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Der Eisprung
Von der ersten Regelblutung an reift im Körper der Frau einmal im Monat eine befruchtungsfähige Eizelle heran. Wenn sich die Eizelle dann aus dem Eierstock löst und auf die Reise durch einen der beiden Eileiter in die Gebärmutter geschickt wird, nennt man das Eisprung. Dieser findet ungefähr am 14. Tag nach dem ersten tag der Regelblutung statt.
Wird die Eizelle nicht durch eine männliche Samenzelle befruchtet, werden Eizelle und Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und die Regelblutung beginnt.
Wurde die Eizelle jedoch befruchtet, kommt es zu einer Schwangerschaft: die Eizelle nistet sich in die Gebärmutter ein und wächst dort zu einem Embryo heran. Dem Körper wird dann von den Geschlechtshormonen Östrogen und Gestagen signalisiert, dass kein Eisprung mehr notwendig ist, da der eigentliche Zweck des Eisprungs - die Schwangerschaft - bereits erfüllt ist. So wird von der Natur ausgeschlossen, dass während einer Schwangerschaft befruchtungsfähige Eizellen entstehen und die Frau "mehrfach" schwanger werden kann.
Was genau bewirkt nun die Minipille?
Die Minipille ist eine reine Gestagentablette, die - im Gegensatz zur Mikropille - den Eisprung nicht verhindert, sondern bewirkt, dass es zu keiner Verflüssigung des Schleims im Gebärmutterhals kommt. Den Spermien wird es so unmöglich gemacht, zum befruchtungsfähigen Ei zu gelangen; ein befruchtetes Ei kann sich somit nicht in der Gebärmutter einnisten
Zudem bewirkt das Gestagen, dass sich die Gebärmutterschleimhaut mangelhaft aufbaut. Sollte trotzdem eine Befruchtung der Eizelle stattgefunden haben, kann sie sich nur schwer einnisten.
Die Einnahme der Minipille
Im Gegensatz zur "typischen" Pille nimmst du die Minipille ohne Unterbrechung ein. Die 7-tägige Pause gibt es hier also nicht. Dadurch verändert sich das gewohnte Blutungsmuster. Häufig treten die Blutungen unregelmäßiger auf. Nach einigen Anwendungsmonaten werden die Blutungen bei fast allen Frauen leichter und seltener. Es ist auch möglich, dass die Blutungen ganz ausbleiben. Wegen der sehr geringen Wirkstoffmenge in der Minipille ist die regelmäßige und pünktliche Einnahme wesentliche Voraussetzung für die empfängnisverhütende Wirkung.
Die Tageszeit der Einnahme ist gleichgültig, nur musst du bei der einmal gewählten Stunde bleiben, da der Abstand zwischen der Einnahme von zwei Dragees möglichst genau 24 Stunden betragen soll. Diese Zeitspanne darf keinesfalls mehr als drei Stunden überschritten werden, weil sonst der Empfängnisschutz in Frage gestellt ist.
Die Minipille wirkt erst nach 14 Tagen nach der ersten Einnahme.
Minipille vergessen?
Solltest du einmal vergessen haben, die Pille zu nehmen, hast du 3 Stunden Zeit, dies nachzuholen. Wenn die Nachholzeit von 3 Stunden überschritten ist, ist die Wirkung der Minipille nicht mehr 100%ig und du solltest zusätzlich verhüten (Kondom).
Wo bekomm ich die Minipille?
Die Pille kann nur von einem Frauenarzt/ einer Frauenärztin verschrieben werden. Nach einer gründlichen Untersuchung entscheidet der Arzt/ die Ärztin, welche Pille am besten geeignet ist. Die Pille ist mittels eines Rezeptes in jeder Apotheke erhältlich.
Wie sicher ist die Minipille?
Mit einem Pearl-Index von 1 - 3 (d.h. von 100 Frauen, die ein Jahr land die Minipille nehmen, werden ein bis drei schwanger) ist die Minipille nicht ganz so sicher wie die „typische“ Pille.
Vorteile der Minipille
Die Mini-Pille enthält kein Östrogen. Sie erlaubt spontanen Sex. Die Einnahme ist auch in der Stillperiode möglich. Die in die Gebärmutterhöhle abgegebene Gelbkörperhormonmengen sind um den Faktor 20-100 geringer, als bei der Einnahme der „typischen“ Pille.
Nachteile der Minipille
Die Minipille muss auf 3 Stunden genau eingenommen werden. Sie kann zu unregelmäßiger oder ausfallender Periode führen und muss ununterbrochen eingenommen werden.
Die Minipille wirkt erst nach 14 Tagen. Ein Einnahmefehler bedingt eine 14-tägige Phase fehlenden Empfängnisschutzes.
Kosten der Minipille
Je nach Präparat kostet die Pille 8,00 - 12,00 € monatlich. Bis zum 20. Lebensjahr erstatten die Krankenkassen die Kosten.