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  • MsThreepwood
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    5 Oktober 2008
    #1

    Ausbildung im Gastronomiebereich und Überstunden

    Hallo liebe Community!

    Heute gehts mal nicht um mich, sondern um meine Freundin.

    Wie ein paar von euch wissen, macht sie zur Zeit eine Ausbildung zur Köchin und ist seit 1.10. im 2. Lehrjahr.

    Nun ist es so, dass sie -in meinen Augen- extrem viel arbeitet. Ich weiß, dass das in dem Bereich nicht unüblich ist, aber ich finde es grade zur Zeit einfach extrem.

    Sie zieht seit letztem Montag durch und hat frühestens am Donnerstag wieder frei. Das wär ja noch vertretbar. Aber sie fährt kurz nach 2 los, ist dreiviertel 3 auf Arbeit (also 14.45Uhr). Von da an ist sie bis mindestens 01.30Uhr da, in den letzten 10 Tagen aber immer bis 2Uhr. Das sind also 11 Stunden! Pause macht sie 15 Minuten zwischendurch, mehr Zeit ist nicht.
    Abgerechnet werden ihr nur 8 Stunden.

    Darf ein Azubi SO viel Überstunden machen ohne dass sie irgendwo aufgeschrieben werden? Ich hab hier mal irgendwo gelesen, dass das in der Gastronomie so üblich ist, stimmt das?

    Ich mach mir zur Zeit einfach nur extrem Sorgen um sie :geknickt:
     
  • Koyote
    Koyote (40)
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    5 Oktober 2008
    #2
    Ich kenne es so das in der Ausbildung (egal welche Branche) generell keine Überstunden vergütet werden.

    Viele seriöse Ausbildungbetriebe lassen die Azubis daher so wenig Überstunden wie möglich machen...es gibt aber durchaus Branchen wo Überstunden ohne extra Vergütung die Regel sind, der Gastro-Bereich gehört wohl eindeutig dazu.

    Gruß
     
  • Malin
    Malin (31)
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    6 Oktober 2008
    #3
    Gastronomie ist schon hart und ich zieh vor jedem den Hut, der da die Ausbildung durchhält. Ich hätte vermutlich nach paar Monaten schon ein Burn Out...
    In dem Hotel in dem ich gelegentlich aushelfe ist es völlig normal, dass man KEINE Pause macht. Nur die Raucher zwischendurch mal 5minuten ...
    Glaub nicht, dass man da was machen kann... Wenn man sich irgendwo beschwert ist man anschließend nur noch schlechter dran :mad:
     
  • Beastie
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    6 Oktober 2008
    #4
    das spuckt google aus:

    bei nichtvolljährigen sind überstunden VERBOTEN!
     
  • MsThreepwood
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    6 Oktober 2008
    #5
    Danke für eure Antworten. Madame ist schon volljährig (21 um genau zu sein).

    Also wenn ich das jetzt richtig verstanden hab, sind dauerhaft solche langen Tage (sind ja deutlich mehr als 48 stunden inzwischen) rechtlich nicht ganz in Ordnung, oder?
     
  • Beastie
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    6 Oktober 2008
    #6
    jau (text is zu kurz :tongue:)
     
  • MsThreepwood
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    6 Oktober 2008
    #7
    gut, dankeschön :smile:

    is nur die frage, was man in so einmal fall macht :ratlos: beschweren stimmt ja das arbeitsklima erst mal ne weile finster... :geknickt:
     
  • brainforce
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    7 Oktober 2008
    #8
    ich kenne jemanden der ebenfalls eine Ausbildung zum Koch in der Gastronimie macht... und ich bekomme immer wieder mit wie hoch das Arbeitspensum ist etc. - denke es ist sogar noch höher als das deiner Freundin.

    Jedenfalls werden alle gesetzlichen Regelungen umgangen. Offenbar ist das in der Gastronimie so üblich bzw. wird stillschweigend geduldet.:ratlos:
    Der Azubi wird sich wohl beschweren können aber da Betriebe welche Gesetze übergehen meist Kleinbetrieben bzw. Familienbetriebe sind ist es letztlich für den Azubi doch kontraproduktiv... zumal der Ausbildungsberuf Koch für viele oftmals die letzte Chance darstellt (was nicht böse gemeint ist - gibt sicher auch Personen die Koch als Wunschberuf ansehen - aber aufgrund der Arbeitssituation und der finanziellen Möglichkeiten ist das wohl eher selten).
     
  • metamorphosen
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    7 Oktober 2008
    #9
    Keine Ahnung woher das obige Zitat stammt, aber falls das Berufsbildungsgesetz nicht in letzter Zeit verändert wurde, dann fehlen da ein paar Dinge bzw. sind nicht so deutlich dargestellt.

    In dem genannten Fall werden folgende Dinge nicht eingehalten

    Maximale Arbeitszeit pro Tag (inkl. Überstunden!) 10 h
    Die durchschnittliche Arbeitszeit darf auf Dauer nicht über 8h/Tag bei 6 Tagewoche liegen
    Die vorgeschriebenen Pausen werden nicht eingehalten

    So wie Du das beschreibst handelt es sich also klar um Gesetzesverstöße.

    Üblich dürften die allerdings tatsächlich sein, was nicht heißt das es in Ordnung ist. Ob man sich dagegen zur Wehr setzen will muss jeder selbst entscheiden.
     
  • User 75021
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    7 Oktober 2008
    #10
    Ich hab ne Ausbildung im Hotel gemacht und dort waren so viele Überstunden für die Azubis nicht üblich.
    Klar, das man auch mal mitten in der Nacht arbeiten muss, Feiertage und Wochendenen sind futsch. Dafür hatten wir aber immer 2 Tage in d. Woche frei.
     
  • brainforce
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    7 Oktober 2008
    #11
    so schauts aus... allerdings denke ich das man im Gastrobereich kaum glücklich werden wird wenn man die Gesetzesverstöße als Problem ansieht.

    Damit möchte ich nicht ausdrücken das so etwa in Ordnung ist - allerdings ist das allgemein bekannt das es in diesem Bereich in vielen Betrieben nicht gesetzeskonform zugeht :kopfschue
     

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