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  • biker-luder
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    vergeben und glücklich
    14 Dezember 2006
    #1

    An die Profis: Fettverbrennungspuls: Wahrheit oder Legende?

    Hallo liebe Sportler,

    wie siehts bei Euch aus, was haltet ihr vom sogenannten Fettverbrennungspuls?

    In den meisten (auch scheinbar hoch modernen) Fitnessstudios als einizige Wahrheit angepriesen, von vielen als absoluter Quatsch verachtet. Was stimmt denn nun?

    Hier mal ein Link dazu:
    http://diaet.abnehmen-forum.com/rli...thema/sportundernaehrung/fettverbrennung.html

    Ich finde es schon sehr logisch, daß ich letztendlich die meisten Pfunde verliere wenn ich eine negative Energiebilanz vorweise.
    Aber irgendwie auch verständlich, daß ab einem gewissem Puls das Training nicht effektiv ist, weil man schon nach 10Minuten halbtot vom Crosstrainer klappt, oder?

    Nach was trainiert ihr, wenn ihr das Ziel habt Fett zu verbrennen?
     
  • weltenbummler81
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    nicht angegeben
    14 Dezember 2006
    #2
    Meines Wissens nach ist es so, dass im Bereich von ca 60-80% des Maximalpulses die Fettverbrennung optimal ist. Es erscheint ja auch logisch, dass die Fettverbrennung besser ist, wenn man sich etwas weniger anstrengt, denn die Körperfette sind schwieriger verfügbar als die leicht verfügbaren Kohlehydratspeicher des Organsimus. Und je höher die Anstrengung (>80%) desto schneller muss die Energie zur Verfügung stehen und dann würde der Körper immer auf die Kohlenhydrate zurück greifen.

    Was definitiv Quatsch ist, ist die Altersformel zur Errechnung des Trainingpulses, da hier die individuelle Verfassung und der Trainingszustand des Trainierenden keinerlei Einfluß findet. Ergo: Beim Sportarzt oder im Studio den max. Puls ermitteln lassen und daran dann orientieren.


    Gruß
     
  • strahlemann
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    14 Dezember 2006
    #3
    Man sollte nicht trainieren, um Fett abzubauen, sondern um den Körper zu trainieren. Der Fettabbau kommt dann von ganz alleine (angemessene Ernährung vorausgesetzt, das wird aber sicher jeden klar sein). Und wie erst in diesem Jahr in einer Studie mal wieder festgestellt wurde, ist Krafttraining der effizienteste Fettkiller. Also nix mit Fettverbrennungspuls :zwinker:
     
  • biker-luder
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    14 Dezember 2006
    #4
    Ja, schon klar, aber wenn man als Frau schlicht und einfach 5 Kilo Fett pro Oberschenkel zu viel drauf hat kommt man um eine Kombination Ausdauer + Krafttraining wohl nicht herum.

    Deshalb ja auch meine Frage: viele namenhafte Fitnessstudios haben sich Fettverbennungspuls ganz groß auf ihre Fahnen geschrieben, obwohl man überall was anderes hört und liest. Bekommen die irgendwie Provision von den Cardiogeräteherstellern? :grin:
     
  • User 22419
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    14 Dezember 2006
    #5
    Letztendlich ist zwar die negative Energiebilanz entscheidend, aber ganz so einfach ist es halt leider nicht immer.
    Bei zu hohem Puls (über der anaeroben Schwelle) häuft sich Laktat an, was die Fettverbrennung auch dann bremst, wenn man die Belastung wieder reduziert - ganz abgesehen davon, dass Übersäuerung meist recht schnell zum Abbruch der Aktivität führt, weil eben nichts mehr geht.
    Wenn bei hohem Puls anteilig eine große Menge Kohlenhydrate verbrannt werden, sind die Speicher schneller erschöpft und die Leistung muss ebenfalls abgebrochen werden. Unterm Strich kannst du also im "Fettverbrennungsbereich" länger Sport treiben, also insgesamt mehr Energie verbrauchen.
    Andereseits: das meiste Fett wird langfristig eh nicht während, sondern zwischen den Trainingseinheiten verbrannt. Hier gilt dann: je länger oder je härter die Belastung, umso größer dieser sogenannte "Nachbrenneffekt". Dazu kommt bei regelmäßigem Training die Steigerung des Grundumsatzes: Und da ist, wie strahlemann schon gesagt hat, Krafttraining ein absolutes Wundermittel.
    In Ruhe steht den Muskeln soviel Sauerstoff zur Verfügung, dass sie ihre Energie fast vollständig aus Fettsäuren gewinnen können. Und das nutzt man eben am besten, in dem die Muskeln trainiert und nicht nur die Pumpe.
     
  • Raptor1983
    Raptor1983 (35)
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    14 Dezember 2006
    #6
    Amen:zwinker:

    Genau so sieht's aus....
     
  • weltenbummler81
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    nicht angegeben
    14 Dezember 2006
    #7
    @MissMarple:

    Ungefähr so wollte ich es auch ausgedrückt haben, nur lies die frühe Stunde meines Postings das wohl noch nicht ganz zu.
    Dem ist aber nichts mehr hinzuzufügen!
     
  • User 22419
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    14 Dezember 2006
    #8
    Off-Topic:
    Wollte dich auch bestimmt nicht korrigieren, nur ergänzen :smile:
    Auf Prozentangaben und Maximalpuls Blabla hab ich bewusst verzichtet, weil ich das für die Mehrheit der Hobbysportler überflüssig finde :schuechte_alt:
     
  • emotion
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    14 Dezember 2006
    #9
    Vieles ist Legende.
    Erstmal, wie bestimmt man den Maximalpuls, von dem aus man t.B. 70 % trainieren sollte (laut der Empfehlungen der Fettverbrenntheoretiker?
    220 minus Lebensalter?
    Ist ne Formel, die auf sehr viele überhaupt nicht zutrifft.
    Ist total unzuverlässig.

    So ordnen sogar einige Ärzte Ihre Patienten ein, oder werden in medizinischen Test und Untersuchungen mit Auswahlverfahren oftmals Leute mit höherem Puls aussortiert :kopfschue

    Fettverbrennungspuls:
    Wenn einer bei 70 % Herzfrequenz max. Fahrrad fährt, hat er bei geringer Intensität eine recht hohe Fettverbrennung.
    Wenn einer bei 85 % Herzfrequenz max. Fahrrad fährt, hat er nicht weniger Fettverbrennung, als der mit 70 %.
    Wo bitte soll denn sonst die Energie bei ihm herkommen?
    Vielmehr geht es um die gesmate Ausdauerleistung, den gesamten Energieumsatz, also, dass man ausreichend lang trainiert.

    Hier ist ja nun klar, dass Anfänger lieber nicht in hohen Intensitäten trainieren sollten, damit sie auch lang genug trainieren können.

    Es ist also so, dass jemand bei 70 % von der Herzfrequenz max. prozentual! viel Fett verbrennt (bezogen nur auf die Herzfrequenz!!), als ein bei 85 % trainierender.
    Dennoch verbrennt der bei 85 % trainierende mehr Fett, weil er einen viel höheren (gesamt)Energieumsatz hat.
    Er verbrennt auch Fett.

    Das heißt, man kann gemütlich trainierend signifikant Fett abbauen!
    Aber das heißt auch, dass wenn man intensiver trainiert (sofern man das schon kann und es sinnvoll ist), man zwar prozentual (bezogen auf die Herzfrequenz!! ) nicht so optimal Fett verbrennt, aber dennoch mehr, als ein bei 70 % trainierender! (Bei gleicher Trainingszeit).
     
  • Raptor1983
    Raptor1983 (35)
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    14 Dezember 2006
    #10
    FALSCH!!

    Wenn Du mit 85% deiner maximalen Leistungsfähigkeit trainierst befindest Du Dich IMMER in der Suerstoffschuld!!
    Da ist nurnoch Glycogenolyse angesagt, mit Glyconeogenese ist da nix mehr! Bist im anaeroben Bereich, und zwar nicht zu knapp.
    Verbrennst während der Belastung nahezu ausschließlich Glucose.
    In der Erholungsphase sieht das anders aus, da geb ich Dir Recht.
    Davon abgesehen bezweifle ich mal, dass es hier auch nur einen "Hobbysportler" giebt (Profis ausgenommen) der es schafft85% seiner Max-Leistung über mehr als 15Min beizubehalten.
    Und 15 Min sind selbst bei sehr gut trainierten Leuten das Minimum an Zeit, welche der Körper für die Glyconeogenese (Umwandlung Fett --> Glucose) benötigt.

    Also nicht selber irgendwelche "Formeln" und Rechnungen ausdenken. Dieses Gebiet ist sehr gut erforscht.

    Liebe Grüße

    Raptor
     
  • Reliant
    Reliant (36)
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    14 Dezember 2006
    #11
    ist beides mythos und wahrheit.

    wahrheit ist das beim fettverbrennungspuls die energie hauptsächlich aus fett gewonnen wird.

    mythos ist das man dadurch abnimmt.

    wenn man gleichviel auf nem höheren puls trainiert und danach nicht gleich was isst brennt der körper energie aus den fettzellen nach.
     
  • strahlemann
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    14 Dezember 2006
    #12
    Wenn ich den Aufzeichnungen meiner Polaruhr trauen darf, möchte ich Dir widersprechen :zwinker:
    Aber nur mit Aufwärmen, bei einem Kaltstart sieht die Sache sicher anders aus...
     
  • User 22419
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    14 Dezember 2006
    #13
    Off-Topic:
    Jepp. Ich halte die 85% (im Schnitt, geringe Abweichungen gibts natürlich) auch über 2 Stunden. Allerdings kann man mich danach den Hasen geben :zwinker:
     
  • emotion
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    14 Dezember 2006
    #14
    Ich halte die 85 % auch über 2 Stunden.

    Langt das? :flennen:

    Übrigens hab ich die Zahl selbst jetzt eigentlich nur als wahlloses Beispiel hergenommen.
    80 %, damit wärest du aber einverstanden, oder?
    Die halte ich 3 Stunden (je nach Sportart auch länger).
    Langt das, um abzunehmen? :kopfschue

    Es kommt ja auf die Sportart und die Ziele an.
    Will ich schnell werden, oder schlank.
    Wenn ich nur schlank werden will, laufe ich halt bis zu 75 % Herzfrequenz max. .
    Will ich schnell werden (z.B. Laufen), trainiert man laut einschlägigen, gängigen Empfehlungen auch hauptsächlich bei 70 - 75 % Herzfrequenz max.
    Und kleiner 10 % (des Wochenumfangs) läuft man schneller.
    Nur es gibt auch Läufer, die sich nicht nach diesen Ratschlägen richten, und einfach laufen, wie sie wollen (ich z.B. ).
    Das ist sicher nicht optimal (um das beste rauszuholen), geht aber auch.
    So laufe ich selten unter 80 % Herzfrequenz max. ...
     
  • User 22419
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    14 Dezember 2006
    #15
    Off-Topic:
    Und ich nur selten drüber :zwinker: Und ich bin trotzdem schnell geworden. Aber wir kommen immer mehr vom eigentlichen Thema ab...
     
  • emotion
    Verbringt hier viel Zeit
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    14 Dezember 2006
    #16
    Deswegen ja auch im Laufsport die Empfehlung (und das Credo der meisten Trainingspläne), über 90 % des wöchentlichen Umfanges mit höchstens ca. 75 % Herzfrequenz max. zu laufen. :smile:
     

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