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  • User 22359
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    25 April 2020
    #1

    Corona 4

    So ab in die vierte Runde. Da wir nun beim vierten Thread angekommen sind habe ich in der letzten Woche mal gesammelt was für (meist wissenschaftliche) Fragen derzeit offen sind um COVID zu verstehen. Ehrlich gesagt ist es immer noch überraschend wie wenig wir eigentlich wissen. Für vieles was unten steht gibt es derzeit erste Studien, aber beim meisten sind wir noch sehr sehr weit davon entfernt es zu verstehen.

    Offene Fragen bei COVID-19:
    a) Übertragung
    - Wie schafft es der Virus sich relativ gut zu übertragen?
    - Was ist der Hauptübertragungsweg (Tröpfchen ist Annahme, aber erklärt kaum die Beobachtungen alleine)?
    - Sind Aerosole ein entscheidender Faktor?
    - Sind Masken ein Hauptgrund warum viele asiatische Staaten so geringe übertragungen haben?
    - Sind Kinder genauso Überträger wie Erwachsene?
    - Gibt es einen Einfluss des Klimas und wenn ja ist es ein direkter Effekt (Strahlung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) oder Indirekter (menschliches Verhalten, Immunsystem)?

    b) Genetik/Verhalten
    - Gibt es genetische oder soziale Gründe warum international mehr Männer sterben als Frauen?
    - Gibt es einen genetischen oder sozialen Grund für die hohe BAME (Black, Asian and minority ethnic) Quote in UK, ähnliches für die black community in den USA?
    - Gibt es einen Grund anders als Phase der Epidemie und frühe Intervention für die geringe Todesfallzahl in Deutschland?

    c) Immunisierung
    - Wie hoch ist die Dunkelziffer und wie unterscheidet sie sich für einzelne Staaten?
    - Gibt es überhaupt einen Weg zu einem Impfstoff?
    - Gibt es Kreuz-Immunisierung durch andere Coronaviren?
    - Warum erkranken Kinder seltener?
    - Warum ist die sekundäre Attack Rate so niedrig?

    d) Zukunft
    - Kommt es zur zweiten Welle und wenn ja wie stark, wann und wo?
    - Wann wird ein erstes effektives Medikament zur Verfügung stehen?
    - Wann gibt es (wenn überhaupt) einen Impfstoff?
    - Wird man einem Totimpfstoff eine Chance geben oder verlässt man sich auf bisher unerprobte Konzepte?
    - Wann wird man die Massnahmen deutlich reduzieren können?
    - Wie wird sich die Exzess-Mortalität in einzelnen Regionen entwickeln?
    - Wird COVID weiter als reine Lungenkrankheit betrachtet werden, sondern als eine Erkrankung des Gesamtsystems mensch?
    - Wird es Apps geben die sowohl Datenschutz einhalten, als auch effektiv und verbreitet sind?
    - Wie hoch wird weltweit und regional das Wirtschaftswachstum einbrechen und werden Staaten die Frühzeitig reagiert haben dadurch wirklich einen Vorteil haben?

    Vieles haben wir ja schon an verschiedener Ecke diskutiert, schauen wir mal ob es dort in den nächsten Woche sich abzeichnende Antworten geben wird.
     
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  • User 164174
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    25 April 2020
    #2
    Die Maskefrage beschäftigt mich noch ein wenig.
    Sie soll ja hauptsächlich andere schützen und nicht einen selbst. Also geht eine Tröpfcheninfektion nur von innen nach Aussen? Warum nicht anders herum?
    Wenn man sie regelmäßig reinigen sollte... Wieso? Nach der obigen Begründung sind da ja nur die eigenen Viren dran und nicht fremde? Wenn fremde dran wären, würde sie ja doch schützen? Aber es schützen doch nur Ffp2?
    Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr komme ich zu Schluss, dass das alles Bullshit ist und man nichts weiß, dass das eher politischer Aktionismus ist um den Leuten kein falsches Gefühl der Sicherheit zu geben.
     
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    25 April 2020
    #3
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    25 April 2020
    #4
    Hier noch ein paar Zitate aus dem alten Thread
    Und wenn wir versuchen, den Lockdown duchzuhalten, bis ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist, möchte ich auch niemanden sich beklagen hören, wenn sein Kind leider psychisch krank ist, wenn er wie die Hälfte der Deutschen arbeitslos ist, wenn die eigenen Eltern oder Kinder an irgendwelchen lächerlichen Krankheiten sterben, weil es leider keinen Handel mehr mit Medikamenten gibt, wenn bereits Millionen Afrikaner verhungert sind und sich eine Flüchtlingswelle auf Europa zubewegt, die viel größer ist, als 2015, wenn vor lauter Angst vor den Flüchtlingen die AfD an die Macht kommt und wir bald darauf im Chor "Heil Höcke" rufen müssen, wenn die ganzen rechtsextremen Regierungen die Flüchtlinge an den Grenzen niedermetzeln und wenn in 10 Jahre die Begriffe Demokratie und Rechtsstaat nicht mehr sind, als verblassende Erinnerungen an die schönen Zeiten vor Corona.

    Vor solchen Dingen habe ich jedenfalls viel mehr Angst, als davor, vielleicht ein wenig früher um meine Oma trauern zu müssen. Ja, nicht mal mein eigener Tod (auch wenn er noch so wahrscheinlich sein sollte) würde mir auch nur ansatzweise so viel Angst machen, wie all diese Zukunftsszenarien.
     
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    25 April 2020
    #5
    Wobei hier ja mMn. gar kein direkter Zusammenhang besteht.
    Wenn man die richtige Massnahmen gewissenhaft umsetzt muss das eine das andere nicht ausschliessen.
     
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    25 April 2020
    #6
    Gerade die Masken geben den Leuten doch ein trügerisches Sicherheitsgefühl, was dazu führt, dass sie keinen Abstand mehr zu anderen Menschen halten, obwohl dieser Abstand im Gegensatz zu den Masken nachweislich eine erhebliche Schutzwirkung hat.
     
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    25 April 2020
    #7
    Leider halten sich nicht alle an den Mindestabstand.
    Gerade in den Läden kommt gefühlt alle 10 sec. einer um die Ecke und schneidet einen.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 25 April 2020 ---
    Ich denke in Bereichen, wo nicht sicher gestellt werden kann, dass da nicht irgendeiner gedankenverloren die Regel bricht, macht die Maske für eine Übergangszeit schon Sinn.

    Denn eins muss schon sicher gestellt bleiben.
    Die Infektionen müssen schon auf niedrigem Niveau bleiben.
    Sonst konnen wir unsere Risikogruppen nicht ausreichend schutzen.

    Da spielt die Maske durchaus eine wichtige Rolle.
    Und sie ist absolut Datenschutzkonform.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 April 2020
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    25 April 2020
    #8
    Ach, schon wieder dieser Extremismus.
    Warum nicht den Lockdown durchhalten, bis wir zurück zum Containment gehen können? (Und nein, momentan geht das noch nicht, dafür ist es noch viel zu viel, da sind sich Gesundheitsämter und Mediziner ziemlich einig)

    Und ich frage nochmal: Meint ihr wirklich, dass sich an Toten in Afrika oder einer weltweiten Wirtschaftskrise irgendwas ändert, wenn hier in Deutschland der Lockdown schneller gelöst wird?

    Ich find es ein bisschen müßig, über Dinge zu jammern, an denen man nichts ändern kann und dafür Maßnahmen fordert, die Dinge betreffen, an denen man sehr wohl was ändern kann.
    Ich sag es ja nur ungern, aber Preise für die meisten Sachen werden am Weltmarkt gehandelt, und für den ist das, was in China oder den USA passiert, weit ausschlaggebender, als Deutschland allein. (Wenn man die gesamte EU hernähme, wär das vielleicht was. Aber sag doch bitte mal den Italienern einer, dass sie gefälligst ihren Lockdown auflösen sollen, weil wegen deutschen Arbeitsplätzen und so... wird ein spaßiges Gespräch :zwinker: )

    Wenn man sich halt so vernetzt und auf "just in time" geht, und das weltweit, dann gibt es halt bei sowas wie einer Pandemie keine nationalen Lösungen.
     
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    25 April 2020
    #9
    Und dazu möchte ich betonen, dass es natürlich hypothetische Kettenreaktionen sind, die zu solchen Entwicklungen führen, aber das Szenario ist kein bisschen unrealistischer als die Befürchtung, der Virus würde doch noch zum Killerzombie werden.

    Beide Seiten haben ihre Argumente, und finden das jeweils eigene Szenario viiiiiel schlimmer. So lange die Seiten sich einigermaßen die Waage halten an entscheidenden Stellen, hoffe ich auch einen sinnvollen Mittelweg in eingeschlagenen Richtungen.


    Off-Topic:
    Selbst dort wo es WIRKLICH gewütet hat, sind wir weit entfernt von Zahlen in ... Millionenhöhe.
    Unverändert, klar ist jeder einzelne Verlust tragisch für Angehörig. Aber das ist er immer, egal was ihn begründet und egal wann er stattfindet, es hätte immer "doch noch länger sein können wäre *Virus, Krebs, Unfall, Herzinfarkt etc* nicht gewesen. Jemanden durch diesen Virus gefühlt "zu früh" zu verlieren ist kein bisschen schlimmer, als jemanden aus einem anderen Grund ebenfalls gefühlt zu früh zu verlieren. Aber ja, meine Ansicht.
     
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  • Art_emis
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    25 April 2020
    #10
    Den selben Gedanken hatte ich auch bereits. Denn auch wenn ich medizinisch gesehen ein absoluter Laie bin, hab ich das Prinzip der Tröpfcheninfektion in meinem Leben nun schon so häufig gehört, gelesen usw. und dachte es verstanden zu haben. Die meisten Viruserkrankungen übertragen sich doch auf diese Weise, aber bei Grippewellen etc. wurde nie zum Mundschutz geraten/angehalten. Für mich würde irgendwie eine Handschuhpflicht sinniger erscheinen, insbesondere wo man in vielen Geschäften ja regelrecht gezwungen wird sich einen Einkaufswagen zu nehmen, an dem doch sicher zig Keime und Viren vom Vorgänger kleben.
    Und war es bisher nicht so, dass Kinder als das ultimativ Böse dargestellt wurden, was die Virusübertragung angeht?Warum müssen dann Kinder erst ab 7 Jahre eine Maske tragen?
    Auch der Sicherheitsabstand scheint mir logisch betrachtet mehr oder minder eher eine Maßnahme zu sein, die den Menschen ein Gefühl von Sicherheit geben soll.
    Hat ja auch was gutes, damit nicht die große Panik ausbricht, aber ich merke aktuell, dass man da in Supermärkten inzwischen schon wieder nachlässiger geworden ist.

    Für mich ist das alles so widersprüchlich, dass mich echte Erfahrungsberichte von authetischen Personen, die sich infiziert hatten, mal brennend interessieren würden. Da ich leider nicht gewillt bin den Medien und der Regierung alles einfach zu glauben, bzw. nicht recht unterscheiden kann, was glaubhaft ist und was nicht.

    Und warum dürfen denn nun Geschäfte unter 800 m² wieder öffnen, verbreiten sich Viren auf engem Raum nicht viel schneller und besser? Ich verstehe ja schon, die Kaufkraft der Deutschen hat seit der Pandemie stark nachgelassen, sogar noch mehr als während der letzten Wirtschaftskrise, da muss man schon gegenlenken, dass die Wirtschaft nicht einbricht.
    Aber wann kommen denn wir armen Eltern endlich mal an die Reihe? Wann wird für das Betreuungsproblem endlich eine sinnvolle Lösung geschaffen? Meiner Meinung nach hat es schon seine Gründe warum in den meisten Familien, beide Elternteile arbeiten - weil ein einziges Einkommen schon lange nicht mehr für den Lebensunterhalt ausreichend ist und doch bleiben die Familien gerade sowas von auf der Strecke...
     
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    25 April 2020
    #11
    Unsere ECMOs sind voll. Voll. :hmm:
    In Stockholm gibt es eigentlich 3 ECMO-Plätze, die konnten auf 9 aufgestockt werden und sollen nun zügig auf 11 und 12 Plätze erhöht werden, die Lungenklinik in Linköping errichtet jetzt einen und wird vermutlich noch weitere ECMO-Plätze hochziehen. Die Patienten sind zwischen 30 und 59 Jahre alt. Was passiert, wenn ein Neugeborenes einen Platz braucht, mag ich mir nicht ausmalen. :ratlos:

    Ich weiß nicht genau, was uns die nächsten Wochen bringen. Das Gesundheitssystem in Stockholm ist sehr belastet. Und aktuell ist es in Kneipen und Biergärten voll, junge Gäste sagen flapsig: „Wir haben keine Symptome und wir sind auch keine Risikogruppe, warum sollen wir zu Hause bleiben?“ :hmm:

    Es sind scheinbar vor allem die 18-35-Jährigen, die das auf die leichte Schulter nehmen. Schade.
     
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    25 April 2020
    #12
    Das Containment, das wir dann mit einer Zwangs-Schnüffel-App durchführen? (Die natürlich genau in dieser Form mit schönen Überwachungsmöglichkeiten eingeführt wird, obwohl es eine Alternative gäbe, die in Sachen Datenschutz deutlich besser ist... aber die ist ja politisch nicht gewollt. - Nachtigall, ick hör dir trapsen.) :censored:

    Dass das wirklich funktioniert, übersteigt einfach mein Vorstellungsvermögen.

    Nein. Da müssen natürlich auch andere Staaten mitmachen. Sonst sind wir sowieso verloren.
    Aber auf die Politik anderer Staaten habe ich leider wirklich überhaupt keinen Einfluss.

    Vermutlich ist die Chance, dass uns das alles nicht kolossal um die Ohren fliegt, sowieso verschwindend gering. Aber ich muss mir einreden, dass sie noch da ist. Sonst kann ich mich ja gleich von der nächsten Brücke strüzen, weil ich diese ganzen Dinge, die da vermutlich auf uns zukommen, echt nicht erleben will.
     
  • User 98820
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    25 April 2020
    #13
    Spiralnudel Verlegung in andere Länder, die noch Platz bieten können.
     
  • User 83901
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    25 April 2020
    #14
    Vermutlich eher das, was bisher gemacht wird: ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Behandlung ist, und eine entsprechende Vergabe der Plätze. So wird es auch mit der Beatmung gemacht: Patienten, die zu schwach dafür sind, werden stattdessen palliativ behandelt.
     
  • ProxySurfer
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    25 April 2020
    #15
    Derzeit gehen die aktiven Infektionen stark nach unten, es gibt immer weniger Neuinfektionen und immer mehr Genesene. Geht das so weiter, hätten wir spätestens Ende Mai kaum noch Infizierte. Und dann kommt der Sommer, wo Viren allgemein weniger aktiv sind. Aber im Sommer fallen alle Veranstaltungen und Urlaubsreisen aus - was für ein langweiliger Sommer! Wahrscheinlich wird das Virus dann mit Beginn des Herbstes wieder aktiv, und das kann sehr heftig sein, da im Herbst alle ausgefallenen/verschobenen Veranstaltungen in Kultur und Sport stattfinden sollen. Ich hoffe, dass ich mich da irre und die 2. Welle ausfällt. Möglich wäre aber auch, dass inzwischen ein ganz neues Virus auf dem Wege zu uns ist.

    Dieses Szenario ist übrigens dem der Hongkong-Grippe von 1968-1970 ähnlich, auch damals gab es in 2 Wintern 2 Wellen der Pandemie. Und 40 000 Tote allein im Westen Deutschlands.
     
  • User 113006
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    25 April 2020
    #16
    banane0815 : Fakt ist, dass man am 13. März nicht wissen konnte, wie die Sache weitergeht.

    Edit: Beitrag gekürzt, da diskussion nicht zielführend.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 April 2020
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    #17
    Ich habe eigentlich nicht von Afrika geredet.
    Ich rede von unserem Arsch, von uns, unserer Zukunft und vom Leben unserer Kinder.
    Was glaubst du wohl, was passieren wird, wenn in Europa der Lockdown so lange verlängert wird bis zB. alle durchgeimpft wirksam sind oder so?
    Glaubt du wirklich der Staat könnte den Menschen monate lang den Lohn zahlen und und die Firmen über Wasser halten?
    Wie soll das denn real und praktisch gehen?

    Und wenn es irgendwie gehen würde, dann müssten die nächsten Generationen dafür mit ihren Zukunftschancen dafür zahlen.
    Denn sie sind am Ende bankrott, verarmt wie Kirchenmäuse.
    Vielleicht kannst du dir das nicht vorstellen, weil uns echte Armut und schlimmes Elend inzwischen sehr fremd geworden ist. Aber ich will dieses Szenario nicht unnötig provozieren und auch nicht meinen Kindern aufbürden.
    Diese Krise ist unser Ding, das müssen wir jwtzt lösen, nicht auf die nächste Generation schieben.
    Die haben schon genug Probleme von uns geerbt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 April 2020
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    25 April 2020
    #18
    Schon wieder das extrem. Ich hab nirgends gesagt, dass das noch Jahre so gehen soll. Nur, dass es JETZT noch viel zu früh ist.
    Klar geht das. Wär auch nicht das erste Mal in der Geschichte, dass das geht. Als vor ein paar Jahren die Bankenrettung anstand, ging es auch. Als Griechenland völlig überschuldet war, ging es auch. Sogar dort. Haben wir halt mal ein paar Jahre keine "schwarze Null" auf dem Papier stehen.

    Ich bin mir grad nicht sicher, ob du weißt, wie Staatsverschuldung funktioniert :what: Da läuft niemand mit Geldköfferchen vom IWF rum und übergibt den an Deutschland, um das zu bezahlen, und die schicken auch keine russischen Schlägertrupps, wenn wir das nicht zurückzahlen. Würdest du sagen, die USA sind überschuldet und verarmt wie die Kirchenmäuse? Die hatten quasi die letzten 50 Jahre nicht ein einziges Mal auch nur sowas ähnliches wie eine schwarze Null :grin:
    Solange die Welt weiterhin glaubt, dass wir Deutschen super töfte arbeiten können und super töfte Technologie haben und bei uns alles shiny und funkelnd ist, sind die absoluten Staatsschulden ziemlich egal. Dann kriegen wir am Weltmarkt trotzdem noch super Konditionen.
    Klar, darf man alles nicht übertreiben. Aber ich sag es gern immer wieder: Geld ist eine Rechengröße. Und für Staatsverschuldungen gilt das doppelt und dreifach.
     
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    25 April 2020
    #19
    Natürlich konnte man das damals nicht wissen. Hinterher ist man immer schlauer. Und genau deshalb ist es doch so wichtig, die Maßnahmen immer wieder an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

    Ich mag es nur nicht, immer so auf den direkten Corona-Toten als einziges Problem herumzureiten und damit die Moralkeule zu schwingen, wenn wir von Maßnahmen sprechen, die nicht nur Corona-Todesfälle verhindern können, sonern auch selbst gravierende Langzeitfolgen haben können - nicht nur in Form von Menschenleben, sondern auch in Form von Lebensumständen die durchaus so schlimm sein können, dass ich dann lieber tot wäre, als sie ertragen zu müssen.
     
  • User 161456
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    25 April 2020
    #20
    Also verstehe ich dich richtig.
    Deine Krisenstrategie ist, wir hams ja und zahlen sollen es halt die andern mal... :eek:
     

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