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  • lustigelaus
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    in einer Beziehung
    24 November 2017
    #1

    5 Jährige treibt mich in den wahnsinn

    Hallo Ich bin mit meine Nerven am ende. meine Tochter gerade erst 5 geworden, sie macht aus ALLEM ein Drama. Ich, wir können ihr nichts sagen ohne das ein Gestöhne oder ein Geschrei kommt. zB wollten wir rausgehen, ich sage sie soll bitte die Thermohose anziehen - kabusch - sie schreit, warum muss ich immer was machen ich will nicht,.... oder kannst du dir bitte die Hände vorm essen waschen - warum muss ich immer meine Hände waschen nie kann ich spielen,.... egal was ich ihr sage das sie tun soll oder das wir jetzt zusammen machen immer eine Gestöhne eine Geschrei, Gezicke. Heute hats mit so gereicht das ich sie angeschrienen hab. Ich könnt nur mehr weinen ich bin so eine schlecht mama irgendetwas muss ich ja falsch machen das sie IMMER so reagiert und so ""unzufrieden"" ist. . Ich weis nicht mehr weiter!!!!!! Bitte kann mir wer sagen was ich machen kann damit es besser wir. Ich versuche ja wirklich ruhig zu bleiben, sie zu fragen warum sie jetzt spinnt oder einfach das verhalten zu Ignorieren. Ich bin echt verzweifelt....
     
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  • User 141323
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    Es ist kompliziert
    24 November 2017
    #2
    Mein allererster Gedanke: "Bei wem guckt sie sich die frustrierte Fragerei ab?" - Wenn dein Mann dich um etwas bittet- wie reagierst du dann? Und andersherum? Erlebt sie euch als Vorbilder?

    Wie läuft es im Kindergarten?
     
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  • lustigelaus
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    in einer Beziehung
    24 November 2017
    #3
    ihr verhalten ist so sicher schon sein einem Jahr. bewusst bin ich nicht so das ich so "zickig" bin. Seit sie sich so verhält und wir auch nicht mehr weiter wissen beobachten wir unser eigenes Verhalten noch genauer und sind auch beide der Meihnung das wir uns nicht so verhalten. ja sicher ist der eine mal von den anderen genervt. Aber ich kann mit nicht vorstellen das wir oder ich ihr das so vorlebe....
     
  • User 71015
    User 71015 (37)
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    vergeben und glücklich
    24 November 2017
    #4
    Ich denke mal, sie ist einfach in der Trotzphase, das ist ganz normal.
    Erkläre Dinge, die sie nicht weiß (z.B. warum man sich die Hände wäscht), diskutiere ruhig mal, wenn es einen Entscheidungsspielraum gibt (z.B. was sie anziehen will), aber setze ihr auch klare Grenzen, wenn es wichtig ist, dass sie auf dich hört (z.B. wenn ihr es eilig habt). Da darf und muss man dann auch streng sein und klar machen, wer der Chef ist. Dadurch ist man keine schlechte Mutter.
     
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  • User 161456
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    in einer Beziehung
    24 November 2017
    #5
    Ist leider eine ganz normale menschliche Entwicklungsphase.
    Hier endet die absolute emotionale Einheit von Mutter und Kind, das Kind nabelt sich gehirntechnisch ab.

    Die Trotzphase wird daher auch nicht umsonst 1.Pupertät genannt.
    In dieser Phase stellt sich das Gehirn um und es entwickelt sich zum 1. Male das eigene Ego.
    Und klar: alles was neu ist ist ungewohnt und muss ausprobiert werden.
    Und dann kommt noch dazu, dass der kleine Knopf zwar auf einmal ein Ego hat und nein sagen kann (und das ausguebig übt) aber der intellektuelle Überblick halt noch nicht entsprechend entwickelt/ausgebildet ist.
    Verständlich, da erkennt man auf ein mal, dass man einen eigenen Willen hat, und dauernd kommt jemand und sagt, dein Wille aber nun doch nicht zählt.... Und subjektiv nicht erkennbar, warum...

    Aber einen Trost gibt es, die Phase ist anstrengend und nervenaufreibend, aber es geht vorbei. Und danach hat man meist wieder ein zuckersüßes Kind am Start.
     
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  • User 163532
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    vergeben und glücklich
    24 November 2017
    #6
    Ich glaube, Ishtar schrieb mal was von der "kleinen Pubertät", ich meine, das könnte altersmäßig hinhauen?
    (Ich kann deine Verlinkung löschen, wenn es dir lieber ist, Ishtar.)

    Für mich liest es sich auch wie klassische Trotzhandlungen, wie das Austesten von Grenzen und das Durchsetzen eigener Bedürfnisse und Vorstellungen.
    Meine Tochter ist noch keine 2, vielleicht ist der Tipp für ein 5-jähriges Kind also nicht so passend. Aber wie wäre es, wenn ihr "einfach" (jaja, ich weiß, das sagt sich immer so leicht :zwinker:) mit gutem Beispiel vorangeht?
    Z.B. indem ihr euch alle nacheinander vor dem Essen die Hände wascht?
    Oder indem ihr euch alle vor dem Rausgehen umzieht? Muss ja keine Thermohose sein, aber vielleicht was erkennbar Warmes für drunter?
    Ich glaube, Kindern fällt es auch leichter, Regeln zu akzeptieren, wenn sie direkte Vorbilder haben.

    Sie fragen, warum sie gerade so "spinnt", wird vermutlich nicht helfen. Sie wird es selbst nicht genau wissen, bzw. sie sagt es ja schon: Sie ist frustriert oder genervt, weil es nicht so läuft, wie sie es möchte. Weil sie z.B. Hände waschen muss und nicht spielen kann.
    Dass es anstrengend für euch als Eltern ist, kann ich mir sehr, sehr gut vorstellen, das stresst einfach ungemein. Ich glaube aber, dass ihr da "einfach" (da ist wieder dieses Wort :zwinker:) durch müsst.

    Regeln müssen sein, die habt ihr auch, da solltet ihr in meinen Augen auch konsequent bleiben. Aber vielleicht gibt es ja manchmal Kompromisse? Vielleicht mag sie ja statt der Thermohose lieber eine Strumpfhose unter der normalen Hose anziehen?
    Und wenn nicht, und es ist nur für eine kurze Strecke, würde ich es halt darauf ankommen lassen, dass das Kind eben friert. Auf den Spielplatz geht es dann eben nicht.
     
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  • Stonic
    Stonic (42)
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    24 November 2017
    #7
    Anscheinend normal bei ner 5 jährigen können wir nen Lied von singen vor allem beim essen
     
  • User 154004
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    24 November 2017
    #8
    Dann geht sie ohne Thermohose raus. Du nimmst sie mit und wenn ihr auf einmal kalt wird, wird sie angezogen.

    Nicht als Frage formulieren, sondern:
    Wasche dir vorm essen bitte die Hände. Keine Sauberen Hände, kein essen.
    Kinder müssen lernen ein nein zu akzeptieren.
    Und nur weil Kindern etwas nicht gefällt, bist du keine schlechte Mutter.
    Du bist eine gute Mutter, wenn du dein Kind erziehst. Dass das in Trotzphasen nicht immer einfach und zum heulen ist, ist klar.

    Ich musste mal bei einem 5-jährigen babysitten. Der hat es nie gelernt am Tisch zu essen, weil seine Eltern immer kapituliert haben. Als ich zu Besuch war hat mich das wahnsinnig gemacht.
    Hätte ich das zu Hause gemacht, hätte ich den A**** versohlt bekommen. Nun gut, stand nicht zur Debatte.

    Das Abendessen kam. Ich wollte dass er am Tisch sitzt und nicht mit vollem Mund auf der Couch rumspringt (ist ja auch sau gefährlich). Es war ein Geschreie, das kann man sich nicht vorstellen. Er hat 1,5 Stunden nur geheult, geschrien.
    Teller genommen. Weggestellt.
    Wenn du am Tisch essen willst, sag Bescheid...gebrüllt...geheult.
    Irgendwann stand er vor mir er hätte Hunger. Ach....
    Du kannst gerne etwas essen, wenn du am Tisch sitzen bleibst, weil es gefährlich ist mit vollem Mund durch die Wohnung zu rennen...Er saß dann da schmollte...aber aß am Tisch....

    Frühstück, Mittagessen, Abendessen...gleiches Drama. Ich bin fast durch gedreht. Gewonnen habeich trotzdem. Sonntag morgen gab es dann Frühstück...ohne einen Ton, nicht happy, aber er saß.
    Mittag gut, Abend gut und den nächsten Tag auch.

    Ich bin wirklich nicht dafür da, die Kinder anderer Leute zu erziehen, nur habe ich als Babysitter auch eine Verantwortung und der werde ich nicht gerecht, wenn ich ein Kind mit vollem Mund auf der Couch hüpfen lasse.

    Was ich sagen will. Manchmal ist der Weg zum Ziel echt fieß und unangenehm.
    Und Kinder funktionieren nicht einfach. Es wird immer wieder Tage geben, an denen man verzweifelt.
    Aber Kinder lernen unheimlich schnell, wenn man ihnen Dinge erklärt, die sienicht verstehen und auch wenn man Grenzen setzt. Kinder brauchen Grenzen.
    Und wenn deine Tochter mal zu dir sagt: Ich habe dich nicht lieb, du bist eine böse Mama, dann einfach auf Durchzug schalten.
    Deine Tochter wird dich immer lieben.

    Ich habe im Freundeskreis eine sehr sehr strenge Mama und die des oben erwähnen Jungen. Beide Kinder im gleichen Alter.
    Manchmal hab sogar ich stramm gestanden, als es eine Ansage gab von ersterer, auch oft mals gedacht, hui, musste das sein - ja, musste. Ich kenne aber kein Kind, dass so gut erzogen und so pflegeleicht in der Betreuung war wie ihre Tochter.

    Man will oft ein gutes Verhältnis mit seinen Kinder haben, jetzt nicht unbedingt mit 5, aber man muss als Eltern verstehen, dass Kinder dieEltern nicht als Freunde brauchen, sondern als Eltern und da gehört Erziehung halt dazu.

    Fühl dich gedrückt. Es wird wieder besser. Versprochen:knuddel:
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 24 November 2017 ---
    Das ist super.
     
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  • User 161456
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    24 November 2017
    #9
    Wir habe auch bei Bockanfällen versucht so ruhig und gelassen wie möglich unbeirrt unser Ding durch zu bringen.

    Ich fand es immer wichtig einen guten Kompromiss auf Augenhöhe zu finden.
    Damit er lernt, dass unsere beiden Bedürfnisse wichtig sind.
    Seins und meins. Und Respekt vor der Meinung des anderen.

    Man muss nicht auf Teufel komm raus jeden Machtkampf gewinnen .
    Aber dann, wenns drauf ankommt, sollte man sich durchsetzen. Das ist gut und wichtig für die spätere Eltern-Kindbeziehung und einen angemessenen Familienfrieden.

    Hilfreich ist es, wenn das Kind die negativen Konsequenzen seines Egotripps zu spüren bekommt.
    So hat unser Zwerg gerne mal die Welt zusammengeschrien, weil er nach der Kiga immer die Treppe hoch getragen werden wollte. Ich wollte das aber nicht.
    Schon gar nicht weil er schrie.

    Kompromiss. Das Kind bleibt halt erst mal unten und schreit sich die Seele aus dem Leib.
    Aber, nach ein paar Minuten kommt es halt dann doch alleine die Stiege hoch.

    Und alles war wie von Zauberhand vergessen. Kinder leben halt im hier und jetzt.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 24 November 2017 ---
    Nachtrag:
    Ausserdem habe ich ihn absichtlich genau dann die Treppe hoch getragen, wenn er mal nicht bockte.
    So hat er gelernt, dass Rumschreien nichts bringt.
    Aber Freundlichkeit schon.... :smile:

    Ausserdem habe ich ihn gelobt, wenn er in einer typischen Schreisituation (zB. beim Bäcker) sich auch mal vorbildlich verhielt .
    Daran konnte er sich orientieren.

    Denn Kinder wollen es ja eigentlich den Eltern immer Recht recht machen.
    Man muss es nur zulassen und es durch Lob auch belohnen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24 November 2017
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    24 November 2017
    #10
    Es ist manchmal auch hilfreich Dinge anzukündigen.

    In 10 Minuten gibt es Essen. Spiele noch fertig und gehe dann deine Hände waschen. Ok?! Ok!
    Dann können Kinder sich ein bisschen darauf einstellen.
    Wenns dann Knatsch gibt kann man sagen, ich war doch vor 10 Minuten hier und wir haben vereinbart, dass du fertigspielst.

    Wenn man mitten im Spiel ins Zimmer kommt und sagt Essen ist fertig, kannst du dir bitte die Hände waschen, ärgert die das natürlich, wenn die sofort aufhören müssen zu spielen und dann unter Druck stehen.
     
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    24 November 2017
    #11
    Du bist bestimmt keine schlechte Mutter :smile:

    Ist die kleine in der Kita auch so drauf? Vielleicht können du und die ErzieherInnen diesbezüglich ja an einem Strang ziehen dann und die gleiche Methode nutzen.

    Damit habe ich auch sehr gute Erfahrungen gemacht.
    Man wird da nicht so “plötzlich rausgerissen“ aus dem Spiel. Das ist für beide Seiten angenehmer habe ich den Eindruck :smile:.
     
  • User 158340
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    24 November 2017
    #12
    Lustig, wurde mir gar nicht als Hinweis angezeigt, dass ich verlinkt wurde :grin:

    Aber ja, ich würde da auch sagen, das ist eine etwas verfrühte Zahnlückenpubertät. Normalerweise geht die so von 5 bis 7, wo jede Kleinigkeit ausdiskutiert werden will, das Kind auf einmal bockt und sich wieder auf den Boden schmeißt - oder Türen mit Wucht zuknallt.

    Google einfach mal "Zahnlückenpubertät", lustigelaus . Du hast Millionen Leidensgenossinnen. Deine Kleine testet einfach gerade Grenzen aus und will den Sinn hinter den Dingen verstehen, will selber herausfinden, was sinnvoll ist und was nicht, nimmt sich selbst als Individuum wahr, das eigene Entscheidungen treffen kann.
    Ist für Eltern der erste Vorgeschmack auf die "richtige" Pubertät und vom Kind nicht böse gemeint. Da kommt eben nur so viel Neues für das Kind und passiert so viel im kindlichen Körper, dass die Kleinen gar nciht wissen, wohin mit so vielen Gefühlen. Und manchmal kommen die halt auch schreiend und zeternd dann raus.

    Wie bei der richtigen Pubertät gilt dann halt: Rahmen setzen, innerhalb des Rahmens Freiheiten lassen, aber auf den Rahmen bestehen. Und immer ruhig bleiben in dem Bewusstsein: Das geht wieder vorbei.
     
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    24 November 2017
    #13
    Das ultimative Erfolgsrezept bei uns!!:thumbsup:
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 24 November 2017 ---
    Stimmt haargenau. :thumbsup: War bei uns genau so.
    Die Kinder brauchen klare Ansagen. je klarer je besser.
    Und ausserdem müssen die Grundbedürfnisse in Ordnung sein:
    - Hunger
    - Müdigkeit
    - Schmerzen
    - allgemeine Aufmerksamkeit
     
    Zuletzt bearbeitet: 24 November 2017
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    25 November 2017
    #14
    Selbes Alter hier. Dinge die hier vorbeugen:
    - Ansagen vorher:

    - Du darfst 2 Folgen Paw Patrol gucken, du weißt wenn es Geschrei gibt,kommt das tablet weg.

    -in 10 Minuten fahren wir los

    - du musst nach dem Essen baden

    Vor typischen Schreisituationen sage ich, dass ich darauf keine Lust habe: ich möchte nicht,cdass du beim baden wieder so brüllst.

    Gleichzeitig versuche ich unangenehme Sachen angenehmer zu gestalten: Baden mit tollen tinti badesachen, haarekämmen mit einer Sprühkur, etc

    Aber ich bin streng. Geschrei beim Essen gibt es hier nicht. Nach 3 Ermahnungen geht es aufs Zimmer, dann isst sie eben im Anschluss alleine. Ich lasse mich nicht von meinem Kind terrorisieren.

    Choose your fights: Sie will keine Jacke anziehen? Selbst Schuld. Sie will beim Tischdecken nicht helfen. Tja, dann vergesse ich leider ihren Kiri. Haarspangen sind doof? Dann hängen die Haare eben im Gesicht.

    Ich verhandel auch mit ihr. Wenn sie voraschlägt noch eine kleine Peppa Wutz Folge zu gucken und dafür klaglos das Zimmer super aufzuräumen, dann ist das ok. Macht sie das aber nicht, war es das erst mal mit dem tablet.

    Mit sagen immer alle, wie toll doch meine Tochter “gehorcht“. Tja, die recht strickte Erziehubgsarbeit dahinter sieht keiner.
     
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    25 November 2017
    #15
    Ich fand es immer sehr wichtig, dass den Kids eins glas klar ist:
    Sich ins Familienkollektiv einzuordnen = Belohnung, z. B. durch ein Lob, ein Lächeln, emotionale Zuwendung,

    Einen Egotripp starten= schlechte Luft bei den Eltern und das Ziel des Bockes wird nicht erreicht.
    Der Familienfrieden ist halt ein hohes Gut.

    Gleichzeitig aber die schiefe Ebene dahinter erkennen und (ohne großens Aufhebens) befriedigen: z. B. Hunger, Müdigkeit oder Frust...

    Wichtig finde ich dabei dann auch, die Bedürfnisse des Kindes trotzdem bis zu einem vernünftigen Maß zu respektieten...als gleichwertig anerkennen.
    Mein erzieherisches Handeln sollte vom Kind nicht als subjekiv willkürlich wahr genommen werden. Das ist auch nicht gut.
    Einfach nur Macht und Gewalt des Stärkeren ausspielen ist auch keine Lösung.

    Nur das Bocken an sich sollte bei uns sanktioniert werden, nicht dass das Kind eine andere Meinung hat.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 November 2017
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    25 November 2017
    #16
    Ich finde es auch wichtig, dass Mama und Papa an einem Strang ziehen.

    Wenn Mama gesagt hat, noch 2 Folgen Sandmännchen, dann geht es ins Bett dann gibt es da auch keinen Verhandlungsspielraum.
    Nehmen wir an, die Kleine geht dann zu Papa und fragt ob sie noch eine Folge schauen darf und er sagt ja. Mama sagt dann, ich habe 2 gesagt. Papa sagt, nun lass sie doch, es ist doch Freitag. Kleine sagt bitte bitte bitte. Papa springt auf des Pferd drauf, sagt Mama bitte und beiden schauen Sie ganz lieb an. Mama sagt zu ihn, das finde ich nicht gut, usw.... das alles vor den Augen der Kleinen. Das ist so kontraproduktiv, weil die Kleine dann weiß, sie kann die Eltern gegeneinander ausspielen und gewinnen.

    Der Papa hätte sagen sollen, na wenn die Mama zwei gesagt hat, dann musst du jetzt ins Bett. Da kann ich auch nichts machen. Aber morgen darfst du weiterschauen.

    Der Papa kann dann, wenn die kleine schläft und es nicht mitbekommt zur Mama gehen und sagen du Schatz, ich fand das mit den zwei Folgen nicht so gut, es ist Freitag, da kann sie ruhig etwas länger TV schauen.
    Das kann man alles später besprechen und festlegen wie das jetzt und in der Zukunft laufen soll, aber nie vor einem Kind den Standpunkt diskutieren, sondern die Ansage des Partners, auch wenn sie gerade nicht gefällt stärken.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 November 2017
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    25 November 2017
    #17
    Da sprichst du einen wichtigen Punkt an.
    Das ist schon die halbe Miete.
    Nicht nur weil die Kurzen eine feine Nase für sowas haben. Sondern auch aus reinem Selbstzweck .

    Nichts ist angenehmer bei der Erziehung und entlastet mehr, als wenn auch mal der andere stark ist und sich der Erziehungs-Sache annimmt.
    Verbote und Regel aussprechen und durchsetzen ist halt anstrengend.

    Diesen Luxus bzw. Die Entlastung zu konterkarieren wäre ja echt zu doof.
    Ausserdem birgt das einen erheblichen Sprengstoff für die Beziehung.
    Also ein echtes Nogo.

    Wenn es Differenzen in den Erziehungszielen gibt, dann muß dass dann zwischen den Eltern ubbedingt ohne Kinderohren geklärt werden.
    Besser eine schlechte Enscheidung die von beiden getragen wird, als eine gute, die durch den anderen verwässert wird.

    Übrigens auch ein Grund, warum Alleinerziehend so unendlich viel anstrengender ist als mit Partner.
    Alles muss man alleine entscheiden und durchsetzen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 November 2017
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    25 November 2017
    #18
    Vorallem macht man sich das Leben selbst schwer. Diese Diskussionen gibt es doch täglich.
    Und wenn man als Kind weiß, die Aussage von heute morgen ist nich nicht fest, nutzt man das auch und verhandelt.
    Das ist nervig und unnötig und für Kinder, die Regeln brauchen verwirrend.
    Wenn es dann doch eine dritte Folge Snadmännchen gibt dann im Kollektiv und als Belohnung. Du warst heute so brav bei xY, heute darfst du auch eine dritte schauen.
    Aber das wird nicht erstritten oder erhandelt, sondern ist eine Belohnung.
     
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    28 November 2017
    #19
    Danke für die vielen netten Antworten.
    Mein Freund und ich haben uns am Abend nochmal in ruhe zusammen gesetzt um zu reden wir wir weiter umgehen.

    Ich bin bei uns der strengere Teil, wahrscheinlich weil mein Partner einfach sehr viel Arbeitet und sie oft nur zum Bett bringen am Abend sieht.

    Ich glaube schon das ich konsequent bin. Ich habe ein paar klare Regeln über die ich nicht diskutiere (z.B, auf der Stiege wird kein Blödsinn gemacht, die Katze ist kein Spielzeug, mit Essen im Mund wird nicht grant,...).
    So Sachen wie Matschhose anziehen ist ein Täglicher "Kampf" im Kindergarten gibt es die Diskussion nicht, generell ist sie im Kindergarten viel vernünfiger.
    Ich versuche wirklich ruhiger und gelassener zu sein bzw werden.

    Manchmal habe ich einfach das Gefühl sie meine es mit Absicht gegen mich (was natürlich totaler Blödsinn ist), aber wenn man gefühlt nichts machen, sagen, vorschlagen kann ohne gehzicke Gestöhne, dann nervt das gewaltig.

    Ich versuche auch mit Ihr zu diskutieren bzw Kompromisse zu finden.


    Aber seien wir uns mal Ehrlich: manchmal ist Eltern sein ein echt SCHEIS ANSTRENGENDER JOB!!!!
     
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    30 November 2017
    #20
    Das mit dem Kindergarten kennen wir hier auch, dort machen es ja alle also ist es okay. Auch dieses warum muss ich.. kommt hier sehr oft vor und hat bis jetzt 7 nicht wirklich aufgehört. Sohnemann Diskutiert sehr gerne oder findet Sachen echt unfair. Da bleibt dann aber nur hart bleiben.

    Ein bisschen unpassend fand ich ja, als er in der 1 Woche seiner Lehrerin sagte, er möchte die 2 nicht schreiben üben, das hätte er ja schon alles im Kindergarten gelernt. Das war dann aber auch ihre Sache nicht unsere. Die Erklärung bekam er dann, als er mir das erzählt hatte. Diese Phase kann euch also noch einige zeit begleiten, hier ist sie immer mal wieder präsent.
     

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