• ionic
    ionic (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verliebt
    13 Juni 2011
    #1

    Brauche Liebe, weiß nicht weiter. MEINE Geschichte

    Hallo,

    ich schreib diesen Text jetzt, weil es einfach keinen Menschen in meinem Leben gibt, wen ich von meinen Belangen,
    welche mir auf den Herzen liegen erzählen kann.

    Erzählen kann ich sie schon jmd. nur interessiert es die Menschen nicht wirklich oder sie denken ich übertreibe damit.
    Ist auch immer relativ einfach, wenn das eigenen Leben mehr als gut ist, nachvollziehen zukönnen, dass es anderen nicht so geht.

    Kennt ihr diesen Punkt in Eurem Leben, wo Ihr denkt es geht einfach nicht mehr so weiter und es muss sich was ändern?
    An diesem Punkt bin ich schon ca. 2 Jahren, nur geändert hat sich seitdem nicht wirklich viel.

    Zunächst möchte ich sagen, dass ich schon ca. 10 Jahre am kiffen bin. Fing alles mt 13, weil man coolsein wollte, aber die Droge Marihuana sagte mir so zu,
    dass es irgendwann Alltag wurde. Schulisch bin ich davon nie schlechter gewurden und mein soziales Umfeld hatte ich auch und eine Freundin ebenso.

    Ca. vor 2 Jahren fing dann alles an den Bach runterzugehen. Meine damalige Freundin trennte sich von mir und ich war fürdie nächsten Monate am Boden zerstört.

    Also kiffte ich umso mehr und war total deprimiert. Mein Kifferkollege Mr. H, total isoliert von der Außenwelt, kein Bock irgendwas außerhalb seiner 4 Wände zu
    unternehmen, war meine größte Ablenkung. Er hatte immer Zeit,bei Ihm konnte ich chillen und entspannen. Das ging jahrelang so, auch als ich noch mit
    meiner Ex zusammen war.

    Ich nahm mir dann mit 21 vor, etwas zu ändern und entschloss wieder Frauen anzusprechen, wo es aber mehr Körbe gab, als mir lieb waren und bis auf ein paar
    ONS kam auch nichts weiter bei hinaus.
    Habe mich dann verstärkt mit PickUpbeschäftigt, traue mich aber bis heute nicht wirklich Frauen anzusprechen.

    Da ich mittlerweile der einzige Single in meinem Freundeskreis bin, muss ich mir des öfteren von diesen auch dumme Sprüche anhören, wieso ich keinen
    Erfolg bei Frauen habe und ob das arbeiten mit meiner Hand so viel Spaß macht. Leider habe ich dafür auch keine Erklärung. Bin aufgeschlossen,auch recht kommunikativ und schlecht aussehen tue ich mMn auch
    nicht. Leider gibt es nur noch Pärchenabende, wo ich entweder nicht gefragt werde oder ich erscheine nicht, weil ich Mittwochs kein Bock habe mir Greys
    Anatomy reinzuziehen. Außerdem sind die langweilig spießig gewurden und meine Jungs benehmen sich in der Gegenwart ihrer Freundin, wie ein mehr als
    zahmer Hund. Hinzu kommt, dass ich recht lustig bin, öfter Witze erzähle auch über mich persönlich und sie lachen meist nicht über die Tatsache, sondern
    über mich, weshalb ich nur der verpeilte Kiffer bin, der über sich selbst lacht. Dann werden diese Geschichten 100x mal über mich erzählt,wo ich mir denke,ob sie kein eigenes Leben haben, was lustig ist.

    Ich habe früher alles für meine Ex getan, habe meine Freunde vernachlässigt und lebte eigtl. nur für sie. Leider machen das meine Freunde genauso.
    Mittlerweile bin ich aber schlauer, und weiß, dass dies der falsche Weg ist.

    Zu dieser Zeit bis ca. vor 5 Monaten hing ich fast nur bei Mr.H ab oder ging ins Fitnesstudio, um meinen Körper auf Vordermann zu bringen,vll bringt das
    ja was,um bei den Frauen anzukommen.
    Mr. H der größte Sesselhocker den ich kannte, lernte im Januar auf seiner Arbeit dann seine jetzige Freundin kennnen. Wie es das Schicksal so wollte,
    ging er mit ihr außer Haus weg und hatte auf einmal keine Zeit mehr für mich. Ich freute mich für ihn endlich jmd. gefunden zu haben (auch wenn sie xtrem
    hässlich ist), auch wenn er sich jetzt keine Zeit mehr für mich nehmen wollte. Ich war auch eifersüchtig, weil ich 7 Jahre probierte, das wir mal weggehen,
    er nie wollte, mit ihr das aber macht. Jetzt hat er mit kiffen aufgehört und lebt 24/7 nur für sie, weil er wohl das Gefühl von Liebe noch nie in diesem Maaße gekannt hat.

    Nun ja das Kiffen verlagerte sich dann meist nur noch alleine. Mittlerweile sind mir meine Connections flöten gegangen und keiner Kifft mehr wirklich,
    weil sie alle LIEBEN.

    So ist es nun mal, dass ich seid 2 Jahren jeden Tag allein schlafen gehe und auch wieder aufwache. Meine Eltern trennten sich vor ca. 6 Jahren, da fing
    auch spätestens das exzessive Kiffen an. Sie wissen glaub ich nicht mal, dass ich kiffe.
    Es gibt Tage, da heule ich einfach nur den ganzen Tag und fühle mich so alleine, weil niemand da ist. Keine Familie, keine Schwester die sich für einen
    Interessiert und meine Freunde melden sich ehe nicht, sofern ich es nicht tue und dann muss ich die auch immer mit ihrer freundin teilen, weil sie
    nichts alleien ohne SIE machen wollen.

    Heute ist Tag 4 ohne kiffen und mir geht es schlechter denn je. Ich habe kalte Schweißausbrüche, Träume Sachen, die so REAL sind, dass ich es kaum glaube
    und meine Laune ist im Keller. Aber ich ziehe das durch, egal wie viel Schmerzen ich erleiden muss. Nur leider interessiert das niemanden. Es tut weh, wenn man was geben will,
    es aber nicht mal annähernd erwiedert wird oder wertgeschätzt. Keiner sagt toll, dass du das jetzt machst und aufhörst, sondern ich kriege ein AHA zu hören.
    Die eizige ist meine Katze, aber die missbraucht mich auch nur für ihre Bedürfnisse. Sie ist für mich aber ein gutes Beispiel, dass egal welches Lebewesen nicht ohne Liebe Leben kann.


    Könnt Ihr mir sagen, wie ich daraus komme.

    - Ich höre jetzt endgültig mit dem Kiffen auf nach ca. 10 Jahren.
    - Bin seit Ewigkeiten bereit für eine neue Beziehung, lerne aber einfach keine Frauen kennen und traue mich nicht, aus Angst vor Ablehnung welche
    anzusprechen.
    - Will endlich Leute kennenlernen, mit denen ich auch geistig auf einer Wellenlänge bin und die mich schätzen und einfach tolle Menschen sind.
    - Ich will auch neben meinen Beruf anerkannt werden als Mensch.
    - Will nicht mehr jeden Abend nach Hause kommen und mich Fragen, wie das weitergehen soll.
    - Vorallem will ich mich nicht mehr einsam und alleine fühlen.

    Eine gewisse Zeit ist es ja okay für sich alleine zu sein, aber nach Jahren nagt es schon an mich, nicht geliebt zu werden.

    Würde mich freuen, wenn ihr ein paar Ratschläge für mich habt oder von euren eigenen Erfahrungen berichtet.

    Ich hab glaube ich schon, ganz planet liebe, neon, pickupforum etc. durchgelesen und glaube, wenn ich mich einfach mal traue auf Fremde Leute zuzugehen, dass es klappt, aber ich hab diese
    Hemmsperre. Und außerdem habe ich keine Freunde, die auch mal mit mir alleine weggehen wollen und mal Frauen abzuchecken, ganz unverbindlich!

    Viele Grüß
     
  • ineedshe
    ineedshe (26)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    13 Juni 2011
    #2
    Das ist in der Tat hart ich finde es gut das du seit 4 tagen nicht mehr gekifft hast und ich finde es gut das du was ändern willst... wenn ich du wäre würde ich auch versuche mich in die öffenlichkeit einzubringen um neue kontakte zu knüpfen auch einzelne freunde sind wichtig das verstehe ich...

    und du solltest es auf alle fälle weiter versuchen mit dem mädels ansprechen...

    Gruß
     
  • saliko
    Öfters im Forum
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    in einer Beziehung
    13 Juni 2011
    #3
    Ich mach jetzt mal dass was in deiner Umgebung grade keiner macht:

    Mensch, ich finde es KLASSE, dass du mit dem Kiffen aufhörst und was an dir ändern willst :jaa:! *dirvirtuellaufdieschulterklopf*

    Ansonsten vielleicht noch, wenn du in einer Großstadt oder Nähe einer Großstadt wohnst, gibt es eine Seite, die nennt sich new-in-town (googlen), da kann man Gleichgesinnte suchen, zb zum Party gehen oder andere irgendwelche Veranstaltungen, wo sich die Interessen treffen.
     
  • DSCH
    DSCH (33)
    Meistens hier zu finden
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    Single
    14 Juni 2011
    #4
    Hey,

    erstmal habe ich höchsten Respekt davor, daß Du das durchziehst - nach 10 Jahren von einem Tag auf den anderen aufzuhören, das ist eine ganz schöne Leistung. Ich verstehe schon, daß Du gerne auch von anderen mehr Zuspruch und Wertschätzung dafür bekommen würdest. Aber Du machst das ja für Dich - also kannst vor allem Du Dir für jeden Tag, den Du geschafft hast, ordentlich auf dir Schulter klopfen und einfach mal verdammt stolz auf Dich sein.

    So, und jetzt mal zu den anderen Problemen. Ich weiß nicht - wie Du über Deine Freunde schreibst, da schwingt schon eine ziemliche Portion Verachtung und Verbitterung mit. Natürlich kann ich nur Vermutungen anstellen, aber ganz ehrlich: wenn Du früher, als Du noch mehr eingeladen wurdest, vielleicht mal zu einem "Pärchenabend" hingegangen bist, und dann aber den ganzen Abend in der Ecke saßt, ne Fresse gezogen hast daß die Mundwinkel zwischen den Knien hingen und mehr oder weniger subtil deutlich gemacht hast, wie unglaublich langweilig und spießig und wasweißich Du das alles findest...dann fände ich es nicht verwunderlich, daß Deine Freunde sich immer mehr zurückziehen. Und Du scheinst mir da doch etwas dogmatische Vorbehalte zu haben, also ebenfalls kein Wunder, daß Du mit so einer Einstellung tatsächlich keinen Spaß an gemeinsamen Unternehmungen hast.

    Und auch Dein Grösaz (GRÖßterStubenhockerAllerZeiten)-Freund scheint ja zumindest irgendwas richtig gemacht zu haben, und auch wenn Du nun seine Freundin hässlich findest, er sieht das vermutlich anders - also versuch Dich vielleicht mal für ihn zu freuen, anstatt das so herablassend abzuwerten, womit Du Dir mit Sicherheit keine Freunde machst.

    Also was ich damit sagen will: es kann gut sein, daß an der zunehmenden Vernachlässigung durch Deine Freunde nicht nur deren böse Partnerinnen schuld sind, sondern daß Du Dich durch Voreingenommenheit da auch ein Stück weit selbst rausgekickt hast.

    Auf der anderen Seite besteht natürlich die Möglichkeit, daß die Freundschaft einfach so immer mehr ausdünnt. Das bringt das Leben so mit sich, man entwickelt sich manchmal auseinander und wird sich fremd.

    Wie auch immer, jedenfalls wirst Du Dich mit alten oder neuen Freunden leichter tun, wenn Du mal etwas offener auf die Dinge zugehst und nicht gleich alles pauschal abwertest.

    Ansonsten wünsche ich Dir weiterhin viel Kraft für den Entzug (vielleicht hängen die von mir angesprochenen Punkte ja auch damit zusammen, daß Deine Laune gerade nicht die beste sein dürfte, was ja nur allzu verständlich wäre).
     
  • jellymaus
    Verbringt hier viel Zeit
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    51
    vergeben und glücklich
    14 Juni 2011
    #5
    Während des Lesens dachte ich "Mensch, hör doch mit dieser verdammten Kifferei auf". Und am Ende war ich überrascht, dass du es sogar tust! Ich denke, das ist der Schlüssel und du hast schon 4 Tage durchgehalten...
    Die Entzugserscheinungen - mögen sie auch jetzt so krass sein - werden bald weg sein, du musst jetzt stark bleiben und allein der Entschluss aufzuhören ist das einzig sinnvolle!

    Schade, dass du niemanden hast, der dir in der Zeit beisteht, aber wenn du das erstmal gepackt hast, wirst du nur noch stärker sein und mit super Selbstbewusstsein dich ins neue Leben stürzen können!

    Ich wünsche dir jedenfalls das nötige Durchhaltevermögen! :smile: Du wirst das schaffen, nicht aufgeben!
     

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