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  • Das Ich-Viech
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    22 April 2010
    #1

    Bulimie, Selbstverletzung, Suizidgedanken - wo Hilfe?

    Moin...

    Heute hat mich eine Bekannte angeschrieben, weil sie niemand anderen zum reden hatte.
    Ich zitiere:

    " ich bin kurz davor was ganz dummes zu machen... bulemie... oder wirds bulimie geschrieben? keine ahnung. jedenfalls fehlt nichtmehr viel, bis ichs essen wieder auskotze. oder während der arbeit mitm teppichmesser abrutschen... in den oberschenkel, is besser als in die hand. kann ich dann wenigstens noch schreiben und zocken.
    die lehre macht mich krank. hoffentlich bekomm ich zum sommer hin nen platz fürs abi oder fürs studium. ich halts hier netmehr aus.
    tut mir leid, wenn ich dich damit jetzt volltexte, aber ich wusst net, mit wem ich sonst darüber reden könnte. "

    Laut eigener Aussage will sie Hilfe - aber weiß nicht, wo und wie.
    Bevor sie gesagt hat, dass sie Hilfe will (sie schien zuerst nicht gewillt, sich Hilfe zu suchen), habe ich mit dem Gedanken gespielt, die Notfall-Meldung hier auf PL zu benutzen (hab' die mal durch Zufall entdeckt) oder gleich die Polizei zu verständigen... aber Gott sei Dank muss ich's jetzt nicht SO machen.
    Das ist für mich einfach ein Fall, bei dem's mir egal ist, ob sie Hilfe WILL oder nicht - geholfen werden MUSS.

    Sie will welche - gut so.

    Sie meint, die Wartezeit für eine Therapie von einem halben Jahr hält sie nicht durch.
    Mein erster Gedanke: Einweisen lassen.
    Aber gibt's da nicht noch eine andere Möglichkeit?

    Gibt es irgendeine Stelle (Caritas und ähnliches, kenn' mich da nicht aus), die man aufsuchen kann, wo einem geholfen wird?

    Ich bin hier gerade zittrig und verzweifelt... wenn die Dummheiten macht, kipp' ich um.

    Weiß irgendjemand, wo man sich möglichst schnell Hilfe holen kann? Wo sie hinkann und keinen Termin in zwei Jahren in die Hand gedrückt bekommt?

    Danke für eure Hilfe im Voraus...
     
  • Nicht die richtige Frage? Hier gibt es ähnliche Themen:
    1. Selbstverletzung
    2. Bulimie?
    3. Bulimie
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    5. Bulimie
  • krava
    krava (37)
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    22 April 2010
    #2
    Was mir spontan einfällt, ist die Telefonseelsorge. Die haben ganz sicher Adressen parat.
     
  • Aily
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    22 April 2010
    #3
    Die Diakonie müsste doch auch etwas in der Richtung haben. Sie könnte auch einfach zum Arzt gehen und ihr Problem schildern (wenn sie es denn tut). Er müsste bescheid wissen, was zu tun ist.
     
  • Das Ich-Viech
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    22 April 2010
    #4
    Danke für eure Hilfe...
    Ich hab' mittlerweile aus ihr rausgekriegt, dass sie schon 'ne Überweisung für 'nen Therapeuten hat, aber noch nicht bei einem angerufen/vorbeigeschaut.

    Ich denk', ich krieg' das hin, dass sie endlich den Arsch hochkriegt.
     
  • Aily
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    22 April 2010
    #5
    Du solltest bedenken, dass du ihr nur helfen kannst, wenn sie sich helfen lassen will. Alles andere hat keinen Sinn und würde auch nur bewirken, dass sie sich zurückzieht o.ä.
     
  • Das Ich-Viech
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    22 April 2010
    #6
    Das ist mir klar.
    Sie sagt, sie will Hilfe. Sie fleht mich an, dass sie Hilfe will.
    Aber sie ist selbst der Meinung, dass sie's nicht packt, nicht durchzieht.
    Das ist für mich das Signal, dass ich ihr in den Arsch treten darf und muss, damit sie das durchzieht, was sie selbst will.
     
  • Aily
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    22 April 2010
    #7
    Wenn sie erst mal in kompetenter Behandlung ist, werden sich die Leute schon darum kümmern. Das ist verständlich, dass die Situation nicht einfach ist für sie.
    Und: schön, dass sie jemand hat, der ihr beistheht :smile:
     
  • klatschmohn
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    22 April 2010
    #8
    Als es mir damals so schlecht ging habe ich mich in einer stationären Einrichtung (Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik) um ein Vorgespräch gekümmert und habe dann dort auch sehr schnell einen Platz in einer stationären Gruppentherapie bekommen, wo ich 12 Wochen war. Weitere Möglichkeiten wären vielleicht Tageskliniken....

    Nachdem was du geschrieben hast, braucht sie schnell Hilfe. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie die Suche nach dem "passenden" Therapeuten im Moment durchstehen kann. Es kann durchaus Wochen dauern, bis sie einen Termin bekommt und dann muss es auch noch "passen".

    Wenn es gar nicht mehr geht, kann sie sich auch einweisen lassen- dann ist sie erstmal "geschützt"....
     
  • User 78196
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    22 April 2010
    #9
    Nach deinen Schilderungen würde ich sagen, dass sie höchstwahrscheinlich gar nicht warten muss. Wer selbstmordgefährdet ist, wird normalerweise sofort an entsprechende Stellen weitergeleitet und bevorzugt behandelt. Besonders was Kliniken angeht.
    Persönlich würde ich auch sagen, dass sie wirklich stationär behandelt werden sollte.
     
  • LongTimeAgo
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    23 April 2010
    #10
    wenn sie "die lehre krank macht", sollte sie dann nicht erstmal zusehen, dass sie da wegkommt? hier stehen ja jetzt keine weiteren infos, was genau da so schlimm ist, aber es könnte ja auch sein, dass die lehre das hauptproblem ist, je nachdem, was da mit ihr gemacht wird...
     
  • Reliant
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    23 April 2010
    #11
    Nicht umbedingt. Man kann nicht vor jeder Situation weglaufen die schwer für einen ist. Wenns irgendwie geht ists immer besser zu versuchen Schwierigkeiten zu verarbeiten.
    Ein Besuch beim Therapeuten wäre auch sehr wichtig, der muss aber freiwillig erfolgen.
    Und helfen wollen ist zwar sehr edel, aber man sollte sich besser soweit zurücknehmen das man sich selbst schützt. Leider haben viele psychisch Kranke ein riesen Talent darin andere bewusst oder unbewusst zu manipulieren.
    Und man muss auch akzeptieren, das jeder Mensch seine eigene Schwelle hat die erst erreicht sein muss bevor er Hilfe annehmen kann.
     
  • Das Ich-Viech
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    23 April 2010
    #12
    Wie gesagt.. wüsste sie selbst nicht, dass sie Hilfe braucht, würde ich mich so lange zurückhalten, bis sie's einsieht. Ohne den Willen, Hilfe zu bekommen, nützt auch die beste Therapie nichts.

    Aber sie sagt mir, dass sie Hilfe braucht und Hilfe will, aber die Kraft nicht findet, sich welche zu suchen...
    Sie möchte explizit, dass ich ihr sage, was sie tun soll - also tu' ich's.
    Das resultiert ab und an auch mal in direkten Worten und Arschtritten. Aber sie kapiert's so und sie versteht's nicht falsch.

    Ich hoffe mal, sie geht jetzt zum Therapeuten...
    Sollte sie das allein nicht schaffen, helfe ich.
     
  • Shiny Flame
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    23 April 2010
    #13
    Vorschlag: Besuch sie so bald wie möglich und telefoniert dann zusammen die Therapeuten aus den gelben Seiten an. Die haben meist Anrufbeantworter und rufen dann zurück. Direkt kommt man meist eh nicht durch.
     

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