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Zu hohe Erwartungen als Problem für eine Partnerschaft?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von MrShelby, 7 August 2008.

  1. MrShelby
    Sehr bekannt hier
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    Single
    An sich wollte ich gerade einen Beitrag in einem der vielen "Warum finden Frauen/Männer einen Partner/ein Partnerin oder eben nicht"-Themen schreiben.
    Grundsätzlich passt es aber doch nicht, da ich finde, dass es Entwicklungen gibt, die möglicherweise für Männer UND Frauen zu Problemen führen. Es kann sein, dass manches an anderer Stelle schon gesagt wurde...alle Beiträge habe ich leider nicht im Kopf.

    Off-Topic:
    Mache auch ein neues Thema auf, da ich die "Männer sind Jammerlappen" - "Nein, sind wir nicht"-Diskussion nicht unterbrechen wollte :zwinker:


    Vor einiger Zeit habe ich im Radio mal eine These gehört, die ich sehr plausibel finde: Gerade das Internet macht Menschen wählerischer und führt u. U. zu unrealistisch hohen Erwartungen. Als Beispiel dienten da insbesondere Datingseiten, bei denen folgendes passieren kann: Ein Mann/eine Frau wohnt in einer etwas größeren Stadt (evtl. sogar Millionenstadt) und schaut sich in seiner/ihre Region beim anderen Geschlecht in der Altersgruppe 20-25 um. Zack, schon hat sich die 1. Seite aufgebaut und 9 oder sonstwieviele Seiten mehr mit beziehungswilligen Singles folgen noch. Grundsätzliche Abneigungen führen sofort zum KO. "Raucherin? Nein danke...zu dick...vom Stil her nicht mein Typ....". Aber da das Angebot eben riesig ist werden auch kleine Verschiedenheiten gleich zum Problem...sei es die "falsche" Lieblingsband oder meinetwegen auch ein angegebenes Zitat, das man blöd findet- obwohl insgesamt mehr als für den- bzw. diejenige spricht. Perfekt muss es sein, weniger geht nicht. Die Masse macht es möglich.
    Eine Bekannte sagte mir das auch mal bei ihren Chatpartnern im ICQ: Sie bekommt so viele Nachrichten von Leuten, dass sie es sich leisten kann (und will) oberflächlich zu sein, und Leute sofort wieder abschießen zu können.
    Auch ausserhalb des Netzes scheinen sich manche einem gewissen "Elite-Fetisch" hingegebn zu haben, der gerade insgesamt sehr in Mode sein zu scheint. Ob nun plötzlich jede Beliebige Uni meint, (angeblich) die Elite auszubilden oder Unternehmen selbstbewusst (oder großkotzig?) ein Elitedenken ausstrahlen scheint eines klar zu sein: Ziel ist immer 100% (besser mehr), wer weniger kann oder es zwar könnte, aber sich nicht aufreiben will, ist halt ein Versager, "keiner von uns".

    Beim Wunsch und der manchmal sehr oberflächlichen Suche nach dem Besten fürchte ich allerdings, dass manche Leute sich viele Chancen entgehen lassen. Überzeugt jemand nicht sofort zu 100%, wird er/sie weggeklickt und es geht wieder weiter auf der sehr langen und anspruchsvollen Suche.
     
    #1
    MrShelby, 7 August 2008
  2. Bowlen
    Bowlen (30)
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    Single
    Optisch sind meine Ansprüche recht niedrig angesetzt. Charakterlich und Lebensphilosophisch theoretisch relativ hoch, aber über sehr vieles lässt sich halt reden. Sie raucht nicht? Schrenke ich halt in ihrer Gegenwart stark ein. Sie hört bescheuerte Musik? Gehen wir halt nicht zusammen in die Disco. Allerdings gibt es auch gewisse Dinge, die noch immer unabdingbar sind. Eine gewisse Grundintelligenz, sodass man sich miteinander unterhalten kann, sollte z. B. schon vorhanden sein.
     
    #2
    Bowlen, 7 August 2008
  3. wellenreiten
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    nicht angegeben
    ja, dieses perfektionsstreben ist in der tat bedenklich.

    v.a. wenn man selbst relativ viele schwachstellen hat, aber auf der anderen seite enorme ansprüche stellt... da ist das realitätsdenken wohl irgendwo auf der strecke geblieben.
    da graben in discos (ort der oberflächlichkeiten nummer 1) die größten verlierer die geilsten schnitten an und sind dann am boden zerstört, wenn das nicht mit begeisterung quittiert wird.
    es gibt so viele dingen im leben, die man vielleicht gerne hätte, aber einfach nicht bekommt. dafür sind ja dann die träume da.

    selbst ich, obwohl ich so ziemlich alles total ablehne, was ich nicht toll finde, habe einen partner, der z.t. gar nicht so in mein raster passt :grin:
     
    #3
    wellenreiten, 7 August 2008
  4. User 29904
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    nicht angegeben
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    #4
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 7 August 2008
  5. MrShelby
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    In gewissem Sinne fürchte ich, dass die Oberflächlichkeiten bei der Partnersuche auch in der Realität zunehmen. Also Erfindungen wie Speed-Dating sollen ja nicht erreichen, dass Menschen sich wirklich aufeinander einlassen, und etwas tiefer gehendes über den anderen erfahren. Es wird wieder nur der typische Fragenkatalog abgeklopft (Beruf, Freizeit etc.) und schon ist die Zeit vorbei, und es geht zum Nächsten.
     
    #5
    MrShelby, 7 August 2008
  6. User 29904
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    #6
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 7 August 2008
  7. MrShelby
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    Das hoffe ich zumindestens auch...

    Off-Topic:
    Es soll aber Leute geben, die Behauptungen aufstellen wie "Wenn ein Mädel Creolen trägt, dann..." :zwinker:
     
    #7
    MrShelby, 7 August 2008
  8. User 29904
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    #8
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 7 August 2008
  9. xoxo
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    Ich wohne inzwischen in Frankfurt am Main und bin nicht wählerischer geworden. War ich auch zu meiner Zeit in Philadelphia und New York City nicht. Kleinigkeiten mindern die Chance eines Mannes nicht. Zugegeben – Ich mag gar keine Internet-Dating-Seiten.

    So gesehen könnte ich wählerischer werden. Ich bin in vielen Communities, bekomme täglich eine Menge an privater Nachrichten … aber oberflächlich bin ich deswegen nicht geworden.
     
    #9
    xoxo, 7 August 2008
  10. User 44981
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    Ich kann mich darkbluesmile voll und ganz anschließen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, im Internet eine Partnerin zu finden. - Das ist mir einfach zu oberflächlich.

    Allerdings halte ich gewisse Erwartungen und Anforderungen schon für sehr sinnvoll, wenn man auf der Suche nach einer ernsthaften Beziehung ist.
    Meine optischen Ansrprüche sind wirklich sehr gering: Sie sollte nicht gerade potthässlich aussehen... Aber sie muss sicherlich auch kein Topmodel sein.
    Aber ohne gewisse charakterliche Dinge kann eine Beziehung wohl kaum funktionieren. So kann ich es mir z.B. einfach nicht vorstellen, mit einer Frau zusammen zu sein, die nicht intelligent und halbwegs gebildet ist. Man braucht einfach eine passende Grundlage für Gespräche.

    Was bringt es mir, wenn ich auf meine Ansprüche verzichte und mit einer Frau zusammenkomme, die überhaupt nicht zu mir passt?!? - Da ist eine baldige Trennung doch schon vorprogrammiert.
     
    #10
    User 44981, 7 August 2008
  11. Piratin
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    Verheiratet
    Diese "Datingseiten" halte ich für relativ ineffektiv. Warum nicht einfach in einer normalen Community anmelden, ein interessantes Profgil erstellen, ein paar Fotos reinstellen und ein paar Gästebucheinträge schreiben? Ist doch sowieso viel natürlicher, man kann sich unverkrampfter kennen- und mögen lernen ohne den anderen sofort erstmal durch die Partnersuchebrlle zu mustern.
     
    #11
    Piratin, 8 August 2008
  12. metamorphosen
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    Ich bin nicht der Meinung, dass die zu hohen Erwartungen auf Internet und Datingseiten zurückgeht. Es ist umgekehrt der Fall, dass diese Seiten kommerziellen Erfolg haben, weil die Leute Schwierigkeiten bei der Partnersuche haben und die Anforderungen so hoch sind.

    Das hat eine ganze Reihe von Gründen. Die Menschen setzen heute viel größere Erwartungen und Hoffnungen in den Partner. Es geht darum den "Richtigen" zu finden, denn man ist der Meinung die Beziehung ist automatisch dann toll und hält lange, wenn man den idealen Partner hat. Wenn die Verliebtheitsgefühle schwinden, kann man auch im Forum hier oft den Tipp lesen, man solle Schluss machen, das wäre eben nicht der Richtige gewesen und gegen das Abflauen der Gefühle lässt sich nichts machen. Es wird erwartet, dass die Eigenschaften des Partners das Feuer entfachen und auch in Gang halten, selber muss man nichts dazu beitragen.

    Die Person des Partners ist in ihrer Bedeutung ins unermessliche erhöht worden. Da ist es doch logisch, dass auf kleinste Fehler und auf die möglichst hohe Übereinstimmung mit den geforderten Eigenschaften geachtet wird.

    Dann bin ich auch noch der Meinung, dass unser Wirtschafts- und Marketingsystem auch auf unser Privatleben abfärbt. Wir leben in einem Ranking-Wahn, bei dem alles in Ranglisten eingeteilt, verglichen und beurteilt wird. Wenn sich jemand etwas kaufen möchte, werden stundelang Tests gewälzt, Angebote in zig Läden verglichen und das beste ausgewählt. Zwei Monate später heißt es dann, dass das was vorher noch das wichtigste Kriterium war, nunmehr als Marketinggag ohne Nutzen entlarvt ist, dass das vorherige Alleinstellungsmerkmal in allen Modellen vorhanden ist und ohnehin völlig neue Dinge am Markt sind. Viel besser, so dass man gar nicht weiß wie man vorher ohne auskommen konnte.

    Und niemand will mehr eine normale und einfache Sache. Alles wird von der Werbung emotionalisiert und zu einer Erleuchtung und einem quasi orgasmischen Erlebnis gemacht, selbst wenn es nur das Benutzen eines schnöden Vollwaschmittels ist. Wie sollte da bei einer Partnerschaft mit etwas durchschnittlichem Zufrieden sein, wenn schon das Besorgen von Lebensmitteln ein ultimatives Shopping-Erlebnis ist? Ich habe das Gefühl, dass viele in einem Partner das suchen, was sie in sich selbst nicht finden und von dem sie sich "Erlösung" erhoffen.

    Insgesamt wird zu viel mit Schablonen herumgelaufen und gesucht, egal ob im Internet oder real, statt sich offen auf die Welt und ihre Vielfalt einzulassen.
     
    #12
    metamorphosen, 8 August 2008

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