.

    Vielleicht weil der Arbeitgeber deinen Lohn bezahlt? Ist das für euch wirklich alle sooo selbstverständlich, fürs Nichtstun bezahlt zu werden?!
    alles was nicht 100%ig im Vertrag steht, wird nicht gemacht?
    Na, bei soviel Arbeitsmoral wundere ich mich nicht über die Millionen Arbeitslosen in Deutschland.

    EDIT: @Aurinia: Danke, du sprichst das aus was ich auch meine:smile:
     
    #20
    Gazalia, 11 März 2008

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