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    21 März 2020
    #1

    Gesundheit Corona und die Psyche

    Für alle, die unfreiwillig "Urlaub" machen müssen: Wie haltet ihr es den ganzen Tag zu Hause aus, egal ob Single, Paar oder Familie? Hat schon jemand "Lager-Koller", Langeweile, depressive Phasen oder gar ein Alkoholproblem? Was nervt euch am meisten?
     
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    #2
    Ich bin ja eh depressionskrank und merke nach einer Woche, dass ich wohl auch die Wochenenden hart durchstrukturieren muss, um nicht in ein Loch zu fallen.

    Ansonsten geht es. Ich versuche, die tägliche Bewegung, die ich durch den Arbeitsweg hätte, durch Yoga und bewusstes Essen auszugleichen.
     
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    21 März 2020
    #3
    Ich habe zwangsweise "Urlaub", bin Single und den ganzen Tag zu Hause. Eine gewisse Lustlosigkeit ist schon festzustellen, außerdem brauche ich (was ich früher nie gemacht habe) abends Alkohol, um zur Ruhe zu kommen. Mich nervt die Ungewissheit, wann das Ganze endlich zu Ende geht. :dizzy:
     
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    21 März 2020
    #4
    Eigentlich bin ich in einer echt guten Situation, trotz Ausgangsbeschränkungen (lebe in Tirol): Haus mit Garten, nicht alleine (Familie), weiter festes Einkommen (arbeite an einer Universität).

    Trotzdem macht mir die Situation psychisch schon jetzt zu schaffen. Es fällt mir schwer, daheim wirklich produktiv zu arbeiten. Auch wenn ich jeden Tag in den Wald gehe, fühle ich mich irgendwie "eingesperrt". Mir fehlt es einfach das Haus und meinen Wohnort morgens zu verlassen, zu meiner Arbeit zu fahren etc. und dann nach Hause zu kommen. Jeder Tag ist wie der andere, derzeit. Es gibt keinen wirklichen Unterschied zwischen "unter der Woche" und "Wochenende".

    Die Kinder sind zwar einigermaßen durch ihre Schulaufgaben beschäftigt. Aber es ist offensichtlich, dass ihnen auch (schon nach 1 Woche Ausgangsbeschränkungen etc.) etwas fehlt: Das Treffen mit Freundinnen und Freunden. Die "Houseparty"-App etc. ist da halt doch kein Ersatz.

    Ich hätte wohl kein Problem damit, wenn ich wüsste, dass das alles bis dann und dann so geht. Aber irgendwie sehe ich kein Ende. In meinem Bauch ist so das Gefühl....das wars jetzt. Das geht ewig so weiter. Das ist natürlich (hoffentlich) Quatsch! Aber es fühlt sich gerade so an...bei mir. Nein, mir gehts nicht besonders gut.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 März 2020
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    21 März 2020
    #5
    Bitte nicht. Suche nach einer Alternative.
     
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    21 März 2020
    #6
    Ist nicht viel. Ein, zwei Gläser Wein höchstens.
     
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    21 März 2020
    #7
    Um die Menge gehts nichts. Sondern darum, dass du sagst du brauchst das jeden Abend.
     
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    21 März 2020
    #8
    Na gut, ich brauchs nicht. Aber mir geht es danach richtig gut und ich schlafe dann auch gut. Ohne den Wein konnte ich nicht einschlafen und mir gings richtig schlecht. Es geht mir jetzt auch morgens besser.
     
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    21 März 2020
    #9
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    21 März 2020
    #10
    Off-Topic:
    Dàs ist halt schon echt bedenklich. Ich spreche au Erfahrung :schuettel:
     
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    21 März 2020
    #11
    Das ist das größte Problem - die Ungewissheit. Die vielen im Kalender durchgestrichenen Termine, alles fällt aus. Und die Frage, ob und wann das mal nachgeholt wird oder ob danach Schluss ist mit dem Job. Die Panik, die mancher Virologe im TV macht ("Kein Ende in Sicht"). :hmpf:
     
  • User 109947
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    21 März 2020
    #12
    Off-Topic:
    Frag mich in einer Woche nochmal... :ichsagnichts:
     
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    21 März 2020
    #13
    Hmm... Auch wenn ich noch nicht zuhause bleiben muss, merkt man doch, dass es zehrt.
    Das Glücksbärchi, das in mir wohnt, arbeitet momentan nur Teilzeit und der Rest von mir sucht eine Aufgabe.

    Versuche das jetzt zu kompensieren und hab mein Sport Level hoch gefahren.

    Heute früh hat ein Freund ans Fenster geklopft und wir haben uns durch selbiges unterhalten und lieb gehabt.

    Eigentlich möchte ich jetzt allen die mir wichtig sind, etwas malen, basteln oder schreiben um es ihnen hinterher zu geben. Das macht mich glücklich und lenkt ab.

    Laute Musik, mit dem Mann durch die Wohnung tanzen und schief singen klappt auch ganz gut.

    Aber es brodelt, so hab ich mich noch nie, nie, nie gefühlt. Wenn wir zu machen dürfen werde ich schauen, dass ich was ehrenamtliches machen kann... Das fehlt mir glaub ich, nichts tun zu können, was grad wirklich sinnvoll ist.
     
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    21 März 2020
    #14
    Das ist aber auch nicht Sinn der Sache..
     
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  • User 177972
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    21 März 2020
    #15
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    21 März 2020
    #16
    Ich schreib aktuell ne Hausarbeit und arbeite etwas an meiner Lauftechnik. Ansonsten zocke ich und genieße den Urlaub.
     
  • User 137391
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    21 März 2020
    #17
    ja ich hätte auch gern ein datum.. dann könnte ich es besser "aushalten". aber dieses "kann noch länger dauern.." nervt und stresst mich schon sehr.. bzw zehrt es an den nerven- von allen sicher.

    mich nerven aktuell besonders die leute, die nun wirklich gar nichts mehr zu tun haben und sich schon fast lustig machen, wenn man "gestresst" ist :rolleyes: so nach dem motto.. "hä, du bist doch die ganze zeit zu hause.. das bissle homeoffice.."
    habe bei der gelegenheit gleich mal eine person aus meinem leben bzw. telefonbuch geworfen :kopfwand::realmad:
    und die leute, die immer noch nicht verstanden haben, dass sich jeder zusammen reißen sollte .. ja, auch die die "gesund" sind..

    noch bin ich aber eher auf der optimistischen seite.. ab MO sind meine kids auch wieder hier (ich hätte NIEMALS gedacht, dass ich an einem kinderfreien WE zu hause sitze und es mir langweilig ist:what::schuettel: ) und es wird wieder fast schön normal bzw. alltäglich..
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 21 März 2020 ---
    ProxySurfer

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    22 März 2020
    #18
    Ich war die erste Zeit eher genervt, weil meine Pläne alle umgefallen sind und dann war ich etwas schaumgebremst, weil ich ich uns das ganze System um die Ohren fliege sehe, wenn das Drama noch mehr als maximal 8 Wochen andauert.
    Außerdem werde ich schnell klaustrophobisch, wenn Grenzen zu gehen, und Freiheiten schwinden, aber das ist nur in meinem Kopf, nichts reales.

    Inzwischen hab ich mich dran erinnert, dass ich es mag aus meiner Komfortzone zu fallen, und dass ich immer - egal wobei - neugierig war, wie es ist, damit zurecht zu kommen. Es gibt für mich verschiedene Varianten, oder verschiedene Schablonen, die ich anlegen kann. Eine davon ist die Weisheit meines Großvaters, der sagte, es war noch nie etwas so schlecht, dass es nicht auch für etwas gut war.
    Und dann denke ich mir, vielleicht werde ich ja überrascht, und es fliegt und zwar alles um die Ohren, aber es wächst etwas Sinnvolles draus?
    Und selbst wenn nicht, kommen wir da auch irgendwie durch.

    Es hilft natürlich sehr, dass mein Isolationsleben sich praktisch GAR NICHT von meinem sonstigen Leben unterscheidet :grin:

    Off-Topic:
    Ich bin immer im Home Office, 7 Tage/Woche, ich habe nie normale Wochenenden oder Arbeitstage, ich arbeite viel und habe in dem Land in dem ich gerad ebin auch nur sehr sporadisch Sozialkontakte... arbeiten essen schlafen lesen yoga Hund... alles kann ich jetzt auch machen :zwinker: Mein Job ist im Augenblick absolut sicher und dass wir fix und gut reagiert haben macht die Krise gut für unseren Ruf.
    Da ich 7 Wochen am Stück durch gearbeitet habe, fehlt mir grade das berufliche reisen nicht und ich genieße einen Tag mit Buch im Bett.
    Aber ja, sollte es länger als 6-8 Wochen dauern... dann werde ich unleidig werden, weil ich an EINEN Ort gefesselt bin, und weil mir mein eigentliches, normales Leben in meiner eigenen Wohnung fehlt.

    Und genau da habe ich ich für Zuversicht entschieden, dass es sich finden wird, weil es einfach nicht auf ewig so weitergehen kann - sollte das die Aussicht sein, wünscht man sich ja fast die Apokalypse, die es beendet...
     
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  • Fender83
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    22 März 2020
    #19
    Da ich Bipolar bedingt regelmäßig deppressive Phasen habe, stellen sich durch den Lagerkoller keine zusätzlichen deppressive Phasen ein. Ich beschäftige mich sinnvoll. Schreibe an meinen Short Storys, Übe Lieder auf der Gitarre die ich mir schon lange "draufschaffen" will und seither keine Zeit dazu hatte, erledige Arbeiten im Garten und Streuobstwiese, gehe joggen und lese die Beiträge bei PL. höre Musik, ich entschleunige einfach, das tut einfach mal gut. Zudem bin ich Single und sonst auch viel alleine in meinen vier Wänden. (Bipolar=> manisch deppressiv, habe allerdings eine leichtere Form)
     
  • Akiina
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    22 März 2020
    #20
    Mir geht's nicht gut - das muss ich ganz ehrlich sagen. Ich bin ja seit November '18 aufgrund von Elternzeit Zuhause und ich langeweile mich fürchterlich. Mir fehlt die wöchentliche Krabbelgruppe. Ich möchte meine Freunde und Eltern sehen. Mein Mann arbeitet noch in Schicht, auch teilweise samstags. Ich fühl mich echt allein gelassen. Wenn das Monate so weiter geht, verfällt ich sicherlich noch in Depressionen. Ich hasse es, eingesperrt zu sein. Dafür bin ich zu freiheitsliebend.

    Aber es bringt ja nichts. Wir müssen mit dem Arsch Zuhauss kleben (ja, spazieren gehe ich trotzdem jeden Tag).
     
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