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Kupferkette

Was ist die Kupferkette

Die Kupferkette (Gynefix ®) ist eine neue Alternative zur Spirale. Sie besteht aus sechs kleinen Kupferzylindern, die an einem Nylonfaden aufgereiht sind. Während das eine Ende der Kette an der Gebärmutterwand fixiert wird, hängt das zweite frei in der Gebärmutter. Die Kette gibt es in zwei verschiedenen Größen: für große sowie für kleine bis normalgroße Gebärmuttern. Wie die Spirale kann sie bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter bleiben.
Im Vergleich zur Spirale ist die Kupferkette jedoch flexibler und passt sich somit besser der Gebärmutter an.

Was genau bewirkt die Kupferkette?

Die Kupferkette setzt kontinuierlich Kupfer-Ionen frei. Dadurch kommt es zu einer Reaktion der Gebärmutterschleimhaut – ähnlich einer Entzündungsreaktion. Ein befruchtetes Ei kann sich unter diesen Bedingungen nicht in die Gebärmutterschleimhaut einnisten.
Des Weiteren werden die Spermien durch die Kupfer-Ionen gestört und inaktiviert. Die Bewegung der Eileiter wird ebenfalls durch das Kupfer beeinflusst.

Wie wird die Kupferkette in die Gebärmutter eingebracht?

Die Einlage in die Gebärmutter erfolgt - wie bei der Spirale auch - während der Periode, nach einer Fehlgeburt oder einem Schwangerschaftsabbruch.
Der Arzt näht das Fadenende am oberen Teil der Gebärmutterwand mit Hilfe einer feinen Nadel fest. Diese Prozedur ist völlig schmerzfrei.
Nach ungeschützem Geschlechtsverkehr kann die Kupferkette auch als Notfallverhütung eingesetzt werden.

Für wen ist die Kupferkette geeignet?

Die Kupferkette ist praktisch für alle Frauen geeignet, auch für junge Frauen, die noch keine Kinder geboren haben. Sie ist vor allem eine Alternative für Frauen, die keine Hormone einnehmen wollen oder dürfen, aber auch für Frauen nach einer Brustkrebserkrankung ist die Kupferkette eine empfehlenswerte Verhütungsalternative.

Für wen ist die Kupferkette nicht geeignet?

Für Frauen mit angeborenen Fehlbildungen der Gebärmutter oder einer sehr kleinen Gebärmutter ist die Kupferkette nicht geeignet. Zudem sollten Frauen, die in der Vergangenheit eine Eileiterentzündung hatten, von der Einlage der Kupferkette Abstand nehmen. Eine Allergie gegen Kupfer schließt selbstverständlich eine Anwendung aus.

Wo bekomm ich die Kupferkette?

Dein Frauenarzt/ deine Frauenärztin muss zunächst feststellen, ob die Kupferkette für dich geeignet ist. Ist dies der Fall, so kann die Kupferkette von deinem Frauenarzt/ deiner Frauenärztin eingesetzt werden.

Wie sicher ist die Kupferkette?

Die Kupferkette hat eine niedrigere Versagerquote als andere, nicht hormonelle Verhütungsmittel, die ebenfalls in der Gebärmutter platziert werden. Dies geht aus einer im Fachblatt "British Journal of Family Planning" (1999) veröffentlichten Untersuchung hervor. Dieses Ergebnis wird auch durch eine andere Untersuchung unterstützt, in der festgestellt wurde, dass der Pearl Index bei 0.1-0.3 liegt. Im Vergleich zu den Kupferspiralen zeichnet sich die Kupferkette durch eine erhöhte Sicherheit aus.

Vorteile der Kupferkette

Im Unterschied zur Spirale löst die Kupferkette kaum Blutungsstörungen aus - abgesehen von möglichen Schmierblutungen in den ersten Anwendungsmonaten.
Zudem sorgt die sichere Verankerung in der Gebärmutterwand dafür, dass die Kupferkette nicht ausgestoßen wird.

Nachteile der Kupferkette

Wenn Frauen häufig ihre Sexualpartner wechseln, erhöht sich das Risiko aufsteigender Infektionen. Verantwortlich dafür ist das Fadenende der Kupferkette, welches für Keime eine Brücke zwischen Scheide und Gebärmutter darstellt. Bei Frauen in festen Beziehungen lässt sich keine erhöhte Infektionsrate feststellen.
Die Kupferspirale schützt auch nicht vor sexuell übertragbaren Erkrankungen.
Des Weiteren muss die Kupferkette momentan noch im Ausland bestellt werden (meist direkt beim belgischen Hersteller Contrel und du musst einen Frauenarzt finden, der mit der Kupferkette Erfahrung hat.

Kosten der Kupferkette

Die Kupferkette kostet ca. 255,-€.