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  1. Florian_PL

    Was ist ein Implanon?

    Das Implanon ist ein etwa vier Zentimeter langes und zwei Millimeter dickes, flexibles Kunststoffstäbchen ohne Silikon. Das Stäbchen wird der Frau an der Innenseite des Oberarms unter die Haut eingesetzt.

    Wie funktioniert das Implanon?

    Das Implanon enthält den Wirkstoff Etonorgestrel, ein Gelbkörperhormon (Gestagen). Dieses Hormon kommt seit längerem in einer Reihe von Pillen zur Anwendung.
    Nach der Implantation des Kunststoffstäbchens unter die Haut wird der Wirkstoff in sehr geringen Dosen an den Organismus abgegeben. Dadurch werden sowohl der Eisprung verhindert als auch der Schleim des Gebärmutterhalses verändert, wodurch eine Wanderung der Spermien erschwert wird. Wird das Implanon wieder entfernt, normalisieren sich alle Vorgänge innerhalb kurzer Zeit, und es ist schon im ersten Zyklus möglich, schwanger zu werden. Der Empfängnisschutz besteht sofort nach dem Einlegen des Implanons.

    Wie wird das Implanon eingesetzt?

    Nur ein Frauenarzt, der mit der Technik vertraut ist, darf Dir das Implanon einsetzen.
    Das Einsetzen des Kunststoffstäbchens erfolgt in einem kurzen Eingriff unter örtlicher Betäubung. Mittels einer Kanüle des Implanon-Stäbchens wird das Implanon direkt unter die Haut (so oberflächig wie möglich) implantiert.

    Was muss ich beim Implanon beachten?

    Wurde zuvor keine hormonelle Verhütung angewendet, wird das Implantat zwischen dem ersten und dem fünften Tag der Monatsblutung (bei Spontanzyklus) eingelegt. Dies gilt auch, wenn zuvor eine Kupferspirale getragen wurde. Wenn zuvor die Pille verwendet wurde, erfolgt die Einlage am besten unmittelbar am Tag nach Einnahme der letzten Pille einer Packung.
    Bei einer Unverträglichkeit des Wirkstoffs Etonorgestrel kann das Implanon nicht eingesetzt werden.

    Wo bekomme ich das Implanon?

    Das Implanon kann nur von einem Frauenarzt verordnet werden.

    Wie sicher ist das Implanon?

    Der Pearl Index liegt nach den bisherigen Studien bei 0. Diese Art der Verhütung ist daher als ganz besonders sicher anzusehen, eine absolute Sicherheit gibt es jedoch nie.

    Vorteile des Implanons

    Die hohe Zuverlässigkeit der Methode, vergleichbar mit der Pille und der Sterilisation, garantiert das verwendete Gestagen. Es gibt nun nichts in punkto Verhütung, an das Du täglich denken müsstest. Die Veränderungen sind vollständig reversibel. Nach dem Entfernen des Implanons besteht schon im ersten Zyklus wieder die Möglichkeit, schwanger zu werden.
    Zudem kann das Implanon bei guter Verträglichkeit bis zu drei Jahre im Oberarm bleiben.

    Nachteile des Implanons

    Es können folgende Nebenwirkungen eintreten:
    • häufig: Akne, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Spannung und Schmerzen in den Brüsten, Stimmungsschwankungen
    • gelegentlich: Bauchschmerzen, schmerzhafte Monatsblutungen (Dysmenorrhoe), Schwindel, Beeinflussung des Geschlechtstriebs, depressive Verstimmungen, Nervosität, Blähungen, Haarausfall, Übelkeit, kleine flüssigkeitsgefüllte Bläschen in den Eierstöcken (= Zysten), Müdigkeit, Hitzewallungen, Änderung des Appetits, Scheidenentzündung, grippeartige Beschwerden, abnormale sexuelle Funktionen
    • Außerdem können nach dem Einsetzen oder Entfernen eines Implanons an der betroffenen Stelle blaue Flecken, örtliche Reizungen, Schmerzen und Juckreiz auftreten.
    • Bisher wurde kein Fall einer Narbenbildung beobachtet. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass in Einzelfällen eine Narbenbildung auftreten kann.

    Kosten des Implanons

    Die Kosten liegen bei zirka 300 Euro.

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