• Schmerzverliebt
    480
    5 März 2012
    #1

    Job öffentlicher Dienst - lange Vorlaufzeiten?

    Hallöle Ihr Lieben :smile:

    Derzeit arbeite ich als Angestellte in einer Kanzlei, will aber weg hier.. Ist eben nicht der beste Job.

    Habe mich jetzt zweimal als Betriebswirtin beworben bei einem Forschungsinstitut (zweimal, weil zwei verschiedene Bereiche und man muss sich für jeden Bereich neu bewerben).

    Bewerbungen hab ich am 10.02. abgeschickt, also fast 4 Wochen schon her. Bin natürlich schon etwas ungeduldig :smile: Ich hab gehört, beim öffentlichen Dienst dauert es eeeeeewig, bis die sich melden. Habe bisher auch nichts weiter außer die Eingangsbestätigung.

    Vielleicht sind ja einige von Euch auch im öD tätig. Wie lange hat das bei Euch gedauert??

    Bei normalen Bewerbungen ging das immer ratz fatz. Bei meiner jetzigen Stelle hatte ich zwei Tage nach dem Einwurf der Bewerbung das Vorstellungsgespräch, am gleichen Tag die Zusage und 1 Woche später Arbeitsbeginn.

    Ich bin sooo hibbelig deswegen. Meine derzeitige Chefin weiß davon nichts...
     
  • Mìa Culpa
    Gast
    0
    5 März 2012
    #2
    Ich bin auch im öffentlichen Dienst und musste ebenfalls sehr lange warten, als ich mich damals auf verschiedene Stellen beworben habe. Bei mir war es aber wenigstens so, dass in der Eingangsbestätigung stand, wann sie sich wieder melden. Das Minimum an Wartezeit waren immer mehrere Wochen, bei der Polizei sogar mehrere Monate über das Datum des offiziellen Einstiegstermins hinaus, dann wurde ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen, hab die Zusage gekriegt und einen Tag später wurde die Stelle vom Ministerium gestrichen. :confused: :grin:

    Ab wann wäre die Stelle denn zu besetzen? Vier Wochen sind ja jetzt noch nicht sooo lang, ich würde noch zwei Wochen warten und dann vielleicht mal anrufen. Andererseits beschleunigt das auch nichts - und vergessen wird man da in der Regel ja nicht.

    Musst Dich wohl oder übel in Geduld üben. :zwinker:
     
  • GreenEyedSoul
    0
    5 März 2012
    #3
    Wirkt es denn unhöflich, einfach mal nachzufragen?
     
  • User 114120
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    5 März 2012
    #4
    Ich bekam meine Zusage bereits 3 Wochen nach dem EAV, einige Kollegen mussten ein paar Wochen länger warten, andere weniger. Keine Ahnung, inwiefern da pure willkür herrscht oder ob das Ganze irgendeinen Masterplan hat. Ich würde da einfach noch ein paar Wochen abwarten.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 12:10 -----------

    Ich muss dazu noch erwähnen, dass ich nach der Zusage eh noch ein knappes Jahr bis zum Ausbildungsbeginn warten musste. Von daher hätten die sich eigentlich auch massig Zeit lassen können.
     
  • Schmerzverliebt
    480
    5 März 2012
    #5
    Also beide Stellen als Betriebswirte hatten kein Anfangsdatum genannt (Forschungsinstitut)....

    Hatte mich bei einer anderen Stelle auch noch beworben, da war Bewerbungsfrist 15.02. Bewerbung kam rechtzeitig an, aber da hab ich noch gar nichts gehört (auch öD). Da soll es ab 01.06. sein.

    Allerdings interessiert mich das im Forschungsinstitut mehr. Da ist Geduld haben schon schwer :smile: Da meine Chefin nichts weiß, habe ich natürlich auch noch nicht gekündigt (hab 4 Wochen Frist) und für die Stelle bräuchte ich auch sofort ein Auto.

    Beim nachfragen bin ich noch zögerlich. Hab ja gehört, die brauchen lange, von daher weiß ich nicht, ob das eventuell drängelnd wirkt, wenn man nach etwa 4 Wochen mal nachfragt, da ich ja keinerlei Vergleiche habe...
     
  • User 114120
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    vergeben und glücklich
    5 März 2012
    #6
    Also bei der 3. Stelle würde ich weiter abwarten. Da weißt du zumindest, dass die Bewerbungsfrist vorbei ist und die Leute wohl gerade dabei sind Zu -und Absagen zu verschicken.

    Was die anderen beiden Stellen angeht, so würde ich schon nachhaken. Allein um zu erfahren, ob da Bewerbungen noch laufen und wann der Arbeitsbeginn sein soll. Eigentlich wissen die, dass man sich im Normalfall zeitgleich auch bei mehreren anderen Stellen bewirbt und sollten daher schon konkrete Daten nennen können.
     
  • Schmerzverliebt
    480
    5 März 2012
    #7
    Ich hab jetzt nochmal beim Forschungsinstitut die Homepage gecheckt. Bei einer Stellenausschreibung haben sie jetzt eine Frist eingesetzt - 09.03.

    D.h. danach beginnt also deren Auswahl? Hoffentlich dauert die an sich nicht sooooooo lange *hibbel* :smile:
     
  • User 106548
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    5 März 2012
    #8
    Aaalso, Thema Verwaltung. Ich tippe auch ganz langsam, damit alle Verwaltungsmenschen mitkommen: :grin:

    Es gibt eine Frist. Die läuft ab, dann wartet man erstmal noch eine Woche. Man geht von sich aus und denkt: "da kommt bestimmt noch 'was".
    Dann schaut man sich die Bewerbungen mal an. Sortiert sie erst alphabetisch, danach nochmal nach Farbe der Mappe. Dann geht man in Pause. 3 Tage später geht es weiter: man sortiert die offensichtlich nicht-passenden aus. Schreibt denen erstmal eine Absage. Dann schickt man die übrigen Bewerbungen an den Fachbereich. Dort werden sie sortiert, erst alphabetisch, dann nach Farbe der Mappe. Dann geht man in Pause. 3 Tage später werden die ausgesucht, die man einladen will. Gibt alles zurück an den Personal-FB. Die sortieren sie erstmal...
    So, jetzt sind ungefähr 2-3 Wochen vergangen, mindestens. Aber das war's noch nicht: der Personalrat wird jetzt eingebunden und macht sich erstmal wichtig. Persönliche Freunde und Angehörige persönlicher Freunde und die Freunde von Angehörigen der Freunde, die eigentlich schon aussortiert waren, müssen doch nochmal geprüft werden.
    Wenn sich Frauen beworben haben, wird die Frauenbeuftragte eingeschaltet, die erstmal alle Männer aussortiert. Wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund beworden haben, wird der/die Ausländerbeauftragte eingeschaltet. Dieser Person müssen u.U. die Bewerbungen erstmal übersetzt werden (kein Scherz, gab es hier in einer Kreiskommune mal), diese sortiert dann alle deutschen Bewerber aus...
    Dann werden erstmal die Absagen geschrieben, dann macht man natürlich erstmal Pause und anschliessend geht die Personal-SB in Urlaub.
    Rechne also nicht vor Mai mit einer Antwort :zwinker:

    Klar, ist jetzt überspitzt, aber öffentlicher Dienst hat nichts mit Arbeit und Effizienz zu tun, das sollte Dir klar sein, da Du es ja anders kennst.

    Ich will Dir auch keine Angst machen und ich kenne Dich nicht, aber: ich habe gleich mehrere Bekannte, die aus dem "richtigen" Arbeitsleben in die Verwaltung gewechselt sind. Der, der es am Längsten ausgehalten hat, blieb gut 3 Jahre. Alle haben völlig entnervt das Handtuch geworfen. Sie kamen dort einfach nicht klar mit der Lahmarschigkeit, dem völligen Desinteresse und gleichzeitig mit dem ständigen Rumheulen, wie schlecht es einem ÖD-Mitarbeiter doch geht.
    Aber vll ist es an einem Forschungsinstitut ja besser, da wird ja dann doch schon eher praktische Arbeit verrichtet.

    Ich drück Dir die Daumen, daß dort nicht dem Klischee entsprochen wird...
    Mark11
     
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    5 März 2012
    #9
    ok, der grobe Ablauf wie ich ihn vom ÖD kenne:

    Warten bis zur Frist + ein paar Tage für Briefe etc.
    Dann zusammenstellen der Bewerbungsunterlagen + erste Sichtprüfung in der Personalabteilung. Danach geht es per Hauspost zum Abteilungsleiter. Der gibt es dann demjenigen, der für die Stelle wirklich verantwortlich ist. Dann wird alles durchgegangen und eine Prioritätenliste aufgestellt. Die ersten werden zum Bewerbungsgespräch eingeladen und im Beisein von Personalrat, ggfs. Frauenbeauftragte und ggfs Schwerbehindertenvertretung wird dann gelabbert.

    Kann sich also schon mal ziehen.. Außer es ist jemand dahinter die üblicherweise schlecht funktionierenden Prozesse in den Arsch zu treten..
     
  • Mìa Culpa
    Gast
    0
    6 März 2012
    #10
    Off-Topic:
    Deine sonstigen Beiträge in allen Ehren, aber das hier finde ich - als Mitarbeiter im öD - echt unverschämt. Man kann's auch übertreiben.
     
  • Schmerzverliebt
    480
    6 März 2012
    #11
    Ich denke nicht, dass es im Forschungsinstitut so lahmarschig zugeht. Dafür ist deren Arbeit viel zu wichtig. Das ist nicht die Bundesagentur für Arbeit.
     
  • User 67627
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    6 März 2012
    #12
    @mark11

    Ich habe auch schon im öffentlichen Dienst (Bauamt) gearbeitet und bei mir ging es mit der Einstellung recht schnell. Ich habe 6 Wochen nach meiner Bewerbung den Arbeitsvertrag unterschrieben.
    Da musste ich in der "freien Wirtschaft" oft länger warten....

    Und dort wurde sehr wohl gearbeitet :zwinker:
     
  • User 20579
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    #13
    Ich hatte bei einem Bundesministerium auch schonmal nach einer Woche eine Zusage. Und bei einer anderen Stelle im öffentlichen Dienst wurde ich 2 Tage nach Eingang angerufen. Wie gesagt, es unterscheidet sich einfach stark nach Behörde und nach den Leuten die da arbeiten.

    Nachhaken darf man aber schon, finde ich.
     
  • User 106548
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    6 März 2012
    #14
    Off-Topic:
    Ja, das war und ist mir bewusst. Allerdings habe ich den großen Fehler gemacht, Verwaltung und ÖD über einen Kamm zu scheren. Dafür möchte ich mich, ehrlich gemeint, entschuldigen. Mir ist völlig bewusst, daß viele ÖD-Mitarbeiter sich teils den A... aufreißen für ein reichlich mickriges Gehalt, bestes und bekanntestes Beispiel ist da wohl der Streifen-Polizist, aber auch viele andere Berufsgruppen gehören dazu.
    Ich weiß auch, daß es innerhalb der "Verwaltung" große Unterschiede gibt. Bspw. bekomme ich durchaus mit, daß es Bundes- und Landesbedienstete längst nicht so kuschlig haben wie kommunale Verwaltungs-Mitarbeiter. Und auch dort gibt es noch Unterschiede. Weiß ich.
    Aber ich bekomme tagtäglich hautnah mit, was in einer Stadtverwaltung Alles so passiert (oder eben nicht passiert) und könnte da jedesmal kotzen oder heulen. Ich habe schon überlegt, das Ganze mal aufzuschreiben, aber ich würde mir sehr nahestehende Menschen damit in Teufelsküche bringen. Schade eigentlich...

    Wie Du merkst, ist das ein Thema für mich, bei dem ich schnell rot sehe, teils begründet, teils natürlich auch selber aufgebauscht, zugegeben.
    Meine Meinung über Stadtverwaltungen und einen Gutteil deren Mitarbeiter hat sich seit dem letzten Beitrag nicht geändert, aber ich sehe mittlerweile, dass ich mich ziemlich im Ton vergriffen habe. Dafür ein dickes "Sorry" von meiner Seite!
     

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