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  • envy.
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    11 März 2009
    #21
    Ja, ich weiß das ja auch, aber sowas macht mich so wütend. :weinen_alt:
     
  • Piratin
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    11 März 2009
    #22
    Bei so ner Killing Spree? Nö...bei besonderer Grausamkeit können auch Jugendliche nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden.

    Soviel Leid heute abend in so vielen Familien...:cry: Hab vorhin bei der Reportage voll geheult, das ist alles so schrecklich....eine der getöteten Lehrerinnen war grad 25 Jahre alt, ne junge Referendarin....
     
  • glashaus
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    11 März 2009
    #23
    Die Kommissare bei der PK hatten auch 'ne ganz ansteckend zittrige Stimme. :cry:
     
  • Maxx
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    11 März 2009
    #24
    Nun ja, wenn das Gutachten ergeben hätte, dass er psychisch krank war, also unzurechnungsfähig, dann wäre er wohl für seine Taten gar nicht verurteilt worden, sondern auf unbestimmte Zeit in die Psychiatrie eingewiesen worden.

    Amokläufer sind nun mal unberechenbar und begehen ihre Tat vielleicht bereits mit dem Vorsatz, sich nach dem Blutbad selbst hinzurichten. In den meisten solcher Taten, die in den letzten Jahren durch die Medien gingen, war die letzte Konsequenz, dass der Täter selber stirbt.

    So schlimm solche Taten auch sind, man fragt sich im Nachhinein immer nach den Gründen und die Antworten darauf sind oft unbefriedigend.

    Wahrscheinlich wird es wieder mit der allgemeinen, oberflächlichen Begründung abgetan, dass er eben Waffennarr war oder gar, dass er Ballerspiele spielte und eine geballte Sammlung an Horrorvideos hatte.

    Dass die ursächlichen Gründe aber tiefer lagen, in seiner Persönlichkeit verankert waren, darüber kann man im Nachhinein nur spekulieren und weil diese Gründe vielleicht nicht greifbar sind, schiebt man die Schuld eben gerne auf handfeste Tätigkeiten und Vorlieben, die allenfalls einen begünstigenden Einfluss auf seine Tat haben konnten, da ansonsten ja jeder einen Amoklauf begehen könnte, der Ballerspiele spielt oder im Schützenverein tätig ist.

    Je labiler eine Person, desto mehr ist natürlich der mediale Einfluss insgesamt nicht zu unterschätzen, aber fraglich bleibt sicher auch inwiefern das Umfeld des Jungens versagte und auf bestimmte Signale und Hilferufe nicht reagierte, falls es denn solche gab.

    Wie dem auch sei, es bleibt zu vermuten, dass der Junge mit seinem Leben höchst unzufrieden war und mit den gesellschaftlichen Strukturen nicht zurecht kam. Einerseits verständlich, da wir in schwierigen Zeiten leben, die heute sicherlich schwieriger, aber nicht unbedingt härter sind als in früheren Generationen.

    Viele Menschen sind und sehen sich aber als Opfer der Gesellschaft, so vielleicht auch er. Dennoch rechtfertigt dieser Umstand nicht ein solches Blutbad anzurichten.
     
  • Piratin
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    11 März 2009
    #25
    Soviel Verständnis habe ich nicht. Es gibt Hunderttausende von Jugendlichen, die wahrscheinlich eine viel schlimmere Kindheit hatten, und die gehen nicht zur Schule und töten Menschen. Die eiskalte Planung des ganzen, die Amokläufer meistens haben, spricht auch gegen eine Verzweiflungstat, die aufgrund von seelischen Leiden geschieht. Außerdem war der Amokläufer hier kein Mobbingopfer sondern einfach unauffällig und schlecht in der Schule und hatte eine Vorliebe für Waffen. Wie Robert Steinhäuser.

    Die "Inszenierung" der eigenenen Weltuntergangsstimmung, des eigenen Abtretens auf der Bühne der Schule, in der ganz andere sterben müssen, als die ihn einst eventuell gepiesackt hatten oder "schuld" an seinen schlechten Noten etc. waren, hat es eben der Psychologe genannt.
     
  • lostsoul86
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    11 März 2009
    #26
    Ich hatte in der Schule auch keine bzw. kaum Freunde wie der Täter, auch ich war zumindest auf dem Gymnasium kein guter Schüler.
    Und ich kenne viele die Baller spiele spielen, das kanns nicht sein.
    Schlimm wird das nur, wenn Leute zu viel spielen und dadurch die Realität mit dem spiel verwechseln.
    Und selbst wenn er aus welchen Gründen auch immer unzufrieden war und nicht zurecht kam ... rechtfertig das nicht so eine Tat.
     
  • Maxx
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    11 März 2009
    #27
    Die eiskalte Planung spricht zwar dafür, dass es keine Handlung im Affekt war, aber das widerspricht deshalb noch lange nicht der Möglichkeit, dass es eine Verzweiflungstat sein konnte, die aufgrund von seelischem Leiden geschah.

    Die Verzweiflung und der Hass können sich über längere Zeit nach und nach angestaut haben, dass das Fass eben irgendwann übergelaufen ist und er angefangen hatte den Amoklauf zu planen.

    Dass er kein Mobbingopfer war, das kann zwar sein, aber wer will das so genau schon wissen? Kaum berichten die Medien über den Fall, glauben die Leute auch schon alles über den Täter zu wissen, weil ja ihrer Meinung nach alles von den Medien schön wahrheitsgetreu und keinesfalls verzerrt übermittelt wird.

    Dass in der kurzen Zeitspanne die interviewten Angehörigen und das Umfeld gegenüber den Berichterstattern wohl schon alleine aufgrund des Schocks- und Verzweiflungszustandes, in dem sie sich momentan befinden, so manches Detail aussen vor gelassen haben, das dürfte wohl wahrscheinlich sein.
     
  • envy.
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    11 März 2009
    #28
    Natürlich kann der Junge in seiner Kindheit und Jugend schrecklich unter seinen Mitmenschen gelitten haben, nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt bekommen haben, alleine gewesen sein...
    Aber auch das rechtfertigt nicht so eine Tat!
    Mitschuld liegt hier sicher nicht direkt am Umfeld (wenn überhaupt bei den Eltern, da er durch diese ja schließlich an die Waffen gekommen ist!).
    Klar, wir sind alle Produkt unserer direkten Umgebung uswusf, aber im Endeffekt selbst für unser Handeln verantwortlich.
    Dieser Junge auch, nicht mehr und nicht weniger, dementsprechend seh ich keinen Grund, sojemanden in Schutz zu nehmen.
     
  • Tornadin
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    11 März 2009
    #29
    Wer seid ihr eigentlich zu sagen, der Junge habe den Tod oder am besten noch schlimmeres, lebenslanges Leiden verdient?
    Wem ist mit diesem Wunsch geholfen? Den Opfern zumindest nicht.
    Kein Mensch hat den Tod verdient und es gibt so schon viel zu viele, die darüber urteilen wollen...
    Insgesamt natürlich ein tragischer Vorteil bei dem man allen Beteiligten nur wünschen kann, dass sie das ganze möglichst gut verarbeiten können. Das Leben geht auch in Winnenden weiter.

    @Piratin: Woher willst du wissen, dass der Junge kein Mobbing-Opfer war? Es gibt zwar keine Hinweise darauf, aber in der Regel fressen die Opfer so etwas in sich hinein und lassen nicht alle daran teilhaben. Dass so eine Tat durch nichts gerechtfertigt werden kann ist klar. Aber das heißt nicht, dass man nicht auch den Täter und dessen Angehörige wie die anderen auch betrauern kann.
     
  • Pink Bunny
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    11 März 2009
    #30
    Ich finde es sehr einfach zu sagen der Junge hätte den Tod verdient weil er andere Menschen getötet hat.

    Keiner kann in einen Menschen hinein schauen und sehen was jemanden zu dieser Tat treibt.
    Es wurde ja gesagt das er nach außern so normal wie jeder andere war. Unauffällig eben.

    Man sollte sich darum bemühen die Beweggründe zu klären und nicht darauf rumzureiten das er endlich tod ist oder das er ewig hätte leiden müssen.
    Versteht mich nicht falsch, ich finde es abscheulich was er getan hat und in jeder Weise verwerflich und grausam aber trotzdem sollte man das Kernproblem nicht aus den Augen verlieren.
    Das warum ?Wie kaputt und tod muss ein Mensch innerlich sein um so eine Tat zu begehen ?

    Ich kann nicht glauben das nur Ballerspiele oder Horrorfilme dafür verantwortlich sein können genauso wie ärgereien in der Schule.

    Als weitere Auffälligkeit wurde genannt das er vorrangig Frauen erschossen hat. Aus Gesprächen mit anderen Schülern kam raus das seine Freundin mit ihm schluss gemacht hat.
     
  • Pink Bunny
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    11 März 2009
    #31
    Ich denke mal das es grobe Fahrlässigkeit gepaart mit Naivität war.
    Obwohl : Welcher Elternteil geht denn davon aus das sein Kind eine Waffe schnappt und damit in die Schule geht um alle zu töten ?
     
  • envy.
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    11 März 2009
    #32
    Dass der Junge den Tod verdient hat, wird hier nicht gesagt.
    Aber wer war dieser Junge denn, dass er einfach mal 17 Menschen willentlich töten konnte? Was glaubst du wie es den Angehörigen dieser Opfer geht? Siehst du denn nicht, dass bei so einem schmerzlichen Verlust eine unglaubliche Wut und ein tiefgreifender Hass in einem aufkommt?

    Wie kann man das alles so runterspielen?

    Die Eltern dieses Jungens hätten vielleicht mal drüber nachdenken können, wo sie ihre Schusswaffen deponieren!
     
  • pissedbutsexy
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    11 März 2009
    #33
    Also vorhin wurde im Fernsehen gesagt, dass er nie eine Freundin hatte.
     
  • Maxx
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    11 März 2009
    #34
    Ja so sehe ich das auch. Ebenfalls bedenklich finde ich Aussagen von Usern, die einerseits der Meinung sind, dass der Täter unwahrscheinlich krank gewesen sein musste und dann gleichzeitig sinngemäss die Meinung vertreten, er hätte nicht sterben, sondern auf Lebzeiten im Knast verrotten sollen.

    Sollte man also nicht eher annehmen, dass jemand dann, wenn wirklich krank ist, ein Leben lang in eine entsprechende Klinik zur Behandlung gehört und nicht in den Knast?

    Diesselben Reaktionen erfährt man auch in entsprechenden Threads, wo es um Kinderschänder geht. Somit entsteht nämlich der Eindruck, dass bereits eine entsprechende Krankheit an sich als Verbrechen abgeurteilt wird.
     
  • MsThreepwood
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    11 März 2009
    #35
    Natürlich ist es für die Angehörigen schwer, jemanden verloren zu haben.

    Aber ich bin auch der Meinung, man sollte auch das warum betrachten. Mit dem freien Zugang zu Schusswaffen und einer beendeten Beziehung ist es eben nicht getan.

    Viel mehr als die Tat an sich, finde ich die Tatsache schlimm, dass es überhaupt soweit kommen kann.

    Es ist traurig, dass Menschen in so eine Verzweiflung getrieben werden, dass sie so eine Tat begehen.

    Auf seinen Eltern rumzuhacken finde ich übrigens unmöglich. Die haben diese Tat bestimmt nicht vorhergesehen und sind jetzt genau so geschockt.
     
  • Pink Bunny
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    11 März 2009
    #36
    Ich bekomme auch nur das mit was in den Zeitungen geschrieben wird :zwinker:

    Jetzt da alles so frisch ist wird es sowieso viele Wiedersprüche geben.
     
  • envy.
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    11 März 2009
    #37
    Das wurde doch gar nicht behauptet, oder täusch ich mich?
     
  • Piratin
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    11 März 2009
    #38
    Wer das Bedürfnis hat, um den Täter zu trauern, soll das tuhig tun. Ich sehe für mich keinen Anlass dafür.

    Aber diese "Der Täter, das arme Opfer"-Denkweise war noch nie so mein Ding. Jeder ist für seine Taten vollumfänglich persönlich verantwortlich, es sei denn, er ist psychisch so stark gestört oder krank, dass er es nicht kann. Leider sind das die allerwenigsten Mörder. Die meisten wissen ganz genau, was sie da tun, und welche Konsequenzen das hat.

    Amokläufe sind allermeist keine Verzweiflungstaten. Verzweiflungstaten entstehen spontan, eher ungeplant. Die jahrelang von ihrem Mann geprügelte Frau, die ihm die Stricknadel durch`s Auge piekt, oder das Glied abschneidet. Der missbrauchte Junge der dem Großvater die Kehle durchschneidet.
    Amokläufe sind Rachefeldzüge gegen "die Menschheit", die sich irrsinnigerweise zumeist gegen völlig Unschuldige richten. Die Täter kennzeichnen sich zumeist nicht durch übergroßen Leidensdruck, sondern durch übergroßen Narzissmus.
     
  • Luc
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    11 März 2009
    #39
    Bei einem gesunden Menschen vielleicht. Aber man kann nicht alles von einem kontrollieren. Wenn man es zu lange tut, platz es. Dann hat er den Amoklauf gemacht, ohne zu überlegen was er eigetnlich anrichtet.
     
  • Tornadin
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    11 März 2009
    #40
    Achja?:


    Finde nicht, dass ich das heruntergespielt habe. Der Hass, der vielleicht in manchen Angehörigen aufkommt rechtfertigt doch in keinster Weise die Aggressionen, die hier dem Täter gegenüber geäußert werden. Diese Art von Hass ist genauso wenig positiv zu deuten, wie der vermeintliche Hass des Täters auf seine Realität.
     

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