• Nordlicht76
    Ist noch neu hier
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    vergeben und glücklich
    25 Mai 2018
    #1

    Gefühlschaos Alles nicht so leicht oder mein Kopf spinnt manchmal

    Hallo zusammen!

    Ich bin der "Neue" hier... ;-) Also einer von vielen neuen. :-D

    Wie soll ich anfangen... ich brauche mal ein paar Meinungen, wie ich mich verhalten soll.

    Meine neue Freundin (39 Jahre alt) und ich (inzwischen 42) sind seit dem 20.04. zusammen. Kennengelernt haben wir uns nicht mal einen Monat vorher über Parship.
    Am 20.04. war übrigens unser zweites Treffen. ;-) Wir haben auch schon Freunde und Eltern, Geschwister... kennengelernt. Alle finden den Partner toll und das wir super zueinander passen usw.

    Meine Freundin und ich spüren nach so kurzer Zeit schon eine tiefe Verbundenheit, die wir in all den Jahren vorher noch nie zuvor gespürt haben.

    Einzige Knackpunkte: Wir wohnen 170 km auseinander und sie ist viel eingebunden. Und da fangen meine Probleme an...

    Ein bisschen mehr muß ich vielleicht ausholen:
    Meine vorherige Partnerschaft habe ich Anfang Februar nach ca. 2,5 Jahren beendet und meine jetzige Freundin ist schon mehrere Jahre Single. Wir haben uns gleich super verstanden und sie ist sogar zum 1. Date zu mir an die Nordseeküste gekommen. Wow, oder? Wir waren sofort Feuer und Flamme und haben wie die Teenies gleich am ersten Abend auf dem Rücksitz meines Autos rumgeknutscht. So schnell fühlt man sich wieder jung... ;-)

    Es folgte das Gegentreffen bei ihr am 20.04, bei dem es auch im Laufe des Abends ins Schlafzimmer ging. Was soll ich sagen, super schön!
    An den folgenden Wochenenden folgten Vorstellungen ihrer besten Freundinnen und Kolleginnen (alles Lehrer), Ihrer Mutter und Schwester mit Mann und Kindern, sowie meiner Freunde (nicht viele, nicht so tief gehende Freundschaften, alles auch Kollegen von mir. Richtig gute Freunde, mit denen man mal quatschen kann, durch dick und dünn gehen kann... habe ich seit Ewigkeiten schon nicht mehr), meiner Mutter und ihrem Partner.
    Alle finden uns als Paar super, das wir toll zusammen passen, etc. Wir schweben total auf Wolke 7 und lassen uns auch ganz bewußt darauf ein.
    Leider musste sie dann über Himmelfahrt auf ein Seminar nach Leipzig. Von Donnerstag bis Sonntag. Dazu kam noch, das sie schlechten Handyempfang hatte und kaum antworten konnte, auch wegen des Seminars, bei dem viel Mitarbeit gefordert wurde.
    "So lange" und so wenig Kontakt über Tag hatten wir noch nie. Ich bin die 4 Tage fast wahnsinnig geworden. Ich weiß, das das falsch ist und habe mich auch irgendwie abgelenkt. Ich habe mir einen Zettel geschrieben, auf dem Sachen drauf stehen wie "sie ist genauso verliebt in dich, wie du in sie", "wenn sie mal nicht antworten kann, ist das ok", "sie will nur mich".... Warum habe ich das gemacht? Um mich selber zu beruhigen und was am Besten ist, es hat auch ganz gut funktioniert!
    Ich wurde ruhiger, auch wenn ich Sie schrecklich vermisst habe. Dann diese Ungewissheit... Wir sind ja noch nicht so lange zusammen, aber dafür sind wir echt mit allem recht schnell.
    Der erste Kuss, Sex, Vorstellen von uns wichtigen Menschen, schmieden von Plänen für die Zukunft (Kinder / Heirat / Wohnortwechsel / Jobwechsel...). All das haben wir schon gemacht und mein Kopf weiß auch, dass sie mir treu ist und schreibt, sobald sie Zeit hat und ich ihr genauso wichtig bin, wie sie mir. Das wir schon jetzt ganz tief miteinander verbunden sind.
    Ich habe von ihr z. B. an meinem Geburtstag am Pfingstsonntag den Schlüssel für ihr Haus geschenkt bekommen. Finde ich eine ziemliche Sache! Bin echt ein wenig ehrfürchtig geworden, weil es, wie ich finde, doch ein großer Schritt ist. Aber trotzdem ist da diese Angst...

    Unsere Umwelt ist auch der Meinung, das es sehr schnell mit uns geht, aber es fühlt sich trotz aller Zweifel, die hin und wieder aufkommen, einfach nur richtig an. Klar sehen wir alles noch durch die rosarote Brille, aber es passt einfach. :smile:

    Wir wollen natürlich so viel zeit miteinander verbringen, wie es geht, aber das ist halt das schwierige. Die Entfernung ist nervig, aber kein Problem.
    sind wir zusammen, ist es der Himmel auf Erden, egal ob im Schlafzimmer, oder auf einer Radtour, oder beim gemeinsamen Kochen, oder bei der Gartenarbeit. (Ja, wir wollten schon wissen, wie sich "Alltag" mit dem anderen anfühlt).
    Sie ist sehr viel eingebunden, durch die Schule, so dass sie teilweise auch am Wochenende arbeiten muß. Oder auch (vor meiner Zeit) Wochenenden mit Urlaub mit Freunden ausgemacht und gebucht hat.
    Dadurch kommen wir natürlich nicht zu sehr viel gemeinsamer Zeit, was mich teilweise total hilflos werden lässt. Ich habe Angst, sie durch die Entfernung in Kombination mit wenig Zeit zu verlieren, bzw. das sie sich von mir entfernt. Sobald wir uns wiedersehen, ist wie gesagt alles paradiesisch!
    Heute ist nicht so schön. Da geht sie mit Freunden abends auf ein Konzert und morgen Abend ist sie auch verplant. Sehr schade, da ich morgen hier oben meinen Geburtstag feiere, bei dem ich Sie gerne dabei gehabt hätte. Sonntag muss sie für die Schule vorarbeiten. Wenn ich daran denke, das es noch solange hin ist, bis wir uns wiedersehen, wird mir mein Herz schwer und ich kriege die blödesten Gedanken in den Kopf. "Warum kann ich nicht bei ihr sein?", "Wir sind doch gerade erst frisch verliebt, möchte sie mich denn nicht auch sehen?", Fühlt sie doch nicht so stark für mich, wie sie für mich?"
    Das ist alles Blödsinn, das weiß mein Kopf. Aber mein Bauch sorgt dafür, das ich mich einsam und verlassen fühle und schon mal denke, das sie lieber was mit ihren Leuten macht, statt mit mir. Wie kann sie nur, ich bin doch ihr Schatz, ihr Partner, mit dem sie eine Zukunft aufbauen will.

    Ich habe ihr noch nichts davon gesagt, weil ich sie weder unter druck setzen, noch klammern möchte. Ansonsten reden wir aber über alles, was uns irgendwie beschäftigt oder belastet. Den Fehler, nicht miteinander zu reden, haben wir beide schon vor langem gemacht und wollen ihn nicht wiederholen. Ich glaube schon, das sie auch gerne mehr zeit mit mir verbringen möchte, aber durch ihre lange Single-Zeit sich erstmal dran gewöhnen muß, jemanden zu haben. Und die meisten Sachen, die sie ohne mich vorhat (z.B. ein Wochenende mit ihren Mädels nach Malle fliegen (der Horror für mich!!)), hat sie vor meiner Zeit vereinbart und abgemacht. Ich weiß auch, das sie viel vorarbeitet, um sich so Zeit für uns freizuschaufeln. Außerdem kommt nach den Sommerferien eine ruhigere Zeit, in der sie auch einige Sachen abgibt und viel mehr Zeit für mich hat. Ich gönne es ihr ja auch und sage mir, das ich auch eigenständig bin und selber was in der Zeit machen kann, aber irgendwie dreht sich mein Kopf nur noch um sie.
    In früheren Partnerschaften gab es auch wenig Freunde bei mir, da wir uns ziemlich nur um uns selbst gekümmert haben.
    Ich möchte keine Fehler aus der Vergangenheit wiederholen und habe sie mir auch (soweit sie mir einfielen) bewusst gemacht und schon einiges geändert, was sich auch positiv bemerkbar macht. Ändert aber nichts daran, das ich ohne meine Freundin relativ alleine da stehe.

    Diese Mischung aus Angst, Panik sie zu verlieren, Hilflosigkeit (sie sagt im Grunde, wann wir uns wieder sehen) und Sehnsucht macht mich häufig sehr traurig und ohnmächtig.

    Jetzt ist es viel mehr Text geworden, als gewollt, aber es musste mal raus. Danke für's lesen bis hierher.

    Vielleicht hat jemand ja einen Tipp, wie ich damit besser umgehen kann. Ich habe übrigens ausser einigen Kollegen im Grunde gar keine Freunde, an die ich mich wenden kann, um meine Freizeit zu gestallten. Bin daher viel beim Sport.

    Vielen Dank für jeden Hinweis.

    LG
    Nordlicht76
     
    • Lieb Lieb x 1
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  • Hilara
    Hilara (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    26 Mai 2018
    #2
    Ich kann dich total verstehen. Als ich meinen jetzigen Verlobten kennengelernt habe, kam ich gerade aus einer langen Beziehung, in der ich, besonders zum Schluss, eher gleichgültig war, was gemeinsame Zeit anging. In meiner jetzigen Beziehung hätte ich plötzlich wirklich jede Sekunde mit ihm verbringen können und das hat sich auch bis jetzt nicht wirklich geändert. Einen großen Urlaub hatte er da auch schon geplant und ich musste ein paar Wochen auf ihn verzichten, was wirklich schlimm für mich war.

    Ich finde es wichtig, wenn man einen Menschen gefunden hat, mit dem man es wirklich ernst meint, dass man in der Kommunikation absolut keine Kompromisse macht. Das heißt, auch wenn du Angst hast, dass du sie einengst, indem du ihr sagst, wie sehr du dich nach ihr sehnst- sag es ihr trotzdem. Gleichzeitig sag ihr aber auch, dass du sie nicht zurückhalten oder einschränken möchtest, sondern ihr nur deine Gefühle mitteilst. Wenn sie die Richtige ist, wird sie das nicht abschrecken. Sie wird sich wahrscheinlich eher darüber freuen, wie wichtig sie dir ist.

    Ein bisschen würde ich trotzdem aufpassen, dass deine Gefühle nicht ins Negative umschlagen. Also, zu große Eifersucht, oder Misstrauen ihr gegenüber. Sie darf nicht das Gefühl haben, dass sie sich nichts ohne dich vornehmen kann.
    Deine Methode mit den Post its finde ich super, das zeigt, dass du gut mit deinen Gefühlen umgehen kannst. Vielleicht könnte sie sowas in der Art auch für dich tun. Also, wenn sie weiß, dass sie dir eine Weile nicht schreiben kann, könnte sie dir eine Video- oder Sprachnachricht schicken, die du dir in der Zwischenzeit bei Bedarf ansehen kannst. Vielleicht hilft es dir auch, wenn ihr erstmal eine Sammlung an gemeinsamen Fotos habt, die du dir dann ansehen kannst.
    Ich denke auf jeden Fall auch, dass in diesem Fall die Zeit helfen wird. Von Monat zu Monat steht man ja sicherer in der Beziehung zum Anderen.
     
  • Nordlicht76
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    27 Mai 2018
    #3
    Hallo hilara,

    Danke für deine Rückmeldung.
    Ich habe es bei ihr schon angesprochen, das ich mir mehr treffen wünsche. Aber gleichzeitig auch gesagt, dass ich sie verstehen kann. Sie war lange Zeit alleine und hat sich darauf eingestellt. Dann tauche ich auf und bringe alles durcheinander. Das sie sich erstmal wieder an jemanden in ihrem Leben gewöhnen muss, zu dem sie sich hingezogen fühlt, Ist auch klar. Sie hat für meine Situation auch verständnis, möchte aber auch verstanden sein.

    Die Idee mit den Fotos ist nicht schlecht, klappt aber nicht so gut. Wir haben schon richtig viele Bilder. Zusammen oder auch nur von ihr... Alle auf dem Handy und alle schon mehr als 1000 mal angesehen.

    Eben haben wir telefoniert. Nach den Telefonaten mit ihr habe ich ein hochgefühl, dass ist echt schön. Ein bisschen ist sie dann bei mir. Klingt komisch, ich weiß.

    Auf Dauer wollen wir ja auch zusammen wohnen, nur wenn alles noch so frisch ist, wäre das total übereilt. Obwohl sie mir schon ihren Haustürschlüssel geschenkt hat. Auch ein schönes Zeichen finde ich.
     

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