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    17 Juni 2006
    #1

    AIDS als Laune der Natur durch fehlerhaftes HIV

    Eine fehlerhafte Weiterentwicklung des HIV ist für das Krankheitsbild AIDS verantwortlich. Der eigentliche Virustyp, der bei Affen auftritt, ruft keine Symptome einer Krankheit hervor. Denn hier kontrolliert das Virus lediglich die Immunreaktion, um die eigene Vermehrung sicher zu stellen.

    Bei der menschlichen Variante HIV kommt es dagegen zu einen heftigen Immunreaktion, die letztlich zum Zusammenbruch des Immunssystems und dem Krankheitsbild AIDS führt.

    Wissenschaftler haben bei einem Vergleich der verschiedenen Virentypen die mögliche Ursache entdeckt. Dem menschlichen Virusstamm HIV fehlt ein Protein und dieser Umstand kann die große Aggressivität des HIV ausgelöst haben.

    Zitat aus der Quelle:
    Das HI-Virus verdankt seine Aggressivität einer Art evolutionärem Unfall, hat ein internationales Forscherteam beim Vergleich von 30 HIV-Verwandten entdeckt. Demnach besaß die ursprüngliche Variante des Erregers die Fähigkeit, das Immunsystem infizierter Affen während einer Infektion unter Kontrolle zu halten. Auf diese Weise konnten sich die Viren zwar im Blut der Tiere vermehren, machten sie aber nicht krank. Diese Fähigkeit ging jedoch während der Weiterentwicklung der Erreger bei einem der direkten Vorläufer von HIV verloren. Die Folge: Die veränderten Viren schafften es nicht mehr, das Immunsystem im Zaum zu halten und verursachen stattdessen die überschießende Reaktion, die schließlich zum Versagen der Körperabwehr und damit dem Krankheitsbild von Aids führt.

    Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissen/news/266388.html
     
  • thrust
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    17 Juni 2006
    #2
    dann bräuchte man theoretisch (!!) nur ein anti-protein für diese art.. is aber unrealistisch wnen ihr mich fragt
     
  • Reliant
    Reliant (38)
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    17 Juni 2006
    #3
    dann müsstest du theoretisch nur das erbmaterial des virus verändern, damit er das produziert und ihn stärker machen als das ursprüngliche virus, und das ist unrealistisch.
     
  • User 12370
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    17 Juni 2006
    #4
    Na ihr wärt mir zwei so mediziner - "tut uns leid wir würden gern was tun, aber eine lösung zu finden ist leider unrealistisch"

    gut dass nicht immer alle leute so gedacht haben :zwinker:

    Es ist wichtig, ersteinmal die Ursache zu kennen um die Symptome bekämpfen zu können, insofern ein großer schritt nach vorn.
     
  • thrust
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    17 Juni 2006
    #5
    dieser schritt is schon getan..
     
  • User 42447
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    17 Juni 2006
    #6
    naja,der sache kann man sich wohl nicht ganz so sicher sein...
     
  • *Gelini*
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    22 Juni 2006
    #7
    Ich finde es garnicht so unrealistisch....wenn es wirklich stimmen sollte und man weiß, dass man dieses Protein braucht, gibt es doch Wege und Mittel, um solche Erreger zu verändern.
     
  • Altkanzler
    Altkanzler (40)
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    22 Juni 2006
    #8
    es wird nicht funktionieren, wenn man einfach das fehlende Protein dem Virus präsentiert und sagt "da nimm mal"...

    es müsste genetisch sichergestellt werden, dass der Virus das Protein selbst produziert und dadurch wieder inaktiv wird. Bei dem Mutationsdruck von Viren und der Vielzahl der vorhandenen Erreger halte ich das für unmöglich
     
  • *Gelini*
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    22 Juni 2006
    #9
    Das war mir auch klar....aber rein theoretisch wäre das möglich.
    Wegen der Evolutionsrate muss ich dir zustimmen ist es unrealistisch. Seh ich ja ein :zwinker:

    Wobei man auch sagen sollte, dass es sogar Menschen gibt, die dagegen immun sind!
     
  • Gravity
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    23 Juni 2006
    #10
    Wäre man soweit, dass man Retroviren einsetzen könnte, wäre es eine Variante den HI-Viren wieder ihre Fähigkeit zur Immunsystem-Kontrolle zurück zu geben. Man könnte die Retroviren gezielt auf die Kern-DNA der HI-Viren ansetzen, so dass sie und nur sie sicher erkannt werden, gleich welche Mutation vorliegt.
    Ansonsten gibts vielleicht eine Möglichkeit den HI-Viren das passende Gen-Stück auch so wieder einzusetzen. In der Käseherstellung verwenden sie auch manipulierte Hefezellen - die hat man ja auch irgendwann mal mit einem fremden Gen versehen.

    Ich halte es aber auch für möglich, dass der Mensch selber als Antwort auf den HI-Virus eine Mutation in seinem Immunsystem erfährt. Kleine Ansätze sind ja schon da. So sind ca. 10% aller kaukasischen Menschen Immun gegen AIDS. Sie können zwar mit dem HI-Virus infiziert werden aber, er bricht nicht aus. Der Grund ist eine Mutation ihrer T-Helferzellen, die der HIV als Wirtszelle nutzt. An diese kann er dank der Mutation nicht andocken.
    Vielleicht gibts auch irgendwann mal eine Mutation, die eine Überreaktion auf den HIV verhindert. Denkbar wäre auch, dass das Immunsystem lernt, den HIV gezielt zu vernichten. Vielleicht wäre auch ein Virus gegen den HIV denkbar. Dieser Virus nutzt dann nur den HIV als Wirt, lässt aber die menschlichen Zellen alle zufrieden. Gibt es keinen HIV als Wirt mehr, stirbt auch der Anti-HIV-Virus.


    PS: Haben sie nicht vor kurzem einen Menschen entdeckt, bei dem der HIV wieder verschwunden war? Ich glaub, dass war in England.
     
  • thrust
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    23 Juni 2006
    #11
    niemand ist dagegen immun! weil AIDS keine krankheit is.. sondern ein ZUSTAND.. es gibt nur menschen bei denen Aids nicht ausbricht .. was aber nicht heißt dass sie immun sin sondern dass bei denen die viren einfach inaktiv sind!
     
  • Gravity
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    24 Juni 2006
    #12
    Wissen wir. Zur Zeit gibt es keine bekannten und bestätigten Fälle von HIV-Immunität. Genauso wenig gibt es wirksame Medikamente gegen HIV; alle Medis beschränken sich derzeit darauf, den Ausbruch von AIDS hinauszuzögern oder mit Glück ihn zu verhindern - was aber noch lange nicht den HIV im Blut beseitigt. Anstecken kann man noch immer jeden.

    Was aber nicht heißt, dass es als Laune der Natur nicht doch vorkommen kann, dass irgendein Mensch mit Immunität gegen HIV zur Welt kommt.
     
  • *Gelini*
    *Gelini* (31)
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    24 Juni 2006
    #13
    Zitat:
    So sind homozygote Individuen mit einem genetischen Defekt am CCR5-Rezeptor (CCR5delta32) weitgehend resistent gegen HIV-Infektionen. Dieser Rezeptor dient als Co-Rezeptor bei der Fusion des Virus mit der Wirtszelle. Es wurden nur wenige Individuen gefunden, die eine Infektion trotz Rezeptordefektes haben. Sie infizierten sich mit HI-Viren, die andere Co-Rezeptoren benutzen, wie den CXCR4 Rezeptoren an T-Zellen.

    Quelle: www.de.wikipedia.org
     
  • starlight169
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    26 Juni 2006
    #14
    Ich habe mal gelesen, dass einige Europäer gegen die HI-Viren immun sind, da ihre Vorfahren gegen die Pest immun waren (das war nicht die genaue Argumentation, es ist schon länger her, dass ich das gelesen habe). Wie viel davon stimmen kann, weiß ich nicht, finde aber die Theorie sehr interessant! Aber wurde die Pest nicht von Bakterien verursacht? (korrigiert mich wenn falsch)
     
  • Gravity
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    26 Juni 2006
    #15
    Ja das stimmt so ungefähr. Ich hab darüber auch was gelesen und gesehen, soweit ich mich erinner, waren wie bei HIV auch bei der Pest die CCR5-Rezeptoren beteiligt. Und frei nach der Evolution sind alle an der Pest gestorben, die den Rezeptor und keine Zugang zur Medizin hatten. Folglich ist der Anteil der CCR5-losen Bevölkerung gestiegen und hat mehr verbreitung gefunden.
    Schade für sie ist nur, dass HIV sich nicht nur an den CCR5-Rezeptor orientiert. Ab gesehen davon halte ich den HIV für mutagen genug, sich auch an solche Umstände anzupassen.
     
  • User 20345
    User 20345 (39)
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    26 Juni 2006
    #16

    Es ging nicht darum, dass die Europäer immun gegen die Pest waren. Vielmehr gehen heute die Wissenschaftler davon aus, dass es sich bei dem damaligen "Schwarzen Tod" nicht um die Pest handelte, sondern ein hämorraghisches Fieber. Ähnlich dem Ebola-Virus oder vergleichbaren Krankheiten.

    Näheres dazu unter folgendem Link:
    http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=250180

    Titel: Die Frage nach dem Warum - Jeder 10. Europäer entwickelt Immunität gegen HIV
     
  • Bakunin
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    5 Juli 2006
    #17
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    Finde nur ich das merkwürdig, bei einer Virenmutation von einem "Fehler" zu reden? Viren sind doch nicht dazu da, sich unseren wissenschaftlichen Theorien anzupassen...!?
     
  • Dreamerin
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    6 Juli 2006
    #18
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    Warum 20 Jahre zu spät??? :flennen:
     
  • Doc Magoos
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    6 Juli 2006
    #19
    Retroviren werden in der Forschung schon eingesetzt. Und warum so umständlich? Wenn man in der Lage wäre, ein Protein (ein ganzes Protein!!!) in einen intakten!!! Retrovirus einbringen, warum ihn dann nicht einfach unschädlich machen?
    Mutationen laufen so schnell nicht ab. Und wer möchte denn Dekaden warten? Desweiteren kann ein Virus keinen anderen Virus als Wirt nutzen. Was bietet denn ein Virus? Ein bisschen RNA und ne reverse Transcriptase mal grob gesagt. Ein Virus braucht zur Vermehrung immer eine Zelle.
     
  • Katjesjesjesjes
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    6 Juli 2006
    #20
    ich find diesen thread ja sehr interessant!
    ich hab ja jetzt nicht sooo viel ahnung davon, wie die ganzen mediziener hier, aber naja...
    gbts net irgenne möglichkeit, das irgendwANN alle T-helferzellen so sind, das der virus nicht andocken kann?
    knn man das nicht auch irgendwie bewirken?
     

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