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zum Psychologen gehen

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von berti82, 29 Juni 2005.

  1. berti82
    berti82 (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Single
    Hallo erstmal,
    ich weiss nicht genau ob das hier das richtige Forum dafür ist, aber mir erschien es am geeignetsten.
    Ich bin am überlegen ob ich mal zu einem Psychologen gehen sollte.
    Mich plagen seit längerem Probleme, die meine Zukunft betreffen umd mit Familie und Freunden zusammenhängen. Aber die Art der Probleme isteigentlich auch nicht so wichtig.
    Ich habe mich einfach das letze Jahr nur noch beschissen gefühlt und inzwischen gemerkt, dass ich aus diesem Teufelskreis einfach nicht mehr alleine rauskomme.
    Aber seit heute habe ich das erste mal des Gefühl mein Leben in den Griff zu bekommen wollen. Irgendwie habe ich neuen Lebensmut gefunden, der eigentlich schon weg zu seien schien.
    Ich tue mich allerdings sehr schwer damit mich Freunden und Verwanten mit diesen Themen anzuvetrauen, da ich mir schwer fällt meine Probleme und Gefühle in Worte zu fassen.
    Desshalb habe ich heute darüber nachgedacht mal einen Psychologen zu gehen.
    Nun zu meinen EIgentlichen Fragen:
    Hat denn von euch schonmal einen Psychologenbesuch hinter sich ?
    Was sind eure Erfahrungen? positive als auch negative
    Wie finde ich einen guten Psychologen? Einfach ins Telefonbuch gucken und anrufen?
    Ist es euch schwer gefallen sich jemand Fremden anzuvetrauen?
    Wie ist das Gespräch so verlaufen?
    übernimmt die Krankenkasse ein ganz normales Beratungsgespräch?

    Ok ich hoffe das waren nciht zu viele Fragen. Müsst ja nicht alle bantworten aber es wäre schön eure Erfahrung zu diesem Thema einmal zu erfahren.

    Vielen Dank schon mal.
     
    #1
    berti82, 29 Juni 2005
  2. Kuri
    Kuri (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    4.774
    123
    2
    vergeben und glücklich
    Hi,
    ich bin seit Dezember 2003 in psychologischer Behandlung (beim selben Therapeuten). Was die Krankenkasse übernimmt, kann ich dir leider nicht sagen. Meine Mutter hatte damals mit meiner Hausärztin gesprochen und diese hat ihr mehrere verschiedene Psychologen aufgeschrieben und ich konnte mir einen aussuchen. Da kann ich dir nicht so recht helfen.
    Natürlich ist es anfangs nicht einfach, sich jemandem Fremden anzuvertrauen. Im ersten Gespräch habe ich sehr emotional reagiert, alles ist aus mir herausgesprudelt. Im Laufe der Zeit entsteht dann (jedenfalls ist das zu hoffen) eine Vertrauensbasis. Hm, in dem Sinne helfen tut mir die Therapie nicht. Man könnte zwar meinen, dass ich dann einfach zu einem anderen Psychologen wechseln soll... aber ich bin nun schon so lange dort, er weiß eine ganze Menge und ich glaube nicht, dass ich momentan wirklich im Stande bin, einem Fremden noch einmal alles anzuvertrauen. Zudem kann ich ihm etwas sagen und darauf ein Feedback erwarten, somit fallen einem manchmal Dinge an einem selbst auf, die man vorher nicht gesehen hat. Es hilft u.a. auch im Umgang mit anderen Menschen. Naja, es kommt wohl auch ganz darauf an, was die Probleme sind und welche Ziele die Therapie haben soll... Bei meiner Therapie war irgendwie (und ich denke, leider) nie ganz klar, was das Ziel war. Es war zu unstrukturiert, die Termine unregelmäßig.
    Du musst damit rechnen, dass Psychologen oft einen ständig überlaufenen Terminplaner haben und du u.U auch warten musst, bis du ein erstes Gespräch bekommst. Bei mir hatten wir uns eigentlich darauf geeinigt, wöchentlich einen Termin zu machen (weil 1x im Monat zu wenig war), doch seit dem letzten Gespräch ist es über einen Monat bis zum Nächsten hin... Ich finde, so was unterstützt eine Therapie nicht, aber man kann leider nicht viel dran machen.

    Generell ist das aber eine gute Sache, jedoch wird eine Therapie erst nach einer ganzen Weile etwas bezwecken... und man muss einen guten Therapeuten erwischen, bzw. man muss sich mit ihm verstehen.
    Vielleicht informierst du dich als erstes Mal bei deinem Hausarzt oder siehst wirklich mal im Telefonbuch nach. Wenn du noch Fragen hast, nur zu ^^
     
    #2
    Kuri, 29 Juni 2005
  3. der lange
    der lange (38)
    Verbringt hier viel Zeit
    46
    91
    0
    Single
    Hi,

    deinem Profil entnehme ich, dass du Student bist. Gibt es an deiner Uni eine psychotherapeutische Beratungsstelle? An meiner Uni gibt es so was (gehört zum Studentenwerk), hab allerdings keine Erfahrung damit. Vielleicht kannst du dich ja erstmal an die wenden, so weit möglich. Möglicherweise können die Leute dort dir irgendwie helfen. Zumindest sollten sie dir Adressen von guten Psychologen in deiner Umgebung geben können.

    Alles Gute, der Lange.
     
    #3
    der lange, 29 Juni 2005
  4. razor1912
    Verbringt hier viel Zeit
    1
    86
    0
    nicht angegeben
    Hallo,

    die Sache mit der psychotherapeutischen Beratungsstelle der Uni ist schonmal eine gute Idee. Leider können die einem oftmals aus Geldmangel und Überfüllung nur auf der Suche nach einem festen Therapeutenplatz helfen. Aber manchmal hilft es natürlich auch schon, einfach mal mit jemandem über seine Probleme zu sprechen.

    Ansonsten solltest du einfach mal zu deinem Hausarzt gehen, vielleicht hat der noch ein paar Tipps. Außerdem brauchst du von ihm eine Überweisung, damit die Krankenkasse den ganzen Spaß übernimmt.


    Viel Glück
     
    #4
    razor1912, 30 Juni 2005
  5. Traveller79
    Verbringt hier viel Zeit
    237
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Hallo Berti,

    der erste Schritt ist gemacht, das ist wirklich super, dazu gratulier' ich Dir schonmal.

    Die Idee mit dem Studentenwerk finde ich auch gut, als "Dauertherapeut" denke ich aber nicht möglich. Ich versuche Dir im Folgenden mal meine Erfahrungen aufzuschreiben.

    Seit fast neun Jahren bin ich selbstständig. Habe dann parallel ein BWL Studium gemacht. Eine Ferienwohnung gekauft. Hochzeitspläne mit meiner Verlobten fixiert. Und dann ging's bergab - die Kunden zahlten schlechter, ich konnte die Gehälter immer später zahlen, die Wünsche meiner Lebensgefährtin wurde trotz Wissen der finanziellen Situation immer größer, die Banken saßen mir immer mehr im Genick, ich habe Personal in der Verwaltung kündigen müssen und die Arbeit mitgemacht (und von neun auf vier Leute - da wird die Arbeit nicht weniger), usw. usf. Es gab immer mehr Nächte, die durch Arbeit zum Tag gemacht wurden, es gab keine Wochenenden mehr, und und und. Irgendwann kam es dann zum großen Knall - mit Tatütata in's Krankenhaus, Magenwanddurchbruch, vier Geschwüre, Herzrhythmusstörungen, Nervenzusammenbruch und die "Fortführung" vom Burnout, das CFS. Ich bin dann zuerst im Krankenhaus schon durch den medizinischen Dienst
    "behandelt" worden - dort war man der Meinung, ein "Kuraufenthalt" in einer psychotherapeutischen Klinik sei das Beste. Ich hab's nicht gemacht, ich bin von Tür zu Tür bei den Psychologen und Psychotherapeuten gelaufen. Allerdings bin ich durch die Selbstständigkeit privat versichert, aus diesem Grund habe ich eigentlich nicht lanege auf die Termine warten müssen (max. zwei Wochen). Du solltest aber erst Deinen Hausarzt (er unterliegt der Schweigepflicht - gerade im Bezug auf Deine Eltern) informieren, er kann Dich dann überweisen, dann zahlt die Kasse meines Wissens nach zumindest die ersten Gespräche und ggf. die Therapie. Ich kann Dir nur sagen, dass ich sechs verschiedene Praxen gebraucht habe und letztendlich bei einem Spezialisten hängen geblieben bin. Hatte immer einiges an Kilometern zu bewältigen, kann im Nachhinein aber nur sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat. Du brauchst eine Vertrauensbasis, bevor man wirklich an den Problemen arbeiten kann und das ist i.m.A. entscheidend bei Erfolg oder Mißerfolg.
    Schwergefallen ist es mir anfangs auf jeden Fall, ich bin nicht gerade ein offenherziger Mensch, zumindest wenn es um meine ureigensten Ängste, etc. geht. Und ich habe das anfangs einfach auch als Schwäche gesehen, zum Psychologen zu gehen. Zuvor habe ich es immer geschafft, mich aus meinen Tälern an den eigenen Haaren herauszuziehen und irgendwann war dann einfach keine Energie mehr vorhanden. Dieses Gefühl minimierte sich allerdings mit steigender Vertrauensbasis, eine gewisse Grundoffenheit solltest Du aber schon mitbringen.
    Letztendlich hat mir die Therapie, unterstützt von einem Medikament doch sehr geholfen. Gewisse Dinge werden nicht mehr wie "früher", aber ich habe mein Leben damals schon grundlegend überdacht und auch viele Dinge geändert. Mittlerweile kann ich auf die Zeit zurücksehen und es gerade im Hinblick auf die Zukunft als positiv empfinden. Vom Nervenzusammenbruch bis zum Ende (und das war von mir initiiert) der Therapie hat es elf Monate gedauert.

    Gerne kannst Du mich bei Bedarf fragen, vielleicht kann ich Dir noch den einen oder anderen Tip geben. Vielleicht hilft es Dir auch schon, im Schutze der Anonymität hier mit Leute zu sprechen, ich habe es damals schon als dringend benötigtes Ventil gesehen, einfach über gewisse Dinge mal sprechen zu können.


    Ich wünsche Dir, und natürlich allen anderen, einen schönen, erfolgreichen, ... Tag!

    Gruß,
    Trav
     
    #5
    Traveller79, 30 Juni 2005

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