Die männliche Pubertät

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von Florian_PL · 18 Januar 2018 ·
  1. Florian_PL
    Du bist zwischen 11 und 18 Jahren alt, alles nervt Dich: Deine Eltern, Schule, das Leben an sich – einfach alles ist total lästig und anstrengend. Willkommen in der Pubertät! Auf dieser Seite erfährst Du, was so alles mit Deinem Körper und Deiner Psyche während dieser Zeit passiert.

    Körperliche Veränderungen

    Hodenwachstum: 11. bis 15. Lebensjahr

    Etwa ab dem 11. Lebensjahr beginnt bei Dir das Hodenwachstum.

    Schambehaarung: 12. bis 13. Lebensjahr

    Die Schamhaare beginnen ab dem 12. Lebensjahr zu wachsen – und zwar um die Peniswurzel und auf dem Hodensack. Je nach Veranlagung kann sich die Schambehaarung bis auf den Afterbereich ausbreiten.

    Achselbehaarung: 13. bis 15. Lebensjahr

    Die Achselbehaarung entwickelt sich während der Pubertät und ist von Mensch zu Mensch in Form, Farbe und Dichte unterschiedlich. Die Achselhaare hören bei einer bestimmten Haarlänge auf zu wachsen und haben eine Lebensdauer von je zirka sechs Monaten. Dann fallen sie aus.

    Oberlippenflaum: 13. bis 15. Lebensjahr

    Im Alter von zirka 13 bis 18 Jahren beginnt der Bartwuchs – und zwar mit einem Oberlippenflaum, der anfangs weich ist. Doch mit der Zeit wird der Oberlippenflaum härter.
    Die Barthaare wachsen um den Mund, um das Kinn, die Wangen und den oberen Halsbereich. Die Stärke der Behaarung wird vom Hormon Testosteron gesteuert und nimmt mit dem Alter an Wachstum und Stärke zu.

    Stimmbruch: 10. bis 15. Lebensjahr

    Hormonabhängig werden der Adamsapfel und die Stimmlippen zum Wachstum angeregt. Die kindliche Stimme verändert sich stückweise zur tiefen Männerstimme. Meist passiert das um das 14. Lebensjahr. Da die Entwicklung einige Zeit dauert, kommt es zum typischen Krächzen. Das geht vorrüber. ;-)

    Peniswachstum: 11. bis 14. Lebensjahr

    Der Penis beginnt um das 11. Lebensjahr zu wachsen, das größte Längenwachstum beim Penis findet um das 16. Lebensjahr statt.

    Wachstumsschub: 11. bis 17 Lebensjahr

    In der Pubertät machen Jungs einen großen Wachstumsschub durch. Er kann zwei bis vier Jahre dauern. Dabei nimmt die Knochendichte zu, und die Muskelmasse verdoppelt sich.

    Samenzellen: 11. bis 17. Lebensjahr

    Zwischen dem 11. und dem 17. Lebensjahr kommt es zu ersten Samenzellen-Absonderungen, meist passiert das im Schlaf. Ab dem ersten Samenerguss ist man(n) zeugungsfähig.

    Mehr zum nächtlichen Samenerguss (Pollution)

    "Feuchte Träume" sind ein Zeichen dafür, dass sich der Körper verändert und man langsam zum Mann wird. Beim Samenerguss (Ejakulation) fließt ein weißliches Gemisch aus Samenzellen und Samenflüssigkeit aus dem Glied – etwa einen Teelöffel voll.
    Der Samenerguss ist das Ergebnis sexueller Erregung. Zunächst versteift sich das Glied, und auf dem Höhepunkt der sexuellen Erregung steht der Orgasmus – der Samenerguss. Er kann in der Nacht und völlig unbewusst passieren – vor allem anfangs.
    Die meisten Jungen beobachten sehr genau das Wachstum ihres Penis'. Die Größe der Geschlechtsorgane kann man allerdings nicht beeinflussen, sie ist für den Spaß beim Sex und für das Kinderzeugen unwichtig.
    Der Penis eines Jugendlichen ist zunächst oft kleiner als der eines erwachsenen Mannes. Er wächst noch im Laufe der Jahre.

    Akne

    Die Hormone müssen sich erst im Körper einstellen, daher haben fast alle Jugendlichen Mitesser und Pickeln. Das vergeht meist wieder – also kein Grund zur Sorge.

    Seelische Veränderungen

    Raus aus der kindlichen Gedankenwelt

    Die Pubertät verläuft bei Jungen und Mädchen auf der seelischen Ebene gleich. Sie ist eine der einschneidensten Veränderungen im Leben. Nicht selten kommt es dabei auch zu der einen oder anderen Krise. Das sollte Dich jedoch nicht beunruhigen. Man erlebt alles zum ersten Mal: die körperliche Veränderung, das Verliebtsein, die ersten sexuellen Gefühle und Kontakte. Auch das Denken ändert sich. Du trittst aus der kindlichen Gedankenwelt heraus und erlebst die Welt neu und anders: Sie erscheint Dir nun vielleicht nicht mehr so wohl geordnet, sondern eher unübersichtlich und chaotisch, ungerecht und widersprüchlich.

    Die Persönlichkeitsentwicklung

    Denken, Fühlen und körperliche Veränderungen sind untrennbar verbunden. Du befindest Dich während der Pubertät in einer Entwicklungsphase, in der Stimmungsschwankungen meist sehr stark auftreten und Du Dich und die anderen in einem veränderten Licht siehst. Oft werden Freunde sehr wichtig, andere Bezugspersonen werden unwichtiger. Du bildest Dir über vieles eine neue Meinung und interessierst Dich jetzt vielleicht für ganz andere Dinge. Deine Sichtweisen finden nicht immer und überall Gefallen, und die Grenzen, die Dir als Jugendlicher noch gesetzt sind, sind lästig. Deinen Weg ins Erwachsensein gestaltest Du selbst mit, dennoch können und müssen Eltern, Lehrer und andere erwachsene Bezugspersonen Dir auf diesem Weg weiter Orientierung bieten. Manche Krise geht von allein vorüber, seelische Krankheiten jedoch müssen unbedingt therapeutisch behandelt werden und sind eine große Chance, über sich selbst und sein Leben Klarheit zu finden, sich auf Dauer befreit, wieder lebensfroh und -bejahend zu fühlen. Im Idealfall hast Du am Ende der Pubertät eine klarere Vorstellung von Dir selbst und Deinen Wünschen und Zielen gewonnen.

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