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zu viel verlangt?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Kathrin83, 9 Februar 2009.

  1. Kathrin83
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo zusammen

    Es geht um meine jetzt bald einjährige Beziehung. Mein Freund und ich sehen uns selten, d.h. einmal pro Woche und dann meistens spät abends nach der Arbeit. Es bleibt also jeweils nicht viel Zeit, weil man ja am anderen Tag wieder arbeiten muss. Die Wochenenden haben wir noch nie zusammen verbracht. Das hat auch einen Grund, er hat vor Kurzem die gerichtliche Trennung mit seiner Ex vollbracht. Er hat nun fürs Erste am Wochenende die kleine Tochter bei sich, jeweils von Samstagvormittag bis Sonntagnachmittag.

    Bis jetzt habe ich immer klare Grenzen gesetzt, weil ich eigentlich bis zur definitiven Scheidung warten wollte mit einer richtigen Beziehung. Ich weiss nicht, ob das vielleicht andere verstehen könnnen, ich möchte nicht als Lückenbüsserin herhalten oder so und hüte daher mein eigenes Leben wie als Single, damit ich nicht zu kurz komme und er sich an seine neue Situation gewöhnen kann.

    Nun ist es aber in der Zwischenzeit so, dass wir uns wirklich super verstehen und es ist immer schwieriger für mich, weil ich ihn sehr vermisse und doch so selten sehe. Natürlich ist das auch meine eigene Entscheidung, ich könnte ohne Probleme auch am Wochenende zu ihm gehen, wenn seine Tochter bei ihm ist. Das möchte ich aber noch nicht. Während dieser gerichtlichen Trennungszeit ist ja das Sorgerecht nicht fix geregelt, also einigermassen flexibel. Ich habe mir gedacht, ob ich ihn nicht folgendes fragen könnte: Jedes zweite Wochenende könnte seine Tochter am Samstagabend bei der Mutter übernachten. Somit hätten wir alle zwei Wochen den Samstagabend und Sonntagnachmittag gemeinsam. Und er hätte trotzdem den Samstag mit seiner Tochter und die Mutter hätte ihren freien Tag.

    Findet ihr das zu viel verlangt und ist das egoistisch von mir? Ich möchte auch aus Respekt gegenüber seiner Tochter nichts überstürzen und sie noch nicht kennenlernen. Sie scheint schon genug verwirrt zu sein.
     
    #1
    Kathrin83, 9 Februar 2009
  2. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    2.056
    vergeben und glücklich
    Wie wärs, wenn Du ihm einfach mal erzählst, dass Du Dich inzwischen doch immer mal nach ihm sehnst und ihn gern öfter sehen möchtest als nur einmal abends nach der Arbeit?
    Dann könnt Ihr ja zusammen überlegen, ob und wie sich daran etwas ändern lässt. Vielleicht schlägt er Dir ja auch was vor.
    Ob es für das Kind so gut ist, wenn es nach dem Tag beim Papa abends zum Schlafen wieder zur Mama geschickt wird... vielleicht sorgt das doch für etwas viel Unruhe?

    Ich kann sehr gut verstehen, dass Dir ein Treffen pro Woche zu wenig ist. Ich finde es sehr gut, dass Du die Tochter nicht als "Konkurrenz" siehst, sondern bedenkst, dass sie auch ein Recht hat auf ihren Vater und es derzeit schon schwer genug hat. Wie alt ist sie denn?
     
    #2
    User 20976, 9 Februar 2009
  3. Kathrin83
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Vielen Dank für deine Antwort!

    Seine Tochter ist 2 Jahre alt. Ich habe ihm kürzlich gesagt, dass ich ihn vermisst habe. Für ihn ist es ja nicht anders und wir können zum Glück sehr offen über unsere Gefühle reden. Er hat mir dann gesagt, dass ich ohne Problem am Wochenende zu ihm kommen könne und ich glaube er wünscht sich das auch. Für mich ist das aber noch "zu viel", weil dann eben seine Tochter anwesend wäre und ich das vorläufig nicht möchte. Es ist schwierig das richtige Mittelmass zu finden. Einerseits möchte ich ihn nicht von seiner Tochter entfernen, andererseits hätte ich gerne auch einmal ein paar ruhige Stunden mit ihm zusammen. Darum weiss ich auch nicht, ob ich den Vorschlag ansprechen soll oder besser nicht.
     
    #3
    Kathrin83, 9 Februar 2009
  4. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
    13.614
    398
    2.056
    vergeben und glücklich
    Warum genau willst Du denn noch nicht bei ihm sein, wenn die Tochter da ist? Klar ist das erst mal neu für alle Beteiligten, aber Du musst ja nicht Mutterersatz spielen. Du bist eine Freundin Deines Vaters. Vielleicht ist es sogar ganz gut, wenn Ihr zwei Euch mal kennenlernt, also die Kleene und Du? Meinst Du nicht, dass der Vater in etwa abschätzen kann, wie verwirrt seine Tochter ist? Wenn Ihr offen sprechen könnt, dann kannst Du ihm ja auch sagen, dass Du eben das befürchtest: Dass es seine Tochter durcheinanderbringt, wenn Du am Wochenende da bist.

    Die Idee mit dem Wochenendschlaf bei der Mutter halte ich für nicht so günstig, ich denke, das könnte sie eher verwirren, als wenn tagsüber Besuch kommt.
     
    #4
    User 20976, 9 Februar 2009
  5. Kathrin83
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    0
    nicht angegeben
    Ja, ich habe vor der Rolle Mutterersatz Angst. Erst durch die Scheidung wird klar geregelt sein, wer wann zum Kind schauen muss. Die Mutter tendiert dazu, dass Sorgerecht eher ihm zu überlassen. Ich bin momentan wohl der einzige Grund, dass er nicht rund um die Uhr für seine Tochter schaut. Ich habe Angst, dass die Regelung einreisst, wenn ich jetzt "weich" werde und wir dann plötzlich immer (eben auch in unserer gemeinsamen Freizeit) die Verantwortung haben. Ich möchte ihm zeigen, dass ich eben keine Ersatzmutter bin und auch nie werden will. Eigentlich weiss er das auch und er erwartet das auch nicht. Vielleicht habe ich einfach Angst vor dem Ungewissen und daher wäre es ja sinnvoll - wie du schreibst - dass wir uns kennenlernen.
     
    #5
    Kathrin83, 9 Februar 2009
  6. nora18
    nora18 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    15
    in einer Beziehung
    Ich finde den Vorschlag auch ehrlich gesagt nicht in Ordnung.

    Wenn du die Tochter nicht sehen willst, weil du dazu noch nicht bereit bist, ist das letztendlich dein gutes Recht. Allerdings in meinen Augen auch deine ganz persönliche Angelegenheit.

    Das Kind sieht seinen Vater jetzt sowieso nur noch am Wochenende - die gemeinsame Zeit ist also limitiert. Es jetzt dir zuliebe zu Mama "abzuschieben", damit ihr zusammen turteln könnt, finde ich trieft vor Egoismus und wird das Kind mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich negativer beeinflussen, als wenn du es einfach mal ganz entspannt kennen lernst.

    Ich denke, du redest dir da was ein, weil du nicht in die Ersatzmutterrolle gedrängt werden willst und weil du deinen Freund für dich haben willst. Aber realistischerweise verlangt niemand von dir, dich da so extrem zu engagieren - andererseits hat das Kind ein absolutes RECHT darauf diese Zeit mit seinem Vater zu haben.

    Wenn du damit nicht klar kommst, bin ich der Meinung solltest du dich auf andere Zeiten beschränken, z.B. Sonntagabend oder noch weitere Abende unter der Woche. Aber an der Vater-Kind-Zeit solltest du dich erstmal nicht vergreifen. Du kannst dabei sein - aber es dem Kind nehmen finde ich nicht ok.
     
    #6
    nora18, 9 Februar 2009
  7. Kathrin83
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    70
    91
    0
    nicht angegeben
    Das Problem ist, dass er ab Sonntagnachmittag wieder arbeiten geht und wir wochentags ganz andere Arbeitszeiten haben. Es ist schon jetzt blöd, wenn wir uns unter der Woche sehen. Es ist dann immer schon spät und wir sind müde von der Arbeit und sollten eigentlich sofort ins Bett gehen und nicht noch lange in die Nacht rein diskutieren. Ich merke es zum Teil auch schon bei der Arbeit, dass ich total auf dem Zahnfleisch laufe. Zusammen Zeit zu verbringen wäre also nur am Wochenende möglich, welches ja im Augenblick Vater und Tochter gehört. Ich finde das auch ok, aber ich weiss von meinen eigenen Eltern (sind auch geschieden), dass ich als klein auch nicht jedes Wochenende beim Papa war. Es könnte ja auch jedes dritte Wochenende sein, an dem wir zusammen wären. Aber ich sehe schon, mein Vorschlag war nicht gerade der beste.
     
    #7
    Kathrin83, 9 Februar 2009
  8. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
    13.614
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    2.056
    vergeben und glücklich
    Sag ihm, dass Du nicht Ersatzmutter sein willst - und triff Dich mit ihm auch mal am Wochenende.
    Du weißt, dass auf ihn eventuell zukommt, dass er den Haupteltern- und Erziehungsanteil übernehmen wird. Klar müsst Ihr dann rechtzeitig überlegen, wie Ihr auch Zeit für Euch zwei habt. Und wenn er Wochentagsvater ist, wird ja am Wochenende ggf. dann die Mutter "dran sein" und darf dann ihre Tochter sehen, oder?

    Er ist Vater, das ist eine große Verantwortung, Pflicht und Freude. Gleichzeitig ist er Dein Freund, nur war halt die Tochter zuerst da. Dass Du auch ein Recht auf Zeit mit ihm hast, ist schon klar, den Anspruch darfst Du haben. Wenn er schon von sich aus vorschlägt, dass Du am Wochenende zu ihm kommst, dann geh doch darauf ein. Schau erstmal, wie das läuft. Dass Du eben nicht gleich die neue Mama sein willst, kannst Du ihm ja erneut erklären.

    Wenn er sorgeberechtigt sein wird und seine Tochter bei ihm lebt, wirst Du als Frau an seiner Seite zwangsläufig mit ihr zu tun haben, ich halte es für lebensfern, dass Du Dich dann gar nicht um sie kümmerst. Das gehört wohl dazu, wenn man mit einem mehr oder weniger alleinerziehenden Elternteil zusammenkommt: Das Kind ist Teil seines Lebens, genau wie Freunde und Hobbys. Damit muss man sich arrangieren.
     
    #8
    User 20976, 9 Februar 2009
  9. nora18
    nora18 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    15
    in einer Beziehung
    Tja...stimmt schon. Die Gesamtsituation ist da irgendwie schon blöd.

    Trotzdem bleibe ich auf meinem Standpunkt, dass das Kind dir nicht weichen müssen sollte. Und zwar gar nicht.

    Meine Eltern sind auch getrennt - allerdings erst seit einem guten Jahr. Vielleicht kann man das nicht vergleichen - aber ich finde wenn man ein Kind hat, dann ist das Präorität Nr. 1! Und zwar gilt dieser Grundsatz proportional stärker, je jünger das Kind ist. Und 2 Jahre ist echt noch klein....

    Für die Kleine steht wahrscheinlich eh schon das ganze Leben Kopf und sie sieht den Vater jetzt nur noch am WE, wahrscheinlich deutlich weniger als vorher. Ich finde nicht, dass er, als Vater, oder ihr als Paar, das Recht hat/habt, diese ohnehin schon starken Einschränkungen noch weiter zu verschärfen.

    Es ist seine Verantwortung - Basta! Das geht nicht darum, ob sie jetzt auch ohne ihn könnte. Überleben würde sies wohl - aber die Frage ist hier eher, ist es fair dem Kind mehr als irgendnötig davon zuzumuten. Und da finde ich es es ist eben seine Verantwortung.

    Wie gesagt - bei so widrigen Umständen hat sicher niemand etwas dagegen, wenn du an dieser Zeit teilhast! :smile: Aber sie zu kürzen finde ich dem Kind gegenüber egoistisch und nicht angebracht. Es gibt ja eben die Alternative, dass du dabei wärst, anstatt, dass sie weichen muss. Das du das nicht willst ist doch letztlich dein Problem - das die Kleine nicht ausbaden sollte.

    Zumal Mosquito es gut auf den Kopf trifft - du musst dich sowieso damit arrangieren, wenn du mit einem alleinerziehenden Vater eine Beziehung führen möchtest.
     
    #9
    nora18, 9 Februar 2009

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