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  • User 95651
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    6 April 2017
    #1

    Ab wann ist ein Baby ein Schrei-Baby?

    Hallo ihr Lieben!

    Bis auf meine kleine Schwester hatte ich in meinem Leben eigentlich kaum Kontakt zu Säuglingen und Babys und an die Zeit mit meiner Schwester als Baby kann ich mich nicht mehr erinnern.

    Nun ist es so, dass unsere Nachbarn seit Dezember ein Baby haben. Und dieses Baby schreit (gefühlt) einfach immer. Anfangs dachte ich noch, dass es sicher so schlimm nur ein paar Wochen anhält, aber ich höre es einfach immer. (Gut, wir haben auch anscheinend sehr dünne Wände im Haus).

    Mir geht es jetzt auch wirklich gar nicht um den nervlichen Faktor, auch wenn es vielleicht so klingt, aber ich würde gerne verstehen, bis zu welchem Grad das "normal" ist. Das kommt mir einfach so extrem vor und ich will mir gar nicht vorstellen, wie anstrengend das für die Eltern und das Baby sein muss.
    Besonders schlimm ist es, wenn sie die Wohnung verlassen. Ich habe jedes Mal das Gefühl, dem Kleinen wird grade was angetan, so schrill und laut schreit er immer. :unsure:

    Aber sicher ist das auch alles total individuell, oder?
     
  • User 15352
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    6 April 2017
    #2
    Es gibt halt solche und solche Babys. Mein Bruder hat auch immer und permanent geweint und gebrüllt - wir waren alle mit den Nerven am Ende :ashamed:. Meine Schwester hat dafür keinen Mucks von sich gegeben, die hat nur gepennt, getrunken, gelacht und in die Windeln gemacht :grin:. "Normal" ist wahrscheinlich irgendwas dazwischen, aber dass ein Baby auch mal ein paar Stunden am Stück weint, ist durchaus "üblich", gerade, wenn es Koliken hat oder zahnt...
     
  • User 20579
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    6 April 2017
    #3
    Ich habe gelesen, dass ein Baby als Schreibaby gilt, wenn es an 3 Tagen die Woche mehr als 3 Stunden schreit. Also eine gewisse Menge ist normal, darüber dann nicht mehr unbedingt.

    Es gibt auch extra Schreiambulanzen, wo man abklären kann, woran es liegt. Ich finde den Zeitraum seit Dezember ziemlich lang, 3-Monats-Koliken oder sowas dürften da eigentlich schon rum sein.

    Unsere hat in der 2. und 3. Woche viel geschrien, gerade auch, wenn wir mit dem Kinderwagen das Haus verlassen haben. Das ist echt zermürbend, zumal jeder draußen so guckt, als hätte man sonstwas mit dem Kind angestellt. Aber man kann ja trotzdem nicht immer drin bleiben und oft schlafen sie dann ja auch ein, wenn ein bisschen Bewegung in die Sache kommt.

    Was schätzt du denn, wieviel das Kind deiner Nachbarn schreit?
     
  • User 15352
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    6 April 2017
    #4
    @Dreizehn 3x die Woche je drei Stunden oder insgesamt? Ich dachte, Babys weinen quasi permanent :ashamed:. Kenne wohl die falschen Säuglinge :hmm:. Hoffentlich bin ich dann von meinem Baby positiv überrascht :whoot:.
     
  • User 20579
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    6 April 2017
    #5
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    6 April 2017
    #6
    Vor allem wird man wohl wenig machen können, wenn man so ein Schreibaby erwischt, oder :ashamed:? Wobei das mit den Schreiambulanzen interessant klingt. Ich habe wohl auch dauernd gebrüllt und meine Eltern zur Verzweiflung getrieben. Nichts half. Meine Eltern waren auch total oft mit mir deswegen beim Kinderarzt, da hieß es, meine Eltern stellten sich an :ratlos:. Na gut, das waren die 80er, vielleicht ist man da heutzutage feinfühliger...
     
  • User 95651
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    6 April 2017
    #7
    Mein erster Gedanke war grade, wann schreit es nicht :hmm:
    Nachts werde ich sicher 1-2 zweimal wach, weil ich es höre. Dann oft auch durch die ganze Morgenroutine, Bad, Kaffee machen, frühstücken usw. Und eigentlich immer, wenn ich in die Küche gehe. Ich schreib es natürlich nicht auf, aber es kommt mir vom Gefühl her einfach so viel vor. Besonders der Ton, für mich eher ein Schmerz-Gekreische, was mir echt immer in die Knochen fährt.
    Aber ich muss zugeben, dass ich leider sehr empfindlich auf Geräusche reagiere und es mir vielleicht deshalb so sehr auffällt. :ashamed: Ist es vielleicht auch einfach ungewohnt?
     
  • User 20579
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    6 April 2017
    #8
    Also hätte ich ein Schreibaby, würde ich es wohl abklären lassen und ggf. auch zu so einer Ambulanz fahren.
    Ich habe nämlich auch gelesen, dass 25% aller Schreibabys nur Hunger haben. Bei uns kam tatsächlich das vermehrte Geschrei zusammen mit den Stillproblemen und dem ganzen Stress durch Arzttermine usw. Als wir weniger Arzttermine hatten und ich zugefüttert habe, hatten wir auf einmal das friedlichste Baby der Welt. Dazu kam bei uns noch ein Osteopathentermin, der eine Blockade am Kopf gelöst hat - klar, wenn der Nacken verspannt ist und das Baby beim Trinken Schmerzen hat, dann trinkt es nicht gut oder an einer Brust nicht gut oder sowas.

    Viele Babys schreien auch vermehrt abends, wenn sie viele Eindrücke zu verarbeiten haben - das kann man mit ein paar ruhigen Tagen aber auch beheben, wenn man merkt, dass das eigene Kind da empfindlich ist. Letztendlich ist es anfangs doch viel ausprobieren - und schauen, was hilft.

    Wir hatten das Problem jetzt letztendlich nicht, aber nachdem die 3. Lebenswoche bei uns etwas stressiger war, habe ich mir schon Sorgen gemacht und gleich gegoogelt, "was wäre wenn". :zwinker: 3 Tage mit mehr als 2 Stunden Geschrei reichen schon, um einen mürbe zu machen, da möchte ich nicht wissen, wie es bei Eltern von Schreibabys ist.

    Ich finde es schon krass, dass das Nachbarkind soviel schreit. Aber wenn man die Leute nicht gut kennt, kann man da vermutlich auch schwer was zu sagen, was nicht wie "genervter Nachbar" klingt. :confused:
     
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    6 April 2017
    #9
    Ab 23 Uhr.
    Nee, Quatsch. Das Kind hat vermutlich Koliken. Ich habe das bei unseren Pflegekindern immer wegbekommen, indem ich mit ihnen autogefahren bin. Nur so eine halbe Stunde, dann war Ruhe. Vielleicht kann man das den Nachbarn nahelegen? Das Kind hat dann halt einen erhoehten, oekologischen Footprint, aber wenigstens koennen alle schlafen.
     
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    6 April 2017
    #10
    Ne, also ich würde da niemals klingeln und denen sagen, was die mit ihrem Kind machen sollen :what:
    Glaube das wäre das letzte, was eine frisch gebackenen Mutter von "wildfremden" hören möchte.
     
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    #11
    Ich bin weit entfernt von einem Schreibaby. Aber es gibt Dinge, auf die Sternchen mit Geschrei reagiert. Zu viel Programm (so wie gestern und heute :cautious:) und wenn ich selbst genervt bin. Letzteres kann ein ziemlicher Teufelskreis werden. Durchschnittlich sind wir wohl bei 15 Minuten am Tag, also ganz brav.

    Wie gut ist dein Draht zu den Nachbarn? Ich würde sie ansprechen. Nicht vorwurfsvoll, nicht genervt. Fragen, wie es ihnen geht und je nach Verhältnis eventuell Hilfe anbieten. Schreiambulanz empfehlen/nachfragen ob sie das kennen, vielleicht das Baby nehmen damit die Mutter mal was essen/duschen/schlafen kann und dann selbst etwas entspannter ist... ich bin da eher praktisch veranlagt (aber dass ist von beiden Seiten her nicht jedem sein Ding).
     
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    6 April 2017
    #12
    Viele Babies haben auch "Schreistunden" ab spätem Nachmittag bis abends, das ist sozusagen die Verarbeitung des Tages und der Eindrücke. Es "erzählt" so den Eltern sozusagen von seinem Tag (kann sich ja nur durch Schreien artikulieren). Oftmals soll es wohl auch helfen, wenn eine Behandlung beim Osteopathen gemacht wird, da viele Babies auch Blockaden haben (das KISS-Syndrom kann man an der Stelle vielleicht auch erwähnen).

    Bei uns hat bei so unergründlichen Schreiattacken tatsächlich geholfen sie einfach im Arm zu halten und zuzuhören, also nicht noch ein Beruhigungsprogramm mit singen, schaukeln, etc. zu machen.
     
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    6 April 2017
    #13
    Wir hatten der offiziellen Definition nach kein Schreibaby. Aber: 3 Stunden sind krass lang, das unterschätzt man. 3 Stunden lang dieses schrille Schreien und das auch noch regelmäßig - das geht total an die Substanz. Wir haben manchmal die 3 Stunden überschritten, aber dafür weniger als 3 Schreitage gehabt, manchmal hat sie weniger als 3 Stunden geschrien, aber dafür mehr als 3 Tage pro Woche. Habe unserer Hebamme auch mal um 4 Uhr morgens eine WhatsApp-Nachricht geschickt, weil ich nur noch fertig war (war okay, sie hatte Nachtschicht und hatte mir gesagt, ich dürfe mich immer melden). Einmal sind wir nachts in die Notaufnahme gefahren, weil sie so viel geschrien hatte, dass Arme und Beine blau angelaufen waren (weil der ganze Sauerstoff sich im Bauch konzentriert hatte).

    Irgendwann meinte eine Nachbarin aus dem Haus, wir hätten ja sooo ein ruhiges Baby, NIE würde man sie hören :what:. Das bestätigten uns mehrere Nachbarn.
    Ich war SO erleichtert, es hätte mich nur zusätzlich belastet, hätte ich gewusst, dass unsere Nachbarn unser Kind ständig hören.

    Ich will damit sagen: Ich wäre eher zurückhaltend damit, ihnen zu sagen, dass du das Baby so viel hörst. Und auch mit Ratschlägen. Es könnte nämlich auch anders als lieb gemeint aufgefasst werden.
    Mit "zurückhaltend" meine ich nicht, dass du gar nichts sagen sollst. Aber ich würde schauen, dass ich mich taktvoll an das Thema herantaste.

    Aber ja, "normal", im Sinne von "üblich" ist es eher nicht, dass ein Baby mit 4 Monaten noch dermaßen viel schreit. Üblicherweise wird es nach den ersten 3 Monaten besser.

    Eine Möglichkeit neben der Schreiambulanz könnte auch ein Besuch beim Osteopathen sein, viele Eltern berichten, dass ihr Kind danach weniger geschrien hätte, weil der irgendwelche Blockaden gelöst hätte. Uns hat es leider nicht geholfen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 April 2017
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    6 April 2017
    #14
    Es geht mir ja gar nicht darum, ob und wie ich an die Eltern heran treten soll.
    Auch wenn es unsere Nachbarn sind, mehr als auf dem Flur grüßen und ein zwei Sätze wechseln gibt es hier nicht. Von daher würde ich niemals deswegen ein Gespräch suchen. So weit ich das mitbekomme, ist auch oft seine oder ihre Mutter (vermute ich mal) da und eine Putzfrau haben sie auch, also Hilfe haben sie. :hmm:

    Aber vielen Dank euch für eure Eindrücke und Erklärungen.:smile:
     

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