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  • User 67771
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    2 Oktober 2010
    #1

    Anti-Atom und Öko-Strom? Oder: Vegetarier beim Metzger

    Die politischen Ereignisse der letzten Wochen haben ja landesweit zu einem neuen Aufflammen der Anti-Atombewegung geführt und auch hier im Forum wird ja an mancher Stelle heiß diskutiert.
    Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung lehnt Atomkraft ab:
    Mehrheit gegen längere Laufzeiten von Atomkraftwerken - ZDF.de

    Umso überraschender ist folgender Artikel in der taz:
    Öko sein, aber Atomstrom beziehen: Vegetarier beim Metzger - taz.de

    Wie sieht es also bei euch aus? Befürwortet ihr die Atomkraft und haltet demnach sowieso nichts von Öko-Strom?
    Seid ihr Kernkraftgegner und bezieht schon längst "grünen" Strom aus der Steckdose?
    Oder aber gehört ihr zu der im Artikel genannten breiten Masse, die Kernkraftwerke ablehnt, aber dennoch fröhlich Strom bezieht, der aus diesen gewonnen wird? Was hat euch bisher von einem Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter abgehalten?
     
  • BABY_TARZAN_90
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    2 Oktober 2010
    #2
    Bei uns kann man Ökostrom virtuell beziehen. Man zahlt dann etwas mehr, weil die Produktion (noch) teurer ist. Der Strom kommt dann natürlich von irgendwo, denn ein eigenes Netz für Ökostrom aufbauen wäre ökologisch sinnloser Verschleiss. Zum Ausgleich bekommen dann auch die andern einen kleinen Anteil Ökostrom.

    Ob Atomkraftgegner ihren Atomstrom "fröhlich" beziehen oder nicht? Interessante Frage. Hauptsache: sie sparen Strom; denn auf die Art der Stromproduktion dürfen sie ja offenbar nicht Einfluss nehmen.

    Off-Topic:
    P.S. Wenn du einen Vegetarier beim Metzger antriffst, dann hat er wahrscheinlich einen Hund :grin:
     
  • User 15875
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    2 Oktober 2010
    #3
    Wenn hier mit Ökostrom der Strom aus regenerativen Engergien gemeint ist, dann ist es durchaus auch Sache die ich befürworte. Allerdings muss man einfach einsehen, dass viele dieser Stromgewinnungsmethoden von topographischen, klimatischen und geographischen Bedingungen abhängen. Ob nun durch deutsche Unternehmen aufgestellte Solaranlagen in Spanien für die deutsche Solarstromerzeugung aus logistischer Sicht sinnvoll sind, kann ich nicht beurteilen.

    Was Atomstrom angeht so sehe ich diesen aus "ökologischer" Sicht wesentlich risikoärmer als die Kohlekraftwerke was die Emissionen angeht. Das (End)lagerungsproblem der verbrauchten Brennstäbe und des anderen kontaminierten Materials blieb auch im Falle das Atomausstiegs, denn beim Rückbau der Anlagen fällt ja noch mal ne ganze Menge mehr an als nur Brennstäbe. Also das gesundheitliche Risiko der Strahlung wird durch einen Atomausstieg nicht sinken.

    De Fakto fließt durch die Stromleitungen ja eh ein "Mix" aus allen Stromarten, also bekommt mein Nachbar der seinen Vertrag mit einem Ökostromanbieter hat nichts anderes aus der Steckdose als ich, der ganz normal mit RWE unter Vertrag steht. Der einzige Unterschied besteht darin wer wem sein Geld gibt.
     
  • User 44981
    User 44981 (31)
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    2 Oktober 2010
    #4
    Da ich nicht für ein sofortiges Ende der Atomkraft bin und es durchaus sinnvoll finde, an dieser Technologie noch ein wenig festzuhalten, habe ich auch kein Problem damit, Atomstrom zu beziehen.

    Aber leider bietet deine Umfrage keine sinnvolle Antwortmöglichkeit für mich. Das polemische "Ich bin für eine strahlende Zukunft. Wer braucht schon Öko-Strom?" hättest du dir sparen können.
     
  • Riot
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    2 Oktober 2010
    #5
    Wir hatten bis vor einer Woche Strom und Gas von Lichtblick, können es uns aber nun einfach nicht mehr leisten. Allerdings haben wir darauf geachtet, dass beim neuen Anbieter kein Atomstrom geliefert wird - ob das tatsächlich stimmt, weiß ich natürlich nicht, die können ja viel erzählen.
    Mir ist nicht wohl bei der ganzen Sache und hätte ich das Geld, hätte ich auch nicht gewechselt. In der nächsten Wohnung achten wir auf jeden Fall darauf, dass sie so günstig ist, dass wir wieder zu Lichtblick o.ä. wechseln können (ich bin auch u.a. deshalb wieder ständig auf Wohnungssuche).
     
  • MsThreepwood
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    2 Oktober 2010
    #6
    Ich habe bisher keine fundierte Meinung zu dem ganzen Atom-Strom-Gedöns, beziehe aber dennoch Öko-Strom. War am günstigsten und die Leute von dem Anbieter waren sehr kompetent und hilfsbereit.
     
  • User 18889
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    2 Oktober 2010
    #7
    Ich gehe stark davon aus, dass wir Strom aus Atomkraftwerken beziehen (größter regionaler Anbieter). Mir egal, solange es möglichst billig ist und die Versorgung stabil.

    Von Ökokram halte ich eh nix, also auch beim Strom nicht.
     
  • steamy
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    2 Oktober 2010
    #8
    Ja habt ihr denn nicht darauf geachtet, dass bei euch eine Stromweiche bzw. ein Stromfilter am Hausanschluss installiert wird, damit auch nur der reine Ökostrom durchkommt?
     
  • Riot
    Gast
    0
    2 Oktober 2010
    #9
    Edit
     
  • User 67771
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    2 Oktober 2010
    #10
    :rolleyes:
    Musst du wieder stänkern?


    Dass der Strommix, der aus der Steckdose kommt, aus einem Energiemix besteht und sich physikalisch logischerweise nicht von dem unterscheidet, den der Nachbar, der seinen Strom von RWE bezieht, bekommt, der Begriff "Ökostrom" strenggenommen irreführend ist, sollte wohl klar sein.

    Worauf es aber ankommt ist, dass die Ökostrom-Anbieter 'ihren' Strom ausschließlich aus direkten Lieferverträgen mit Ökokraftwerken, die zu keinem der Atomkonzerne gehören, beziehen.
     
  • steamy
    steamy (31)
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    2 Oktober 2010
    #11
    Ach, Irreführung der Verbraucher... das dachte ich mir schon länger :confused:

    Bist Du wirklich ganz sicher, dass das jedem Verbraucher so sonnenklar ist wie Dir, dass trotz der Ökostrom-Bestellung weiterhin der Kohle-und Atomstrom aus der Steckdose kommt ?
     
  • User 67771
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    2 Oktober 2010
    #12
    Off-Topic:
    Deine Polemik kannst du dir hier sparen und mit zu deinen CDU-Parteitagen nehmen. :rolleyes:

    Ich gehe davon aus, dass man sich vor einem Wechsel darüber informiert. Für den interessierten User hier habe ich ja im Anfangspost auf einen Artikel verlinkt.
     
  • Subway
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    2 Oktober 2010
    #13
    Ich bin für die Weiterentwicklung von Atomenergie, deshalb ist es mir auch egal wo mein Strom herkommt, Hauptsache günstig.
     
  • User 38570
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    2 Oktober 2010
    #14
    Mir ist ziemlich egal, woher der Strom kommt - Hauptsache er ist einfach da, wenn ich ihn brauche. Und wenn es dafür Atomkraftwerke braucht, dann ist mir das auch recht.
     
  • donmartin
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    2 Oktober 2010
    #15
    Na ja, die "Verarsche" beim Metzger ist ja, dass ich als Vegetarier Unmengen an Wurst und Fleisch kaufen darf, damit ein Teil (Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Kurzfassung Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG)) dessen, was ich bezahlen muss, in die Förderung des benachbarten Tierschutzvereins und der Produktion von Sojaerzeugnisse fließen kann. Zusätzlich darf ich als Vegetarier mit einer "Wurststeuer" und "Sojasteuer" (Das Stromsteuergesetz (kurz: StromStG) ist ein deutsches Steuergesetz betreffend die Besteuerung des Stromverbrauchs. Das Gesamtaufkommen an Stromsteuer liegt bei 6,350 Mrd. € (2009). Die Stromsteuer gehört zu den so genannten Ökosteuern.Ca. 90 % der Einnahmen aus der Stromsteuer fließen in die Rentenkasse um die Lohnnebenkosten zu senken) die beim Kauf anfällt, unser Aller Auskommen zum Konsumieren zu sichern.

    Also ist es völlig legal, (und auch irrelevant, wo ich einkaufe) dass ich als Vegetarier und Tierschützer den Metzger um die Ecke unterstütze um meinen "Vegetaria Laden" am Leben zu erhalten.

    Und so stehe ich da, als vegetarischer Michel und werde gezwungen, beim Metzger zu bestellen, weil er der Einzige ist, der mir mit der Wurst auch die vegetarischen Dinge nach Hause liefert.
     
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  • simon1986
    simon1986 (32)
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    2 Oktober 2010
    #16
    Jetzt versteh ich den Thread Titel.... :ashamed:

    Ich muss mich vorläufig zufrieden geben damit dass ich VIRTUELLEN Ökostrom nutzen kann, denn ein besonderes Verteilnetz ist nicht sinnvoll. Es ist ein Anfang, der Anteil der Sonnen- und Windenergie wird zunehmen.

    Unser städtisches Werk ist übrigens vor Allem an Waserkraftwerken beteiligt und bezieht sehr wenig AKW-Strom.

    Die einzig wirklich saubere Energie ist und bleibt die gesparte Energie.

    Off-Topic:
    Mich erstaunt wie hier einzelne Diskussionsteilnehmer betonen, wie egal ihnen die ganze Umweltdiskussion ist. "Hauptsache ich bekomme was ich brauche, und zwar möglichst billig, alles Andere ist mir egal". :eek:

    Einige sparen hier wirklich Denk-Energie....
     
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  • steamy
    steamy (31)
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    3 Oktober 2010
    #17
    Ach soooo, der Herr geht davon aus.... :confused:
    Na, wie sagt ein Kommilitone immer so schön: "Postulieren kann jeder!"
    Nochmals meine Frage: Bist Du wirklich sicher, dass es jedem Verbraucher sonnenklar ist? Dass jeder, der freiwillig mehr für Ökostrom bezahlt überhaupt weiß, was ein Energiemix ist?
    Wenn wir schon Verbraucherschutzgesetze brauchen, weil der ach so mündige Verbraucher sich angeblich ja alleine nicht mehr schützen kann, dann ist aber aber in dieser Frage überraschenderweise absolut sachkundig?

    Aaaah, ja .....so so
     
  • Riot
    Gast
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    3 Oktober 2010
    #18
    Ich kann nur für Lichtblick sprechen, und dort war das sehr einfach und anschaulich erklärt, ja.
    Was willst du denn? Einfach nur mal wieder provozieren?
     
  • User 67771
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    vergeben und glücklich
    3 Oktober 2010
    #19
    Ich gehe davon aus, dass jeder Verbrauche lesen kann und beim Wechsel wird man von den Anbietern detailliert darüber informiert - was du natürlich nicht wissen kannst. :hmm:
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
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    3 Oktober 2010
    #20
    Auch wenn du nicht mich meinst, -"jedem Verbraucher sonnenklar" ist eine Hürde, die auf keinem Gebiet erreicht wird. Da gbe es für die Konsumenten noch Wichtigeres zu wissen als wie der Energiemix ist.

    Wir werden in einer besonderen Broschüre genau informiert, worum es geht. Schliesslich bezahlen wirfür unseren Strom mehr, das macht man nicht ohne gewisse Kenntnisse. Wer sich nicht informiert, wird beim billigeren Teil vom Energiemix bleiben.

    Off-Topic:
    Steamy weiss mehr als sie vordergründig zugibt. Aber sie argumentert nicht mit seinem Wissen, sondern mit dem uns angedichteten Unwissen.
     

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