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Zweifel an der Beziehung

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von User 27629, 30 November 2009.

  1. User 27629
    User 27629 (32)
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    nicht angegeben
    Hallo, liebe Foris,

    nun muss ich hier auch mal einen Fred erstellen. Ich komm grad einfach nicht weiter.. stecke in einer Beziehungs-Sinn-Krise.

    Kurz als Einleitung: Bin mit meinem Freund knapp 3 Jahre zusammen, seit 7 Monaten wohnen wir auch gemeinsam. Es gab schon vor dem Zusammenziehen manche Unstimmigkeiten, aber im Großen und Ganzen waren wir glücklich (sonst wären wir ja auch nicht zusammen gezogen). Seit wir dann zusammen gewohnt haben, hat sich alles irgendwie verändert. Die kleinen Probleme von vorher wurden immer größer.. natürlich kam das alles immer wieder mal auf den Tisch und es wurden auch Kompromisse geschlossen, aber irgendwie blieb immer etwas zurück - so als habe jeder Kompromiss unsere Eigenarten und auch die Leidenschaft beschnitten - und es machten sich Zweifel bei mir breit, ob wir beide überhaupt zusammen passen. Wir sind eben ziemlich verschieden und im Zusammenleben fallen die Unterschiede viel schwerer ins Gewicht, als ich es vermutet hätte.

    In den letzten Wochen wurden jedenfalls die Zweifel immer größer und ließen sich einfach nicht mehr abstellen. Ich konnte die gemeinsame Zeit gar nimmer richtig genießen. Es war ganz komisch. Nun haben wir natürlich auch darüber geredet und ich wollte wissen, ob mein Freund es auch so empfindet, dass es in manchen Dingen nicht so gut harmoniert. Darauf sagte er, dass er das nicht so empfindet. Zwar sei ihm aufgefallen, dass ich mich von ihm zurückgezogen habe, aber er hatte einfach gehofft, das legt sich wieder. Wir hätten doch schließlich alle Probleme besprochen und uns immer wieder versöhnt.

    Jedenfalls möchte er die Beziehung weiterhin, aber die Entscheidung liegt jetzt bei mir, sagt er. Er habe keinen Einfluss darauf, wie ich mich entscheide und so wie er es sieht, gibt es auch nichts, wie er Einfluss nehmen könnte. Er würde sich zwar wünschen, dass wir zusammen bleiben, aber lieber würde er jetzt den "Schrecken" erleben, als in 5 Jahren. Das sagte er völlig emotionslos und sachlich.

    Nun bin ich völlig ambivalent über meine Gefühle und Gedanken. Ich weiß nicht, ob das jetzt eine normale Phase ist, wo man durch muss oder ob sich nun zeigt, dass es leider nicht passt bei uns. Ich fühle mich damit auch ziemlich alleine gelassen, aber irgendwo hat er ja auch recht, dass ich es für mich entscheiden muss, denn ich bin ja die mit den Zweifeln. Trotzdem irritiert mich die völlig andere Einschätzung von ihm und die fehlenden Gefühlsreaktionen. Er meinte dazu aber, das würde nicht darüber sagen wie es ihm wirklich geht und es käme für ihn ja auch nicht völlig überraschend.

    Keine Ahnung, was ich jetzt von euch lesen möchte, vielleicht einfach nur ein paar Gedankenanregungen, die mir vielleicht etwas Klarheit verschaffen können. Ich weiß, dass ich das alleine lösen muss, möchte mich nur nicht so allein damit fühlen.. :geknickt:
     
    #1
    User 27629, 30 November 2009
  2. reseT.ToXic
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    um naeher darauf einzugehen faende ich es sehr hilfreich, wenn du konkrete situationen/dinge beschreiben wuerdest, die dich stoeren. du schreibst naemlich sehr abstrakt und ich kann mir kein wirkliches bild machen. ich lese immer mal wieder was von unstimmigkeiten und unterschieden, aber um zu sehen, ob da noch was zu retten ist, waer bisschen mehr info hilfreich. woraus speist sich deine unzufriedenheit konkret? sind es kleinigkeiten, oder einfach wesenzuege deines partners, die sich nicht veraendern lassen?

    so wie es bisher klingt wuerde ich tendenziell sagen, dass der kuchen zu 95% gegessen ist. bestaerkt wird dies fuer mich dadurch, dass du auch kaum durscheinen laesst ein ernsthaftes interesse an der BESSERUNG der situation zu haben. ich wuerde nicht von resignation sprechen, aber eine schwaechere form davon erkenne ich bei dir schon. fuer mich klingst du im prinzip schon relativ entschlossen, was dir zu schaffen macht ist wahrscheinlich das schlechte gewissen ihm gegenueber und die temporaere dauer der Beziehung. 3 jahre wirft man halt nicht sofort in den muell. dazu gesellen sich dann noch sekundaere faktoren wie die gemeinsame wohnung und das man trotz allem nicht alleine ist. (davor haben ja auch viele angst, weshalb lieber gelitten wird, als sich zu trennen).
    kompliziert finde ich es insofern, da sich bei solch einer einseitigen konstellation wie ihr sie habt (plump ausgedrueckt: du = zweifel; er = keine ahnung was du willst) die gefahr anbahnt, dass ein dritter sich in die sache einmischt und du auf einmal gaaanz schnell gaaanz sicher bist die beziehung zu beenden. versteh mich nicht falsch, aber ein dritter erleichtert einem die entscheidung in solchen faellen um ein vielfaches, vor allem, da man eben auch nach der beziehung nicht alleine dasteht. bloed ist das deswegen, weil man das dem partner wirklich ersparen sollte. also dann lieber schon vorher die segel hissen auf faire art und weise. rein hypothetisch: wenn du nicht mit 100%tiger sicherheit sagen kannst, dass ein anderer mann (sollte er dir zusagen) dich voellig kalt lassen wuerde in deiner momentanen situation, mach naegel mit koepfen.
    dies ist nur eine vage einschaetzung, die aufgrund der information eben auch sehr allgemein gehalten ist.

    trotzdem verweise ich nochmal auf obigen absatz, dann koennte man da differenzierter drauf eingehen. interessant waeren auch paar takte zu eurem sexleben bzw. dein korperliches verlangen nach deinem partner. nicht der wichtigste faktor, aber auch nicht der unwichtigste ...

    viele grueße
     
    #2
    reseT.ToXic, 1 Dezember 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 2
  3. Tendra
    Tendra (37)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    in einer Beziehung
    Hallo Syleena,
    die kleinen Unstimmigkeiten, die man während einer Beziehung erlebt, kommen oft erst dann richtig zur Geltung, wenn man auch zusammen wohnt, weil man dann erst richtig und alltäglich damit konfrontiert wird und auch dazu gezwungen ist, sich damit auseinanderzusetzen.
    Mit meinem Exfreund war ich 2,5 Jahre zusammen, 1 Jahr davon haben wir zusammen gewohnt. Das Problem hierbei waren nicht die kleinen Unstimmigkeiten, sondern die Art und Weise, wie sie durch meinen Freund auf den Tisch gebracht wurden. Er hat mir das Gefühl gegeben, vollkommen "unnormal" und egoistisch zu sein, weil ich in manchen Dingen eben anders war als er. In diesen Momenten fiel es mir umso schwerer, Kompromisse einzugehen, auch wenn es sich nur um Kleinigkeiten gehandelt hat. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr ich selbst sein zu dürfen.

    Meiner Meinung nach ist es normal und wichtig, Kompromisse einzugehen, wenn man zusammen wohnt. Und wenn es sich nur um Kleinigkeiten handelt, sollten die wohl auch nicht das Problem darstellen. Daher vermute ich, dass es sich bei euch entweder nicht um Kleinigkeiten handelt, oder dass das eigentliche Problem ganz woanders liegt. reseT.Toxic hat daher ganz recht zu schreiben, das Problem etwas genauer auszuführen und auch auf andere Lebenslagen wie Sexualität mehr einzugehen.

    Grüße
     
    #3
    Tendra, 1 Dezember 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  4. User 27629
    User 27629 (32)
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    nicht angegeben
    Vielen Dank, euch beiden, für eure Einschätzungen. Ich habe das Gefühl, ihr könnt das Problem ganz gut erfassen, trotz fehlender Details. Ich werde jetzt trotzdem mal versuchen, es etwas greifbarer zu machen, vielleicht hilft mir das ja auch selbst weiter.

    Vermutlich eher die unterschiedlichen Wesenszüge. Das zeigt sich zum Beispiel in der Kommunikation. Uns beschäftigen einfach völlig unterschiedliche Dinge. Wir hören dann zwar einander zu, aber es fehlt irgendwie so etwas, was bei beiden Begeisterung hervorruft. Überhaupt mag er kein "bloßes Reden um des Redens willen". Das macht für ihn keinen Sinn, er möchte lieber aktiv etwas machen. Dann nebenei zu reden, ist okay, aber einfach so herum zu philosophieren, intensiven Gedankenaustausch zu betreiben.. sowas ist, glaube ich, nicht so ganz sein Ding. Er sagt dazu, ich hätte mir dann eben eine andere Berufsgruppe als Partner aussuchen müssen (er ist Ing.).

    Dann betrifft es auch bestimmte Verhaltensweisen, die ich aus Prinzip nicht gut akzeptieren kann. Er kann zum Beispiel ganz schlecht verlieren. Wenn es in einer Spielgruppe schlecht für ihn läuft, dann lässt er seinen ganzen Frust an den anderen Mitspielern aus. Mit ihm hat es mir deshalb selten Spaß gemacht, zu gewinnen, weil die Stimmung dann meist im Eimer war und ich dann doch lieber verloren hätte, als das auszuhalten. Auch in Gruppen mit Freunden kam das oft vor und dann hatte ich immer wieder den Gedanken: Wenn ich ihn jetzt nicht kennen würde und er nur irgendjemand für mich wäre, dann würde ich ihn jetzt für ziemlich unsympathisch halten. Wir hatten das oft als Thema und die Konsequenz war, das wir kaum noch Spielgruppen veranstalteten, wenigstens nicht zusammen. Und so hat es sich in vielen Punkten ergeben und deshalb macht jetzt jeder das, was ihm wichtig ist (weshalb wir sehr viel getrennt machen) und es wird das vermieden, was Konfliktpotenzial hat. Es gibt Dinge, die wir gemeinsam machen und die uns verbinden, aber da habe ich manchmal auch das Gefühl, dass es nicht authentisch ist, nicht ganz passt. Es gibt also schon auch Sachen, wo es besser passt, aber in anderen grundlegenden, für mich wichtigen Dingen, eben nicht so ganz. Deshalb habe ich immer wieder so ein Gefühl, als ob etwas entscheidendes fehlen würde. Und in den Punkten, wo er mir zuliebe etwas verändert hat, komme ich mir so vor, als hätte ich ihm etwas von sich selbst genommen und es fühlt sich irgendwie "falsch" an.

    Ihr habt beide die Sexualität angesprochen. Die ist im Grunde genommen sehr gut, also vom Zusammenspiel her das beste, was ich bisher hatte. Er weiß eben durch die lange Zeit, die wir jetzt zusammen sind, einfach welche Knöpfe er bei mir drücken muss. Allerdings ist die Anziehung ziemlich verloren gegangen bei mir, also die Lust auf ihn. Es ist paradox. Anfangs war der Sex nicht so gut wie heute, aber die Lust war stärker und jetzt ist es genau umgekehrt..

    Ich bin jetzt noch nicht wirklich schlauer als gestern, hab auch ziemlich schlecht geschlafen und mir immer wieder das eine oder das andere vorgestellt und wieder verworfen. Ich warte auf die Erkenntnis, aber die wird wohl nicht so einfach über mich kommen.
     
    #4
    User 27629, 1 Dezember 2009
  5. User 27629
    User 27629 (32)
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    nicht angegeben
    Ich schreib mal einfach hier weiter, statt einen neuen Fred zu eröffnen..

    Habe gestern nun konkret ausgesprochen, dass ich die Trennung möchte und mir eine eigene Wohnung suchen werde. Die Entscheidung musste einfach sein, weil mein "Freund", seit ich vor ein paar Tagen meine großen Zweifel angesprochen hatte und da schon die ganze Beziehung in Frage gestellt hatte, in den folgenden Tagen einfach ganz normal weiter machte. Er kam auch gestern von der Arbeit und fragte mich völlig belanglos, wie der Arbeitstag war, was wir heute zum Abendessen machen sollen usw. Ich hab dann mal zu ihm gesagt, wie er eigentlich so einfach weiter machen kann wie bisher, während ich die ganze Zeit hin und her überlege, ob das alles überhaupt noch Sinn macht. Dazu meinte er, dass es für ihn eben kein hin oder her gäbe, weil er die Beziehung möchte und dass er einfach nicht wahrhaben könne, dass ich das nun einfach beenden wolle. Ich sei ein besonderer Mensch für ihn und vielleicht zeige er mir das nicht oft genug. Ich erklärte ihm also nochmals, wo in meinen Augen die Probleme liegen - eben in diesen grundsätzlichen Dingen - und nach einigem Reden, ohne wirklich eine Lösung zu finden, habe ich dann eben gesagt, dass ich denke, wir sollten uns trennen.

    Bin dann ins Gästezimmer gezogen und hab also heute die erste Nacht alleine verbracht. Nach diesem Trennungsgespräch gestern ging er dann noch zu seiner Spielegruppe, die er regelmäßig macht und als er spät nachts zurück kam und ich ihn fragte, wie es war, sagte er: "War gut, ganz lustig!" Ich kapier das echt nicht!! Ich meine, ich lenke mich natürlich auch so gut es geht davon ab und versuche, wenigstens nicht die ganze Zeit darüber nachzudenken, was dies nun bedeutet, aber ich könnte ganz bestimmt nicht irgendwo unter Leute gehen und Spass haben. Aber vielleicht ist es einfach seine Art damit umzugehen und ich kann es ihm ja nicht vorwerfen.

    Jedenfalls habe ich heute Nacht natürlich nicht sehr gut geschlafen und weiter überlegt, ob das nun die richtige Entscheidung war oder nicht. Ich fühle mich mies, weil ich ihm so etwas antue, seine Zukuftspläne über den Haufen werfe. Hätte ich nicht früher schon auf meine Zweifel hören sollen - oder länger durchhalten, bis wir beide an dem Punkt sind, zu sehen, dass es nicht klappt? Liegt es vielleicht einfach an meiner fehlenden "Ausdauer", also könnte dies alles noch zu retten sein, wenn ich einfach voll auf die Beziehung vertrauen würde und jegliche Zweifel aus dem Kopf "verbanne"? (Was schwierig ist.. denn genau dieses innerliche "Ja!" zu der Beziehung ist das, was ich einfach nicht hinkriege).

    Vielleicht bin ich auch einfach zu anspruchsvoll. Ich kann doch nicht erwarten, dass ein Partner, alle mir wichtigen Eigenschaften in sich vereint! Renne ich vielleicht nur einem unerreichbaren Ideal hinterher? Ich könnte doch auch einfach zufrieden sein, mit dem was ich habe/hatte. Dass er mich liebt, weiß ich und natürlich habe ich auch starke Gefühle für ihn nach all der gemeinsamen Zeit. Wieso reicht mir das einfach nicht??

    Das wollte ich nur mal loswerden.. wenn das jemand liest und was dazu sagen will, gerne. Vielleicht eure eigenen Erfahrungen dazu. Bin ja sicher nicht die Erste, die sowas erlebt. Wie seid ihr damit umgegangen? Habt ihr jemals eine Trennung, die ihr vom Gefühl her ziehen musstet, im Nachhinein bereut?
     
    #5
    User 27629, 3 Dezember 2009
  6. User 15352
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    Hey :knuddel:!

    Genau so hat sich damals auch mein Exfreund verhalten :ratlos:.
    Er meinte, er könne ja sowieso nichts an meiner Entscheidung ändern, aber ich habe mir gewünscht, dass er - so kitschig es auch klingen mag - um mich kämpft, dass er Emotionen zeigt, dass er mir das Gefühl gibt, wichtig zu sein. All das hat er nicht gemacht und so habe ich letztendlich auch mit ein wenig Trotz die Trennung durchgezogen.

    Viel raten kann ich Dir leider nicht, nur, dass ich im Nachhinein gedacht habe, dass meinem damaligen Freund scheinbar nicht viel an unserer Beziehung gelegen hat, wenn er so gefühlskalt auf einen Trennungsvorschlag reagiert...
     
    #6
    User 15352, 3 Dezember 2009
  7. Menschen verarbeiten solche Dinge nunmal anderst und dein Exfreund scheint es nunmal anderst zu verarbeiten, als du.
    Gesellschaft bringt meist die beste Ablenkungen, da man da redet, unter guten Leuten ist, lachen und Spass haben kann. Man ist in dem Moment eben nicht alleine, sondern hat seine Freunde und kann mit diesen für den Moment eben aus der ganzen emotionasgeladenen Situation ausbrechen.
     
    #7
    Chosylämmchen, 3 Dezember 2009
  8. User 77547
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    Ich bin zwar eher der Typ, der zunächst mal von Trennungen abrät, aber nach allem, was Du hier so schreibst, kann ich die Entscheidung gut nachvollziehen.

    Mir fällt es aber trotzdem schwer, mir ein Bild von deinem (Ex-)Freund zu machen. Die Art, wie er mit dem Problem umgeht, erscheint mir schon ziemlich bizarr. Entweder er gibt selber nicht allzuviel auf Eure Beziehung oder er hat echte Kommunikationsprobleme. Diese emotionslose Sachlichkeit, dieses Dir die komplette Verantwortung zuschieben, finde ich ziemlich unverständlich. War er schon immer so? Auch am Anfang eurer Beziehung?
    Diese Emotionslosigkeit wäre für mich jedenfalls das größte Problem in einer Beziehung und nicht, dass der Partner in allen Bereichen auf der selben Wellenlänge liegt, wie ich selber. Das muss m.E. in einer Beziehung nicht sein.
     
    #8
    User 77547, 3 Dezember 2009
  9. @ casanis, eine emotionale Sachlichkeit muss keineswegs ein Zeichen für Kommunikationsprobleme sein. Es gibt Leute, die auch in so einem Moment sachlich und objektiv diskutieren können.
    Die müssen sich noch nichtmal verstellen, sondern ist ein Teil von der Person, dies heisst aber nicht, dass keine Emotionen dabei sind, sondern einfach, dass ein Gespräch darüber so geführt werden kann.
    Diese Eigenschaft gibt es durchaus und muss nichts mit starkem Mann, Gleichgültigkeit o.ä zu tun haben.
     
    #9
    Chosylämmchen, 3 Dezember 2009
  10. User 77547
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    Klar, so wie du das beschreibst, finde ich es auch o.k: Selbst in so einer Ausnahmesituation sachlich kommunizieren zu können, trotz hohem emotionalem Gehalt. Das wäre ja sogar optimal und sicherlich kein Kommunikationsproblem.
    Aber aus den Ausführungen syleenas habe ich eher rausgelesen, dass ihr Freund nicht wirklich mit ihr über das Problem kommuniziert, seine Gefühle benennt, nach Lösungen etc. sucht, sondern einfach nur "emotionslos" sein Leben weiterwurstelt. Das finde ich schon merkwürdig.
     
    #10
    User 77547, 3 Dezember 2009
  11. User 27629
    User 27629 (32)
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    Danke schön für eure Beiträge!

    Ja, klar, sachliche Kommunikation ist sicherlich in manchen Situationen von Vorteil und anfangs fand ich es sogar irgendwie beeindruckend, wie sachlich er sein konnte. Aber ich glaube, die Kommunikation muss auf beiden Ebenen - auf der Sach- und Gefühlsebene - im "Gleichklang" sein (das klingt jetzt irgendwie spirituell, aber ich kann es grad nicht anders beschreiben) und bei uns passt es anscheinend auf der Gefühlsebene nicht so ganz zusammen. Ich bin in der Kommunikation leider auch ziemlich emotional und intuitiv veranlagt, also die sachliche Kommunikation über das Problem ist das eine und die Zwischentöne das andere. Daher ist es wahrscheinlich eher das Feingefühl, was mir bei ihm fehlt, das Gespür für's Subtile.

    Naja, er ist eigentlich sonst nicht so "emotionslos", er bringt seine Gefühle meist sogar sehr deutlich zum Ausdruck. Er ist genau genommen viel launischer als ich. So "emotionslos" wie jetzt habe ich ihn eigentlich noch gar nicht erlebt, deshalb irritiert es mich ja auch.
     
    #11
    User 27629, 3 Dezember 2009
  12. User 77547
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    naja, klingt ähnlich wie eine Art "Schockstarre". Im Ernst, vielleicht kommt er mit der Situation ja so wenig klar, dass er einfach komplett dicht macht.

    Aber auf der anderen Seite frage ich mich, wie er eigentlich reagieren sollte. Du hast ja wohl deine Entscheidung getroffen, oder? Nix mehr zu retten?
     
    #12
    User 77547, 3 Dezember 2009
  13. User 27629
    User 27629 (32)
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    Ja, das meinte er auch, als ich ihn drauf ansprach. Er sagte, dass er damals unmittelbar nach dem Tod seiner Mam auch zunächst gar nichts gefühlt habe und dass aber irgendwann auf einen Schlag das Gefühl plötzlich kam. Er sagte: "Du wirst es dann schon merken."

    Natürlich kann man das eine Erlebnis nicht mit dem anderen vergleichen, aber die emotionale (Nicht-)Reaktion ist anscheinend ähnlich.

    Ja, ich habe meine Entscheidung getroffen und ich glaube, dass sie richtig ist, denn ich denke nicht, dass sich diese grundlegenden Probleme durch ein weiteres Fortführen der Beziehung lösen könnten.

    Wie er reagieren sollte? - Das liegt natürlich nicht bei mir. Aber es ist mir auf jeden Fall nicht egal wie es ihm geht und es lässt mich alles andere als kalt. Es würde für mich gefühlsmäßig allerdings keinen Unterschied machen, wenn er nun traurig wäre und dies auch zeigen würde, anstatt dass so wie jetzt diese unterschwelligen Gefühle in der Luft liegen und das Gezeigte einfach nicht stimmig ist. Naja.. ich bin wahrscheinlich so oder so die Letzte, die ihm jetzt helfen könnte.
     
    #13
    User 27629, 3 Dezember 2009

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