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    20 Januar 2019
    #1

    Ausgewandert - wenn das neue Land zur Heimat wird

    Hallo zusammen,
    Wie ihr dem Titel entnehmen könnt, geht es um das Auswandern und die Heimat.
    Ihr kennt doch sicher den Spruch: “Home is where your heart is.“

    Ich war 9 Jahre alt, als wir von Italien (Sizilien) nach Deutschland ausgewandert sind. Mein Vater erzählte mir immer von öffentlichen Spielplätzen, viele Bäume überall, sogar ganze Wälder, blonde Menschen VON NATUR AUS BLOND (für mich ne Sensation), saubere Straßen, intakte Schulgebäude mit Musikschule nebenan, schöne Autos, viele Supermärkte, Heizungen in der Wohnung UND SCHNEE (und vieles mehr). Schnee kannte ich bislang nur aus dem Fernsehen, wir wohnten direkt an der Küste Richtung Afrika.
    Für euch wahrscheinlich normal, für mich damals ein Paradies auf Erden. Und ich wurde nicht enttäuscht!
    Als ich die Augen öffnete nach dem langen Schlaf, war das erste was ich sah tatsächlich ein ganz großer grüner Baum und das mitten in der Stadt. Es war Ende April im Schwarzwald und tatsächlich schneite es ganz leicht.
    Das ist meine allererste Erinnerung an Deutschland und sie ist wunderschön :herz:

    Diese Liebe ist von Jahr zu Jahr immer mehr gestiegen. Oh ich LIEBE unseren Schwarzwald und will hier nie mehr weg.

    Selbstverständlich hatte ich meine Startschwierigkeiten, die sich aber sehr schnell aufgelöst haben. Wer mich erst kennenlernt, ist meistens verwundert darüber, dass ich 1.) erst mit 9 her kam, 2.) richtig plattes Badisch reden kann :tongue:, 3.) ich so gar nicht typisch italienisch bin und 4.) mit nem Deutschen verheiratet bin und ausschließlich deutsche Freunde hab.

    Ich könnte mir ein Leben in meinem Herkunftsland nie nie nie vorstellen. Dieses Jahr war ich nach 10 Jahren erstmalig wieder dort und die 10 Tage waren mehr als genug für mindestens weitere 10 Jahre.

    Wir ist es bei euch?
     
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  • 20 Januar 2019
    #2
    Bin vor 10 Jahren nach Südamerika ausgewandert und könnte mir niemals mehr eine Rückkehr nach Deutschland vorstellen.

    So verschieden sind die Ansichten...
     
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    20 Januar 2019
    #3
    Meine Mutter ist Brasilianerin :grin:
    Wohin genau bist du denn ausgewandert und was macht es für dich so besonders?

    Ich denke, WOHIN man auswandert, ist doch ausschlaggebend dafür, ob man auch bleiben möchte oder nicht.
     
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    20 Januar 2019
    #4
    Früher hab ich auch immer davon geträumt. Heute auch noch ab und an, jedenfalls vor nicht allzu langer Zeit noch. Jetzt hab ich mir aber hier was aufgebaut und weiß nicht, ob ich das aufgeben würde! Aber man sollte nie nie sagen. Ich mag andere Kulturen und bin offen dafür. Früher in meinen jungen Jahren hab ich viel bereist und gesehen.
    Obwohl ich oft denke gerade von Naturkatastrophen sind wir ja hier in Deutschland eher sicher bis wenig betroffen während andere Länder da sichtlich mehr Probleme mit haben bis hin zu ganzem Existenzverlust.

    Vielleicht im Rentenalter, ach ich kann‘s wirklich nicht sagen und auch nicht wohin es mich dann verschlagen würde. Lass alles einfach auf mich zukommen.....aber prophezeit wurde es mir ja mal. Doch auch da muss man erst dran glauben!
     
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    #5
    Ich träume seit langem nach Großbritannien auszuwandern, oder später zumindest eine Zweitwohnung dort zuhaben. Ob das alles durch den Brexit machbar werden könnte? Keine Ahnung. Wenn die Kinder aus dem Haus sind wäre es für uns eine denkbare Möglichkeit.
     
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    #6
    Ich habe sehr lange davon geträumt nach Bolivien auszuwandern, da ich dort auch mal gelebt habe für ein halbes Jahr und mein Herz an das Land verloren habe.
    Mit Kind kann ich mir das aktuell nicht vorstellen. In zwanzig Jahren? Vielleicht. Ein Wunsch wird es immer bleiben.
     
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    #7
    Mein Mann ist für mich ausgewandert, er vermisst aber oft seine Familie.
    Momentan gibt es wieder ein paar Überlegungen ob wir nicht doch in die Nähe ziehen.
     
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    20 Januar 2019
    #8
    Man hat ja genauso wenig Einfluss darauf in welches Land man geboren wird, wie in welche Familie.
    Ich bin nach Deutschland ausgewandert. Es war zwar am wahrscheinlichsten, dass ich hier landen werde, es hätte aber auch ein anderes Land sein können, das hing ja nicht nur von mir ab. Gewonnen habe ich, eine sichere Existenz und ein ruhiges Umfeld, verloren habe ich die Nähe zur Familie.
    Dieses Heimatgefühl zu einem Land, habe ich weder hier noch dort erlebt. Das muss ich wohl eher im privaten Umfeld suchen, das fehlt mir aber.
     
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    #9
    Dauerhaft auszuwandern kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber ich würde wirklich sehr, sehr gerne für ein paar Jahre in einem anderen Land leben - da ich aufgrund meines auswanderungsunfreundlichen Berufs darauf angewiesen bin, dass es bei meinem Freund jobtechnisch gut passt, kämen für uns am ehesten USA (Südstaaten) oder Südostasien in Frage. Beides fände ich schon ziemlich toll. :herz: Hauptsache, es ist warm und idealerweise am Meer. Mal sehen, was sich die nächsten Jahre ergibt - ein großer Wunsch meines Freundes wäre es jedenfalls auch.

    Innerhalb Europas könnte ich mir eigentlich nur vorstellen, längere Zeit in Skandinavien zu leben. Leider komme ich mit den Sprachen (ich hab mich mal erfolglos an Schwedisch versucht...) so gar nicht klar und das schreckt mich schon ziemlich ab.
     
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    #10
    Wir sind auch nach Deutschland ausgewandert, als ich 7 war. Ich kannte aber sowohl (natürlich) blonde Menschen als auch Schnee, wir kamen aus Norditalien.
    Aber ja, viele Dinge waren hier in Deutschland für mich sehr schön, gerade auch die Spielplätze. Die gab es so bei uns nicht.
    Ich vermisste aber meine Freunde. Mein Kinderzimmer, das gerade ein Jahr zuvor neu eingerichtet worden war. In Deutschland hatten die Fenster dickere Scheiben. Ich vermisste unser Haus mit seinen dünnen, schlecht gedämmten Fenstern.
    Meine erste Erinnerung an Deutschland sind Häuser, die sehr dicht beieinander stehen. Ein Kind auf seinem Fahrrad. Hübsche Gehwege. Klassische deutsche Vorgärten.

    Obwohl ich die Sprache sehr schnell lernte und schnell Freunde fand (meine bis heute engste Freundin habe ich mit 7 kennengelernt, vor über 27 Jahren), fühle ich mich bis heute entwurzelt. Ich gehöre irgendwie nirgendwo zu 100 % hin.
    Ich fühle mich hier in Deutschland zwar vollkommen integriert, aber manchmal denke ich eben auch an meine frühe Kindheit und vermisse verschiedene Dinge. Dort leben würde ich trotzdem nie mehr wieder wollen, für die Italiener bin ich "la tedesca", die Deutsche. Meine Mentalität passt nicht mehr zu den Einheimischen und auch sprachlich hört man mir meine neue deutsche Heimat an. Als Kind und Teenager dachte ich, ich würde bestimmt mal dorthin zurückkehren, so mit 15/16 entstand bei mir eine extreme Sehnsucht. Trotzdem merkte ich bereits zu diesem Zeitpunkt, dass ich mich mit meinem einstigen Heimatland nicht mehr identifizieren konnte.

    Ich hatte nie italienische Freunde hier in Deutschland. Ich wollte keine Gemeinschaft mit ihnen bilden, ich wollte mich integrieren und nicht immer nur das Kind sein, das anders war.
    In meiner Grundschulklasse waren noch 2 weitere Italiener, aber ich weigerte mich, Italienisch mit ihnen zu sprechen. Später auf dem Gymnasium das Gleiche: zufällig saß am ersten Schultag ein italienisches Mädchen neben mir. Das einzige italienische Wort wechselten wir 9 Jahre später, bewusst: Zum Abschied.

    Mein Herz ist hier, bei meinem Mann und meiner Tochter. Hier bin ich zu Hause. Unsere Tochter wird nicht zweisprachig erzogen.
    Nur manchmal, da schlägt mein Herz in einem anderen Rhythmus als das meines deutschen Mannes und ich weiß, dass er einen kleinen Teil von mir niemals wirklich verstehen wird.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Januar 2019
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    20 Januar 2019
    #11
    Das ist doch sehr ähnlich wie bei mir.
    Ich kenne nur sehr wenige Italiener, die genauso sind wie wir und diese sind tatsächlich alle später ausgewandert. Ich wollte z.B. auch bie das fremde Mädchen sein und habe deshalb gezielt den Kontakt zu deutschen Kindern gesucht.
    Die Italiener, die ich hier kennengelernt habe, die auch hier geboren wurden, scheinen mir sich zu Italien verbundener zu fühlen. Das leuchtet mir irgendwie nicht ein, da sie teilweise gar kein Italienisch sprechen und abgesehen vom Urlaub auch sonst nie dort gelebt haben. Ist aber bei so ziemlich vielen so, die ausländische Wurzeln haben.
    Unsere Tochter wird dreisprachig erzogen. Meine Mutter ist nämlich aus Brasilien. In Italien war ich als Kind eh schon die Fremde. Ich war “la figlia della brasiliana“, die Tochter der Brasilianerin. Mittlerweile bin ich “la brasiliana tedesca“! Ich hatte als Kind also schon diese gewisse Distanz entwickelt. Ich kann leider auch nicht behaupten, dass mir jmd fehlen würde, bis auf meine brasilianische Oma und die lebt in Brasilien...
    Komischerweise hab ich nie Sehnsucht verspürt. Vielmehr hat sich die bereits vorhandene Distanz weiterentwickelt, sodass mir Italien und auch die ital. Mentalität teilweise wie ein unlösliches Puzzle vorkommen...
    Wenn ich mich nämlich mit meiner ital. Verwandschaft unterhalte, frag ich mich manchmal, wie es sein kann, dass wir soooo verschieden denken, schließlich hab ich ganze 9 Jahre dort gelebt, das muss doch iwie prägen.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 20 Januar 2019 ---
    Tatsächlich finde ich die Idee mit dem zweiten Standbein bzw ein weiteres Haus wirklich toll. Ich selbst habe gemerkt, dass es mir leichter fällt, mich auf ein Land zu freuen, wenn ich weiß, dass ich jederzeit wieder nach Hause (D) kann. Ich selbst reise nicht gerne, und da wäre son kleines Häuschen schon was tolles. Bei mir wäre es dann wahrscheinlich Südkorea :love:
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 20 Januar 2019 ---
    Ich denke schon, dass man auch “nie“ sagen kann. Es gibt nun mal Orte, an denen ich nicht mal Urlaub machen würde, geschweige denn dorthin ziehen.
    Sicherlich, und das ist sogar schon geplant, möchte ich das Land Italien besser kennenlernen und erkunden, genauso wie Brasilien. Dennoch empfinde ich das Leben hier in Deutschland in jeder Hinsicht angenehmer als auf Sizilien. Fängt ja schon bei einer Kleinigkeit an wie eine Bank. Bei uns im Dorf auf Sizilien gibt es nicht mal ein Geldautomat, die Apotheke hat 2x die Woche für je 4h geöffnet, das nächste KH ist 40min entfernt usw (ewig lange Liste) und dann kommt ja noch die Politik hinzu :seenoevil:
     
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    20 Januar 2019
    #12
    Man muss doch nicht alles mitmachen... :zwinker:

    Was ist denn typipsch italienisch? Also deiner Meinung nach? Ich hatte mal Nachbarn aus Süditalien, die sagten immer: "Norditalien, das ist doch kein richtiges Italien".
     
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    #13
    Beruflich hätten wir die Chance bereits gehabt. Aber ich kann und will meinen Kindern nicht die Großeltern nehmen - und meinen Eltern nicht die Enkel. Wir wohnen 3 km auseinander, sehen etwa 2x die Woche. Häufig greift meine Tochter zum Telefon und fragt Opa ob er sie abholt. Oder meine Eltern rufen am Samstag an und fragen, ob die Große mit in den Zoo will.
    Der Kurze ist oft krank. Meine Eltern passen oft auf ihn auf, damit wir beide zur Arbeit können. All das spielt mit rein.
    Ich gebe zu, ein Auswandern ist für mich erst möglich, wenn meine Eltern nicht mehr leben. Sie sind beide zwischen 65-70.
    Pendeln zwischen zwei Orten (DE/EDB) wäre unser Traum. Vlt spalten sich die Schotten ja von GB ab?
     
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    20 Januar 2019
    #14
    ???
     
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    #15
    Off-Topic:
    Vom Kontext her würd ich sagen das heißt Edinburgh :grin:
     
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    20 Januar 2019
    #16
    Ich bin relativ ungeplant nach Schweden ausgewandert. Also ich mochte Schweden und war bereits einige Male im Land gewesen, aber ich hatte eigentlich darüber nachgedacht, mich irgendwann in Richtung Schottland abzusetzen.

    Mein Papa hat sich ein bisschen ins Land verliebt. Die Ruhe und Stille, vor allem verglichen mit deutschen Großstädten, in denen er oft beruflich unterwegs ist, tut ihm gut und entspannt ihn. Er möchte mit meiner Mutter in unsere Nähe ziehen, wenn sie in Rente gehen. :smile: Ich denke ähnlich, ich liebe die Wälder hier, das Wasser. Den manchmal rauen Wind und die endlosen Nächte im Sommer - und hier im mittleren Südosten gibt es zum Glück kaum Mücken. :tongue: Ist schön, ich mag Land und Leute und die Sprache, und ich mag, wie mein Leben sich entschleunigt hat, trotz Arbeit, Kindern, Haushalt. Die Mentalität ist einfach eine andere. :smile:
     
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    20 Januar 2019
    #17
    Ach, diese Aussage... reg mich jedes mal auf, wenn ich sie höre... dabei ists rein geschichtlich gesehen, grad andersrum! :seenoevil:
    Naja so typisch italienisch, was mir hier so als typisch italienisch vermittelt wurde, ist sicherlich diese große Heimatliebe, Fußballfanatisch, laut sprechen, immer groß feiern, Familie (damit meine ich nicht bloß Mutter, Vater, Kinder - sondern auch die großgroßgroßgroßschlagmichtot Verwandte, die hinterm Mond gleich rechts wohnen), erst zusammenwohnen wenn verheiratet, strenge Hierarchien (à la Mafiafilm), immer Italienisch untereinander reden, ital. Musik hören, nur ital. essen, nur ital. Freunde haben, sehr stark katholisch...
    Das tu ich alles nicht und tatsächlich kann ich bestätigen, dass die Italiener, die ich hier kennengelernt habe, auch wirklich so sind.
    Was für mich typisch italienisch ist? Schwer zu sagen, denn da lassen sich tatsächlich starke Unterschiede ziehen je nach Wohnort. So sind Sizilianer aus der Stadt schon mal ganz anders als die auf dem Land und Sizilianer sind schon wieder ganz anders als beispielsweise Südtiroler. Dewegen kann ich über die Italiener reden, die ich kenne und zum einen gehören die oben genannten Punkte definitiv dazu und was mir immer wieder auffällt ist, wie wenig sie sich in andere Bereiche selbst informieren, zB in der Medizin. Ich höre immer nur den Satz “der Arzt weiß, was er tut, ich hab schließlich nicht Medizin stiudiert“ und so werden diese als Götter in weißen Kittel angesehen (und das betrifft wirklich jede Sparte) und wenn dann was schief läuft ist das Geschrei groß, nur sich selbst schlau machen, das klappt nur in wenigen Fällen. Auch die Einstellung Tieren gegenüber... Katastrophe (die Streuner sprechen für sich) und allgemein kein Respekt gegenüber der Umwelt. Dieses absolute Übertreiben mit Feiern und Pompösität bis zum Umfallen und dieses Schubladendenken und alle beschweren sich aber nur die wenigsten ändern was, dieses ständige penetrante Einreden von eigenen hinterweltlerischen Idealen (von denen die heutige Generation glücklicherweise immer mehr abkommt) - wobei das eigentlich in jedem Land der Fall ist, da jeder so seine Ideale hat. Aber vorallem - und das hab ich bislang tatsächlich noch nicht bei Deutschen erlebt, was ich aber aus diesem Grund nicht ausschließen kann - diese respektlose Nichtunterstützen einer anderen Meinung eines Familienmitglieds (Bsp.: ich werde heute noch bei jeder Gelegenheit von meinen Verwandten an den Pranger gestellt, weil ich “nur“ 4 Monate gestillt habe, wiederrum werde ich als lächerlich abgestempelt, weil meine Tochter noch keine Ohrlöcher hat und wir sie nicht ständig in rosa glitzer rüschen Kleider packen!).
    Und wie bereits gesagt: nicht überall ist es so und ich kann nur von dem sprechen, was ich kenne.
     
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    20 Januar 2019
    #18
    Durch Immobilienbesitz der Familie habe ich einen potenziellen Zweitwohnsitz in Skandinavien. Allerdings würde ich dort nicht wohnen wollen, weil eine endliche Urlaubssituation eben dann doch etwas anderes ist und ich nur so schlecht schwedisch kann, dass ich als Tourist nicht verhungere oder mich verlaufe.
    Wenn ich ernsthaft auswandern würde, wäre Gran Canaria mein Traumland. Ich liebe diese Insel jenseits der touristischen Seite, klimatisch ist sie für meine Erkrankung ideal und der Urlaub dort, hatte auch nach einer längeren Pause etwas von "ankommen".
    Sollte ich diesen Gedanken ernsthaft verfolgen, wäre es sicher erst nach dem Tod meiner Eltern realistisch.
     
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    20 Januar 2019
    #19
    alpaslan auf Gran Canaria habe ich etliche Osterferien meines Lebens verbracht und im Laufe der Zeit auch viel abseits der typischen Touristenzonen gesehen. Wir hatten private Vermieter dort, die uns viel gezeigt haben, und ich habe dort eben neben Touristen aus allen möglichen Ländern auch Einheimische kennengelernt.

    Ich habe die Zeit dort immer genossen, würde dort aber nicht leben wollen. Später habe ich die übrigen Kanarischen Inseln bereist und fand vor allem Lanzarote charmant. Aber eben auch nur als Urlaubsziel. :smile:
     
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    20 Januar 2019
    #20
    Das ist ja der große Knackpunkt... Urlaub und echtes Leben sind dann doch 2 paar Schuhe. Viele merken erst, wenn sie den Schritt tatsächlich wagen, ob es passt oder nicht. Aber was bringt es denn, etwas aus Angst nicht zu machen? Man bereut immer mehr das, was man nie getan hat.
     
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