• Lei-Charatin
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    8 Juni 2004
    #21
    KÄSE! (schlimmere Worte möchte ich heute nicht verwenden)

    Das ist meine Meinung zu JEGLICHEN Feiern den D-Day (6.6.44) betreffend.
    Es ist für die Deutschen kein Grund zum Feiern -- viele Tote (auch wenn es letztendlich besser so war, als heutzutage ein braunes Europa). Und wenn es eine Nation toll findet, tote Soldaten zu feiern, bitteschön, finde ich das verabscheuungswürdig. Schließlich sind auch von den Alliierten genug Leute gestorben.
    Was ich zum Kotzen finde ist der verwendete Begriff von "Feiern", "Feierlichkeiten" etc, der in den Medien so oft fällt.
    ES SIND SCHLIEßLICH KEINE!
    Es ist ein Gedenktag, und zwar ein trauriger. Selbst die befreiten Franzosen haben dabei gemischte Gefühle, schließlich sind durch alliiertes Bombardement mehr Menschen gestorben als durch die Besatzer. Auch die Zerstörungen durch Deutsche hielten sich in Grenzen - zertrümmert ("sturmreif geschossen") haben die Alliierten Bomber die Normandie.

    Für besonders wichtig halte ich, dass auch der jungen Generation klargemacht wird, was damals abging. Gedenkfeiern sind also durchaus richtig. Wenn ich mir da bei RTL anguck', wie der Übergang zwischen Film und Werbeblöcken mit einem stilisierten Wasserminen-Feld und dem weißen Schriftzug "D-Day" gestaltet wurde, kommt mir jedenfalls das kotzen.
    Die jüngeren haben es heute schwer genug, zwischen Realität und Wirklichkeit zu unterscheiden - selbst die älteren kennen vieles nur aus Hollywood - und man sollte es nicht noch schwerer machen. D-Day hat nichts mit Hollywood zu tun, und jeder mit ein wenig Fantasie kann sich ausmalen, dass man für einen realitätsnahen Film über den D-Day Spucktüten bereitstellen müsste, weil die Realität an den Stränden einfach ZU brutal und grausam war.

    Die Teilnahme des Deutschen Bundeskanzlers halte ich dennoch für richtig - es wird Zeit, dass auch die Amerikaner kapieren, dass Europa friedlich geworden ist und dass die heutige Generation - so schwer das zu kapieren ist - nichts mehr mit Hitler und NSDAP zu tun hat - ausser in Geschichtsbüchern.


    Ich weiß nicht, wieviel hiervon schon gesagt wurde, bin aber zu faul, alles zu lesen und wollte mal meine Meinung loswerden.
     

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