• Shiny Flame
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    12 Februar 2011
    #1

    Schule Öfter lächeln - aber wie?

    Aufgrund diverser privater Probleme fällt es mir in letzter Zeit teilweise etwas schwer, Menschen, mit denen ich beruflich zu tun habe, nett anzulächeln und ihnen offen in die Augen zu schauen, während hinter meiner Stirn der Terror tobt. Ich möchte es aber eigentlich trotzdem ganz gerne tun - es sind meist nette Menschen, mit denen ich es zu tun habe, und sie verdienen auch offene Blicke und ein Lächeln zur Begrüßung. Ganz abgesehen davon, dass so etwas auch immer ein angenehmes Arbeitsklima schafft - etwas, was ich natürlich ebenfalls anstrebe.

    Guter Vorsatz ist also gefasst :zwinker:. Jetzt muss ich mich nur noch an die Umsetzung machen. Mir irgendwie auf dem Weg zur Arbeit die Sorgenfalten aus der Stirn wischen, die negative Angstgedanken-Spirale wegen verschiedener privater Dinge ein wenig in den Hintergrund drängen und es wieder hinkriegen, zu lächeln und ein bisschen netter zu sein, meine ganzen Sorgen nicht wie eine Mauer in meinem Gesicht zu tragen.

    Ich würde mich über konkrete Tipps zum erreichen dieses Zieles sehr freuen :smile:.
     
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    12 Februar 2011
    #2
    Fang doch erstmal damit an, auf der Strasse fremde Leute anzulächeln. Da ist es nicht ganz so schwer, da du die nicht kennst, und sie so keine Vorurteile dir gegenüber haben.
    Und das ganze weitere dann langsam aus, aber überstürz nichts.
     
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    12 Februar 2011
    #3
    Das geht mir ganz ähnlich. Bei mir ist nur so, dass wenn ich so mir meine Gedanken mach, fällt mein Gesicht total in sich zusammen. Sehe dann ziehlich erschreckend aus. Weiß bis heute nicht was ich dagegen tun kann.
     
  • User 50283
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    12 Februar 2011
    #4
    Vor dem Spiegel die Bewegungen einüben? Dadurch könntest du lernen, deine Mimik sicher zu steuern und somit zu wissen, dass zumindest oberflächlich erkennbar tatsächlich verlässlich ein Lächeln auf deinem Gesicht erscheint.
    Darüber hinaus vielleicht kleine Erinnerungshilfe installieren, anhand derer du dich darauf besinnen kannst, deine Gewohnheit bewusst zu unterbrechen? Beispielsweise, indem du deine Nägel lackierst und die Farbe mit Professionalität verbindest und dich um ein Lächeln bemühst, wann immer dir deine Hände ins Blickfeld fallen - erhöhter Schwierigkeitsgrad: Wann immer du die Farbe in deiner Umwelt entdeckst?
    Du arbeitest doch in einer Schule, oder? Wie wäre es mit einem Foto an der Rückwand der Klasse oder auf deinem Kalender oder sonst irgendwo im Blickfeld, mit dem du irgendetwas Positivem verbindest? Ein Baum vor dem Eingang, der für dich ein Symbol dafür wird, dass du jetzt für ein paar Stunden primär nicht mehr die gestresste Shiny bist, sondern diejenige, die sich durch ihr Ref gebissen hat und nun vormittags ihr Bestes tut (und trotzdem menschlich das Recht dazu hat, nicht alle ihre privaten Sorgen völlig verdrängen zu müssen), stolz auf sich sein kann und es schafft, beruflich ein bisschen eine andere Saite "anzuschlagen" - also dich irgendwie selbst stärken. Quasi wie Kurzmedidation, ein eingeübtes, reduziertes Gefühl.
    Wenn ich das Gefühl hab, mich zu sehr von meinem sonstigen Leben "vereinnahmen" zu lassen hilft es mir, bewusst einzuteilen, wann gerade ich als Mensch bzw. als Funktionsträger gefragt bin. Lässt sich nicht wirklich sinnvoll trennen, aber so tendenziell, falls du verstehst, wie ich das meine. Keine Ahnung, vielleicht liegt das auch nur an meiner Unerfahrenheit, aber mir helfen Symbole (moralisch :zwinker:) normalerweise ganz gut weiter. Und Schminke und Klamotten ;D.
     
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  • Shiny Flame
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    12 Februar 2011
    #5
    okay, also mit Leuten auf der Straße schon mal üben (hoffentlich wundern die sich dann nicht ^^), üben vor dem Spiegel, Anker wie Nagellack, Schminke und Symbole im Klassenraum. Vielleicht ein Baum auf dem Hinweg, auf den ich mich immer ganz besonders freuen kann :zwinker:. Symbole allgemein schaffen für die Trennung von privatem (menschlichem) und beruflichem (Funktionsträgerin).

    (Funktionieren wäre leichter, wenn es eben nur um mechanische Handlungsabläufe oder Gedanken ginge, nicht um die Wirkung als Mensch auf andere Menschen... ^^).

    Mit der Kleidung was symbolisieren ginge sogar besonders gut - Freitag war ich lange und gründlich frustshoppen... Sind ein paar schöne Sachen bei rumgekommen.
     
  • VelvetBird
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    12 Februar 2011
    #6
    Hallo Shiny Flame,

    ich kenne dein Problem nur zu gut, mir fällt das Lächeln auch oft schwer (was bei mir aber keine Phase ist, ich bin halt so).
    Ich habe viele Jahre in der Gastronomie gearbeitet und war dort gezwungen, immer zu lächeln und immer nett zu sein.
    Meine Erfahrung: Es ist wahnsinnig anstrengend, zu versuchen, so zu sein, wie man in dem Moment einfach nicht sein KANN. Ich hab nach einem langen gezwungen-freundlichen Arbeitstag häufig heulend im Bett gelegen - ich war einfach total fertig mit den Nerven.

    Ich hab auch mal eine Studie gelesen, die besagte, dass Menschen, die gezwungen sind, im Beruf ständig fröhlich und nett zu sein, häufiger an psychischen Sachen erkranken - und das kann ich mir persönlich sehr gut vorstellen.
    Wenn ich mich richtig erinnere, bist du Lehrerin, das ist auch so ein Beruf, wo es einfach nicht "erlaubt" zu sein scheint, traurig oder wütend zu sein und dies zu zeigen (und wie du auch schon sagtest, für ein gutes Arbeitsklima sorgt dies auch nicht unbedingt).
    Und manchmal hebt ein Lächeln ja auch tatsächlich die Stimmung, auch wenn einem eigentlich gar nicht nach lächeln zumute war.

    Aber deinen Mitmenschen kannst du langfristig nichts vormachen. Ein erzwungenes Lächeln wirkt nie so überzeugend wie eins, das von Herzen kommt.

    Daher ist mein Rat an dich: Übe ruhig zu lächeln (auch die Tipps der Anderen hier finde ich sehr gut!) - solange du merkst, dass es dir gut tut. Wenn du es als negativ anstrengend empfindest, dann lass es. Wenn es der Seele nicht gut geht, dann sollte man sie auch ruhig mal trauern oder wütend oder besorgt sein lassen, zumindest ist dies meine Meinung.


    Ich wünsche dir alles Gute.
     
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  • User 50283
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    12 Februar 2011
    #7
    Oh, übrigens: Wenn man die Zunge gegen den Gaumen presst, ergibts automatisch ein leichtes Mindwinkel-nach-oben-ziehen. Das über einen längeren Zeitraum beizubehalten ist vielleicht manchmal einfacher, als ein natürliches Lächeln.
    Oder natürlich: Frownies http://www.theskincareshop.co.uk/images/faces2.jpg. Da reicht der Link schon zum Lächeln :zwinker:.
     
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    #8
    Ich finde im Gegensatz zu manchen Vorschreibern, dass ein gekünsteltes Lächeln völlig anders wirkt, als ein echtes. Allerdings finde ich den Vorsatz, sich zu öffnen, grundsätzlich gut. Ich würde es aber eher so angehen, mich mit Leuten zu umgeben, die mir sympathisch sind und in deren Nähe ich moch wohl fühle. Wenn man sich dann ein bisschen öffnet und es zulässt, sich auf bessere Stimmungen - wenn auch nur für einen Moment - einzulassen, kommt die entsprechende Gefühlsregung ganz von alleine. Fremde Menschen anlächeln, ist an sich auch nicht schlecht, aber es muss auch da irgendwie echt gemeint sein. Ich kann das ganz gut, wenn jemand mir gegenüber zugewandt ist, zum Beispiel mir die Tür aufhält, mich nett anspricht oder von sich aus anlächelt. Manchmal muntert es mich auch einfach auf, bestimmte Leute anzusehen, die etwas Schönes ausstrahlen. Das überträgt sich dann irgendwie. Oder wenn mir in einer temporären Verwirrung was seltsames passiert, dann heitert mich das auch meistens auf, weil man gerade in schwierigen Lebensphasen einen schwarzen Humor entwicken muss, um was zu lachen zu haben. Und je mehr solcher Momente man an einem Tag oder über einen längeren Zeitraum hat, umso mehr verändert sich auch die Grundstimmung zum Positiven. Ich finde, es sollte aus dem Inneren kommen, nicht erzwungen sein, denn damit verstärkt man die negative Stimmung unter Umständen wieder, im Sinne von Verdrängung. Wichtig ist, denke ich, eine innere Offenheit für solche Menschen und Momente.
     
  • Shiny Flame
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    12 Februar 2011
    #9
    Wie Recht du vom Prinzip her hast :zwinker:

    Und trotzdem muss ich am ende des Monats meine Miete bezahlen, kann also nicht einfach so kündigen, und muss mit den Leuten auf meiner Arbeit trotzdem zurecht kommen. Ein echtes Lächeln wäre besser, klar. Aber ich kann mich nicht immer nur mit den Leuten umgeben, die mir sympathisch sind und die mich schon von ganz alleine zum Lächeln bringen. Und privat... Tja, da war eigentlich geplant, dass mein Freund längst zu mir gezogen ist - dann lächele ich auch immer viel entspannte,r wenn er da ist. Aber das ganze verzögert sich und verzögert sich, und ich kenne hier im neuen Bundesland noch fast niemanden, wohne isoliert ohne Auto (das bei ihm ist), habe trotz Arbeit noch einige Geldsorgen...

    Und wenn ein "unechtes" Lächeln hundertmal nicht so gut ist wie ein echtes - es kann mir doch meine Arbeit um einiges erleichtern, wenn ich wenigstens das hinkriege :zwinker:.
     
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    12 Februar 2011
    #10
    Okay.. also ist dein Ziel weniger, dich selbst aufzuheitern als mehr, dass Menschen, mit denen zu tun hast, deine momentane tatsächliche Gefühlslage nicht so stark mitbekommen? Hast du konkret den Eindruck, dass deine Stimmung das Verhältnis zu deinen Kollegen / Kunden beeinträchtigt oder du schwer in Kontakt kommst?
     
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    #11
    Pass nur auf, dass ein künstliches Lächeln dir nicht dein wirkliches Lächeln verdirbt - nicht, dass du irgendwann keine Freude mehr an deinem 'echten' Lächeln hast vor lauter Zwang.
    Vielleicht hilft es dir, an etwas Positives zu denken, damit du so viel Freude empfindest, dass ein echtes Lächeln zustande kommt? Braucht vielleicht etwas Übung, aber erfreuliche Gedanken bei der Arbeit schaden ja auch nicht :smile:
    Das mit dem Baum auf dem Weg zur Arbeit wäre ja schon ein Anfang dafür.
     
  • Shiny Flame
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    12 Februar 2011
    #12
    Ja, das habe ich, und deswegen will ich da gegensteuern.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 18:11 -----------

    Privat kann ich mit den richtigen Leuten durchaus noch richtig lächeln oder laut und befreit lachen. Ich hoffe auch, dass das so bleibt. Aber ich kann mir meine Stimmungslage nicht immer aussuchen - und muss trotzdem halbwegs nett und sympathisch auf Arbeit rüberkommen. Will ich ja auch.
     
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    12 Februar 2011
    #13
    Kannst du konkreter werden? :zwinker: Sind die Kollegen distanziert dir gegenüber, fühlst du dich nicht richtig zugehörig? Was hast du bisher getan, um das zu verbessern, also wie bist du auf die Kollegen zugegangen und wie haben sie reagiert?
     
  • Shiny Flame
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    #14
    Ich bin ja Lehrerin, und ich habe natürlich auch manchmal mit Schülern zu tun, die gerade mitten in der Pubertät sind. Einerseits eine schöne Arbeit, andererseits manchmal anstrengend... Und meine Schüler reagieren extrem stark darauf, ob ich gerade gut drauf wirke oder abweisend. In letzteren Fällen ist meine Arbeit deutlich schwerer - und daraus kann sich schnell eine Art Teufelskreis entwickeln.

    Da will ich wieder gegensteuern. Aber dafür habe ich ja auch schon ein paar gute, konkrete Tipps bekommen - die ich in den nächsten Tagen umzusetzen versuchen werde. Besonders das mit der Zunge am Gaumen ist klasse ^^.
     
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    #15
    Ich arbeite ja auch im sozialen Bereich- wenn meine Kiddis auch ein paar Jahre jünger sind als deine...

    Mir wurde und wird oft von meinen Kollegen gespiegelt ich würde "böse gucken". Mir hilft es sehr, wenn sie mir spiegeln wie ich gerade "wirke". Ich habe mir letztens ein paar Fotos angesehen auf denen ich im Job zu sehen war und mir ist aufgefallen, dass sie nicht unrecht haben.

    Ich finde es auch sehr schwer, mein Inneres nicht so stark nach außen "scheinen" zu lassen. ich versuche es damit, dass ich versuche mir selbst ins Bewusstsein zu rufen, wie ich wohl gerade auf andere wirke. Ich habe mich viel mit systemischer Praxis beschäftigt, ich übe "vor mich hingrinsen" im Auto auf dem Weg zur Arbeit. Erst letztens saß ich im Auto und habe zu mir gesagt: "Jeanette, das hast du aber toll gemacht" und mich dabei im Spiegel angegrinst. Das fand ich so lustig, dass ich erstmal über mich selbst lachen musste.

    Unterm Strich versuche ich ein positiveres Selbstbild zu bekommen und das auch nach außen zu tragen. Komischerweise habe ich mit "meinen" Kindern keinerlei Probleme- ich glaube sie "mögen" meine Echtheit. Aber bei Kollegen und Eltern versuche ich schon sehr mich zusammen zu nehmen.

    Ich habe vielleicht keinen konkreten Tip für dich- ich denke diese Art von Entwicklung geschieht nur durch harte Arbeit an sich selbst. Ich brauche dafür auch Kollegen, die meine Wirkung spiegeln..hast du vielleicht einen "netten" Kollegen, den du darum bitten könntest? Mir hilft das sehr :smile:- gerade, weil ich manchmal nicht wahrnehme, wie ich gerade gucke....
     
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  • kickingass
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    12 Februar 2011
    #16
    Wirkliche Tipps habe ich nicht, aber da ich mich lange mit dem Thema Körpersprache auseinandergesetzt habe, kann ich folgendes beitragen:

    Unechtes lächeln ist eher flach, die Mundwinkel zeigen zu den Ohren. Ein "echtes" Lächeln ist es, wenn die Mundwinkel zu den Augen zeigen. Wenn man so etwas weiß, ist es leichter ein "ECHTES" Lächeln zu faken. Für mich zumindest.
     
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    12 Februar 2011
    #17
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    heyy.. du wohnst ja jetz bei mir umme ecke ^^
     
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    12 Februar 2011
    #18
    Wie wäre es denn, anstatt ein Lächeln zu faken, tatsächlich für eine bessere Grundstimmung zu sorgen?

    Bitte doch Deinen Freund, Dir jeden Morgen vor der Arbeit eine kleine nette SMS zu schreiben, mit einem Witz, einem Liebeswort oder auch einfach nur einem "Ich denk an Dich" - was ihm halt gerade einfällt. Mir scheint, Du vermisst ihn sehr, und da kann doch gerade er Dir helfen. Denn wenn Du mitten im Morgenstress plötzlich wieder was Nettes liest, gibt das eine gute Unterbrechung.

    Dann würde ich auch meine Freunde miteinbeziehen. Wenn Du Dich jetzt so allein fühlst, dann redest zu wenig mit ihnen, oder? Versuch doch, sie mehr ans Telefon zu kriegen, jammer Dich mal aus und bitte sie, mit Dir das Positive an der Situation zu suchen oder sich mit Dir einfach nur drüber lustig zu machen oder Dich kurz aufzumuntern oder...was auch immer Dir gut tut :smile: Und frag sie nach ihrem Alltag und ihren Problemen, das setzt die eigenen Schwierigkeiten manchmal in eine gesunde Relation und beruhigt.
    Freunde sind da oftmals hilfsbereiter, als man so denkt. Und wenn Du dir nur zwei bis drei Telefonate pro Woche mit ihnen einplanst, wird das schon an Deiner Grundstimmung "Ich bin so allein, keiner da, ich muss ganz allein kämpfen" ein wenig ändern - und das Lächeln wird wieder einfacher.

    Wie wärs übrigens, wenn Du mit Deiner Klasse ein paar lustige Dinge am Anfang der Stunde machst? Kannst ja sagen "Sooo, jetzt ist 8h morgens, wir sind alle müde und haben keine Lust auf Schule. Also stimmen wir uns mal ein!" Mein Prof hat uns beispielsweise mal das "iii-Gesicht" gezeigt: Und zwar sollten einfach alle gemeinsam einfach mal ganz laut und ganz lang "iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii" sagen. Plötzlich waren wir alle am lachen (wohlgemerkt "erwachsene" Studenten :zwinker: ), denn beim i zieht man automatisch die Mundwinkel nach oben. Zudem ist es so seltsam, in einem Raum mit allen anderen so etwas Lächerliches zu tun, dass man einfach loslachen muss :zwinker:
    Schwupps, war gute Stimmung und wir haben die Vorlesung aufmerksam verfolgt wie noch nie. Wenn schon bei uns so sehr das innere Kind reagiert hat, wer weiß, vielleicht tut es das erst recht bei Deinen Schülern :zwinker:

    Also, wie gesagt: Ich würde eher die Ursachen angehen denn die 'Symptome', indem ich ein Lächeln fake. Ich denke, Du verstehst wie ich das meine (nicht als Abwertung).
    Kopf hoch, viel Glück! Auch diese blöde Zeit wird wieder vorübergehen :knuddel:
     
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    13 Februar 2011
    #19
    ich weiß nicht, ob das hier schon jemand geschrieben hat, aber: ein gefaktes/geübtes/unechtes/routiniertes/pflichtbewusstes lächeln ist potthässlich - gewöhn dir das ja nicht an, am ende bleibts dir und du musst dir womöglich gar erst wieder angewöhnen, sympathisch zu lächeln . . :zwinker:
     
  • Shiny Flame
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    #20
    Ich habe es heute auf dem Weg mehrfach versucht, mit dem anlächeln fremder Leute. Auf der Arbeit ging es mir zumächst etwas bemüht von den Augen - aber als ich merkte, dass es eben doch funktionierte und ich auch Lächeln zurückbekam, da fühlte ich mich zunehmend sicherer dabei. Vermutlich wurde mein Lächeln sogar echter dadurch :zwinker:.

    Ich danke allen, die mir konkrete Tipps und Hinweise gegeben haben! Ich werde weiter daran arbeiten, aber die ersten Erfolge heute machen mir Mut.
     

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