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  • Hombre30
    Hombre30 (42)
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    in einer Beziehung
    30 Januar 2016
    #1

    Begehrt sie mich noch?

    Lange war ich stiller Mitleser, bis heute....:smile:

    Hallo zusammen!

    Meinungen sind gefragt; Ich 39, Beziehung zu meiner Partnerin 37, seit knapp 4 Jahren.

    Nicht verheiratet. Keine Kinder. Kinderwunsch; unklar. Das Thema wird von ihrer Seite immer abgeblockt, da es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt sei, dies zu besprechen. Das ich nicht unbedingt Kinder will, dass weiss sie. Lieber gehe ich auf Reisen und geniesse das Leben mit anderen Vorzügen die man hat, wenn man keine Kinder haben wird/möchte.

    Sie wieder berufstätig, war allerdings bis vor wenigen Monaten ohne Einkommen. 1,5 Jahre in einer schulischen Weiterbildung. In dieser Zeit habe ich sie finanziell unterstützt, da ich ihre beruflichen Perspektiven glaubte, welche ja "nun" gefruchtet haben. Ferien, Wohnkosten, Haushaltungskosten gingen in der Zeit alle auf mich. Darüber beklage ich mich auch nicht, weil es meine Idee war, dass sie sich beruflich verändern soll und bessere Möglichkeiten hat. Davor und danach wird alles Finanzielle wieder entsprechend aufgeteilt, d.h. Ich bezahle einwenig mehr als die Hälfte, da ich auch um einiges mehr verdiene, dafür macht sie einwenig mehr im Haushalt.

    Zu mir: ich bin selbständig seit 18 Jahren, sehr erfolgreich in meiner Branche und habe das Glück, dass ich aufs Geld nicht schauen muss. In den ersten 5-6 Jahren meiner Selbständigkeit, war das anders. Damals habe ich gelernt, mich durchzubeissen. Mittlerweile geht es mir sehr gut, weil ich durchgehalten habe.

    Zum eigentlichen Problem: Die ersten 2-3 Monate war der Sex perfekt, wie meistens am Anfang einer Beziehung. Bereits nach einem halben Jahr sank die Sexquote auf rund 2 Mal im Monat. Deswegen gab es öfters kleiner Diskussionen, sie gelobte dann aber Besserung, da Abweisungen stehts von ihrer Seite ausgingen. Logisch hat mich das sehr gekränkt. Ebenfalls nach 3 Monaten Beziehung habe ich sie beim chatten mit ihrer vorherigen Sexbeziehung erwischt...was nicht wirklich angenehm war. Wurde aber ausdiskutiert und es besteht kein Kontakt mehr, das ist zu 100% sicher.

    Geändert hat sich trotz aller Versprechungen in Bezug auf Sex nichts.

    Küssen tun wir uns selten, von ihrer Seite kommt nichts. Sex; von ihrer Seite ebenfalls nichts. Wenn ich dann mal möchte, was ja auch normal ist dann dauert es 10-15 Minuten und das wars und das maximal 1 Mal pro Monat. Und das liegt definitiv nicht an meinem Stehvermögen. Oftmals wäre eine 2 oder 3 Runde problemlos möglich.

    Seit nun 2 Monaten werde ich wöchentlich nur noch mit Blowjobs "abgespeist". Ausreden sind; sie hätte ihre Tage, Stress bei der Arbeit oder sonst etwas...O.K. - kann vorkommen. Bin ich zu naiv? Sollte ich mal auf den Tisch hauen? Ein Ultimatum stellen, oder mir einfach eine Affäre suchen und mich nicht einfach so abspeisen lassen mit Blowjobs? Kann es ja auf die Dauer nicht wirklich sein!

    Grundsätzlich harmonieren wir zusammen sehr gut, können gemeinsam lachen, schmieden gemeinsame Pläne, fühlen uns beim zusammensein sehr wohl. Nur wir küssen uns nicht und sie scheint keine Lust auf mich zu haben. Ich finde Sie nach wie vor attraktiv, was ich ihr auch sehr oft sage. Ich schaue ebenfalls auf mein äusseres und glaube aber bald, dass ich sie sexuell halt einfach nicht anziehe und sie aus Bequemlichkeit - vielleicht Angst vor dem alleine sein(?) - alles, inkl. Blowjobs hinnimt. An der Pille kannst nicht liegen. Wir verhüten mit Kondomen, da sie diverse Pillen nicht verträgt. Damit kann ich mich gut arrangieren.

    Die Situation nagt irgendwie an meinem Selbstvertrauen. Fühle mich nicht begehrt und empfinde die wöchentlichen Blowjobs - sie sagt zwar aus Liebe - als "Ruhestellungsmethode".

    Was sind eure Meinungen, oder was würdet ihr tun. Ich merke wie ich mich langsam einwenig zurückziehe und keine Lust auf längere Diskussionen über Gott und die Welt habe...weil wir bald wie Bruder und Schwester leben. Nein, ich bin nicht "eingeschnappt", frage mich nur ob ich aus Ihrer Bequemlichkiet einfach ein geduldeter Partner bin, denn eigentlich hat sie ja alles.

    Aber weiter so leben, möchte ich nicht. 2-3 Mal in der Woche, richtigen wilden Sex zu haben, ist doch nicht zu viel erwartet...
     
  • User 155728
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    30 Januar 2016
    #2
    Aufgrund deines Beitrages gehe ich davon aus, dass du entgegen deiner Angaben im Profil männlich bist!?

    Zu deinem Problem: Was sagt sie denn dazu?

    Hast du das schon mal so klar ihr gegenüber formuliert, dass du das Gefühl hast, sie begehre dich nicht mehr?

    Weiß sie, dass du so nicht weitermachen möchtest?
     
  • Hombre30
    Hombre30 (42)
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    in einer Beziehung
    30 Januar 2016
    #3
    Ja ich bin männlich....muss das ändern, wenn ich das überhaupt kann, sonst schreibe ich dem admin...

    Was sie dazu sagt? Sie gelobt jedes mal besserung....geschehen tut nicht....und druck mache ich auch keinen. Darum bin ich ja so ratlos....
     
  • User 155728
    Öfters im Forum
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    nicht angegeben
    30 Januar 2016
    #4
    Was heißt, sie gelobt Besserung? Das hört sich für mich nicht so an, als ob sie Spaß und Interesse an Intimitäten (Küssen) und Sex mit dir hätte, sondern es eher als "Pflichtübung" betrachtet?

    Was nennt sie für Gründe dafür? Reicht ihr der Ist-Zustand?
     
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  • Demetra
    Demetra (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    30 Januar 2016
    #5
    Ich kann nur von mir selbst sprechen: wenn ich zuviel um die Ohren habe, dann ist meine Lust auf Sex wie weggeblasen.

    Und ich gehe davon aus, dass Deine Partnerin massiven Druck hat bzw ihn sich macht. Die ungeklärte Kinderfrage, die berufliche Umorientierung im fortgeschrittenen Alter und die hinein projezierten Hoffnungen (ihre, vor allem aber Deine, weil Du sie ja dazu gebracht hast, sich zu verändern), das finanzielle Ausgehaltenwerden vom Partner (mich persönlich würde es sowas von Ankotzen)...

    'Auf den Tisch hauen' fände ich persönlich absolut unangebracht und eine Affäre zu suchen schlichtweg falsch. Lass ihr doch mal Zeit, sich im neuen Beruf zu akklimatisieren und geht die partnerschaftlichen Baustellen an. Dann könnt Ihr immer noch sehen, ob es noch passt.
     
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  • Hombre30
    Hombre30 (42)
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    in einer Beziehung
    30 Januar 2016
    #6
    Sie gelobt Besserung heisst, dass wir das "Thema"bereits nach rund 4 Monaten Beziehung angesprochen haben. Sie war einsichtig und schiebt mir keine Schuld diesbezüglich zu. Sie sagt; sie müsse diesbezüglich an sich arbeiten. Der erste Sex nach dem Gespräch ist/war dann immer grandios, aber danach folgt wieder das alte Muster.

    Küssen und Sex betrachtet Sie meiner Meinung nach mit mir, als Pflichtübung. Ich hatte in meinen vorherigen Beziehungen nie solche Probleme...i h erinnere mich nebst Sex, nicht an einen innigen Kuss von ihr einfach Mal so....und die Zunge darf auch maximal 2cm rein beim küssen...OMG.

    Ihr reicht der IST-Zustand. Sie brauche maximal 1-2 Mal pro Monat Sex. 10-15 Minuten sind gemäss Ihren Aussagen auch absolut ausreichend. Ich habe alles versucht, damit sich etwas verändern könnte. Mal Blümchensex, mal die härtere Gangart, nachgefragt, was Sie sich wünscht. Antwort; es sei alles O.K.!

    Thema Blowjob: ich kann jederzeit ihr zu verstehen geben, dass ich Lust auf sie habe, es gibt einen Blowjob, ohne wenn und aber. Aber kann es dies auf die Dauer sein? Ich bin unzufrieden, unglücklich, traurig diesbezüglich was unsere Bettaktivitäten anbelangt. Ansonstenist sie eine Top Frau in jeder Hinsicht. Aber langsam gehts in die Richtung Bruder-Schwester Beziehung...:-(
     
  • facehugger
    facehugger (41)
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    Es ist kompliziert
    30 Januar 2016
    #7
    Wenn die Libido unterschiedlich groß ist, wird das meist zum Problem. Und nach einer gewissen Zeitspanne (ist von Paar zu Paar unterschiedlich) lässt die Lust aufeinander ja eh nach.

    Mit dem wöchentlichen Blowjob bist du dabei gar nicht sooo schlecht bedient, auch wenn er in deinen/meinen Augen den eigentlichen Sex nicht wirklich ersetzen kann. Ich kenn da aus eigener Erfahrung deutlich längere "Zuwendungs"-Pausen...

    Nun ist die Frage, woran liegts? Liebt/begehrt sie dich nicht mehr wie früher oder was ist der wahre Grund für ihre aktuelle Lustlosigkeit? Kannst/willst du mit dem aktuellen Zustand auf Dauer leben oder nicht?

    Und schlussendlich, stört sie die Situation ebenfalls oder ist sie (so wie es ist) zufrieden und wenn nein, wäre sie bereit daran etwas zu ändern/der Ursache auf den Grund zu gehn. Weil dir in der Beziehung etwas fehlt/du so nicht glücklich bist.

    Diese Dinge solltet ihr zusammen klären. Manche Paare passen eben leider auch sexuell/von den Bedürfnissen her nicht zusammen. Dann sollte man sich reiflich überlegen ob die Beziehung eine Zukunft hat oder nicht. So hart das auch klingt und es sonst eigentlich wunderbar passt...
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Januar 2016
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  • Hombre30
    Hombre30 (42)
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    in einer Beziehung
    31 Januar 2016
    #8
    Die Kinderfrage möchte ich seit 1,5 Jahren klären...ich habe sie nicht dazu gebracht sich zu verändern. Es war ihr wunsch. Ich habe sie dabei lediglich unterstützt.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 31 Januar 2016 ---
    Ich empfinde den Blowjob als schön, es ersetzt aber in keinster Weise den richtigen Sex...! Mit dem aktuellen Zustand will und kann ich auf die Dauer nicht leben, zumal es ist ja - wenn mal kein Stress vorhanden ist, z.B. 2-3 Wochen Ferien - keine Veränderung zu spüren. Ich persönlich denke, sie liebt mich noch, aber begehrt mich nicht.
     
  • User 12529
    Echt Schaf
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    in einer Beziehung
    31 Januar 2016
    #9
    Ist gesundheitlich alles ok bei ihr? Zb die Schilddrüse und Depression kann sich negativ auf die Libido auswirken, einige Medikamente (zb Antidepressiva) können auch Libidoverlust als Nebenwirkung haben.

    Vielleicht passt ihr beide auch einfach was das generelle Bedürfnis nach Sex nicht zusammen.
     
  • Hombre30
    Hombre30 (42)
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    31 Januar 2016
    #10
    Gesundheitlich ist alles O.K. Sie macht auch viel für mich. In den 1,5 Jahren während der Weiterbildung - 2 Tage Schule, 3 Tage daheim am lernen - immer schön gekocht, Haushalt gemacht als Dankeschön, dass ich sie unterstütze. Aber Sex? Einmal pro Monat. Mehr war nie drin und wenn, dann 10-15 Minuten. Blowjobs könnte ich täglich haben. Mir fehlt das Begehren. Ich merke wie ich mich langsam zurückziehe und nicht mehr grossartig reden mag über Gott und die Welt....:-(
     
  • facehugger
    facehugger (41)
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    Es ist kompliziert
    31 Januar 2016
    #11
    Ich wiederhole mich gern, dann solltest du überlegen ob die Beziehung noch einen Sinn ergibt. Denn wenn Mann oder Frau vom Partner über längere Zeit immer wieder abgewiesen wird und das Verlangen aufeinander überhaupt nicht passt, leidet der begehrende Part.

    Und noch einmal, das Leben ist zu kurz um seine eigenen Bedürfnisse zu weit für den anderen zurückfahren zu müssen. Das mag für den einen oder anderen fies klingen und Sex ist gewiss auch nicht alles.

    Aber so einen "Zustand" werde ich mir sicher nicht mehr antun wollen.
     
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  • Hombre30
    Hombre30 (42)
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    31 Januar 2016
    #12
    Vom Grundsatz her, genau meine Meinung. Nur ich suche den Fehler trotzdem noch bei mir. Dachte ich fände genau den Fehler hier im Forum...ja es ist halt so und das war lange nicht so; ich schaue mittlerweile auch andere Frauen an, ist ja in der Situation nicht mehr als menschlich...:-(
     
  • facehugger
    facehugger (41)
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    Es ist kompliziert
    31 Januar 2016
    #13
    Im Endeffekt musst du es eh selbst mit dir ausmachen. Ich (für meinen Teil) hätte lieber keine Beziehung als eine in der ich unglücklich bin...
     
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  • Hombre30
    Hombre30 (42)
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    31 Januar 2016
    #14
    Unglücklich? In sexueller Hinsicht zu 100% unglücklich! In menschlicher Hinsicht 100% glücklich! Genau das ist mein Problem.
     
  • many--
    many-- (34)
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    31 Januar 2016
    #15
    Du befindest dich in einer nicht wirklich untypischen Lage; viele Beziehungen fallen früher oder später in eine Phase, in der die unterschiedlichen sexuellen Bedürfnisse der Partner sich nicht mehr verheimlichen lassen - trotz ansonsten intaktem, ja harmonischem Verhältnis.

    Es ist aber leider ganz genau so, dass eben keine Ausnahmesituation oder Stress oder mangelndes Begehren oder Gewöhnung oder "die Luft ist raus" oder was auch immer vorliegt - es geht einfach ganz fundamental darum, dass ein Partner mehr sexuellen Appetit hat als der andere. Das kann man temporär beeinflussen - der Reiz des Neuen, der Abwechslung - aber langfristig gesehen lässt sich ein divergierender sexueller Appetit nicht verbergen und nicht übertünchen.

    Ich habe selber leider noch nicht raus, wie man diese Problem löst. Früher was mein Ansatz: Pistole auf die Brust! Ultimatum stellen! Wenn du diese Beziehung fortführen willst, müssen wir was ändern! - Meine Idee: der "Weniger-Sex-Partner" schafft es normalerweise, den "Mehr-Sex-Partner" durch Passivität und Verweigerung auf sein quantitatives Niveau herabzuziehen. Und sobald das eingetreten ist, zeigt er normalerweise auch keine Initiative mehr, denn er hat ja das bekommen, was er will, und nur der "Mehr-Sex-Partner" ist unglücklich - und, perfiderweise, bekommt auch noch die Buhmann-Karte zugeschoben, wenn er etwas daran ändern will, denn *er* übt dann ja fiesen, bösen Druck aus und es geht ihm ja nur um Sex.

    Mein Gedanke war dann irgendwann: nein, es ist eigentlich anders herum: der "Weniger-Sex-Partner" übt durch Passivität und Verweigerung genausoviel Druck aus, und währen der "Mehr-Sex-Partner" wenigstens versucht, einen Kompromiss zu finden, hat der "WSP" halt kein Interesse mehr daran und zieht nicht mit - womit er die Drucksituation perpetuiert und die Unzufriedenheit, das Unglücklichsein des Partners in Kauf nimmt. - Also: der "MSP" muss den Spieß umdrehen, muss den "WSP" aus seiner Komfortzone rausholen, muss ihn auch unglücklich machen. Er muss, mit einem Wort, ein Problembewusstsein schaffen, denn wenn der "WSP" wenig Sex und dadurch keine Nachteile hat, dann gibt es für ihn ja kein Problem!

    Also, Pistole auf die Brust, "Wir müssen bis nächste Woche was ändern, sonst ist die Beziehung am Ende, und du bist am Zug!". Habe ich persönlich so gemacht. War die einzige Möglichkeit. Hat tatsächlich zu neuen Perspektiven, Einsichten, Ideen, Kompromissen, Versuchen geführt.

    Inzwischen habe ich diese Nummer mehrmals erlebt. Und der Zyklus ist ähnlich wie von dir beschrieben: es tut sich was, man hat besseren und mehr Sex, beide Seiten bemühen sich. Es ist schön, macht offenbar beiden Parteien Spaß, "zum Glück haben wir drüber geredet!" Alles toll.

    Nach ein paar Wochen ist dann wieder alles beim Alten. Warum? Weil der sexuelle Appetit eben verschieden ist. Und mit der Zeit gravitiert man zu dieser natürlichen Konfiguration zurück, ob man will oder nicht. Meiner Erfahrung nach lässt sich der sexuelle Grundappetit durch partnerschaftiche Kommunikation, durch gemeinsames An-Sich-Arbeiten und durch Kompromiss- und Ideenfindung leider nicht dauerhaft verändern. Der individuelle sexuelle Appetit ändert sich nur, wenn sich das Individuum fundamental verändert, und das lässt sich leider nicht von außen indizieren.

    Man kann Kompromisse finden, wie eure Blowjob-Vereinbarung, aber das ändert nichts daran, dass der sexuelle Grundappetit gleich bleibt. Meiner Erfahrung nach muss man sich mit diesem Umstand leider abfinden; wenn man in einer langfristigen Beziehung mit einem sexuell imkompatiblen Partner steckt, dann muss man das bis zu einem gewissen Grad einfach hinnehmen. Man sollte Problembewusstsein beim Partner schaffen, man kann eine kompromishafte Befriedigungslösung ausarbeiten, aber man wird einen Partner, der von Natur aus Bock auf 2-3 mal langweiligen Sex pro Monat hat, nicht zu einer wilden, hemmungslosen Bestie umerziehen können, die mehrmals pro Woche kinky shit mit einem macht. Funktioniert nicht.

    Man kann darauf hoffen, dass der Partner irgendwann von sich aus seinen sexuellen Appetit erhöht. Oder man kann vielleicht einen partnerschaftlichen Kompromiss finden, mit dem man leben kann. Aber man kann die innere Konfiguration des Partners nicht dauerhaft verändern. Denke ich. Die Konsequenz muss dann jeder selber für sich ziehen.
     
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  • Hombre30
    Hombre30 (42)
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    31 Januar 2016
    #16
    Wow, das nenne ich mal einen Hammer-Beitrag! Muss den mal wirkend lassen...✔️
     
  • User 116134
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    31 Januar 2016
    #17
    Wäre eine Option, die Beziehung sexuell zu öffnen? Wenn sie nicht mehr Sex braucht, du aber schon, gehen ja irgendwann die Möglichkeiten aus.
     
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  • User 137391
    Sehr bekannt hier
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    31 Januar 2016
    #18
    bei mir und meinem mann war es 2 jahre lang umgekehrt.. er hatte viel weniger lust auf sex.. ich weiß so ungefähr wie es dir geht.. ich hab auch erstmal lange den fehler bei mir gesucht..

    ist sicher keine patentlösung, aber wir haben uns jetzt auf eine offene beziehung geeinigt.. war ein langer weg. aber auch bei uns passt es menschlich sehr gut, nur eben nach den vielen jahren sexuell nicht mehr.. sehr traurig, da wir aber auch kinder haben, wollten wir uns eine alternative suchen .. wie lange das nun so läuft weiß ich nicht.. :ratlos:
    aber mir hat der sex mit ihm.. (selten und wenig phantasievoll) auch nicht mehr gereicht.. alle versuche "sich mühe geben" - was für ein scheiß begriff *sorry* -- usw. haben natürlich!! nichts gebracht...
    ich will nicht dass er sich verbiegt, sich "mühe" gibt oder besserung gelobt :kotz:
    sorry.. red jetzt nur von mir.. geht sicher jeder anders damit um..
    eine scheidung kam/ kommt für uns nicht in frage..
    schlechter bis gar kein sex für mich aber auch nicht! :censored:
    ich wünsch dir viel kraft.. wir haben viel geredet, geweint, gestritten.. ist ein sehr schwieriges thema.. :geknickt:
     
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  • User 106548
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Single
    31 Januar 2016
    #19
    2 - zugegeben böse - Nachfragen:
    - gab es auch schon vor ihrer Weiterbildung ein finanzielles Gefälle bei Euch? Hat sie sich damals alleine selber finanziert?
    - weißt Du, wie oft sie mit ihrer Ex-Sexbeziehung Sex hatte? Und warum der Kontakt von ihr aufrecht erhalten wurde?
     
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  • facehugger
    facehugger (41)
    Öfters im Forum
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    Es ist kompliziert
    31 Januar 2016
    #20
    Der Antwort von many-- gibts nicht viel hinzuzufügen. Manche Profi-Psychologen/Paartherapeuten hätten es nicht besser auf den Punkt bringen können:thumbsup: Nun solltest du abwägen, was dir persönlich wichtiger ist. Das menschliche oder das sexuelle.

    Allerdings sollten sich in einer langfristigen Partnerschaft ("die perfekte Beziehung" gibt es eh nur sehr selten bis gar nicht) die Bedürfnisse zumindest annähernd die Waage halten. Schließlich gibt es für einen Mann nicht viel befriedigenderes, als wenn die Frau die man liebt und darum auch logischerweise begehrt, einem auch hin und wieder zeigt, das sie von sich aus Lust auf einen hat, sie von sich aus einen mal in den Arm nimmt, sie von sich aus Zärtlichkeiten wie Küsse vergibt.

    Wenn da von ihr in der Richtung sehr wenig bis gar nix kommt (was du ja auch schreibst), stimmt meistens irgendetwas nicht. Entweder die Gefühle haben nachgelassen oder etwas anderes liegt im argen. Klar kann Stress die Libido hemmen, aber deswegen muss doch das Liebesleben nicht zwangsweise sterben. Den möglichen Ursachen (vielleicht traut sie sich ja nicht, diese anzusprechen) würde ich auf den Grund gehen, solltet ihr beide gemeinsam euren Weg weiter zusammen gehen wollen...

    Zu oft wird einem als Kerl zudem dieser blöde Stempel aufgedrückt, du willst eh immer nur das eine und das am besten noch täglich:rolleyes:

    Einen Kompromiss sollte man schon finden wollen, einer allein kann keine Beziehung auf Dauer tragen.
     
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