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  • Hullabuh
    Hullabuh (28)
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    in einer Beziehung
    23 März 2018
    #1

    12 Jahre und dann einfach schluss??

    Hallo zusammen,

    ich bin ehrlich gesagt aktuell in einer richtig heftigen emotionalen Krise.
    Ich bin mit meiner Freundin jetzt seit fast 12 Jahren zusammen (ich bin jetzt 27, sie 26). Also wir haben bisher sozusagen alles zusammen gemacht. Wir sind zusammen zur Schule, haben zusammen in einer eigenen Wohnung studiert und jetzt wo wir beide fertig geworden sind, sind wir übergangsweise wieder beide zu den Eltern gezogen, bis es mit dem Job klappt.
    Nun sagt sie mir total überrumpelnd vor 1 Monat, dass sie sich nicht mehr über Ihre Gefühle sicher ist und ihr da einfach etwas fehlt. Wir haben dann lange geredet und sind dann erst mal 1-2 Tage auf Abstand gegangen. In der Zeit habe ich auch stückweit erkannt, dass ich Ihr in letzter Zeit zu wenig Zuneigung entgegen gebracht habe, also habe mich selber reflektiert. Wir haben uns dann getroffen und ich habe ihr das erzählt und auch richtig vermittelt, dass unsere Beziehung in eine Routine gerutscht ist und auch ich daran stellenweise Schuld war.

    Wir haben dann unsere Beziehung normal fortgeführt und nun gestern hat sie mir unter Tränen gesagt, dass sie in diesem Monat kaum Zeit hatte über uns nachzudenken (arbeitsbedingt) und es gerade alles hoch kommt und der vergangene Monat aber super schön war und sie sich das auch so vorstellt, allerdings hat es keine große Veränderung in ihrer Gefühlslage gegeben. Sie sagt, sie liebt mich sehr, will die Beziehung auch nicht beenden und kann sich auch eine Zukunft ohne mich nicht vorstellen, aber ihr das Gedühl wie es am Anfang war irgendwie fehlt. Sie kann es auch nicht genauer beschreiben.

    Von meiner Seite aus weiß ich, dass ich mit ihr mein leben verbringen will, ich habe nicht solche Zweifel und weiß über meine Gefühle sehr genau bescheid.
    Da ich sie liebe und wirklich das Problem lösen möchte, habe ich dann obwohl es mir unglaublich schwer fällt vorgeschlagen, ob es was helfen würde, wenn wir 1 Monat komplette Kontaktsperre haben und sie sich in der Zeit die Zeit nimmt, um über ihre Gefühle nachzudenken.
    Sie hat dem dann zugestimmt aber auch mehrmals gesagt, dass sie dann angst hat, dass es gar nichts mehr wird und sie mich nicht verlieren möchte. Sie meinte selber, dass sie in diesem Monat mit keinerlei Kontakt mich wahrscheinlich total vermissen und den Wert der Beziehung erkennen wird.
    Ich meinte dann, dass das Risiko natürlich besteht die Beziehung danach zu beenden und dass das für uns beide eine Katastrophe wäre, aber wir müssen das Problem anpacken und dürfen davor nicht weglaufen.

    Komischer Weise hatten wir uns beide so dermaßen in dem Gespräch geöffnet, dass eine total reine, emotionale und intime Stimmung herrschte und wir uns dann auch emotional so nahe wie lange nicht mehr gekommen sind. Geschlafen haben wir dann in dieser letzten Nacht vor der Kontaktsperre auch noch... es war super schön und unglaublich traurig zugleich. Es lag ne Art Endgültigkeit im Raum und ich denke jedem war bewusst, dass es das letzte Mal sein kann, dass wir uns in den Armen halten.
    Wir haben dann vereinbart, dass sie sich die Zeit nimmt und sich über Ihre Gefühle klar werden muss und ich solange auf sie warten werde. Derweil keinerlei Kontakt, was auch ein echt heftiger Einschnitt in 12 Jahren ist...
    Dann am nächsten Tag als ich gehen wollte, sagt sie mir noch unter Tränen, dass sie mich liebt und das es kein Abschied bedeutet.

    So und jetzt sitzte ich da und hoffe, dass sie den Wert unserer Beziehung erkennt und wieder einen Weg zu ihren Anfangsgefühlen findet. Ich vermute, dass sie aufgrund dessen, dass sie jetzt zum ersten Mal in ihrem leben Arbeitet gerade eine schwierige Phase durchmacht. Sie arbeitet mit kranken Menschen und ich glaube, dass das echt heftig ist. Dazu kommt, dass sie teilweise auch Samstags/Sonntags ran muss und sie da wirklich einen Tunnelblick bekommt und kaum nachdenken kann.
    Ich weiß da aber auch nicht, wie ich hier helfen soll...

    Ich persönlich hoffe natürlich, dass sie es schafft aber rechne natürlich immer mit dem Schlimmsten, da der Shock dann etwas abgemildet wird.

    Könnt ihr hier irgendwelche Tipps geben?
     
  • User 120063
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    vergeben und glücklich
    23 März 2018
    #2
    Ich kann dir nur die Daumen drücken. Trennungen haben leider oft mit Lebensabschnitten zu tun - und bei euch steht ja jetzt im Übergang von Studium zu Beruf eine große Veränderung an. Da überdenkt man eben oft alles nochmal.

    Ich denke, du kannst nicht allzu viel machen - achte auf dich, lass dich nicht hinhalten, setze klare Grenzen. Ich finde es sehr gut, dass du den Monat Abstand von dir aus vorgeschlagen hast. Es hätte nichts geholfen, wenn du sie nur angebettelt hättest, dich nicht zu verlassen. Sowas führt, wie man hier auch in vielen Threads lesen kann, in aller Regel allenfalls zu einer länger dauernden, schmerzhaften Trennung. Wenn man Zwiefel an seinen Gefühlen für den Partner hat, werden die Gefühle ja nicht stärker, weil der Partner einen darum bittet. Wenn der Partner sich so "klein macht" wird er eher unattraktiver. Man hat zwar Mitleid und macht deshalb vielleicht nicht gleich den harten Cut - aber sexy ist es nicht.

    Deshalb gut, dass du genau das nicht gemacht hast. Bleib dabei, sei stolz. Du weißt, was du willst. Du siehst deine Fehler und bist bereit, an der Beziehung zu arbeiten - aber du weißt eben auch, dass du ein toller Typ bist und kriechst nicht vor ihr auf dem Boden. Daher: Alles richtig gemacht, das übrige liegt nicht in deiner Hand.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 März 2018
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  • User 164174
    Öfters im Forum
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    nicht angegeben
    23 März 2018
    #3
    Ganz ehrlich, in dem Moment als ihr euch ausgesprochen habt und miteinander geschlafen habt, hättet ihr die Idee mit der Kontaktsperre kippen sollen. Ihr liebt euch, und es ist doch normal, dass man nach 12 Jahren auch mal zweifelt und die Schmetterlinge im Bauch nicht mehr so kribbeln. Aber dafür hat man etwas anderes gewonnen. Bleibt zu hoffen, dass sie das erkennt und nicht aussitzt und sich schnell meldet.
     
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  • Hullabuh
    Hullabuh (28)
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    in einer Beziehung
    23 März 2018
    #4
    Danke für die netten Worte. Das war jetzt echt Balsam für die Seele :smile: Ich bin eigentlich schon jemand der sich auch selbst ganz gut einschätzen kann, ich bin daher auch der Meinung, dass ich in der Situation alles unternommen habe, um ihr und auch uns zu helfen. Ich bin in der Beziehung auch immer der Typ gewesen, der die Probleme übernimmt und sich die Lasten aufschultert (also recht dominant in dem Sinne, immer eine klare Linie zu haben und objektiv urteilen zu können). Evtl. merkt sie gerade jetzt im Arbeitsleben, dass sie da in ihrer eigenen Entwicklung etwas verpasst hat und alleine ggf. gar nicht so gut zurecht kommt, da sie bisher immer jemanden hatte der sich um die Sachen kümmert. Evtl. besteht hier auch der Drang nach Freiheit/Selbstständigkeit.

    Ja das ist eben echt das kuriose. Wir lieben uns tatsächlich, allerdings ist die Gefühlslage meiner Freundin derart gravierend, dass es anscheinend tatsächlich beziehungsbedrohend ist. Am Anfang habe ich ihr genau das eigentlich auch gesagt, dass es mal Höhen und mal Tiefen gibt, aber damit ist es nicht getan. Anscheinend ist das "Geschwür" chronisch und lässt sich nicht so leicht verjagen. Daher werde ich auch sehr hellhörig und erkenne die Kritikalität der Situation. Wäre ich egoistisch, würde ich versuchen um sie zu "kämpfen". Das bringt aber nichts und vertritt letztendlich nur die eigenen Interessen ohne auf die Bedürfnisse des Partners einzugehen. Sie hat ein emotionales Problem und ich muss schauen, dass ich den Weg irgendwie so leite, dass es ihr etwas bringen könnte. Auch wenn ich dafür einstecken muss.
    Daher der Vorschlag mit der Kontaktsperre, damit sie sich mal so richtig über ihre Gefühle bewusst werden kann. Ich selbst habe davon nicht all zu viel, außer Sehnsucht. Ich nutze diese Zeit aber auch, um mich auf ein Leben ohne sie vorzubereiten und auch unabhängig zu werden.
     
  • User 106548
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    23 März 2018
    #5
    Es gibt allgemein 3 Lebensphasen, in denen sich sehr viele Paare trennen: nach der Schule, nach Studium/Ausbildung (bzw. Eintritt ins Berufsleben) und wenn die Kinder aus dem Haus sind.
    Allen Phasen ist gemeinsam, dass mindestens ein Partner in anderen, neuen Lebensumständen ist und dadurch beginnt, sein gesamtes Leben zu reflektieren. Dazu kommen neue Eindrücke, neue Erfahrungen und natürlich auch neue Menschen. Dies Alles kann leicht dazu führen, dass Einem das bisherige Leben langweilig, unerfüllt und nicht wert, weiter daran festzuhalten, vorkommt. Inklusive Partner.
    Ich glaube, genau das passiert bei Deiner Freundin gerade. Sie möchte es selbst noch nicht so ganz wahr haben, die bisherige Zeit war ja durchaus schön. Aber tief in sich d'rin weiß sie es wohl schon.
    So, wie man sich plötzlich oder ganz langsam, aber meist ungeplant verliebt, so kann man sich auch entliehen.
    Das passiert einfach. Niemand ist schuld, niemand hat etwas falsch gemacht, niemand war oder ist ein Arschloch. Aber auch niemand wird diese Entwicklung wieder zurück drehen können.

    Ich komme mir gerade wie der letzte A*** vor, Dir Deine Hoffnung so deutlich kaputt zu machen. Aber ich glaube nicht daran, dass das mit Euch langfristig noch etwas wird.
    Ich rate Dir nicht, es jetzt schon aufzugeben, alleine, damit Du Dir nicht später selber Vorwürfe machst, nicht Alles versucht zu haben.
    Leider gibt es nicht viel, was man Dir raten kann. Außer: ablenken, Dich auf Dich und Dein Leben konzentrieren. Aber das ist immer leichter geraten als getan.
     
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  • Hullabuh
    Hullabuh (28)
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    in einer Beziehung
    23 März 2018
    #6
    Ja da stimme ich auch Dir zu, das kann so auch passieren. Das alles hat auch angefangen, seitdem sie in dem Job ist (sie ist Psychologin). Jobbedingt, reflektiert sie sich natürlich immer selber und wendet dann irgendwann die Ratschläge die sie den Patienten gibt auch selbst an. Aber ich weiß bei sowas immer nicht, was da eine eigentlich glücklich beendete Beziehung für Entlastung bringen soll.

    Ich meine, diese Probleme sind dann doch auch weiterhin da. Auch stelle ich mir da die Frage, warum passiert mir das denn nicht? Ich bin auch in neuen Lebensumständen und zweifel kein bisschen an der Beziehung.

    Vielleicht braucht sie einfach die Zeit in ihrem neuen Leben Fuß zu fassen. Es kann sein, dass sie dann nach 6 Monaten bemerkt, was das für ein Fehler war, aber ich kann auch nicht einfach so lange auf der Stelle stehen und warten... Man muss sich doch der Tragweite der Entscheidung bewusst sein. Keine Ahnung...
     
  • User 106548
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    23 März 2018
    #7
    Ich glaube, es geht nicht um Entlastung. Vielleicht sogar im Gegenteil. Es kann gut sein, dass Deine Freundin gerade den schwereren Weg geht. Indem sie sich gegen Euch, gegen eine eigentlich schöne, harmonische Beziehung mit einem tollen Mann, der sie wirklich liebt, entscheidet und sich selber ins kalte Wasser wirft. Weil sie spürt, dass ihre Gefühle für Dich nicht mehr so stark sind. Weil sie vielleicht fühlt, dass für sie eine Entwicklungsphase abgeschlossen ist und eine neue beginnt. Mit neuen Wünschen, neuen Zielen, die mit Dir vll nicht mehr erreichbar scheinen. Nicht, weil Du dumm bist oder schlecht oder irgendwas. Sondern, weil Du bist wie Du bist und das jetzt eben nicht mehr so wirklich in ihr Leben passt.


    Es ist ja kein Naturgesetz, dass das jedem in so einer Phase passieren muss :zwinker:. Aber es passiert eben. Das macht ja niemand freiwillig, das sucht sich niemand aus.


    Klar, das kann sein. Nur solltest Du da nicht d'rauf hoffen, wenn die Entscheidung nach der Pause jetzt "Nein" lautet.


    Richtig! Du musst sehen, dass Du so gut wie möglich weiter lebst. Ohne sie. Und wenn sie wirklich nochmal ankommt, dann kannst Du immer noch schauen, was Dein Herz und Dein Kopf dazu sagen. Sie kann aber Null erwarten, dass Du in irgendeiner Form auf sie wartest. Das tust Du jetzt schon, das ist jetzt schon ein verdammt harter, langer Monat für Dich, mehr kann sie nicht erwarten und mehr solltest Du ihr nicht an Zeit und Nerven frei halten.
     
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  • User 120063
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    vergeben und glücklich
    23 März 2018
    #8
    Das sehe ich nicht so. Du kämpfst so ja auch, nur ohne dich klein zu machen. Das ist auch der einzige Weg, der überhaupt eine Aussicht auf Erfolg hat. Wer sich klein macht und "bettelt", der wird erstens automatisch unattraktiver (auch wenn es nachvollziehbar ist, wirkt es natürlich ein bisschen verzweifelt, jemanden zu "bitten", die Beziehung nicht zu beenden) und zweitens macht es dem anderen natürlich eine Trennung leicht. Verlustängste kommen nicht auf, wenn man weiß, dass man jederzeit zurück könnte.

    Obwohl du dich richtig verhältst, will ich dir aber auch keine großen Hoffnungen machen. Was sie dir gesagt hat, ist alamierend. Ihr fehlt etwas und es ist unwahrscheinlich, dass sie in der Zeit des Abstands auf die Idee kommt, dass es vielleicht doch nicht fehlt. Es gibt nur eine geringe Chance, dass sie zu dem Schluss kommt, dass sie doch glücklich mit dir ist und die Sehnsucht nach etwas anderem/neuen nur eine fixe Idee war.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 23 März 2018 ---
    Gibts eigentlich eine Abrede zur Treue während der Kontaktsperre? Hast du mit ihr darüber geredet ob es um fremde Haut geht?
     
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  • Hullabuh
    Hullabuh (28)
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    in einer Beziehung
    23 März 2018
    #9
    Also es gibt definitv keinen anderen, das habe ich schon gefragt und sie hat das definitiv verneint, so ehrlich ist sie. Also ich von meiner Seite aus werde selbstverständlich treu bleiben, immerhin sind wir noch in einer Beziehung.
    Sie will ja eben niemand anderen und sie sagt ja selbst, dass sie mich liebt und mich nicht verlieren will. Also sie kämpft ja selber. Es hat den anschein als wäre sie in sich selbst eingesperrt und versucht selbst da mit allen Mitteln heraus zu kommen.
    Es ist ja nicht so, dass sie damit abgeschlossen hat und es nur auf die softe Methode machen will.
    Sie gibt auch ihr bestes.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 23 März 2018 ---
    Und sie sehnt sich ja auch nach nichts neuem. Es passt alles aber sie weiß es selbst nicht genau. Ich bin der Meinung, dass es stressbedingt mit ihrer Arbeit zu tun hat, aber was soll sie machen, einfach Job kündigen...? Sie muss ja auch lernen damit zurecht zu kommen
     
  • User 164526
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    23 März 2018
    #10
    Bezüglich der ersten beiden Phasen stimme ich Dir zu, aber die Trennungen nach Auszug der Kinder deuten wohl eher darauf hin, dass viele Paare wegen der Kinder zusammen bleiben, obwohl sie sich unter anderen Umständen schon lange vorher getrennt hätten.
     
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  • Hullabuh
    Hullabuh (28)
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    23 März 2018
    #11
    Vor 1 Monat hatte sie auch gesagt, dass sie es langsam angehen lassen will. Also habe ich das akzeptiert und sie hat sich gemeldet, wenn sie was machen wollte. Das hat auch gut funktioniert und sie schien glücklich. Im bett ging natürlich während der Zeit nichts, weil sie wollte es langsam angehen. Aber dann kurz vor der Kontaktpause doch nochmal miteinander schlafen? Das macht man doch nicht grundlos. Vielleicht stellt sich bei ihr ja doch eine Entiwcklung ein und sie nährt sich mir immer weiter an.

    Ich weiß, dass vieles was ich schreibe hoffnungsgetrieben ist, ich versuche es aber auch nur zu verstehen und mich in ihre Lage hineinzuversetzen.

    Ein wenig hoffe ich auch darauf, dass einem der Wert einer Sache erst bekannt wird wenn es ernst wird bzw. weg ist.
    Ich hatte damals vor ca 7 Jahren auch so eine Situation in der ich schluss machen wollte, aber noch während die Sätze gefallen waren erkannt habe was ich für einen Blödsinn erzähle. Ich gelangte sehr schnell zu der Erkenntnis. Auch hatte ich zeitweise natürlich Gedanken, wie es mit einer anderen Frau wäre aber auch das habe ich nach kurzer Zeit verworfen und mich darauf konzentriert was ich habe. Ab diesem Zeitpunkt habe ich erst so richtig erkannt wie wertvoll das eigentlich ist und mich seitdem nicht ein einziges Mal nach einer anderen Frau umgedreht.
    Gerade auch desshalb ist es so schwer, weil ich eigentlich mitten in der Zukunftsplanung war und mich total auf die bevorstehende Zeit gefreut habe. Das Leben kann manchmal echt scheiße sein...
     
  • wild_rose
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    in einer Beziehung
    23 März 2018
    #12
    Off-Topic:
    Oder, dass dir Kinder nach der langen Zeit die einzige bleibende Gemeinsamkeit, das gemeinsame Ziel waren, das dann eben wegfällt.
     
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  • User 102673
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    23 März 2018
    #13
    Hallo Hullabuh,

    Also einen "Tipp" kann ich Dir nicht geben. Nur einen Erfahrungsbericht von fast genau derselben Situation. Aus meiner Perspektive

    Aber wirklich in allen Belangen erschreckend identisch lief die Trennung von meinem damaligen Freund ab. Wir waren knapp 12 Jahre zusammen, ich war 28, gerade im Beruf angekommen und mächtig am Strampeln. Die Beziehung war ebenfalls im Grunde glücklich und harmonisch. Ein Gefühl, kaum zu beschreiben, machte mir jedoch an diesem neuen Lebensabschnitt klar, dass ich so nicht mehr weitermachen wollte. Genauer habe ich es damals kaum fassen können. Lauter Kleinigkeiten kamen mir in den Kopf, aber die echten Gründe dahinter habe ich erst viel später begriffen.

    Auch wir hatten dann so intensive Gespräche wie zuvor nie in der Beziehung. Auch wir haben zuvor schon praktisch in der Beziehungsagonie ein Auseinander- und Zusammenziehen, ein Trennen oder dann doch wieder nicht, hinter uns gehabt. Klar gab es dann auch dieses besondere "letzte Mal" - währenddessen ich merkte, dass es ein Fehler war, das nochmal zu tun.

    Es war so eine Situation - jetzt oder nie. Zweifel sind in mir während der Beziehung langsam und leise gewachsen. Und ich wusste, ich würde irgendwann die Reißleine ziehen.

    Der Unterschied zu Euch: Ich wusste, ich würde irgendwann ausbrechen, wenn ich nicht Schluss machte oder wenn er sich auf keine Beziehungsvariante mit fremdem Fleisch einlassen würde. Ich hatte auch eine Paartherapie im Sinn, die er aber ausschlug. Der Zeitpunkt war auch einfach schon vertan, muss ich im Nachhinein sagen.

    Es war eine ganz ganz schwere Zeit, vor allem für ihn. Er ist aus allen Wolken gefallen. Auch ich habe lange an der Trennung geknabbert.

    Wir hatten seitdem keinen persönlichen Kontakt mehr. Heute, 7 Jahre später, geht es uns beiden besser, denke ich. Ich weiß, dass er inzwischen verheiratet ist. Ich habe ein Dreivierteljahr nach unserer Trennung meinen jetzigen Mann kennengelernt und ja - er war der richtige für den neuen Lebensabschnitt.

    Für uns damals war die Zeit gekommen. Und was hatten wir für tolle Jahre! Aber wir mussten beide loslassen lernen, es war für uns besser so.

    Für Dich wünsche ich, dass sich alles zu Deinem Besten wendet. Egal, was es sein wird. Vielleicht ein ganz anderer Weg als meiner.

    :winkwink:
     
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    24 März 2018
    #14
    Wenn Du Dir psychometrische Modelle anschaust, wirst Du darauf stossen, dass wir Menschen gewisse, entwicklungstechnische Schaltpunkte aufweisen. An diesen Stellen ist Weichenstellung vorprogrammiert, und die haben erhoehtes Potenzial, zum Auseinanderleben zu fuehren.

    Meines Wissens sind die bei 6, 12, 25, und 50 Jahren Lebensalter gesetzt.

    Man sollte also darauf eingestellt sein, dass an diesen Schwellen Persoenlichkeitsaenderungen auftreten koennen, die dann dazu fuehren, dass man irgendwann getrennte Wege geht. Und das ist dann wirklich voellig natuerlich, in so einem Fall.
     
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  • User 102673
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    24 März 2018
    #15
    Tahini: Ich dachte immer, alle 7 Jahre. Kommt ja aber so ungefähr hin.
     
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  • Tahini
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    24 März 2018
    #16
    Es gibt da unterschiedliche Modelle. Das mit den sieben Jahren finde ich auch interessant, und es funktioniert fuer mich, aber ich glaube, wissenschaftlich belegt ist nur das mit der Psychometrie.
     
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  • Hullabuh
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    24 März 2018
    #17
    Danke euch für die Antworten und die Hilfe.

    Es tut nur einfach so unglaublich weh, ich habe im Leben glaube ich noch nie solche Schmerzen gespürt. Man schaut sich die ganzen alten Bilder an, wo man so glücklich war und kann es einfach nicht fassen. Ich halte es auch kaum aus, mich nicht bei ihr zu melden, aber ich weiß selbst ganz genau, dass ich da stark sein und ihr die Zeit geben muss.

    Sie war eigentlich auch immer diejenige die 100% hinter der Beziehung stand, es war jetzt wirklich wie ein Schalter der sich umgelegt hat, ich selbst hätte niemals damit gerechnet.

    Ich weiß, dass es keinen Grund braucht um sich außeinander zu leben, aber dennoch hoffe ich so sehr, dass wir nochmal gemeinsam anpacken können.
    Wenn die Wochen Auszeit jetzt nichts bringen sollten, dann würde ich sie mal fragen, ob sie eine Paartherapie in erwägung ziehen würde.
     
  • User 106548
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    24 März 2018
    #18
    Ich möchte Dir jetzt nicht die Hoffnung nehmen, niemand weiß, ob meine Annahme überhaupt richtig ist.
    Aber: wenn sich beide lieben, ineinander verliebt sind, es noch beiderseitig prickelt und beide den Wunsch haben, die Zukunft mit dem Partner verbringen zu wollen, aber eben Probleme, Kommunikationsfehler, Streits etc die Beziehung extrem belasten, dann ist eine Paartherapie sinnvoll. Sehr sinnvoll oft sogar.
    Aber wenn ein Partner sich nicht mehr sicher ist (oder schon weiß), dass es keine Zukunft mehr geben kann, dann bringt das auch nichts. Eine Therapie kann Probleme angehen, aber keine vergangenen Gefühle neu hervor zaubern.

    Ich wünsche Dir echt, dass meine Theorie Blödsinn ist!
     
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  • Hullabuh
    Hullabuh (28)
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    24 März 2018
    #19
    Sie sagt mir, dass sie mich über alles liebt, sie sich eine Zukunft ohne mich nicht vorstellen kann und das diese Auszeit nicht das Ende bedeutet (das hat sie mir insgesamt glaube ich 3-4x gesagt). Es fühlt sich nur irgend etwas nicht so richtig an, keiner weiß was damit gemeint ist. Und während dieses Monats versucht sie nun aktiv an diesem Gefühl zu arbeiten und es in den Griff zu bekommen. Ich kann da tatsächlich absolut nichts machen...

    Ihr Vater hat mich an dem Tag des „Abschieds“ nochmal zur Seite genommen und mir in einem 4-Augen Gespräch gesagt, dass es bei ihr gerade eine Entwicklungsphase ist und das er von vorne hinein vermutete, dass diese Arbeit der Beziehung nicht gut tun wird. Er hat mir empfohlen, sollte es zur Trennung kommen, dass dann erstmal jeder seinen eigenen Weg geht und man sich dann nochmal auf einer anderen Entwicklungsebene annähren kann. Wir haben uns dann in den Arm genommen und wir beide haben dabei auch einige Tränen vergossen, das war echt hart!
     
  • User 164526
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    24 März 2018
    #20
    Auf einer anderen Entwicklungsebene annähern? Sorry, das klingt mir zu esoterisch ... ich kann mir darunter nichts vorstellen ...
     

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