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  • DennisM
    DennisM (33)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    33
    2
    in einer Beziehung
    19 April 2014
    #1

    Job Berufliches Problem - Ich brauche euren Rat

    Hallo zusammen,

    erstmal vielen lieben Dank fürs reinschauen [​IMG]

    Ich muss leider etwas ausholen zum Sachverstand.

    Alles begann damit, dass ich des Öfteren es leider nicht geschafft habe pünktlich in die Arbeit zu kommen.
    Ich muss dazu sagen, dass es nichts mit Faulheit oder Bequemlichkeit zu tun hatte.
    (das ist jetzt etwas privater daher möchte ich das auch nicht zu tief thematisieren)
    Ich muss in der früh starke Tabletten einnehmen die zu Übelkeit führen.
    Zudem belasten mich die Gegebenheiten in der Firma so sehr (Mobbing),
    dass ich es aus psychischen Gründen nicht geschafft habe die Arbeitszeiten einzuhalten.
    Vor etwas 1 Monat hat mich meine Personalleiterin daraufhin angesprochen, mir blieb keine andere Wahl als auch zu ihr offen zu sein.
    Habe ihr das gleiche geschildert wie oben erwähnt, zu meiner Überraschung reagierte sie sehr verständnisvoll und meinte ich sollte mir ärztliche Hilfe holen. ( Habe ich auch getan und bin in ärztlicher Behandlung )
    Eine Abmahnung diesbezüglich bekam ich trotzdem ein paar Wochen später, in der wurde mir quasi ein Ultimatum auferlegt.

    Es hieß ich sollte meine Fehlzeiten abarbeiten und zwar von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr.
    Keine Sekunde zu spät, sonst würde ich wiederholt gegen die Arbeitszeitregelung vertoßen.
    Nach 2-3 Monaten wäre dann diese Minusstunden abgegolten laut ihrem Schreiben.
    Dieses Schreiben hat mich regelrecht geschockt, da ich damit nicht gerechnet habe vor allem nicht in dieser Form.

    Da sie von meiner Erkrankung und deren Auswirkungen bescheid wusste.
    Ich habe erstmal nichts gemacht, das Ultimatum trat dann zum 14.04.14 in Kraft.
    Mein Ziel war es am 16.04.14 mit meinem Arzt darüber zu reden, dieser riet mir ich sollte der Personalleiterin das Gespräch suchen.
    Er meinte ausserdem, dass mich ihr Ultimatum zusätzlich unter Druck setzt und ich ihr anbieten soll zwar nicht pünktlich während meiner Erkrankung kommen zu können aber
    immer bis 18 Uhr zu bleiben oder man zieht mir die Minusstunden direkt vom Lohn ab.
    Mit diesen Argumenten wollte ich dann auch gestern vor sie treten, doch die Dame war beschäftigt und zu guter letzt, bekam ich von ihr meine 2. Abmahnung.
    Ich wollte sofort mit ihr reden, doch die sie war dann schon außer Haus und ist dann auch noch bis 28.04.14 im Urlaub.

    In der 2. Abmahnung stand dann auch genau drin, dass ich wiederholt gegen die Arbeitszeiten verstoßen habe.
    Einmal kam ich um 08:04 und einmal um 08:07 Uhr
    Am 16.04.14 musste ich auch schon um 17:30 gehen da ich um 18 Uhr den besagten Termin bei meinem Arzt hatte.

    Ich konnte das alles so nicht hinnehmen, und bin dann zum Chef der auch über meine Problematik bescheid wusste.
    Ich habe versucht mal ganz privat mit ihm zu reden, und was da zum Vorschein kam hat mir ehrlich gesagt die Sprache verschlagen.
    Er meinte zu mir, dass er der Personalleiterin nicht in ihre Arbeit reinredet, das wäre ganz alleine ihr Gebiet.
    Und mir gab er den witzigen Tipp, doch einfach pünktlich zu kommen. Daran habe ich gar nicht gedacht.
    Nun er meinte dann auch anhand eines Beispiels, dass ein Alkoholiker erst total am Boden zerstört und auf der Straße liegen muss, damit wieder was aus ihm werden kann.
    Und er hatte noch eine tolle Anekdote für mich aus dem KZ Es liegt jeden Tag in unseren Händen was wir tun
    Mir wurde richtig schlecht

    Also hat mir das Gespräch mit dem Chef leider gar nichts gebracht.

    Nun habe ich ein paar Fragen an euch...
    Wie soll ich weiter machen?
    Ich werde die Feiertage intensiv nutzen, um mich um was neues zu bemühen was schmerzlich ist, weil man immer etwas Angst hat.

    Aber die andere Frage ist, wie gehe ich mit der aktuellen Situation um?

    Meine Idee war folgende:

    Ich werde mich die nächsten 2 Wochen bis die Personalleiterin wieder aus dem Urlaub ist krank melden, dann am 28.04 (pünktlich) um 08:00 Uhr erscheinen (darf mir ja nichts mehr erlauben) ich denke wenn ich um 5 Uhr aufstehe schaffe ich das, und das Gespräch suchen vielleicht das man meinen Arbeitsvertrag aufhebt oder sie mich kündigt aus betrieblichen Gründen..
    Ich weiss nicht wie es genau ist, aber ich glaube wenn ich fristlos gekündigt werde erhalte ich auch eine Sperrtzeit vom Amt?

    Ehrlich gesagt weiss ich nicht so recht was ich tun soll...

    Was würdet ihr tun?

    Danke für eure Meinungen!
     
  • User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    2.172
    vergeben und glücklich
    19 April 2014
    #2
    Zum Thema Sperre beim Amt ist hier nicht wirklich Auskunft möglich, das geht schnell in den Bereich Rechtsberatung - und die ist hier im Forum nicht gestattet. Das mal zuerst...

    Zunächst natürlich doof, dass es Dir so schlecht geht und nun noch die Angst um Deinen Arbeitsplatz dazukommt.

    Hast Du die Personalleiterin auch über die Sache mit dem Mobbing informiert? Wenn sie doch erst verständnisvoll schien - was habt Ihr denn in dem Gespräch verabredet, außer dass Du Dir Hilfe holst? Bist Du danach auf sie zugegangen und hast ihr gesagt, dass Du in Behandlung bist und wie es weitergeht? Oder bist Du einfach weiter oft oder immer zu spät gekommen? Dann wirkte es vielleicht auf sie so, als hättest Du nichts unternommen, weil das "Fehlverhalten" unverändert fortbesteht.

    Wann hast Du das Schreiben mit der ersten Abmahnung und dem Ultimatum bekommen? Was hast Du unternommen?
    Hattest Du wegen des Termins am 16. April vorher den Betrieb informiert oder bist Du trotz Anweisung in der Abmahnung einfach früher gegangen?

    Ich weiß, Du bist unter Druck und kannst vielleicht nicht anders - aber wenn Du nach dem Gespräch und der schriftlichen Abmahnung nicht direkt aktiv wirst, sondern weiter unpünktlich bist, dann ist es nicht verwunderlich, dass es weitere Folgen inklusive zweiter Abmahnung gibt. Das mag hart sein, aber es war unklug, nach der Abmahnung gar nicht zu reagieren (wenn ich Deinen Beitrag richtig verstehe).
    Ich weiß nicht, als was Du arbeitest, aber was ist denn das für ein seltsamer Vorschlag des Arztes für ein "Angebot"? "Lieber Arbeitgeber, ich biete an, nicht pünktlich zu kommen - dafür bleibe ich netterweise länger oder die Minusstunden werden abgezogen." Je nach Arbeitsplatz ist das leider schlecht möglich, da die Arbeit ja erledigt werden muss und es bestimmte Abläufe und Schichten gibt...

    Weiteres Procedere:
    Einfach mal zwei Wochen krankmelden - nun ja. Bist Du denn tatsächlich aktuell arbeitsunfähig?
    Warum hat Dir Dein Arzt bislang noch keinen AU-Schein geschrieben? Du musst hier nicht ausbreiten, woran Du genau erkrankt bist, aber es könnte zum Verständnis beitragen.
    Eine organische oder psychische Erkrankung?

    Seit wann nimmst Du die Tabletten? Musst Du sie dauerhaft nehmen oder ist ein Ende in Sicht?

    Ich meine es nicht böse, aber wieso war es bislang nicht möglich, dass Du die Tabletten so früh morgens nimmst, dass Du trotzdem rechtzeitig am Arbeitsplatz erscheinst? Wenn die Nebenwirkung Übelkeit ist, dann hat das natürlich Auswirkungen auf Deinen Tagesverlauf. Über welchen Zeitraum hinweg warst Du denn immer wieder unpünktlich? Und wie viel später bist Du je gekommen? Hast Du jeweils angerufen um zu sagen, dass Du später kommst?
    Du hast nun mal Pflichten als Arbeitnehmer - einfach immer wieder unpünktlich zu sein und abzuwarten, bis man Dich darauf anspricht, war unvernünftig.

    Das frühe Aufstehen setzt natürlich voraus, dass Du früh schlafen gehst, damit Du genügend Erholung hast. Gibt es keine Möglichkeit eines anderen Einnahmeschemas als diese Einnahme am Morgen? Oder eine ergänzende Einnahme eines Mittels gegen Übelkeit?
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 April 2014
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  • sho
    sho
    Gast
    0
    19 April 2014
    #3
    Für mich sieht die Sache ziemlich deutlich danach aus, daß man Dich loswerden will.

    Und ganz ehrlich... ich bin der Meinung, daß es Dir definitiv möglich sein sollte, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. Wenn Du weißt, daß die Tabletten Probleme bereiten, dann musst Du eben früher aufstehen.
     
  • Prima314
    Prima314 (23)
    Ist noch neu hier
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    1
    nicht angegeben
    19 April 2014
    #4
    so hart das jetzt klingen mag, aber man kann nicht kontinuierlich Rücksicht auf das Privatleben eines Arbeiters nehmen...Da muss man halt Abmahnungen verschicken..oder du musst früher aufstehen.
     
  • Nisi
    Nisi (31)
    Benutzer gesperrt
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    19 April 2014
    #5
    Nur nebenbei, eine Sperre bekommst du wegen fristloser Kündigung nicht :zwinker: Habe die auch vor kurzem hinter mir.
     
  • User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    19 April 2014
    #6
    Dann hast Du Glück gehabt, denn § 159 Absatz 1 SGB III sagt was anderes.
     
  • Nisi
    Nisi (31)
    Benutzer gesperrt
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    Single
    20 April 2014
    #7
    Hatte ich aber schon 3 Mal in meinem Leben, dass das vorkam. Käme mir auch komisch vor.
     
  • User 36720
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    20 April 2014
    #8
    Kommt ja nun darauf an, weshalb Du gekündigt wurdest.
    Bei eigenem Fehlverhalten, wie in diesem Fall, kommt es in aller Regel zu einer Sperre.
     
  • User 18889
    Beiträge füllen Bücher
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    nicht angegeben
    21 April 2014
    #9
    Was hat ein Arbeitgeber von einem Mitarbeiter, der es regelmäßig nicht pünktlich zur Arbeit schafft? Die Abmahnungen waren doch zu erwarten.

    Es mag ja sein, dass du diverse Gründe hast, warum du Probleme mit dem Schichtbeginn um 8 Uhr hast, aber dann musst du dir eben einen Job mit z.B. Gleitzeit oder Nachtschicht suchen. So geht's nun mal nicht.

    Die Krankschreibung für die nächsten zwei Wochen finde ich auch mehr als frech, wenn du gar nichts hast. Solche Leute liebe ich ja, denn die, die immer pünktlich kommen, dürfen deren Arbeit gleich nocht mit erledigen.
     
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  • Nisi
    Nisi (31)
    Benutzer gesperrt
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    Single
    23 April 2014
    #10
    Ich kenne auch das genaue Problem nicht, da müßtest Du schon mehr Infos darüber geben, aber ich finde es auch legitim, dass man nach mehrmaligen Zuspätkommen eine Abmahnung irgendwann mal bekommt.

    Ich weiß ja nicht, um welche Medikamente es sich handelt, aber hast Du mal daran gedacht, mit deinem Arzt darüber zu reden, der dir eben diese verschreibt? Gibt es da nicht andere Alternativen? Ich weiß ja nicht, was Du nimmst.
     
  • Nevery
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    in einer Beziehung
    23 April 2014
    #11
    4 und 7 minuten? du hättest dich also grademal 10 minuten eher auf den weg machen müssen? da würde ich als arbeitgeber auch ausgesprochen angepisst reagieren - das wirkt einfach nur wie gleichgültigkeit und unzuverlässigkeit.
     
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