• User 48403
    User 48403 (50)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    26 Juni 2006
    #81
    Ich berichte mal als "Ex-26jähriger-AB": Man soll die Hoffnung nie aufgeben, denn irgendwann läuft die richtige über den Weg. Ich hätte auch damals fast aufgegeben, aber irgendwas in mir zwang mich, es immer weiter zu versuchen. Ich war mir klar darüber, wenn ich nix tue, komm ich auch zu nix. Also hatte ich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um aus meinem Single-dasein auszubrechen. Und nach einigen derben Enttäuschungen hatte ich die richtige gefunden, da war ich 31.
    Also Leute, nicht den Mut aufgeben, das Leben ist hart, aber es lohnt sich zu kämpfen!:zwinker:
     
  • Lenny85
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    26 Juni 2006
    #82
    Wo ist die Umfrageauswahl: Ja ich hab noch Hoffnung ?
    Schliesslich ist das die Frage vom Thema ! Hallo ?
     
  • einsamerkerl
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    26 Juni 2006
    #83
    Ein Optimist! :schuettel Das es sowas gibt bei diesem Thema...aber komm erstmal in mein Alter, dann sieht die Welt ganz anders aus :grin:
     
  • Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    26 Juni 2006
    #84
    Lenny ist nicht allein. Und das in meinem Alter. :grin:
     
  • Maxx
    Sehr bekannt hier
    1.381
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    Single
    26 Juni 2006
    #85
    Habe schon mal zu diesem Thema geschrieben, aber etwas abstrakt formuliert. Hier noch mal die etwas konkretere Fragestellung.

    Könnte es nicht sein, dass das Alter eigentlich nicht viel über den Entwicklungsstand des Einzelnen aussagt, sondern nur als Anhaltspunkt und Massstab der Gesellschaft dient?

    Hier wurde die magische Grenze "25" auserwählt, aber ob 25, 35 oder 45, man ist nach gesellschaftlichen Massstäben als AB auf jeden Fall ein Spätzünder.

    Wenn man rückblickend mal in Betracht zieht wie alles angefangen hat und feststellt wie sich der überwiegende Teil der Klassenkameraden entwickelt hat, dann kann man bestimmte Muster erkennen.

    Auf die Jungs bezogen, entwickelt sich ja zuallererst diese "alle Mädchen sind doof" Einstellung. Dann irgendwann im Alter zwischen 12 und 14 ändert sich plötzlich diese Einstellung.

    Nur was ändert so plötzlich diese Einstellung? Und wieso überhaupt fand man die Mädels vorher doof oder einfach unbedeutend? Analog dazu verhält es sich natürlich bei den Mädchen genauso mit den Jungs, die sie vorher doof fanden.

    Was ist eigentlich, wenn man diesen Wandel der inneren Haltung in Bezug auf das andere Geschlecht in jener Zeit nicht durchmacht? Wenn es einem vielleicht aus welchen Gründen auch immer nicht gelingt diese Barriere zu überschreiten oder man sich sogar weigert dies zu tun? Würde dies nicht mit grenzender Wahrscheinlichkeit einen zukünftigen AB-Status zur Folge haben?

    Und glaubt ihr dass sich diese typisch vorpubertäre "Mädchen sind doof" Einstellung noch ändern könnte, wenn es bis zum 30 oder 35 Lebensjahr nicht geklappt hat?

    Es ist nur eine Theorie, aber eine die wie ich finde nicht ausreichend in Betracht gezogen wird, wenn es um dieses Thema geht. Vielleicht, weil viele AB's diese Haltung eher unbewusst vertreten und sie sich möglicherweise nicht eingestehen möchten.

    Gründe dafür könnten vielseitig sein:

    - Man findet es toll ein Freak zu sein, denn als geheimnisvoller Aussenseiter erlangt man eine ganz besondere Art von Beachtung von der Aussenwelt, mit welcher man ohnehin nicht konkurrieren kann. Also scheint das Anders-Sein als einziges Mittel, um sich von den anderen abzuheben. Dadurch ist man nicht greifbar, weil man in kein von anderen vorgefertigtes Schema passt. Dadurch kann man auf spezielle Art interessant wirken oder aber auch gänzlich missachtet werden. Der Freak stilisiert sein Anders-Sein hoch, was bis hin zum elitären Gehabe mit negativen Vorzeichen ausufern kann. Gleichzeitig gibt es Momente wo er seine seltsamen Charakterzüge allerdings verachtet, weil er durch jene die negativen Konsequenzen zu tragen hat.

    - Keine Erfahrung zu haben wird allgemein gleichgesetzt mit "kindlich sein". Möglicherweise entschied man sich gegen eine innere Entwicklung, um gewisse Vorzüge aus der Kindheit weiterhin zu geniessen. Oder man erlitt zu Schulzeiten eine schlechte Behandlung durch Erwachsene, so dass sich eine regelrechte Rebellion gegen das "Erwachsen-werden" und "Erwachsen-sein" entwickelt hat und sich deshalb einer inneren Entwicklung entgegen gestellt hat. Mit dem Eingehen einer Partnerschaft oder dem bekundeten Interesse an einer solchen, würde man der Umwelt allerdings demonstrieren, dass man erwachsen ist bzw. sich zu einem erwachsenen Menschen entwickelt.

    und als Folge davon

    - Man gesteht sich selbst keine Beziehung zu, da man weder über das notwendige Potential noch über den ausreichenden Marktwert verfügt. Eine feste Beziehung zu haben scheint utopisch, da man einer sozialen und emotionalen Entwicklung während der Jugendzeit bewusst oder unterbewusst entgegengesteuert hat.

    Sind nur ein paar Gedankengänge zu diesem Thema und vielleicht denkt ja jemand ähnlich darüber. Man kann das nicht pauschalisieren und schon gar nicht alle AB's über einen Kamm scheren.
     
  • compichief
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    26 Juni 2006
    #86
    Hallo Maxx,

    danke für deinen Beitrag. Ich stimme dir zum Teil zu, zum Teil bin ich aber anderer Meinung.

    Sicher absolut richtig. Gibt nur so ne Bandbreite vor, die mit zunehmendem Alter größer wird.

    Zustimm. Über ca. 25 wird man sicher auch von Erwachsenen jenseits der 35 als Spätzünder angesehen. Die 18-jährigen die Stress mit sich selbst haben, weil sie noch nicht wie ihre Gleichaltrigen 10 Partner hatten, die ignorieren wir hier mal.

    Ich glaube nicht, dass das bei den meisten das Problem ist und schließe doch gleich mal von mir auf andere: Also ich glaub ich habe diese Haltung in einem normalen Alter abgelegt und angefangen mich in Mädels zu verlieben. Das Problem war einfach nur, dass sich nie eine für mich interessiert hat!

    (OK derzeit bin ich wieder auf dem frühpubertären Stand, dass alle Frauen doof sind. Liegt aber einfach nur daran, dass sich eine, die ich für eine gute Freundin hielt als "typische Frau" entpuppt hat, die nur meine Hilfe benötigt hat und mich dabei schamlos ausgenutzt hat. Aber zurück zum Thema..)


    Da muss ich widersprechen. Ganz konkret deshalb, da ich anonymer AB bin. Mein Umfeld denkt: "OK er hat gerade keine Freundin". Leute, die mich länger kennen ahnen aber wohl höchstens, dass ich komplett AB bin!

    Nein. Ich rebelliere nicht gegen das erwachsen werden. Im Gegenteil. OK, wenn ich nochmal jung wäre würde ich einiges anders machen oder es zumindest versuchen!

    Da stimme ich dann aber doch schon wieder eher zu! "Nicht können" und "nicht wollen" sind da sicher nicht ganz unabhängig voneinander. Aber wenn alle Frauen einfach offensichtlich keinen Bock auf dich haben, dann brauch man über diese Frage eigentlich nicht nachzudenken, obwohl man ja viel Zeit dafür hätte.
     
  • Dirac
    Dirac (38)
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    Single
    26 Juni 2006
    #87
    Das würde dann aber bedeuten, dass man diesen Zustand offensiv nach außen trägt und daran interessiert ist, dass alle das auch mitbekommen. In der Realität wird eher das Gegenteil der Fall sein. Bei mir jedenfalls ist es garantiert nicht so, dass ich damit hausieren gehe oder überhaupt will, dass andere es wissen, auch wenn die, die mich besser können, irgendwie ne lange Leitung haben müssten um nicht von selbst drauf zu kommen.

    Das klingt mir erst recht zu weit hergeholt und wird wohl auf die wenigsten zutreffen.
     
  • Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    26 Juni 2006
    #88
    Ich kann der Ausführung von Maxx nicht zu stimmen. Es mag wohl Menschen geben, die das Peter-Pan-Syndrom haben und partou nicht Erwachsen werden wollen, aber ich glaube der Anteil ist bei ABs nicht höher als bei anderen Gruppen.
    Genauso halte ich die "Mädchen sind doof"-Theorie für zu einfach gestrickt. Es mag Männer geben, die nie was mit Mädchen anfangen können; und auch noch nie konnten. Aber ich glaube auch das ist nicht symptomatisch für ABs.

    Bei mir lag es an keinem dieser geäußerten Theorien. Bei mir wars schlicht und ergreifend, dass ich kein gespür für die sozialen Verhaltensweisen hatte und so fix zum Aussenseiter und Mobbing-Opfer wurde. So stellte sich der Kontakt zu Gleichaltrigen und zu den Mädels erstmal als grundsätzlich Ablehnend dar. Die Botschaft war beständig: Du bist scheiße und niemand mag dich.
    Daraus entwickelte sich bei mir ein Selbstläufer und ein Weltbild: Mich mag keine, ich bin scheiße. Daraus entwickelte sich dann auch eine starke soziale Phobie, die dann ihr übriges Tat.
    Während dieser Zeit war somit gar nicht an Mädels zu denken, weil ich durch die Phobie und meine Erfahrungen einfach nicht in die Richtung arbeitete. Es war Flucht angesagt, weil sie "mich ja eh nicht mochten" und ich "so unausstehlich bin". Somit konnte ich mir zumindest die Ablehnung und erneutes Mobbing ersparen, wenn ich es erst gar nicht versuchte.
    Zwar war ich auch verknallt, aber so "scheiße wie ich war" wollte ich mich dem Mädchen nicht zumuten und sie "durch meine Person auch nicht in Peinlichkeiten bringen".

    Ich hab erst vor ein paar Jahren (so ab 2001) die Phobie und mein falsches Welt- und Selbstbild aufbrechen können. Nur leider eben nicht so stark, als dass ich davon komplett frei wäre. Es wirkt noch immer nach und ich muss täglich dagegen angehen. Ich denke ständig Dinge, von denen ich genau weiß, dass sie falsch sind. Ich hab im Kontakt mit anderen ständig ein schlechtes Gefühl im Bauch - wohl wissend, dass es blödsinn ist. An schlechten Tagen kann es mit mir durchgehen und ich vermeide alle Kontakte. In meinen Sternstunden jedoch, kann ich auch Frauen ansprechen. Es ist mal so und mal so.

    Durch meine Erfahrungen weiß ich, dass das ganze Thema "Frau ansprechen" und "ewiger Single" ein sehr viel komplexeres Thema ist, als dass man es in ein oder zwei Theorien pressen kann. Außerdem gibt es nicht nur einen einzigen Grund, sondern meist wohl viele verschiedene Faktoren, die dazu führten, dass es nie so kam, wie man es für "normal" hält.
    Und ich habe gelernt, dass manche in ihrer "GZSZ"-Welt leben können, während andere ein völlig anderes Leben führen, dass so gar nicht in eine idealisierte Welt passt.
    So ist auch der größte Konflikt den ich habe, der Unterschied zur idealisierten Welt anderer und deren Unverständnis für mein Leben. Andere kommen gar nicht auf die Idee, dass ein Leben auch völlig abseits einer geraden Linie verlaufen kann. Leute, deren größtes Problem ist, dass sie schlechte Noten haben, der Freund schluß gemacht hat oder das der Sex nicht ihren Anspruchen genügt, kommen gar nicht auf die Idee, dass es Probleme damit geben kann eine Frau anzusprechen, sich dort richtig zu verhalten oder zu wissen, wie man wann wo anfassen kann oder nicht. Ja, dass es sogar Probleme ganz grundlegende Probleme mit der Kommunikation geben kann, mit dem Verhalten, mit den Weltanschauungen oder sozialen Regeln.
    Als IT-Mensch würde ich sagen, dass manche Menschen einfach die Probleme mit dem Betriebssystem nicht kennen. Probleme, die sogar ganz tief im Kernel auftreten und sich so auf alles andere Auswirken. Bei anderen scheien die Fehler einfach unkritisch zu sein, sie kommen stoßen damit bei der Welt auf keine großen Probleme. Vielleicht haben sie einfach nur Probleme mit der Software und vielleicht sind die auch nur gering.
    Ich beneide sie darum.

    So jetzt aber genug dazu. Ich geh wieder mein eigene OS debuggen und patchen. :zwinker:
     
  • Maxx
    Sehr bekannt hier
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    Single
    27 Juni 2006
    #89
    Hi vielen Dank für eure Antworten. Es ist nicht gerade üblich in diesem Forum Antwort zu bekommen.

    Zu meinen Ausführungen: ich würde sie nicht als einheitliche Theorie bezeichnen, sondern allenfalls als Symptome, welche ein AB-Dasein aller Wahrscheinlichkeit nach begünstigen.

    Auch wenn ein anderer Eindruck entstanden sein mag, so bin ich ebenfalls wie ihr der Meinung, dass die Gesamtheit der von mir aufgeführten Symptome nur auf einen kleinen Bruchteil aller Dauer-Singels zutrifft. Es liegt mir also fern zu pauschalisieren und alle AB's in einen Topf zu werfen.

    Es scheint als wäre ich in gewisser Weise falsch verstanden worden, wohlmöglich weil ich mich in bestimmten Punkten unklar ausgedrückt habe.

    Um noch konkreter zu werden, ich habe in meinem letzten Beitrag ein wenig um den heissen Brei geredet, da ich selbst mehr oder weniger diesem beschriebenen Typus entspreche.

    Interessant finde ich, dass in euren Antworten das Peter-Pan-Syndrom zur Sprache kam. Ich habe schon darüber gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich nur teilweise den Beschreibungen dieses Syndroms entspreche. Andere wissenschaftlichere Bezeichnungen dazu sind mir leider nicht bekannt, was aber nichts zur Sache tut.

    Ich bin ähnlicher Meinung wie Gravity, dass das unfreiwillige AB-Sein bestimmten Wesensmerkmalen zugrunde liegt, welche wiederum je nach Individuum ganz unterschiedliche Ursachen haben können. Da diese oft unter der Ebene des Bewusstseins liegen und nur schwer zu ergründen sind, sehe ich das Thema also durchaus als komplex an.

    Allerdings dachte ich, dass sich einige AB's vielleicht zumindest teilweise in meinen Ausführungen wiedererkennen würden. Mir ist jedenfalls schon klar ein Freak unter den Freaks zu sein und dass bestimmte Ausführungen absurd erscheinen.

    Trotzdem macht es Sinn ein Thema mal von einer anderen Seite zu beleuchten, auch wenn es dabei nicht die Allgemeinheit anspricht.

    Ich halte es beispielsweise für gewagt, diese "Alle Mädchen sind Doof" Einstellung, welche in der Grundschule (und die Kindheit ist nun mal prägend) häufig auftaucht, als einfach gestrickt zu bezeichnen. Natürlich gibt es Jungs/Männer, die später in die homo- oder asexuelle Schiene geraten und Mädels gegenüber auch dann noch neutral oder reservert begegnen. Klammern wir diese Jungs mal bewusst aus. Jetzt kann man sich natürlich fragen, was diese Einstellung mit der zukünftigen Fähigkeit eine Partnerin zu finden, zu tun hat.

    Zunächst könnte man mal - je nachdem ob und wie stark man davon betroffen war - versuchen in sich zu gehen und zu ergründen, wie genau diese ablehnende Haltung gegenüber dem anderen Geschlecht zu stande kam. Bei mir zum Beispiel wurde damals auf spöttische Art und Weise von Erwachsenen und Mitschülern vorgehalten, dass ich auf dieses oder jenes Mädchen stehen würde. Also musste ich eine Art Abwehrhaltung entwickeln, welche ich bis heute beibehalten habe. Es ist ja nicht so, dass man die Mädchen zu diesem Zeitpunkt nicht mag, abgesehen davon, dass noch keine (starken) Verliebtheitsgefühle auftreten.

    Diese stellen sich ja bekanntlich erst später ein, wenn die biochemischen Prozesse im Körper einsetzen und man seine Meinung unter normalen Umständen bezüglich des anderen Geschlechts revidiert. Damit wäre auch meine nächste Frage beantwortet, warum man seine Haltung diesbezüglich ändert. Es gibt aber auch eine innere Barriere, welche man unbedingt überwinden muss, um später nicht unweigerlich auf die AB-Schiene zu geraten.

    Und ich glaube in diesem Punkt hat mich compichief falsch verstanden. Ich meine damit es kann gut möglich oder sogar wahrscheinlich sein, dass man mit Einsetzen der Pubertät automatisch seine Meinung bezüglich Frauen ändert und sich auch Verliebtheitsgefühle einstellen. Die Barriere von der ich sprach bezog sich eher auf die Unfähigkeit, diese Gefühle nach aussen hin zu tragen, diese sich selbst und vor allem der Umwelt gegenüber eingestehen zu können. Ist dies nicht möglich, dann wirkt man weiterhin asexuell und kindlich und ein Dauerzustand als AB ist quasi vorprogrammiert.

    Möchte man diesen Zustand beenden, dann muss man sich erst einmal von diesem Gefühl lösen, man könne und dürfe sich nur asexuell verhalten und dass es sozusagen Pflicht sei, da einem sexuelle Gefühle nicht zustehen würden. Man muss dazu das Gefühl der Scham und Peinlichkeit verlieren, sobald das Thema Partnerschaft und Sexualität zur Sprache kommt. Genauso wie man sich von dem Gefühl befreien muss, dass man schlecht und wertlos sei. Beiden Gefühlen liegt nämlich eine Ursache zugrunde: Ein schwaches Selbstwertgefühl.

    Also ist es naheliegend, dass das von mir geschilderte Symptom, welches mit der AB Problematik zu tun hat, durchaus auch mit den von Gravity beschriebenen Problemen wie schlechtes Selbstbewusstsein, soziale Phobie und dadurch entstandenes Mobbing zusammenhängen. Ich glaube mangelndes Selbstbewusstsein ist sozusagen ein Dreh- und Angelpunkt der ganzen Problematik.

    Abschliessend will ich noch hinzufügen, dass ich mein AB-Dasein weniger als Problem, sondern viel mehr als persönlichen Status ansehe. Und es ist für mich auch keine Ursache, sondern eine logische Konsequenz aus anderen für mich typischen Verhaltensweisen.

    Im Gegensatz zu Dirac und vielen anderen AB's bin ich allerdings froh, wenn sich mir die Gelegenheit bietet meinen AB-Status anderen Menschen mitzuteilen, falls ich danach gefragt werde ob ich Single bin oder nicht. Compichief und Dirac haben diese Möglichkeit schon angesprochen und dass es bei ihnen genau anders ist. Aber auf sie trifft ja auch meine oben genannte Schilderung nicht wirklich zu.
     
  • Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    27 Juni 2006
    #90
    Mangelndes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl sind ein universales Problem; das betrifft nicht nur ABs, sondern auch alle anderen. Die Foren auf dieser Seite sind voll davon. Außerdem finde ich, dass man nicht nur mit vollem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl eine Beziehung finden kann - auch wenn es die Sache wohl erleichtert.
    Ich denke, ein weiterer wichtiger Faktor ist das Selbstbild, als das Bild was man von sich selbst hat. Und auch das Weltbild, die Sicht, die man von der Welt hat. Diese Bilder können ebenfalls gut oder schlecht für ein angestrebtes Ziel sein.

    Was die ablehnende Haltung gegenüber Mädchen betrifft. Falls das ein Problem sein sollte und man es erkannt hat, was hindert den Menschen dann noch es zu ändern? Es ist ein Weltbild, dass kann gut oder schlecht sein, je nach dem, wozu es gedacht ist. Wenn es heute nicht mehr passt, warum sollte man es dann nicht ändern?
    Ich habe 2001 ein neues Selbst- und Weltbild aufgebaut, da sich die alten Bilder als so falsch herausstellten, dass ich mit ihnen einfach nicht mehr leben konnte. Auch danach habe ich noch so manche alten Bilder in mit entdeckt, die ich darauf hin ebenfalls umgestaltet habe, damit sie mir ermöglichten besser mit der Welt zurecht zu kommen.
    Darin sehe ich auch den Sinn von Selbst- und Weltbild. Sie dienen dazu, besser mit der Welt zurecht zu kommen. Sind diese Bilder verfälscht oder grundlegend Falsch, dann kann es sehr dramatische Folgen haben.
     
  • Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    Single
    27 Juni 2006
    #91
    Ich denke, das ist bei den wenigsten der Fall. Ich wußte z.B., daß mein Freund vor mir keine Freundin hatte (oder war mir zumindest ziemlich sicher, weil ich ihn schon lange kannte bzw. auch viele Leute kannte, die ihn schon seit der Kindheit kannten und mitbekommen hatten, daß er nie eine Freundin hatte). Und ich muß zugeben, ich fand das schon irgendwie interessant, weil ich immer dachte, bei seinem Aussehen (und da er auch sonst - plakativ gesagt - weder dumm noch häßlich noch arbeitslos oder sonst "uncool" gewesen wäre) hätte er doch bestimmt massenhaft Frauen haben können.

    Aber er selbst hat das bestimmt nicht bewußt nach außen getragen! Es war auch eher so, daß die meisten wußten, er hatte noch nie eine Freundin, also zumindest was "Festeres", weil man ihn eben nie mit Freundin gesehen hatte, daß es aber auch wirklich niemand so GANZ genau wußte, ob da nicht doch irgendwann mal was mit Frauen war bei ihm. Und das war ihm auch ganz recht so, er hat sich über das Thema immer ziemlich bedeckt gehalten, aber eben versucht, es so aussehen zu lassen, als hätte er nur "gerade, zu Zeit mal" keine Freundin. Toll fand er dieses "Versteckspiel" (z.B. auch in Männergesprächen wissend mitlachen, wenn es um Sex ging...) absolut nicht, genauso wenig wie das Gefühl, daß die Arbeitskollegen wohl dachten, er sei schwul *g*, weil man ihn eben nie mit Freundin gesehen hat und er auch nicht von Frauen erzählt hat.

    Nein, ich glaube, die allermeisten ABs "kultivieren" das nicht in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, sondern versuchen es eher zu vertuschen und "normal" zu erscheinen.

    Eine Ausnahme sind für mich diese merkwürdigen AB-Foren. DA gibt es dieses regelrecht elitäre Gehabe, die "Kultivation des Andersseins", das ganze immer wieder kombiniert mit Komlexen und Selbstmitleid. Wobei ich auch nicht glaube, daß diese Menschen in ihrem Umfeld genauso auftreten wie in diesen Foren, ich kann es mir zumindest nicht vorstellen.

    Sternschnuppe
     
  • Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    27 Juni 2006
    #92
    Stimmt, ich häng das am liebsten auch nicht an die große Glocke. Ich scheue zwar nicht zu sagen, dass ich noch nie eine Freundin hatte, aber auch nur, wenn ich mein Gegenüber ein wenig kenne und glaube, dass ich es da erzählen kann.

    Viel zu oft wird man ja auch einfach für blöd verkauft. Da werden dann Scherze gemacht, als wenn man so gar keine Ahnung von nichts hätte. Da sagt man natürlich lieber nichts und spielt im Vorfeld lieber mit um solche Dinge zuvermeiden.

    Mir gefällt der Gedanke auch besser, wenn andere im unklaren sind.
     
  • Maxx
    Sehr bekannt hier
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    Single
    27 Juni 2006
    #93
    Absolut richtig, mangelndes Selbstbewusstsein problematisiert auch viele andere Kategorien des Lebens. Ich wollte damit nur sagen, dass es eines der zentralen Probleme ist, die das AB-Dasein ausmachen.

    Da geb ich dir auch recht. Ich kenne jemanden der kein Selbstbewusstsein und ein total negatives Weltbild hat und dennoch in einer festen Beziehung lebt. Bei Frauen scheint das übrigens öfter der Fall zu sein als bei Männern.

    Das stimmt. Nur ist es doch so, dass ein schlechtes Selbstbild mit einem schlechten Selbstbewusstsein oder wenig Selbstwertgefühl zusammenhängt. Das hat dann auch in vielen Fällen Auswirkungen auf das Weltbild, wenn diese Einstellung nach aussen getragen wird. Denn wenn man offen zeigt, dass man mit sich selbst nicht klar kommt, dann fällt es auch anderen schwer mit einem klar zu kommen. Im schlimmsten Fall entwickeln sich daraus Mobbing-Geschichten, soziale Phobie und eine ablehnende Haltung der Welt gegenüber. Ein Selbstläufer wie du es schon beschrieben hast

    In meinem beschriebenen Beispiel ging es weniger um die Ablehnung oder gar um den Hass Frauen gegenüber, sondern um die Unfähigkeit sich der Umwelt als Mensch mit sexuellen Bedürfnissen zu zeigen. Dass man sich bewusst asexuell verhält, weil es einem eher peinlich ist, wenn man mit dem Thema Sexualität in Verbindung gebracht wird. Nun mögen vielleicht tatsächlich viele AB's dieses Problem nicht in dieser ausgeprägten Form haben, aber dass eine Mehrheit davon tendenziell ihrer Umwelt gegenüber eher asexuell auftritt, kann ich mir schon gut vorstellen.

    Sein Weltbild und Selbstbild zu verändern ist wieder eine andere komplexe Angelegenheit, welche sich als sehr schwierig bis unmöglich gestaltet, wenn eine negative Einstellung über Jahre verinnerlicht wurde. Demnach habe ich Achtung davor, wenn es jemand trotzdem schafft.
     
  • Dirac
    Dirac (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    28 Juni 2006
    #94
    Das ist bei mir genauso, zumindest war es während beinahe der ganzen Schulzeit so. :schuechte Erst gegen Ende wurde es besser, aber da hatte ja schon jeder seinen Freundeskreis und keiner Interesse daran, mich näher kennenzulernen. Jetzt an der Uni hab ich Freunde gefunden, aber das ändert nichts an meinem Beziehungsstatus, denn ich kann einfach immer noch nicht Frauen ansprechen. Hab ja immer vor Augen geführt bekommen "Dich kann eh niemand leiden". Hinzu kommt noch, dass ich während der Schulzeit auch mal in eine Mitschülerin verliebt war und den Fehler gemacht habe, ihr das zu gestehen-was sie dazu genutzt hat, mich vor der ganzen Klasse zu verarschen und lächerlich zu machen. Auch wenn ich natürlich nicht mehr direkt Angst habe, das mir sowas nochmal passieren könnte, so ist das nun mal kein Erlebnis, das irgendwie Mut macht. Wenn dann noch mein (aus meiner Sicht) ziemlich beschissenes Aussehen hinzukommt, dann ist für mich eben relativ klar, dass irgendein Versuch eh aussichtslos wäre und ich mir die Peinlichkeit lieber ersparen sollte.

    Was soll das denn heißen?? :ratlos:
     
  • Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    28 Juni 2006
    #95
    Kann ich mir auch vorstellen. Ich bin selbst auch nicht weit weg davon. Ich bezeichne mich auch zum Teil als asexuell. Das aber eher aus meinem wenig ausgeprägten "Sexdrive". Ich steh einfach nicht so unter Strom, als dass es dauernd "drückt".
    Aber auch mein Verhalten gegenüber Frauen ist eher asexueller Natur. Das hat aber wieder nichts mit meinem geringen Druck zu tun, sondern liegt wieder mehr daran, dass ich nicht weiß, wie sexuell ich gegenüber jemanden sein darf. Ich hatte bereits erwähnt, dass ich keine Ahnung habe, wie weit ich bei Frauen gehen darf und zusätzlich Angst habe, dass jeder Schritt sofort viel zu weit geht, sie schreiend wegrennt und alles für immer vorbei ist.
    Dabei zählt für mich schon jede Art von Berührungen. Sowohl die willig herbei geführten wie Umarmungen, als auch die unbewussten, wenn man auf einer engen Couch sitzt. Vermutlich spielen da noch meine alten Selbst- und Weltbilder rein.
    Ich lass mich gerne von "iih"s und "bäh"s verunsichern, wenn die Mädels mal einen Bauch im Fernsehen sehen. Oder wenn sie erzählen, dass ein Typ sie irgendwie berührt hat.

    Wenns dann um den aktiven Part mit Ansprechen geht, kann ich mich ja noch damit anfreunden. Ansprechen ist okay - das hat nichts mit berührungen zu tun. Aber wenns dann weiter gehen soll, mit sich Näher kommen, da fängst dann an ein Problem zu werden. Auf dieses Weise wird man jedenfalls gern ein guter Kumpel - mehr aber auch nicht. Soviel weiß ich.
    Ich hatte aber auch schon mal den Fall, dass ich sofort auf verliebtheit gestoßen bin und sie von anfang an in mich verknallt war. Da ist es dann daran gescheitert, dass ich mich einfach nicht getraut habe sie zu küssen. Wieder aus der Angst heraus, dass es zuviel auf einmal ist oder ein Schritt zu weit geht.
     
  • User 9402
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    28 Juni 2006
    #96
    Stimmt. Ich würde sowas nie kultivieren. Damit würde man sich
    komplett lächerlich machen vor den anderen. Nur sehr wenige
    Wissen wie es mir wirklich geht. Vor den anderen wird halt
    "gespielt". Immer entsprechend schwammige Antworten, so daß
    man nie mit der Wahrheit rausrücken muss.
     
  • Maxx
    Sehr bekannt hier
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    198
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    Single
    29 Juni 2006
    #97
    Ich finde interessant, dass viele AB's genauso darüber denken. Ich für meinen Teil würde auch nicht behaupten, dass ich es kultiviere und beispielsweise in einem T-Shirt mit dem Aufdruck "Ich bin AB und finde es geil" durch die Gegend stolziere.

    Aber als typischer Psycho-Freak macht man sich schon bei ganz anderen Gelegenheiten unweigerlich lächerlich und wenn ich ab und wann danach gefragt werde, ob ich eine Freundin hätte, könnte ich mich eigentlich auch geehrt fühlen, dass man mir aufgrund dieser Fragestellung überhaupt eine Freundin zutraut.

    Abgesehen davon empfinde ich immer eine Erleichterung, wenn ich von anderen Menschen mit dieser Frage konfrontiert werde und ich diese mit "nein" beantworten kann. Wenn ich Glück habe und mich entsprechend anstelle, kommt noch ein Nachtrag, ob ich denn schon mal eine gehabt hätte, was ich dann ebenfalls wohltuend mit "nein" beantworte. So bewahre ich mein Gesicht und komme mir nicht wie ein Selbstdarsteller vor, der von sich aus darauf hinweist, dass er AB ist.

    Jetzt fragt ihr euch wie dieses Verhalten zu erklären ist? Ganz einfach, ich finde den Gedanken, dass andere Leute sich mich beim poppen vorstellen oder daran denken, dass ich es schon mal getan habe, einfach schauderhaft und peinlich.

    Kann das irgendjemand nachvollziehen oder gibt es jemand hier dem es genauso ergeht?
     
  • einsamerkerl
    Verbringt hier viel Zeit
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    86
    0
    Single
    29 Juni 2006
    #98
    *absolut zustimm*
     
  • Sovereign
    Verbringt hier viel Zeit
    230
    101
    0
    nicht angegeben
    29 Juni 2006
    #99
    Moin,

    erstaunlich, wie sich der Thread gewandelt hat...

    Als Verlierer (wer kühl wirken will, sollte darauf achten, daß er richtig schreiben kann) würde ich mich nicht bezeichnen. Verlieren kann man nur, wenn man sich ein Ziel setzt, dieses verfehlt und dann deprimiert aufgibt und jedem sein Leid klagt. Tue ich nicht. Wenn ich keine Chance sehe, heißt das nie und nimmer, daß ich deswegen im übrigen Leben auch keine mehr sehe.

    Outen... klingt ja schön modern, aber womit oute ich mich eigentlich, wenn ich sage, daß ich noch keine Beziehung gehabt habe? Entspreche ich damit den gängigen Statistiken nicht mehr? Haben Statistiken zwingende Aussagekraft? Bin ich dann abnormal?

    Wie ich sehe, teilen sich die sogenannten ABs in zwei Gruppen auf, jene, die sich selbst bemitleiden und/oder andere mit einem Schild darauf aufmerksam machen wollen (eine unwürdige Art, das Leben zu führen, wie ich meine, DAS sind die wahren Verlierer!) und jene, die sich damit abgefunden haben und dennoch versuchen, das Beste daraus zu machen.

    Der Randerscheinung derer, die damit auch noch angeben, stolz sind, so zu sein, und in meinen Augen ein zu großes Bedürfnis haben aufzufallen (sehr lachhaft!), möchte ich jeglichen Kommentar verweigern.

    Gruß

    Sovereign
     
  • Maxx
    Sehr bekannt hier
    1.381
    198
    636
    Single
    29 Juni 2006
    #100
    Ich finde es etwas hart und anmaßend die Randgruppenkategorie in Verlierer oder Nicht-Verlierer einzuteilen. Wer kann schon sagen wer, wann und warum ein Verlierer ist, bzw. was richtig oder falsch ist? Sich selbst als Verlierer zu betiteln ist eine Sache, aber eine ganz andere ist es, wenn man eine solche Bezeichnung auf einzelne Personen mit einer sonderbaren Einstellung innerhalb einer eh schon als seltsam geltenden Randgruppe loslässt.

    Niemand ist dafür verantwortlich wie er fühlt oder weil er glaubt dieses oder jenes tun zu müssen. Verantwortlich ist man dafür wie man handelt und auch das Verhalten wird maßgeblich von Gefühlen beeinflusst. Man wird seine Gründe haben warum man so denkt oder fühlt und handelt, auch wenn diese Gründe von Außen betrachtet absonderlich erscheinen mögen und nicht ergründet werden können.

    Wenn jemand glaubt er müsse seinen Jungfrau/Jungmann Status öffentlich breittreten, demonstrieren oder in einen AB-Club beitreten usw., dann soll er das bitte tun. Mir persönlich - und ich kann nur für mich sprechen - wäre das zu affig. Einfach aus dem Grund weil ich nicht auffallen möchte, zumindest nicht auf eine solche selbstdarstellerische Art und Weise.

    Aber es ist fast unausweichlich als Freak in meiner oder mir ähnlichen Position mit meinen Eigenarten aufzufallen. Je nachdem ist dann die logische Konsequenz, dass man entweder AB ist oder dafür gehalten wird, ohne dass dies erwähnt werden muss. Neben den anderen Auffälligkeiten erscheint dies wie eine unbedeutende Nebensache und da muss man nicht durch solche Aktionen nachhelfen und sich dadurch noch zusätzlich zum Außenseiter hochstilisieren.

    Dennoch bin ich froh, wenn sich mir die Gelegenheit bietet meinen „sonderbaren“ Status ganz unauffällig mitteilen zu können, nämlich dann wenn ich schlicht und einfach danach gefragt werde. Die Gründe dafür habe ich ja schon erläutert.

    Nichts liegt mir ferner, aber ich könnte an dieser Stelle auch behaupten, dass Anhänger jener Fraktion lachhaft sind, welche mit nicht vorhandenen Erlebnissen prahlen oder die sich verstellen und deshalb verkrampft wirken, wenn sie sich unter anderen Menschen befinden und sich fürchten man könnte ihren AB-Status erkennen oder man könnte in ihrer Gegenwart über dieses heikle Thema diskutieren.

    Ich fände es jedenfalls unangebracht diese Leute als Verlierer zu bezeichnen, bloß weil sich ihr Verhalten und ihre Einstellung einer Sache gegenüber mir nicht erschließt. Lieber versuche ich dennoch zu verstehen, warum diese Menschen so denken, anstatt sie vorschnell zu verurteilen.

    Davon abgesehen glaube ich, dass man damit eher Größe zeigt, wenn man offen zu seiner Unerfahrenheit steht. Selbst wenn sie eine Minderheit darstellen sollten, gibt es sowohl Männer als auch Frauen, die sich von so viel Ehrlichkeit beeindruckt zeigen, mal ungeachtet dessen welchen Motiven dieses Geständnis vorausgeht.
     

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